F: E-Gitarrentypen

A

Anonymous

Guest
Hi,
was is eigentlich der genaue Unterschied bei den Gitarren: Also Stratocaster, SG-Typ, Telecaster und Les Paul.
Klingen die nur anders, welche is f├╝r welche Musikstile, spielt man die unterschiedlich etc. ?

Und zum Aussehen: die Stratos haben 2 H├Ârner, die SGs sind so ziemlich symmetrisch, die Tele und LesPaul haben nur 1 Horn, is das korrekt ?

thx Harm


Versuche nie die Physik zu ├╝berlisten
 
Hi,

ein unverzichtbares Buch f├╝r alle, die sich mit E- Gitarren besch├Ąftigen : Heinz Rebellius E- Gitarren. Coautoren sind Andr├ę Waldenmeier (ein Begriff unter Gitarrenbauern) und Paul Day (eine Legende unter den Autoren ├╝ber Gitarren).
Leseprobe : http://www.guitardome.de/
Unter Special/linx nachsehen.

80% aller Fragen w├Ąren nicht n├Âtig, wenn man sich mal ernsthaft mit der Materie besch├Ąftigen w├╝rde. Au├čerdem hat Heinz gesagt, ich solle Werbung machen ;-)

und Krieg war noch nie eine L├Âsung der Probleme

gru├č duffes
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:

80% aller Fragen w├Ąren nicht n├Âtig, wenn man sich mal ernsthaft mit der Materie besch├Ąftigen w├╝rde. Au├čerdem hat Heinz gesagt, ich solle Werbung machen ;-)

und Krieg war noch nie eine L├Âsung der Probleme

gru├č duffes
</td></tr></table>

Hallo Duffes,

sehr viele Fragen des Gitarrenbaus w├╝rden die Autoren in ernsthafte Bedr├Ąngnis bringen, w├╝rde man pr├Ązise fragen und dann bohren. Ein Gro├čteil der Aussagen sind rein empirisch und in der "das ist nun mal so" Natur geschrieben. Das bedeutet nicht, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber schon, dass sie nicht gepr├╝ft sind.
Sicherlich - und da stimme ich Dir zu, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema gefragt. Aber ohne Parameter und nachvollziehbare Ergebnisse bleibt es ein Schwall - auf gehobenem Niveau. Das macht B├╝cher, wie das von Heinz Rebellius nicht schlecht, denn es gibt keine pr├Ąziseren B├╝cher. Leider muss man jedoch feststellen, dass die Geigenbauer uns Gitarrenbauern in der Analyse 50 Jahre voraus sind. W├Ąhrend hier noch immer ├╝ber "den" Gitarrensound salbadert wird, hat Otto Moeckel schon in den 60ern Messreihen f├╝r Geigen entwickelt.
Letztlich bleibt die Frage, ob Gitarristen Tatsachen ├╝berhaupt lesen wollen...
Und zu allerletzt der Satz aus M├Âckels "Geigenbau und Klangfarbe", der als Abschluss hinter 100en Seiten der Analyse kommt " Decke und Boden einer guten Geige verhalten sich im Idealfall wie Man und Frau in einer guten Ehe...."

...So stehe ich hier, ich armer Thor und bin so klug, als wie zuvor....


Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Gr├╝├če aus dem milden Westen.
W┬░┬░
 
Tach Harm,

am besten, Du gehst mal in den n├Ąchsten Gitarrenladen und holst Dir mal ein nettes Buch ├╝ber E-Gitarren. Neben dem von Heinz R. gibt es zahllose andere, die auch den Zweck erf├╝llen. Eines heisst: alle Modelle, alle Hersteller ( oder so), ist nicht an allen Stellen so richtig gut recherchiert, ist aber schick + mit vielen bunten Bildern drin. Als Anfang recht gut.
Falls Du Englisch liest und die Kohle ausgeben kannst, kann ich dir ( und allen anderen) The Complete Encyclopedia of Electric Guitar empfehlen - von Tony Bacon. Grossartiges Buch! Steht eigentlich alles drin, was man so wissen muss und ist richtig sch├Ân gemacht. Ein echter Schatz.

Harm, ist nicht so, dass ich Dir Deine Frage nicht beantwortwen wollte, aber es ist ein RIESEN-Thema, dat geht schlecht mal eben so im Forum.

Moin
Christof
 
Moin moin Walter,

<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by W┬░┬░
[br
sehr viele Fragen des Gitarrenbaus w├╝rden die Autoren in ernsthafte Bedr├Ąngnis bringen, w├╝rde man pr├Ązise fragen und dann bohren. Ein Gro├čteil der Aussagen sind rein empirisch und in der "das ist nun mal so" Natur geschrieben. Das bedeutet nicht, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber schon, dass sie nicht gepr├╝ft sind.</td></tr></table>

so ganz mag ich deiner Aussage nicht folgen, aber vielleicht magst du das ja mal an ein, zwei konkreten Aussagen des Buchs nachvollziehbar machen?

Ich halte das Buch f├╝r journalistisch und fachspezifisch gelungen. Ein wirklicher Mangel ist mir auch nach mehrmaligen lesens, wahllos drin rumbl├Ątternd und gezielt suchend nicht aufgefallen.


<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Leider muss man jedoch feststellen, dass die Geigenbauer uns Gitarrenbauern in der Analyse 50 Jahre voraus sind. W├Ąhrend hier noch immer ├╝ber "den" Gitarrensound salbadert wird, hat Otto Moeckel schon in den 60ern Messreihen f├╝r Geigen entwickelt.
Letztlich bleibt die Frage, ob Gitarristen Tatsachen ├╝berhaupt lesen wollen...</td></tr></table>

Hmmm, auch hier mag ich dir nicht ganz folgen. a) erscheint mir der Vergleich E-Gitarre/Geige zu apfelbirnig b) kenne ich mich zu wenig im Bereich der Streichinstrumente aus ... ich vermute jedoch einfach mal, das an eine klassische Geige grunds├Ątzlich andere, vielleicht ja sogar genau analysierbare Anforderungen gestellt werden. Da mag es dann nicht verwundern, wenn es entsprechende Analysemethoden gibt. F├╝r den Bereich E-Gitarre gibt es diese analysierbaren Anforderungen nicht. Ein Beispiel gef├Ąllig? In meiner Sammlung befindet sich u.a. ein Instrument aus einem Ceramicverbundstoff und ein Instrument aus einem Holzrahmen mit einer Art Presspappe Decke und Boden. Beide Instrumente klingen hervorragend f├╝r ihren jeweiligen Einsatzzweck. Obwohl beide Instrumente 6 saitige E-Gitarren sind, sind sie unterschiedlich... unterschiedlicher k├Ânnten sie nicht sein. Beides sind exellente Instrumente (jeweils f├╝r einen bestimmten Einsatzbereich). Schon allein beim halbswegs messbaren Faktor "Sustain" wird die Aussagekraft einer Analyse imho gleich Null. Erfreue ich mich n├Ąmlich bei dem einen Instrument ├╝ber das schier unendliche Sustain, ist bei dem anderen Instrument das kurze "plockige" Sustain genau das was den charmanten unverkennbaren Ton mitbestimmt.

Oder seh ich das v├Âllig falsch?

slide on ...
bO┬▓gie
 
Tach auch,

keine Gitarre klingt wie die andere und das liegt daran, dass es eindfachs sehr viele Parameter sind, die den Sound bestimmen.

Patentrezepte ├í la ÔÇÖPaulaÔÇÖ klingt so Strat so und Tele so gibr es meiner Meinung nach nicht, weil dann m├╝ssen auch noch die Pickups mit einbezogen werden und dann wird es noch vielf├Ąltiger.

Dennoch halte ich es f├╝r richtig, dass man Testreihen f├╝r Gitarren fordert. Vieles was ich so von Gitarissten geh├Ârt habe ├╝ber diese Superpaulas aus den 60ern und nur die w├╝rden gut klingen und und und, ist meiner Meinung nach nicht rational erkl├Ąrbar, sondern nur psychisch (Aber wer will schon die Gitarrenbesitzer ├╝berpr├╝fen [:eek:)] )

Letztendlich lassen sich jedoch alle wichtigen PArameter der Gitarre ├╝berpr├╝fen und so sollte man es machen.

cu
Etienne

PS: Und man kann icn tausend Artikeln lesen Tele=Country, Paula SChwermetall und Strat= Rock - was f├╝r ein Bl├Âdsinn
 
G&B Sonderheft "Gibson" und Sonderheft "Fender" kaufen w├Ąre noch ne M├Âglichkeit (je ungef├Ąhr 5 Euro, glaube ich).
-elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...
 
Und ich habe momentan noch eine G&B Sonderheft "Gibson" drin bei ebay! Kannst es da rausholen oder Dich melden, wenn es nicht weggehen sollte! Habe zwei davon, dieses hier ist absolut neuwertig (ungelesen!)Guckst Du hier...

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 29840&rd=1

...und auch hier werden Sie geholfen :D
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<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by elvis
G&B Sonderheft "Gibson" und Sonderheft "Fender" kaufen w├Ąre noch ne M├Âglichkeit (je ungef├Ąhr 5 Euro, glaube ich).
-elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...

</td></tr></table>
Hallo Elvis,

was zeichnet denn die Fachautoren aus? Schon mal hinterfragt? Besitzen die eine journalistische
Ausbildung? Die meisten wohl nicht. Haben sie sich als kompetente Musiker hervor getan? Die Ausnahme. (Horst Stachelhaus, Manni van Bohr, Abbi von Reininghaus)
Sind sie kompetente Gitarrenbauer? Ich kenne keinen. Der Umstand, dass jemand in einer Zeitung
schreibt, verleiht ihm gr├Â├čere Glaubw├╝rdigkeit als dem, der vielleicht sein Leben lang Instrumente baut.
Ich will hier auf gar keinen Fall Generalschelte betreiben - es gibt durchaus gute und ernst zu nehmende
Journalisten. Es sei aber mal angemerkt, dass ein Gro├čteil der Meinungsbildung von Werbefuzzis und
begeisterten Amateuren betrieben wird.
Zu G&B Sonderausgaben: Eine farbige Doppelseite (oder auch die R├╝ckseite) kostete vor 5 Jahren noch
pro Ausgabe 12.000 Mark. Wer bei einer komplett gebuchten Ausgabe neben der Werbung noch wertfreie
Information erwartet, ist naiv. Die Anzeigenkunden sind die Arbeitgeber des Magazins.
@ bO┬▓gie: Du hast nat├╝rlich recht wenn Du schreibst, dass die Qualit├Ąt einer Gitarre an ihrem
Einsatzzweck gemessen werden muss. Aber das spricht ja nicht gegen, sondern f├╝r messbare Parameter.
Sustain, Impulsgeschwindigkeit, Frequenzverhalten, Obertonanteil, Eigenresonanz, Lautheit...
Da bisher niemand (z.B.) den Ton einer allgemein anerkannt guten Dobro mit einem festgelegten
Messverfahren dokumentiert hat, gibt es (wenn das gute St├╝ck nicht zur Hand ist) keine
Vergleichswerte. Ist das sinnvoll? Eine solche Pr├╝fung kann nat├╝rlich nicht f├╝r eine Modellreihe, sondern nur f├╝r ein einzelnes Instrument gelten. Je mehr Werte wir jedoch von verschiedenen Instrumenten erhielten, desto klarer und wertvoller w├╝rden sie. Warum sollte man Instrumenten nicht einen individuellen Pass mit 5-6 validen Messparametern ausstellen. Das tut man bei Pickups, bei Endstufen, bei Pulten und bei Monitoren. Bei Gitarren und den entsprechenden Equipment tut man nichts dergleichen. Warum nicht? Vielleicht, weil sich bequem im Schwall leben l├Ąsst. Auf allen Seiten.
Ich habe mich vor Wochen mal im Bass Forum zu "Holz" ge├Ąu├čert. http://www.sick-guitars.ch/forum/topic. ... Terms=Holz
Der Inhalt meines Postings ist jedoch kein Widerspruch zu dem hier geschriebenen, wenn es um _individuelle_ Messwerte _eines_ Instruments geht. "Der Ahorn", oder "das Mahagoni" bedarf, anders als im einzigen (!) Kapitel, was ich in Heinz RebelliusÔÇÖ Buch las, einer klaren Bestimmung bei nachvollziehbaren Werten. Ansonsten k├Ânnen wir uns auch auf helles und dunkles Holz einigen.

Nachsatz:
Die Stiftung Warentest hat ├╝brigens mal vor Jahren E-Gitarren getestet. Sie tat das mit der ├╝blichen Akribie, mit der sie auch elektrische Zahnb├╝rsten und Bettvorleger pr├╝ft. (Und wof├╝r sie ansonsten in der Bev├Âlkerung gro├čes Ansehen genie├čt!) Die Ergebnisse des Tests waren f├╝r Musiker v├Âllig unakzeptabel und gingen ins Altpapier.




Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Gr├╝├če aus dem milden Westen.
W┬░┬░
 
Moin Walter,

wir gehen in einer Menge von Punkten kondom miteinander. Gerade auch was die "Qualit├Ąt" von Testberichten in Fachzeitschriften angeht. Da macht es auch keinen Unterschied ob es sich um Waschmaschinen, Auto, Yachten oder Angelerbedarf handelt. "WesÔÇÖ Brot ich fress, desÔÇÖ Lied ich sing".

Im Falle des Buchs von Rebellius, Waldemayer und Day seh ich die Sache jedoch etwas anders. Hier wird kein Produkt verkauft (selbst Andr├ę h├Ąlt sich ja mehr als charmant zur├╝ck), sondern es wird geballtes Fachwissen von drei, jeder auf seine Art kompetenten, Autoren kompakt in einem Buch gesammelt. Und nat├╝rlich hast du Recht, keiner der drei Autoren ist Botaniker und so f├Ąllt das Kapitel "Holz" auch etwas schmal aus.

Die Idee des "Instrumentenpass" scheint auf den ersten Blick reizvoll. Auf den zweiten Blick wirdÔÇÖs aber schon wieder wackelig. Was ist den zB eine "gute Dobro"? Mir f├Ąllt dazu immer ein anderes Beispiel ein. Ich habÔÇÖ mehrere Jahre in einem Hamburger Gitarrenladen gearbeitet, der u.a. ├╝ber eine imposante Sammlung von Vintage Gitarren verf├╝gt(e). U.a. eben auch Strats aus fast allen Baujahren der F├╝nfziger Jahre. Ich fand es immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich diese Strats waren. Mir w├Ąre es nicht m├Âglich gewesen ein "Referenz"model unter diesen Gitarren rauszusuchen. Hmmm ... dann einfach mal den "klassischen" Stratsound auf Platte suchen? Was bitte ist den der "klassische" Stratsound? Buddy Holly? Jimi Hendrix? Hank Marvin? Eric Clapton? Rory Gallagher? Stevie Ray Vaughan? Ritchie Blackmore? Bonnie Raitt? Mark Knopfler? Jeff Beck? Hmmm ... es bleibt schwer.

Gut, angenommen wir haben 5-6 Parameter festgemacht und messen diese? Wieviel Aussagekraft haben diese Werte dann? Welchen Wert haben diese Aussagen? Ein wenig erinnert mich das an Autoquartett ("Mein Dragster hat 3000 PS"). Ausser das es dem Gitarrenverk├Ąufer vielleicht noch einfacher macht das Instrument an den Mann/Frau zu bringen ("Boahhh ehjjj, 3000 PS, guck mal")...

Ich bleibe arg skeptisch. Und die "Stiftung Warentest" Ausgabe mit dem Gitarrentest geh├Ârt nat├╝rlich nicht ins Altpapier, sondern zu den beiden Klassikern vom Titanic, zwischen "Zonen-Gaby mit ihrer ersten Banane" und dem "Barschel mit Ente" Titelblatt.

slide on ...
bO┬▓gie
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by W┬░┬░
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by elvis
G&B Sonderheft "Gibson" und Sonderheft "Fender" kaufen w├Ąre noch ne M├Âglichkeit (je ungef├Ąhr 5 Euro, glaube ich).
-elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...

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Hallo Elvis,

was zeichnet denn die Fachautoren aus? Schon mal hinterfragt? Besitzen die eine journalistische
Ausbildung? Die meisten wohl nicht. Haben sie sich als kompetente Musiker hervor getan? Die Ausnahme. (Horst Stachelhaus, Manni van Bohr, Abbi von Reininghaus)
Sind sie kompetente Gitarrenbauer? Ich kenne keinen. Der Umstand, dass jemand in einer Zeitung
schreibt, verleiht ihm gr├Â├čere Glaubw├╝rdigkeit als dem, der vielleicht sein Leben lang Instrumente baut.
Ich will hier auf gar keinen Fall Generalschelte betreiben - es gibt durchaus gute und ernst zu nehmende
Journalisten. Es sei aber mal angemerkt, dass ein Gro├čteil der Meinungsbildung von Werbefuzzis und
begeisterten Amateuren betrieben wird.
Zu G&B Sonderausgaben: Eine farbige Doppelseite (oder auch die R├╝ckseite) kostete vor 5 Jahren noch
pro Ausgabe 12.000 Mark. Wer bei einer komplett gebuchten Ausgabe neben der Werbung noch wertfreie
Information erwartet, ist naiv. Die Anzeigenkunden sind die Arbeitgeber des Magazins.
@ bO┬▓gie: Du hast nat├╝rlich recht wenn Du schreibst, dass die Qualit├Ąt einer Gitarre an ihrem
Einsatzzweck gemessen werden muss. Aber das spricht ja nicht gegen, sondern f├╝r messbare Parameter.
Sustain, Impulsgeschwindigkeit, Frequenzverhalten, Obertonanteil, Eigenresonanz, Lautheit...
Da bisher niemand (z.B.) den Ton einer allgemein anerkannt guten Dobro mit einem festgelegten
Messverfahren dokumentiert hat, gibt es (wenn das gute St├╝ck nicht zur Hand ist) keine
Vergleichswerte. Ist das sinnvoll? Eine solche Pr├╝fung kann nat├╝rlich nicht f├╝r eine Modellreihe, sondern nur f├╝r ein einzelnes Instrument gelten. Je mehr Werte wir jedoch von verschiedenen Instrumenten erhielten, desto klarer und wertvoller w├╝rden sie. Warum sollte man Instrumenten nicht einen individuellen Pass mit 5-6 validen Messparametern ausstellen. Das tut man bei Pickups, bei Endstufen, bei Pulten und bei Monitoren. Bei Gitarren und den entsprechenden Equipment tut man nichts dergleichen. Warum nicht? Vielleicht, weil sich bequem im Schwall leben l├Ąsst. Auf allen Seiten.
Ich habe mich vor Wochen mal im Bass Forum zu "Holz" ge├Ąu├čert. http://www.sick-guitars.ch/forum/topic. ... Terms=Holz
Der Inhalt meines Postings ist jedoch kein Widerspruch zu dem hier geschriebenen, wenn es um _individuelle_ Messwerte _eines_ Instruments geht. "Der Ahorn", oder "das Mahagoni" bedarf, anders als im einzigen (!) Kapitel, was ich in Heinz RebelliusÔÇÖ Buch las, einer klaren Bestimmung bei nachvollziehbaren Werten. Ansonsten k├Ânnen wir uns auch auf helles und dunkles Holz einigen.

Nachsatz:
Die Stiftung Warentest hat ├╝brigens mal vor Jahren E-Gitarren getestet. Sie tat das mit der ├╝blichen Akribie, mit der sie auch elektrische Zahnb├╝rsten und Bettvorleger pr├╝ft. (Und wof├╝r sie ansonsten in der Bev├Âlkerung gro├čes Ansehen genie├čt!) Die Ergebnisse des Tests waren f├╝r Musiker v├Âllig unakzeptabel und gingen ins Altpapier.

Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Gr├╝├če aus dem milden Westen.
W┬░┬░
</td></tr></table>
Hi Walter!
Ich hab keine Ahnung, wer die G&B Specials schreibt,
aber f├╝r 5 Euro kann man nicht viel falsch machen.
Das der Inhalt mit Sicherheit stark subjektiv und durch
Werbung finanziert und damit beinflusst wird, ist mir klar
(wie die ganze G&B etc.-"Szene").
Ich dachte nur, dass es f├╝r Harm erstmal ausreicht,
um sich einen optischen und (in Ma├čen) technischen Eindruck
unterschiedlicher Modelle misamt kurzweiliger Informationen zu verschaffen.

Ich halte gar nichts von Kult oder sonstigem Voodoo,
der um bestimmte Modelle und Jahrg├Ąnge gemacht wird.
Warum sollten LesPauls, die mit ungenauen Maschinen, wenig Erfahrung und angelernten Mexikanerinnen 1959 zusammengesteckt wurden,
besser klingen, als aktuelle, die in jeder Hinsicht die besseren Enstehungsbedingungen haben?

Instrumentenpass? hmmm, Frequenzgang, Frequenzverlauf ├╝ber die Zeit und Sustain w├╝rde mir da einfallen. Ist nur die Frage, ob der Laie da nicht ├╝berfordert ist...
Gr├╝├če,
elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by bO┬▓gie
Moin Walter,

wir gehen in einer Menge von Punkten kondom miteinander. Gerade auch was die "Qualit├Ąt" von Testberichten in Fachzeitschriften angeht. Da macht es auch keinen Unterschied ob es sich um Waschmaschinen, Auto, Yachten oder Angelerbedarf handelt. "WesÔÇÖ Brot ich fress, desÔÇÖ Lied ich sing".

Im Falle des Buchs von Rebellius, Waldemayer und Day seh ich die Sache jedoch etwas anders. Hier wird kein Produkt verkauft (selbst Andr├ę h├Ąlt sich ja mehr als charmant zur├╝ck), sondern es wird geballtes Fachwissen von drei, jeder auf seine Art kompetenten, Autoren kompakt in einem Buch gesammelt. Und nat├╝rlich hast du Recht, keiner der drei Autoren ist Botaniker und so f├Ąllt das Kapitel "Holz" auch etwas schmal aus.

Die Idee des "Instrumentenpass" scheint auf den ersten Blick reizvoll. Auf den zweiten Blick wirdÔÇÖs aber schon wieder wackelig. Was ist den zB eine "gute Dobro"? Mir f├Ąllt dazu immer ein anderes Beispiel ein. Ich habÔÇÖ mehrere Jahre in einem Hamburger Gitarrenladen gearbeitet, der u.a. ├╝ber eine imposante Sammlung von Vintage Gitarren verf├╝gt(e). U.a. eben auch Strats aus fast allen Baujahren der F├╝nfziger Jahre. Ich fand es immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich diese Strats waren. Mir w├Ąre es nicht m├Âglich gewesen ein "Referenz"model unter diesen Gitarren rauszusuchen. Hmmm ... dann einfach mal den "klassischen" Stratsound auf Platte suchen? Was bitte ist den der "klassische" Stratsound? Buddy Holly? Jimi Hendrix? Hank Marvin? Eric Clapton? Rory Gallagher? Stevie Ray Vaughan? Ritchie Blackmore? Bonnie Raitt? Mark Knopfler? Jeff Beck? Hmmm ... es bleibt schwer.

Gut, angenommen wir haben 5-6 Parameter festgemacht und messen diese? Wieviel Aussagekraft haben diese Werte dann? Welchen Wert haben diese Aussagen? Ein wenig erinnert mich das an Autoquartett ("Mein Dragster hat 3000 PS"). Ausser das es dem Gitarrenverk├Ąufer vielleicht noch einfacher macht das Instrument an den Mann/Frau zu bringen ("Boahhh ehjjj, 3000 PS, guck mal")...

Ich bleibe arg skeptisch. Und die "Stiftung Warentest" Ausgabe mit dem Gitarrentest geh├Ârt nat├╝rlich nicht ins Altpapier, sondern zu den beiden Klassikern vom Titanic, zwischen "Zonen-Gaby mit ihrer ersten Banane" und dem "Barschel mit Ente" Titelblatt.

slide on ...
bO┬▓gie
</td></tr></table>

Lieber Sven,
jawoll, Du hast recht - wir sind uns in unseren Auffassungen sehr nah! Ich teile Deine Meinung: Es gibt z.Z. keine pr├Ąziseren B├╝cher als die von Dir aufgezeigten. Ich will und kann den Autoren ja gar nichts am Zeug flicken - ich vermisse zur zuweilen den Willen, den Dingen mal wirklich auf den Grund zu gehen. Ich bem├╝he mich seit zwei Jahren um europ├Ąische F├Ârdergelder f├╝r verschiedene Projekte auf dieser Ebene. Bislang leider ohne Erfolg. Neben der Instrumentenhistorie und den empitischen Werten gibt es noch sehr viel unerforschte Grundlagen: Was ist ein Wolf? (Deadspot?) Was geschieht da _genau_? Welche Faktoren f├╝hren dazu? Welche Bewegungenen f├╝hren Hals/Kopf/Decke dabei aus? In welchen Achsen bewegen sie sich? Welche Faktoren sind daf├╝r verantwortlich? Welchen Einfluss haben Eigenresonanzen auf den Ton? Sind sie verschiebbar? Wie? Wie sehen unsauber schwingende Saiten unter dem Stroboskop aus? Welche Kraft l├Ąsst sie so schwingen?
..............................................................
Es gibt kaum Antworten, wenn man pr├Ązise Fragen stellt. Das ist nicht gut.
Was die Autoquartette angeht: Mir ist eine bekannte und verst├Ąndliche Kurve lieber, als "schmatzende Mitten und lispelnde H├Âhen" !!! Das geh├Ârt in einen Groschenroman. "Luthite besitzt die Resonanzeigenschaften von Klangholz" ist D├╝nnschiss pur. Weder Schreiber noch Leser wissen, welche Resonanz -en?? ├╝berhaupt gemeint sind, noch ist der Begriff "Klangholz" gekl├Ąrt. Fichte? Ebenholz? Erle? Wann? Was? Wof├╝r? Egal. Klangholz. Der Satz ist schlicht vom Ibanez Katalog abgeschrieben. Genauso wie die falsche Aussage, dass Epi LPÔÇÖs einen Body aus Mahagoni besitzen. Die Fachredakteure d├╝rfen (oder schlimmer - k├Ânnen?) den Unterschied zwischen einer rot lackierten Linde oder Erle und einem Mahagoni nicht ausmachen. Da keiner genau wei├č, was es f├╝r einen Unterschied macht, ist das Ergebnis freibleibend - chrisp lispelnd, bis schmatzend...
Das ist zwar verkaufs- aber nicht vertrauensf├Ârdernd. Nat├╝rlich hast Du recht - DEN guten Ton gibt es nicht und Sch├Ânheit entsteht hinter unseren Sinnen. Aber Hilfslinien helfen.
Robert Gernhard:
Das Schwierigste beim Schreiben ist das
auf
der
Linie
blei
be
n.




Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Gr├╝├če aus dem milden Westen.
W┬░┬░
 
Aloha Walter,

das unterschreibÔÇÖ ich glatt ...
Pun
kt
f├╝r
Pun
kt
.

__________bO┬▓gie___________
 
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by W┬░┬░
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:

80% aller Fragen w├Ąren nicht n├Âtig, wenn man sich mal ernsthaft mit der Materie besch├Ąftigen w├╝rde. Au├čerdem hat Heinz gesagt, ich solle Werbung machen ;-)

und Krieg war noch nie eine L├Âsung der Probleme

gru├č duffes
</td></tr></table>

Hallo Duffes,

sehr viele Fragen des Gitarrenbaus w├╝rden die Autoren in ernsthafte Bedr├Ąngnis bringen, w├╝rde man pr├Ązise fragen und dann bohren. Ein Gro├čteil der Aussagen sind rein empirisch und in der "das ist nun mal so" Natur geschrieben. Das bedeutet nicht, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber schon, dass sie nicht gepr├╝ft sind.
Sicherlich - und da stimme ich Dir zu, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema gefragt. Aber ohne Parameter und nachvollziehbare Ergebnisse bleibt es ein Schwall - auf gehobenem Niveau. Das macht B├╝cher, wie das von Heinz Rebellius nicht schlecht, denn es gibt keine pr├Ąziseren B├╝cher. Leider muss man jedoch feststellen, dass die Geigenbauer uns Gitarrenbauern in der Analyse 50 Jahre voraus sind. W├Ąhrend hier noch immer ├╝ber "den" Gitarrensound salbadert wird, hat Otto Moeckel schon in den 60ern Messreihen f├╝r Geigen entwickelt.
Letztlich bleibt die Frage, ob Gitarristen Tatsachen ├╝berhaupt lesen wollen...
Und zu allerletzt der Satz aus M├Âckels "Geigenbau und Klangfarbe", der als Abschluss hinter 100en Seiten der Analyse kommt " Decke und Boden einer guten Geige verhalten sich im Idealfall wie Man und Frau in einer guten Ehe...."

...So stehe ich hier, ich armer Thor und bin so klug, als wie zuvor....


Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Gr├╝├če aus dem milden Westen.
W┬░┬░
</td></tr></table>

Hi W┬░┬░,

hast ja recht. Aber gibbet was besseres? Besonders f├╝r den unbedarften, jungen Gitarristen?
Ich hab jahrzehntelang Artikel aus Fachblatt, Musiker, G&B usw. gesammelt, die sich mit der Materie besch├Ąftigen. In dem von mir genannten Buch steht alles in geballter Form - Schlu├č mit der Zettelwirtschaft.

und Krieg war noch nie eine L├Âsung der Probleme

gru├č duffes
 

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