Jetzt auch ich: Retro 19" oder nicht???


Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,

momentan benutze ich zum üben und proben mit der Band eher kleines Equipment, welches auch laut kann: Hx stomp, DV Mark Micro CMT, 1x12 Box, oder auch mal ein batteriebetriebenes Pedalboard mit nur MiniWah, Zerrer, Comp und Chorus. Als Amp oder Endstufe gehen auch meine Röhrenamps. Je nachdem was gerade passt. Meistens kann ich das gerade so in einem Gang tragen, inkl. der Ordner (ja) mit dem Gedächtnis und dem Wissen.

Klappt eigentlich gut.

Und jetzt steigt in mir die Lust auf, doch eine kleine Stereo Endstufe mit max 2x50W zu kaufen, vielleicht noch einen der großartigen Preamps aus der Frühzeit, wie GT Trio, JMP-1 oder Triaxis. Beim Recherchieren festgestellt, das die 1HE Endstufen nicht soo gut wegkommen, also mind. 2HE. Da wären die Engl 2x20 (alt) oder die Mesa fifty:fifty. Hach, wollte man ja früher schon immer mal haben, war aber immer zu teuer...

Und jetzt: Die Sachen kosten ja nur noch knapp unter vierstellig ;-) , es gibt sie immer mal wieder im Kleinanzeigenteil (ausser der Trio), warum nicht mal kaufen und testen? Dem Konsum freien Lauf lassen? Anderen ihre 30 Jahre alten Schätzchen abkaufen und selbst in den Keller stellen? Ist das schon die Midlife Crisis???

Im Ernst, die Preise sind sehr unterschiedlich, die genannte fifty:fifty wird zwischen 400 und 1000€ angeboten, liegen aber trotzdem länger im Kleinanzeigenteil rum. Bei der Triaxis sind die Preise irgendwie schwindelerregend... Was wird denn tatsächlich gezahlt für diese Teile, die fifty:fifty, JMP-1, Triaxis, Engl 2x20? Sind die Sachen den Preis wert, so tonal und dynamisch? Oder bewegen wir uns da mit modernen Modelern auf gleichem Niveau? Ich meine nicht nachdem der Drummer eingezählt hat, sondern vorher oder ohne. Was mich wundert sind wirklich die Liegezeiten der Sachen bei Ebay kleinanzeigen, ausser es ist preislich sehr weit unten.

Was meint ihr?

Danke und Ciao
Monkey
 
juergen2
juergen2
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Hallo,

hier, ich, du hast gerufen ;-)

Ich bin in den 80er musikalisch und gitarristisch sozialsiert und hatte natürlich immer von einem 19'' Rack geträumt, war aber damals als Azubi unerschwinglich. Ich hatte dann eine rund 15 jährige Pause mit Musik und hab 2008 wieder angefangen und hatte dann genau denselben Geanken. Die Träume meiner Jugend waren auf einmal erschwinglich.

Also habe ich mir gebraucht eine Triaxis (US-Modell 110 V) für 950,-, eine 50/50 für 500,- und ein TC G-force (glaube so um die 700,-) zugelegt. Noch ein Korg DT2 und Sender. Noch ein nettes Rack bauen lassen (ist ein spearates Thema) und 2x212er mit EVM 12L. Fertig ist back to the 80ies. Habe dann 2012 auf Bass gewechselt, aber den Kram habe ich immer noch und erfreue mich daran wenn ich spiele.

Bei mir war es definitiv Midlife crisis, und vermutlich kann man mit Helix, Kemper, AxeFX plus FRFR Box usw dieselben Ergebnisse einfacher und ohne schleppen erzielen.
Aber geil isses trotzdem ;-)

Es ist halt so:
Du willst Cabrio fahren. Ein nagelneues A5 Cabrio schlägt so ziemlich in allen Bereichen einen alten SL von 1988. Aber wenn du drinsitzt im SL hast du ein anderes Grinsen im Gesicht als im A5, einfach weil noch ein Hauch Nostalgie und Emotionen bei dir persönlich dazukommt.

Das Gute ist: Die Dinger verlieren keinen Wert. An meinen Einkaufspreisen vor 14 Jahren und die heutigen Preise vergleichst, da ist das Riskio eher gering.
Wobei man fairerweise sagen muss dass der Käuferkreis auch kleiner wird.
Wenn du die Kohle hast und Bock drauf hast, mach es.

Viele Grüsse

Michael /Juergen2
 
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erniecaster
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Hallo,

ganz ehrlich, ich kann keine deiner Fragen beantworten. Aber ich kann noch ein paar offene Aspekte dazufügen:

-Bei alten programmierbaren Geräten gibt es häufig das Problem von Speicherbatterien, die nicht mehr gut funktionieren. Das würde ich auf jeden Fall vorher prüfen.

-Unterschätze nicht die Nebenkosten wie das Rack selbst, die Rackschublade, die du dann haben willst, Stromverteilung etc.

-Nach all den Jahren sind die Geräte nicht leichter geworden. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall, gefühlt zumindestens. Und sie brauchen immer noch Platz.

Grüße

erniecaster
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
danke für die unterstützenden Worte! Ich werde meine Augen öffnen nach Dingen, die mir gefallen könnten.
Das triaxis wird so unglaublich hoch gehandelt? Verrückt... Ist das denn so gut, im Vergleich zu anderen preamps? Ein seltenes Produkt ist es ja nicht...
Ursprünglich hatte ich die Idee, eine kleine Stereoendstufe für meine Modeler zu besitzen. Da ich aber nur 30W Speaker im Porfolio habe, scheiden viele moderne 1HE Endstufen aus, unter 100W gibt es ja nix in 19". Deswegen bin ich gerade mit dem DV mark unterwegs, ich benutze fast immer nur die Endstufe davon.
Eine Hotone loudster hatte ich neulich auch mal da, die war nicht so gut. Als nächstes vielleicht eine Röhrenendstufe? So die Idee...

@ernie: Die ganzen Zubehörsachen habe ich bereits. Und die stehen irgendwie nur rum, wer benutzt schon noch 19" Kram... ;-) Aber mit dem Gewicht hast du schon recht. Leicht ist der Kram nicht. Aber ich muß auch nicht darauf achten, dafür habe ich leichtes Zeug und viel zu wenig Auftritte. Was auch irgendwie doof ist...

Noch mehr Erfahrung mit 19" Midlife Crisis?

Ciao
Monkey
 
HaWe
HaWe
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Ich habe hier noch einen Kitty Hawk Quattro Tube Preamp stehen und mich überkommt in (un) regelmäßigen Abständen immer wieder mal der Gedanke, den zu einem Rack auszubauen.
Bisher ist allerdings noch nichts daraus geworden. 🤔😉
 
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juergen2
juergen2
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Hallo,

Triaxis, also das Gerät ist schon der Hammer wenn man es unter seinesgleichen (Röhren-Preamps) vergleicht.
Es ist super simpel zu bedienen und extrem vielsieitg vom Klang. Von der Historie von Mesa Boogie her haben die ja im Prinzip als Amp-Tuner von Fender und Marschall Amps angefangen und dann halt irgendwann ihre eigenen Amps von Grund auf konstruiert. In der Triaxis haben sie es irgendwie geschafft diese ganzen Mesa-typischen Charakteristika und Schaltungen in 19'' zu quetschen, wobei die Klangerzeugung halt über die Röhren kommt.
Die Range reicht von ultra-clean à la Twin Reverb über klassische Marshall Sounds hin zu den Mesa-eigenen Styles wie Rectifier oder die ganzen Mark-Serien.

Also wenn man unter der Prämisse "es soll echte Röhre sein" schaut ist das Teil sein Geld absolut wert. Von der Vieleseitigkeit bzw "Komplettheit" von Sounds würde ich sagen gibts nichts besseres. Andere wie Engl, GT oder die alten Exef, HK und sonstige Geheimtipps klingen auch super, aber halt eben in einer bestimmten Klangrichtung.

Eine bekannte Macke ist halt hier und da LEDs die nicht alle funktionieren (in meinen Augen eher ein Schönheitsfehler und hat nichts mit Klangbildung zu tun). Meine hatte ich auf ebay US ersteigert, deswegen 110 V und der Zusatztrafo auf 230 V wiegt im Rack halt nochmal 7-800 gr extra. Manche schwören auf die ursprungsversion (V1), andere wollen die V2 (mit dem Fat-Mode). In meinen Ohren sind das Nuancen, man reizt die Möglichkeiten sowieso nie aus, einfach zuviele Optionen von der Klangregelung her.

Wenn du nach Röhrenendstufe schaust, wie zB 50/50, die sind halt brutal laut und man kann sie halt eigentlich nie ausfahren.
Die 2:90 wäre eigentlich der ideale und konsequente Sparringspartner zur Triaxis da man hier noch die ganzen Class- Schaltungen über die Triaxis mit bedienen und abspeichern kann, aber die ist halt von der Power her der absolute Overkill und setzt der 50/50 noch einen drauf.

Viele Grüsse
Michael
 
Monkeyinme
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Moin,
das klingt spannend, mit der Vielseitigkeit. Vielleicht deswegen der Preis. Ich habe heute bei YT einen gefunden, der verschiedene Preamps bespricht (in recht guter Qualität), und ich hatte ebenso den Eindruck, das der Mesa sehr gut und flexibel ist. Tonal. Der JMP-1 klang auch gut, aber immer in eine ähnliche Richtung. Er hatte andere Vorzüge, wie die Größe und Praxistauglichkeit. Mit dem TriAxis konnte der nicht ganz mithalten. Beim Preis ist es umgekehrt... ;-)

Ein wichtiger Punkt, das die Endstufen laut sind, wahrscheinlich auch eine gewisse Lautstärke haben müßen. Ob das passt, muß ich mir überlegen... Ich spiele seit einiger Zeit meistens zu Uhrzeiten, wo Lautstärke ein Problem anderer Leute werden könnte. Deswegen oft auch mit Kopfhörer. Dafür in der Kapelle immer mit einer gewissen Lautstärke, um mit den anderen und ohne PA mithalten zu können. Eine schwierige Gratwanderung.

Ich beobachte...

Der Quattro ist ja ein seltenes Schätzchen! Bei der Recherche stößt man schnell auf die Unzulänglichkeiten, wie Netzteil oder Temperaturentwicklung... Läuft deiner?

Ciao
Monkey
 
HaWe
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Mein Quattro hat einen stärkeren Netzteiltrafo bekommen. Seitdem läuft er hervorragend. Temperaturprobleme konnte ich bisher keine feststellen.

PS:
Falls das Treffen bei Rolf stattfinden kann, könnte ich ihn ja mal mitbringen. ;-)
 
martin
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Ich war damals auch auf diesem Trip. Obwohl ich in einer altmodischen Blues Band spielte (mit einem damals schon altem Engländer, während ich der 17-jährige new cat in ton war) und der Bandleader mir einen alten Fender Twin Reverb zur Verfügung stellte kaufte ich mir einen 19" Rocktron Pro Gap Preamp und eine Peavey Transistor Endstufe.

Man oh man, rückblickend muss ich leider zugeben dass das echt shice klang. Irgendwann habe ich es versucht mit einer Mesa Boogie 2:90 Endstufe und einem Rocktron Intellifex zu retten...

Danach habe ich es mit den ersten Line 6 Produkten versucht (ich hatte den ersten Pod Pro). Irgendwann bin ich dann bei einem H&K triamp gelandet (der mir aber aus dem Proberaum geklaut wurde) und jetzt spiele ich nur noch kleine Session Amps (Fender Blues Junior, Fender Vibrolux).

Jetzt in der Retrospektive war die Zeit mit diesem programmierbaren Transistor- und Digital-Modelling-Racks leider eine völlige Zeitverschwendung. Im Grunde genommen habe ich die beste Zeit meines Lebens mit diesem Mist verschwendet :-(

Gruß Martin
 
Monkeyinme
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Moin,
was mich in dem Video mit Triaxis und 2:90 sehr beeindruckt hat, war das Zusammenspiel mit der Endstufe. Der Deepmodus macht trockene tiefe Bässe, die richtig gut klingen. Nächstes Preset wieder einen ausgewogenen Sound, mit einer anderen Qualität als ich das aus der Vorstufe alleine erwarten würde. Der Vorführende hatte allerdings auch seine Box im schällisolierten Nebenraum stehen, abgenommen mit schicken Mikros. Laut eigener Aussage.

Aber brauchts das? Für mich? Habe ich einen schalldichten Raum? ;-)

Gerade ist meine midlife crisis wieder etwas abgeflaut. Und die Vernunft kam wieder hervor. Und hat mir geflüstert, ich solle doch lieber für den Zweck "geil isses" meinen AC30 entstauben, und die analogen Treter die für einen AC30 gemacht sind davor zu höngen. Und die power reduktion dahinter zu hängen. Sollte eigentlich auch den Zweck erfüllen... und das meiste ist schon da! ;-)

Ich bin gespannt, und gehe gleich in meine Höhle.

Ciao
Monkey

...
Jetzt in der Retrospektive war die Zeit mit diesem programmierbaren Transistor- und Digital-Modelling-Racks leider eine völlige Zeitverschwendung. Im Grunde genommen habe ich die beste Zeit meines Lebens mit diesem Mist verschwendet :-(

...

Das stimmt, die Einstellung der vielen Parameter kann auch manchmal in die falsche Richtung führen. In diesem Fall kommt noch erschwerend hinzu: Keine Röhren, das konnt ja nix werden... :ROFLMAO:
Aber zum Glück hat das ja noch geklappt, was ich so kenne von dir klingt ja amtlich. :cool:
 
martin
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erniecaster
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Gerade ist meine midlife crisis wieder etwas abgeflaut. Und die Vernunft kam wieder hervor. Und hat mir geflüstert, ich solle doch lieber für den Zweck "geil isses" meinen AC30 entstauben, und die analogen Treter die für einen AC30 gemacht sind davor zu höngen. Und die power reduktion dahinter zu hängen. Sollte eigentlich auch den Zweck erfüllen... und das meiste ist schon da! ;-)

Hallo,

genau. Und wenn du schon Geld ausgeben und für schön ohne praktischen Nutzen rumspielen willst, dann kaufst du zusätzlich zum AC30 noch einen Fendercombo und öffnest die Dose mit Würmern mit der Aufschrift "wet-dry".

Gruß

erniecaster


P.S. Ich hab gut reden. Neulich habe ich einen Thomann-Gutschein über 100,00 € gewonnen und mir eine Bluetooth-Box gekauft, weil ich tatsächlich aktuell nichts an Gitarrenequipment brauche...
 
Ungläubig
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Die 19"-Zeit hatte ich zwar hautnah mit erlebt, aber nie mitgemacht, aus mir erdenklichen Gründen...?
Das Gröbste, was ich mal hatte (Live und Probe) waren zwei Marshall JCM 50 Watt Kombos mit Stereo MultiFX eingeschlliffen und gelöteter Übertrager-Box, damit es nicht brummte und teurer MIDI-Leiste davor.
Der Sound war ALLEINE gut...!?
Der arme Keyboarder oder FOH-Mischer, falls es einen gab...:D
 
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Woody
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Ich habe mir aus Jux für mein Heimstudio ein paar alte 19"-Effekte zugelegt.
Wenn es nicht gerade ein H3000 oder ein PCM90 sein muss, gibt es da für recht überschaubares Geld interessante Sachen.

Zwei Probleme tauchen auf:
Diese Geräte sind zum Teil ziemlich zickig. Wenn sie nicht gut ausgepegelt werden, rauschen sie wie Sau, und man muss aufpassen mit Brummschleifen.
Und die Bedienung ist oftmals umständlich. Pfeiltasten und kryptische Parameter. In einem Live-System der ganze Spaß mit MIDI-Mapping und ohne direkten Zugriff auf wesentliche Einstellungen.

Ein verlässliches, gut klingendes, nebengeräuscharmes System zusammenzubauen ist nicht ohne.
Und wenn so ein 19" Röhren-Kleincomputermonster kaputt geht, dann können bestenfalls Spezialisten reparieren.
 
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Ich hab das Gerät sogar noch zuhause...
Ein Yamaha FX550 (kleiner Bruder des SPX900 19", selbe Effekte) im halbem Rackformat. Die Einbauwinkel und das dicke Manual in allen Sprachen, sind auch noch da.
Vom Send des einen Kombos ins Multi, dann in den Übertrager und von dem Sterrero in die beiden Returns (Endstufen) der Marshalls.
Auf der Bühne mindestens 2 m auseinander klang das gewaltig, im wahrsten Sinne des Wortes...:D
Vor allem die Modulations-Effekte (Symphony? Chorus) und Stereo-Delays des Yamahas waren eine Ohrenweide...;)
Mit einer MIDI-Leiste ins FX550 und man konnte gut durchsteppen...

Edit: FX550 habs korrigiert!
Speicherbatterie müsste getauscht werden, habe ich aber wahrscheinlich noch da...
 
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frankpaush
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.. ich teste gerade mal wieder mit sowas rum ...macht Spaß. Eine schlichte Fame 4x12 drunter. Leider humpelt meine Fitfty/Fifty gerade auf einem Kanal ... die habe ich aber auch schon über 30 Jahre und sie hat getourt und getan, was sie sollte die ganze Zeit.
Eine Reußenzehn 50/50 habe ich vor 3 oder 4 Jahren für 50 auf dem Flohmarkt gekriegt, weil der Verkäufer keinen Bock mehr auf Schleppen hatte ... das ist ein Panzer, hat aber gute Haltegriffe (und ist so ziemlich das dynamischste Ding ever) :D
Den DoubleTwin habe ich geschenkt bekommen, den Quad für'n Hunni, den Digitech Valve FX *) für 70, das FX770 irgendwas unter Hundert. In Zeiten, in denen 19" klar abgesagt war (das hat sich ja ein bisschen wieder geändert), waren solche Schätze teilweise schlichter Schrottwert. Ich bin froh, dass ich da eigentlich jede Gelegenheit genutzt habe und mir der Lagerplatz nicht ausgegangen ist :D
Die Dinger sind häufig klangliche Offenbarungen, aber wenn man ein Rack zusammenstellt, kommt man schnell auf böse 12 HE und Gewichte, die einen TwinReverb-Nutzer spöttisch schmunzeln lassen ...
20220208 Rack.jpg

Bei aller Leibe zu den 80er und 90er dieser technischen Generation, es gibt da klanglich unbestritten absolute Volltreffer, wenn es um Umschaltlogistik und -wechselzeiten geht, merkt man aber leider häufig schon, was sich in den letzten Jahrzehnten verbessert hat ...
*) eine erst kürzlich hier eingetrudelte Entdeckung, mit einer Röhre, die tatsächlich mal sounddienlich verbaut ist, einigen freundlichen Effekten, die zumindest ausreichend taugen nach meinem Geschmack, leider keine FX-Loop und schaltträge, aber schnell zu programmieren und auch sonst sehr effektiv gestaltet. Wenn ich davon noch mal einen sehe, der bezahlbar geblieben ist: backup. Als JMP-1-Alternative durchaus eine Überlegung wert (ich mag den aber auch, so nicht).
 
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Wow!
Die Reußenzehn R.I.P. aber auch Mesa Preamps dürften jetzt noch einiges wert sein...?!
Ein Mooer-Radar, Blue-Box, Pangeae etc. dran, ne gute IR und im KH-Sound baden...! ;)
 
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..der Wert interessiert mich eigentlich nur in Form von Nutzwert für mich :D (mit dem Marktwert dürfen sich dann meine Erben beschäftigen ...;) )
Der aus meiner Sicht etwas überbewertete JMP-1 und sein durchaus besser als sein Ruf arbeitende 9001 (der keineswegs mit dem auf den ersten Blick ähnlichen 9004 zu verwechseln sein sollte ...) ... und der Reußenzehn MKII, dem man irgendeine ideelle Verbindung mit Billy G. nachsagt, ist jedenfalls um einiges handlicher als der DoubleTwin, soundlich aber fast gleich.
Reußenzehn Guitar Slave 100, Tube Guitar Preamp MkII.jpg
Marshall JMP-1, 9000.jpg
 
Ungläubig
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Was dürfte die kleine Reußenzehn denn jetzt kosten...?
Ist ja schon interessant, denn gut klingen wird sie mit Sicherheit, wenn sie technisch ok ist.
 
frankpaush
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Was dürfte die kleine Reußenzehn denn jetzt kosten...?
.. keine Ahnung, ob es da schon einen R.I.P.-Bonus gibt derzeit? Aber so um die 300-400 sollten da schon gehen, oder? (EDIT: ich finde gerade nur überhaupt nur einen für 420VB und einen bereits verkauften für 250VB) Bis auf die Slaves sind die Dinger alle relativ selten am Markt zu finden, soweit ich das überblicke. Vermutlich gibt es davon auch im Vergleich zu Marshalls und Mesas relativ wenige, eine one-mann-Manufaktur ist halt keine dicke Fabrik ...
 
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Monkeyinme
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Moin,
@frankpausch: Da hast du aber leckere Sachen in 19":oops:
:cool:
Preislich bin ich da bisher auch manchmal überrascht, war aber dann zu langsam. (Eine Trio für 250,- nur Abholung...)

Aber, das Problem ist wieder weniger geworden. Die Combo hat wieder angefangen zu proben, und da ist eher klein und handlich angesagt. Ich werde mal ein Bild reinstellen...

Bei nächster Gelegenheit wird es tatsächlich ein Rack geben, aber anders als gedacht! Im Kopf isses fertig...

Und dann der AC, mit finen Sachen davor und dahinter. ;-)

Ciao
Monkey
 
 

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