F: E-Gitarrentypen

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Anonymous
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Hi,
was is eigentlich der genaue Unterschied bei den Gitarren: Also Stratocaster, SG-Typ, Telecaster und Les Paul.
Klingen die nur anders, welche is für welche Musikstile, spielt man die unterschiedlich etc. ?

Und zum Aussehen: die Stratos haben 2 Hörner, die SGs sind so ziemlich symmetrisch, die Tele und LesPaul haben nur 1 Horn, is das korrekt ?

thx Harm


Versuche nie die Physik zu überlisten
 
A
Anonymous
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Hi,

ein unverzichtbares Buch für alle, die sich mit E- Gitarren beschäftigen : Heinz Rebellius E- Gitarren. Coautoren sind André Waldenmeier (ein Begriff unter Gitarrenbauern) und Paul Day (eine Legende unter den Autoren über Gitarren).
Leseprobe : http://www.guitardome.de/
Unter Special/linx nachsehen.

80% aller Fragen wären nicht nötig, wenn man sich mal ernsthaft mit der Materie beschäftigen würde. Außerdem hat Heinz gesagt, ich solle Werbung machen ;-)

und Krieg war noch nie eine Lösung der Probleme

gruß duffes
 
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<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:

80% aller Fragen wären nicht nötig, wenn man sich mal ernsthaft mit der Materie beschäftigen würde. Außerdem hat Heinz gesagt, ich solle Werbung machen ;-)

und Krieg war noch nie eine Lösung der Probleme

gruß duffes
</td></tr></table>

Hallo Duffes,

sehr viele Fragen des Gitarrenbaus würden die Autoren in ernsthafte Bedrängnis bringen, würde man präzise fragen und dann bohren. Ein Großteil der Aussagen sind rein empirisch und in der "das ist nun mal so" Natur geschrieben. Das bedeutet nicht, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber schon, dass sie nicht geprüft sind.
Sicherlich - und da stimme ich Dir zu, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema gefragt. Aber ohne Parameter und nachvollziehbare Ergebnisse bleibt es ein Schwall - auf gehobenem Niveau. Das macht Bücher, wie das von Heinz Rebellius nicht schlecht, denn es gibt keine präziseren Bücher. Leider muss man jedoch feststellen, dass die Geigenbauer uns Gitarrenbauern in der Analyse 50 Jahre voraus sind. Während hier noch immer über "den" Gitarrensound salbadert wird, hat Otto Moeckel schon in den 60ern Messreihen für Geigen entwickelt.
Letztlich bleibt die Frage, ob Gitarristen Tatsachen überhaupt lesen wollen...
Und zu allerletzt der Satz aus Möckels "Geigenbau und Klangfarbe", der als Abschluss hinter 100en Seiten der Analyse kommt " Decke und Boden einer guten Geige verhalten sich im Idealfall wie Man und Frau in einer guten Ehe...."

...So stehe ich hier, ich armer Thor und bin so klug, als wie zuvor....


Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Grüße aus dem milden Westen.
W°°
 
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Christof
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Tach Harm,

am besten, Du gehst mal in den nächsten Gitarrenladen und holst Dir mal ein nettes Buch über E-Gitarren. Neben dem von Heinz R. gibt es zahllose andere, die auch den Zweck erfüllen. Eines heisst: alle Modelle, alle Hersteller ( oder so), ist nicht an allen Stellen so richtig gut recherchiert, ist aber schick + mit vielen bunten Bildern drin. Als Anfang recht gut.
Falls Du Englisch liest und die Kohle ausgeben kannst, kann ich dir ( und allen anderen) The Complete Encyclopedia of Electric Guitar empfehlen - von Tony Bacon. Grossartiges Buch! Steht eigentlich alles drin, was man so wissen muss und ist richtig schön gemacht. Ein echter Schatz.

Harm, ist nicht so, dass ich Dir Deine Frage nicht beantwortwen wollte, aber es ist ein RIESEN-Thema, dat geht schlecht mal eben so im Forum.

Moin
Christof
 
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Moin moin Walter,

<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by W°°
[br
sehr viele Fragen des Gitarrenbaus würden die Autoren in ernsthafte Bedrängnis bringen, würde man präzise fragen und dann bohren. Ein Großteil der Aussagen sind rein empirisch und in der "das ist nun mal so" Natur geschrieben. Das bedeutet nicht, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber schon, dass sie nicht geprüft sind.</td></tr></table>

so ganz mag ich deiner Aussage nicht folgen, aber vielleicht magst du das ja mal an ein, zwei konkreten Aussagen des Buchs nachvollziehbar machen?

Ich halte das Buch für journalistisch und fachspezifisch gelungen. Ein wirklicher Mangel ist mir auch nach mehrmaligen lesens, wahllos drin rumblätternd und gezielt suchend nicht aufgefallen.


<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Leider muss man jedoch feststellen, dass die Geigenbauer uns Gitarrenbauern in der Analyse 50 Jahre voraus sind. Während hier noch immer über "den" Gitarrensound salbadert wird, hat Otto Moeckel schon in den 60ern Messreihen für Geigen entwickelt.
Letztlich bleibt die Frage, ob Gitarristen Tatsachen überhaupt lesen wollen...</td></tr></table>

Hmmm, auch hier mag ich dir nicht ganz folgen. a) erscheint mir der Vergleich E-Gitarre/Geige zu apfelbirnig b) kenne ich mich zu wenig im Bereich der Streichinstrumente aus ... ich vermute jedoch einfach mal, das an eine klassische Geige grundsätzlich andere, vielleicht ja sogar genau analysierbare Anforderungen gestellt werden. Da mag es dann nicht verwundern, wenn es entsprechende Analysemethoden gibt. Für den Bereich E-Gitarre gibt es diese analysierbaren Anforderungen nicht. Ein Beispiel gefällig? In meiner Sammlung befindet sich u.a. ein Instrument aus einem Ceramicverbundstoff und ein Instrument aus einem Holzrahmen mit einer Art Presspappe Decke und Boden. Beide Instrumente klingen hervorragend für ihren jeweiligen Einsatzzweck. Obwohl beide Instrumente 6 saitige E-Gitarren sind, sind sie unterschiedlich... unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Beides sind exellente Instrumente (jeweils für einen bestimmten Einsatzbereich). Schon allein beim halbswegs messbaren Faktor "Sustain" wird die Aussagekraft einer Analyse imho gleich Null. Erfreue ich mich nämlich bei dem einen Instrument über das schier unendliche Sustain, ist bei dem anderen Instrument das kurze "plockige" Sustain genau das was den charmanten unverkennbaren Ton mitbestimmt.

Oder seh ich das völlig falsch?

slide on ...
bO²gie
 
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Tach auch,

keine Gitarre klingt wie die andere und das liegt daran, dass es eindfachs sehr viele Parameter sind, die den Sound bestimmen.

Patentrezepte á la ’Paula’ klingt so Strat so und Tele so gibr es meiner Meinung nach nicht, weil dann müssen auch noch die Pickups mit einbezogen werden und dann wird es noch vielfältiger.

Dennoch halte ich es für richtig, dass man Testreihen für Gitarren fordert. Vieles was ich so von Gitarissten gehört habe über diese Superpaulas aus den 60ern und nur die würden gut klingen und und und, ist meiner Meinung nach nicht rational erklärbar, sondern nur psychisch (Aber wer will schon die Gitarrenbesitzer überprüfen [:eek:)] )

Letztendlich lassen sich jedoch alle wichtigen PArameter der Gitarre überprüfen und so sollte man es machen.

cu
Etienne

PS: Und man kann icn tausend Artikeln lesen Tele=Country, Paula SChwermetall und Strat= Rock - was für ein Blödsinn
 
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G&B Sonderheft "Gibson" und Sonderheft "Fender" kaufen wäre noch ne Möglichkeit (je ungefähr 5 Euro, glaube ich).
-elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...
 
finetone
finetone
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Und ich habe momentan noch eine G&B Sonderheft "Gibson" drin bei ebay! Kannst es da rausholen oder Dich melden, wenn es nicht weggehen sollte! Habe zwei davon, dieses hier ist absolut neuwertig (ungelesen!)Guckst Du hier...

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 29840&rd=1

...und auch hier werden Sie geholfen :D
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W°°
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<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by elvis
G&B Sonderheft "Gibson" und Sonderheft "Fender" kaufen wäre noch ne Möglichkeit (je ungefähr 5 Euro, glaube ich).
-elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...

</td></tr></table>
Hallo Elvis,

was zeichnet denn die Fachautoren aus? Schon mal hinterfragt? Besitzen die eine journalistische
Ausbildung? Die meisten wohl nicht. Haben sie sich als kompetente Musiker hervor getan? Die Ausnahme. (Horst Stachelhaus, Manni van Bohr, Abbi von Reininghaus)
Sind sie kompetente Gitarrenbauer? Ich kenne keinen. Der Umstand, dass jemand in einer Zeitung
schreibt, verleiht ihm größere Glaubwürdigkeit als dem, der vielleicht sein Leben lang Instrumente baut.
Ich will hier auf gar keinen Fall Generalschelte betreiben - es gibt durchaus gute und ernst zu nehmende
Journalisten. Es sei aber mal angemerkt, dass ein Großteil der Meinungsbildung von Werbefuzzis und
begeisterten Amateuren betrieben wird.
Zu G&B Sonderausgaben: Eine farbige Doppelseite (oder auch die Rückseite) kostete vor 5 Jahren noch
pro Ausgabe 12.000 Mark. Wer bei einer komplett gebuchten Ausgabe neben der Werbung noch wertfreie
Information erwartet, ist naiv. Die Anzeigenkunden sind die Arbeitgeber des Magazins.
@ bO²gie: Du hast natürlich recht wenn Du schreibst, dass die Qualität einer Gitarre an ihrem
Einsatzzweck gemessen werden muss. Aber das spricht ja nicht gegen, sondern für messbare Parameter.
Sustain, Impulsgeschwindigkeit, Frequenzverhalten, Obertonanteil, Eigenresonanz, Lautheit...
Da bisher niemand (z.B.) den Ton einer allgemein anerkannt guten Dobro mit einem festgelegten
Messverfahren dokumentiert hat, gibt es (wenn das gute Stück nicht zur Hand ist) keine
Vergleichswerte. Ist das sinnvoll? Eine solche Prüfung kann natürlich nicht für eine Modellreihe, sondern nur für ein einzelnes Instrument gelten. Je mehr Werte wir jedoch von verschiedenen Instrumenten erhielten, desto klarer und wertvoller würden sie. Warum sollte man Instrumenten nicht einen individuellen Pass mit 5-6 validen Messparametern ausstellen. Das tut man bei Pickups, bei Endstufen, bei Pulten und bei Monitoren. Bei Gitarren und den entsprechenden Equipment tut man nichts dergleichen. Warum nicht? Vielleicht, weil sich bequem im Schwall leben lässt. Auf allen Seiten.
Ich habe mich vor Wochen mal im Bass Forum zu "Holz" geäußert. http://www.sick-guitars.ch/forum/topic. ... Terms=Holz
Der Inhalt meines Postings ist jedoch kein Widerspruch zu dem hier geschriebenen, wenn es um _individuelle_ Messwerte _eines_ Instruments geht. "Der Ahorn", oder "das Mahagoni" bedarf, anders als im einzigen (!) Kapitel, was ich in Heinz Rebellius’ Buch las, einer klaren Bestimmung bei nachvollziehbaren Werten. Ansonsten können wir uns auch auf helles und dunkles Holz einigen.

Nachsatz:
Die Stiftung Warentest hat übrigens mal vor Jahren E-Gitarren getestet. Sie tat das mit der üblichen Akribie, mit der sie auch elektrische Zahnbürsten und Bettvorleger prüft. (Und wofür sie ansonsten in der Bevölkerung großes Ansehen genießt!) Die Ergebnisse des Tests waren für Musiker völlig unakzeptabel und gingen ins Altpapier.




Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Grüße aus dem milden Westen.
W°°
 
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Moin Walter,

wir gehen in einer Menge von Punkten kondom miteinander. Gerade auch was die "Qualität" von Testberichten in Fachzeitschriften angeht. Da macht es auch keinen Unterschied ob es sich um Waschmaschinen, Auto, Yachten oder Angelerbedarf handelt. "Wes’ Brot ich fress, des’ Lied ich sing".

Im Falle des Buchs von Rebellius, Waldemayer und Day seh ich die Sache jedoch etwas anders. Hier wird kein Produkt verkauft (selbst André hält sich ja mehr als charmant zurück), sondern es wird geballtes Fachwissen von drei, jeder auf seine Art kompetenten, Autoren kompakt in einem Buch gesammelt. Und natürlich hast du Recht, keiner der drei Autoren ist Botaniker und so fällt das Kapitel "Holz" auch etwas schmal aus.

Die Idee des "Instrumentenpass" scheint auf den ersten Blick reizvoll. Auf den zweiten Blick wird’s aber schon wieder wackelig. Was ist den zB eine "gute Dobro"? Mir fällt dazu immer ein anderes Beispiel ein. Ich hab’ mehrere Jahre in einem Hamburger Gitarrenladen gearbeitet, der u.a. über eine imposante Sammlung von Vintage Gitarren verfügt(e). U.a. eben auch Strats aus fast allen Baujahren der Fünfziger Jahre. Ich fand es immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich diese Strats waren. Mir wäre es nicht möglich gewesen ein "Referenz"model unter diesen Gitarren rauszusuchen. Hmmm ... dann einfach mal den "klassischen" Stratsound auf Platte suchen? Was bitte ist den der "klassische" Stratsound? Buddy Holly? Jimi Hendrix? Hank Marvin? Eric Clapton? Rory Gallagher? Stevie Ray Vaughan? Ritchie Blackmore? Bonnie Raitt? Mark Knopfler? Jeff Beck? Hmmm ... es bleibt schwer.

Gut, angenommen wir haben 5-6 Parameter festgemacht und messen diese? Wieviel Aussagekraft haben diese Werte dann? Welchen Wert haben diese Aussagen? Ein wenig erinnert mich das an Autoquartett ("Mein Dragster hat 3000 PS"). Ausser das es dem Gitarrenverkäufer vielleicht noch einfacher macht das Instrument an den Mann/Frau zu bringen ("Boahhh ehjjj, 3000 PS, guck mal")...

Ich bleibe arg skeptisch. Und die "Stiftung Warentest" Ausgabe mit dem Gitarrentest gehört natürlich nicht ins Altpapier, sondern zu den beiden Klassikern vom Titanic, zwischen "Zonen-Gaby mit ihrer ersten Banane" und dem "Barschel mit Ente" Titelblatt.

slide on ...
bO²gie
 
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<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by W°°
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by elvis
G&B Sonderheft "Gibson" und Sonderheft "Fender" kaufen wäre noch ne Möglichkeit (je ungefähr 5 Euro, glaube ich).
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Hallo Elvis,

was zeichnet denn die Fachautoren aus? Schon mal hinterfragt? Besitzen die eine journalistische
Ausbildung? Die meisten wohl nicht. Haben sie sich als kompetente Musiker hervor getan? Die Ausnahme. (Horst Stachelhaus, Manni van Bohr, Abbi von Reininghaus)
Sind sie kompetente Gitarrenbauer? Ich kenne keinen. Der Umstand, dass jemand in einer Zeitung
schreibt, verleiht ihm größere Glaubwürdigkeit als dem, der vielleicht sein Leben lang Instrumente baut.
Ich will hier auf gar keinen Fall Generalschelte betreiben - es gibt durchaus gute und ernst zu nehmende
Journalisten. Es sei aber mal angemerkt, dass ein Großteil der Meinungsbildung von Werbefuzzis und
begeisterten Amateuren betrieben wird.
Zu G&B Sonderausgaben: Eine farbige Doppelseite (oder auch die Rückseite) kostete vor 5 Jahren noch
pro Ausgabe 12.000 Mark. Wer bei einer komplett gebuchten Ausgabe neben der Werbung noch wertfreie
Information erwartet, ist naiv. Die Anzeigenkunden sind die Arbeitgeber des Magazins.
@ bO²gie: Du hast natürlich recht wenn Du schreibst, dass die Qualität einer Gitarre an ihrem
Einsatzzweck gemessen werden muss. Aber das spricht ja nicht gegen, sondern für messbare Parameter.
Sustain, Impulsgeschwindigkeit, Frequenzverhalten, Obertonanteil, Eigenresonanz, Lautheit...
Da bisher niemand (z.B.) den Ton einer allgemein anerkannt guten Dobro mit einem festgelegten
Messverfahren dokumentiert hat, gibt es (wenn das gute Stück nicht zur Hand ist) keine
Vergleichswerte. Ist das sinnvoll? Eine solche Prüfung kann natürlich nicht für eine Modellreihe, sondern nur für ein einzelnes Instrument gelten. Je mehr Werte wir jedoch von verschiedenen Instrumenten erhielten, desto klarer und wertvoller würden sie. Warum sollte man Instrumenten nicht einen individuellen Pass mit 5-6 validen Messparametern ausstellen. Das tut man bei Pickups, bei Endstufen, bei Pulten und bei Monitoren. Bei Gitarren und den entsprechenden Equipment tut man nichts dergleichen. Warum nicht? Vielleicht, weil sich bequem im Schwall leben lässt. Auf allen Seiten.
Ich habe mich vor Wochen mal im Bass Forum zu "Holz" geäußert. http://www.sick-guitars.ch/forum/topic. ... Terms=Holz
Der Inhalt meines Postings ist jedoch kein Widerspruch zu dem hier geschriebenen, wenn es um _individuelle_ Messwerte _eines_ Instruments geht. "Der Ahorn", oder "das Mahagoni" bedarf, anders als im einzigen (!) Kapitel, was ich in Heinz Rebellius’ Buch las, einer klaren Bestimmung bei nachvollziehbaren Werten. Ansonsten können wir uns auch auf helles und dunkles Holz einigen.

Nachsatz:
Die Stiftung Warentest hat übrigens mal vor Jahren E-Gitarren getestet. Sie tat das mit der üblichen Akribie, mit der sie auch elektrische Zahnbürsten und Bettvorleger prüft. (Und wofür sie ansonsten in der Bevölkerung großes Ansehen genießt!) Die Ergebnisse des Tests waren für Musiker völlig unakzeptabel und gingen ins Altpapier.

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</td></tr></table>
Hi Walter!
Ich hab keine Ahnung, wer die G&B Specials schreibt,
aber für 5 Euro kann man nicht viel falsch machen.
Das der Inhalt mit Sicherheit stark subjektiv und durch
Werbung finanziert und damit beinflusst wird, ist mir klar
(wie die ganze G&B etc.-"Szene").
Ich dachte nur, dass es für Harm erstmal ausreicht,
um sich einen optischen und (in Maßen) technischen Eindruck
unterschiedlicher Modelle misamt kurzweiliger Informationen zu verschaffen.

Ich halte gar nichts von Kult oder sonstigem Voodoo,
der um bestimmte Modelle und Jahrgänge gemacht wird.
Warum sollten LesPauls, die mit ungenauen Maschinen, wenig Erfahrung und angelernten Mexikanerinnen 1959 zusammengesteckt wurden,
besser klingen, als aktuelle, die in jeder Hinsicht die besseren Enstehungsbedingungen haben?

Instrumentenpass? hmmm, Frequenzgang, Frequenzverlauf über die Zeit und Sustain würde mir da einfallen. Ist nur die Frage, ob der Laie da nicht überfordert ist...
Grüße,
elvis

i saw elvis - he sat between me and bigfoot on the ufo...
 
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wir gehen in einer Menge von Punkten kondom miteinander. Gerade auch was die "Qualität" von Testberichten in Fachzeitschriften angeht. Da macht es auch keinen Unterschied ob es sich um Waschmaschinen, Auto, Yachten oder Angelerbedarf handelt. "Wes’ Brot ich fress, des’ Lied ich sing".

Im Falle des Buchs von Rebellius, Waldemayer und Day seh ich die Sache jedoch etwas anders. Hier wird kein Produkt verkauft (selbst André hält sich ja mehr als charmant zurück), sondern es wird geballtes Fachwissen von drei, jeder auf seine Art kompetenten, Autoren kompakt in einem Buch gesammelt. Und natürlich hast du Recht, keiner der drei Autoren ist Botaniker und so fällt das Kapitel "Holz" auch etwas schmal aus.

Die Idee des "Instrumentenpass" scheint auf den ersten Blick reizvoll. Auf den zweiten Blick wird’s aber schon wieder wackelig. Was ist den zB eine "gute Dobro"? Mir fällt dazu immer ein anderes Beispiel ein. Ich hab’ mehrere Jahre in einem Hamburger Gitarrenladen gearbeitet, der u.a. über eine imposante Sammlung von Vintage Gitarren verfügt(e). U.a. eben auch Strats aus fast allen Baujahren der Fünfziger Jahre. Ich fand es immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich diese Strats waren. Mir wäre es nicht möglich gewesen ein "Referenz"model unter diesen Gitarren rauszusuchen. Hmmm ... dann einfach mal den "klassischen" Stratsound auf Platte suchen? Was bitte ist den der "klassische" Stratsound? Buddy Holly? Jimi Hendrix? Hank Marvin? Eric Clapton? Rory Gallagher? Stevie Ray Vaughan? Ritchie Blackmore? Bonnie Raitt? Mark Knopfler? Jeff Beck? Hmmm ... es bleibt schwer.

Gut, angenommen wir haben 5-6 Parameter festgemacht und messen diese? Wieviel Aussagekraft haben diese Werte dann? Welchen Wert haben diese Aussagen? Ein wenig erinnert mich das an Autoquartett ("Mein Dragster hat 3000 PS"). Ausser das es dem Gitarrenverkäufer vielleicht noch einfacher macht das Instrument an den Mann/Frau zu bringen ("Boahhh ehjjj, 3000 PS, guck mal")...

Ich bleibe arg skeptisch. Und die "Stiftung Warentest" Ausgabe mit dem Gitarrentest gehört natürlich nicht ins Altpapier, sondern zu den beiden Klassikern vom Titanic, zwischen "Zonen-Gaby mit ihrer ersten Banane" und dem "Barschel mit Ente" Titelblatt.

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</td></tr></table>

Lieber Sven,
jawoll, Du hast recht - wir sind uns in unseren Auffassungen sehr nah! Ich teile Deine Meinung: Es gibt z.Z. keine präziseren Bücher als die von Dir aufgezeigten. Ich will und kann den Autoren ja gar nichts am Zeug flicken - ich vermisse zur zuweilen den Willen, den Dingen mal wirklich auf den Grund zu gehen. Ich bemühe mich seit zwei Jahren um europäische Fördergelder für verschiedene Projekte auf dieser Ebene. Bislang leider ohne Erfolg. Neben der Instrumentenhistorie und den empitischen Werten gibt es noch sehr viel unerforschte Grundlagen: Was ist ein Wolf? (Deadspot?) Was geschieht da _genau_? Welche Faktoren führen dazu? Welche Bewegungenen führen Hals/Kopf/Decke dabei aus? In welchen Achsen bewegen sie sich? Welche Faktoren sind dafür verantwortlich? Welchen Einfluss haben Eigenresonanzen auf den Ton? Sind sie verschiebbar? Wie? Wie sehen unsauber schwingende Saiten unter dem Stroboskop aus? Welche Kraft lässt sie so schwingen?
..............................................................
Es gibt kaum Antworten, wenn man präzise Fragen stellt. Das ist nicht gut.
Was die Autoquartette angeht: Mir ist eine bekannte und verständliche Kurve lieber, als "schmatzende Mitten und lispelnde Höhen" !!! Das gehört in einen Groschenroman. "Luthite besitzt die Resonanzeigenschaften von Klangholz" ist Dünnschiss pur. Weder Schreiber noch Leser wissen, welche Resonanz -en?? überhaupt gemeint sind, noch ist der Begriff "Klangholz" geklärt. Fichte? Ebenholz? Erle? Wann? Was? Wofür? Egal. Klangholz. Der Satz ist schlicht vom Ibanez Katalog abgeschrieben. Genauso wie die falsche Aussage, dass Epi LP’s einen Body aus Mahagoni besitzen. Die Fachredakteure dürfen (oder schlimmer - können?) den Unterschied zwischen einer rot lackierten Linde oder Erle und einem Mahagoni nicht ausmachen. Da keiner genau weiß, was es für einen Unterschied macht, ist das Ergebnis freibleibend - chrisp lispelnd, bis schmatzend...
Das ist zwar verkaufs- aber nicht vertrauensfördernd. Natürlich hast Du recht - DEN guten Ton gibt es nicht und Schönheit entsteht hinter unseren Sinnen. Aber Hilfslinien helfen.
Robert Gernhard:
Das Schwierigste beim Schreiben ist das
auf
der
Linie
blei
be
n.




Gewalt ist ausgelebte Dummheit!
Grüße aus dem milden Westen.
W°°
 
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Aloha Walter,

das unterschreib’ ich glatt ...
Pun
kt
für
Pun
kt
.

__________bO²gie___________
 
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Guest
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by W°°
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:

80% aller Fragen wären nicht nötig, wenn man sich mal ernsthaft mit der Materie beschäftigen würde. Außerdem hat Heinz gesagt, ich solle Werbung machen ;-)

und Krieg war noch nie eine Lösung der Probleme

gruß duffes
</td></tr></table>

Hallo Duffes,

sehr viele Fragen des Gitarrenbaus würden die Autoren in ernsthafte Bedrängnis bringen, würde man präzise fragen und dann bohren. Ein Großteil der Aussagen sind rein empirisch und in der "das ist nun mal so" Natur geschrieben. Das bedeutet nicht, dass sie falsch sind. Es bedeutet aber schon, dass sie nicht geprüft sind.
Sicherlich - und da stimme ich Dir zu, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema gefragt. Aber ohne Parameter und nachvollziehbare Ergebnisse bleibt es ein Schwall - auf gehobenem Niveau. Das macht Bücher, wie das von Heinz Rebellius nicht schlecht, denn es gibt keine präziseren Bücher. Leider muss man jedoch feststellen, dass die Geigenbauer uns Gitarrenbauern in der Analyse 50 Jahre voraus sind. Während hier noch immer über "den" Gitarrensound salbadert wird, hat Otto Moeckel schon in den 60ern Messreihen für Geigen entwickelt.
Letztlich bleibt die Frage, ob Gitarristen Tatsachen überhaupt lesen wollen...
Und zu allerletzt der Satz aus Möckels "Geigenbau und Klangfarbe", der als Abschluss hinter 100en Seiten der Analyse kommt " Decke und Boden einer guten Geige verhalten sich im Idealfall wie Man und Frau in einer guten Ehe...."

...So stehe ich hier, ich armer Thor und bin so klug, als wie zuvor....


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</td></tr></table>

Hi W°°,

hast ja recht. Aber gibbet was besseres? Besonders für den unbedarften, jungen Gitarristen?
Ich hab jahrzehntelang Artikel aus Fachblatt, Musiker, G&B usw. gesammelt, die sich mit der Materie beschäftigen. In dem von mir genannten Buch steht alles in geballter Form - Schluß mit der Zettelwirtschaft.

und Krieg war noch nie eine Lösung der Probleme

gruß duffes
 

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