Jimi Hendrix


Chris K jr.
Chris K jr.
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Da sitze ich auf´m Klo und lese in einer alten Gitarre & Bass Ausgabe ein Interview von einer Band Namens "Pain of Salvation". Irgend eine Nü Prog Metal...was weiss ich aus Schweden kommende Combo. Nun, so im laufende des Inteview´s lese ich dann folgendes: "All diese Gitarrenhelden finde ich zum kotzen. Ich sollte es nicht sagen, aber wenn ich Jimi Hendrix höre, wird mir übel. Für mich ist das keine Musik. Natürlich ist es objektiv betrachtet sehr wohl Musik, aber für mich ist es so, als wenn man eine Mahlzeit anrichten will, aber nur ein Gewürz hat. Nur ein Einziges Gewürz -und das Tonnenweise. Weißt du was ich meine?"

Zu lesen in der Gitrre & Bass Ausgabe Januar 2006
 
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Wahrscheinlich gibt es umgekehrt Leute, die über ihn genauso denken... Geht mir doch genauso, wenn mir was nicht gefällt. Geschmacksache halt.
 
doc guitarworld
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Das hatte ich auch gelesen. Na und?! Der Vogel steht halt nicht drauf
und hatte während des Interviews vielleicht Blähungen, die er einhalten mußte ... :lol:

Ich stand auch nie so sehr auf Hendrix, was ich erst in den letzten Jahren etwas
relativiert hat. Ich stehe zum Bsp. nicht auf Pain of Salvation, Dream Theater
und Co. Brauche ich so wenig wie die CDU zum Leben. Na und?!

Mit der Aussage wird der Knabe jedenfalls einigen vor den Kopf geschlagen haben. Disch!

NP: John McLaughlin - Shakti
 
simoncoil
simoncoil
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Also, ich weiß ja nicht, welche Aufnahme der gehört haben will. Vielleicht den Mitschnitt mit Jim Morrison, den finde ich nämlich auch nicht so prall.
Was Gewürze angeht: ich esse ganz gerne mal scharf, wer das nicht verträgt, der soll es halt lassen...

Steve Lukather (den ich nun wieder nicht gerade toll finde) hat es mal passend ausgedrückt: "All die kleinen Motherf*cker wünschten sie könnten gut spielen. Aber weil sie faul sind, sagen sie lieber es sei nicht cool!"

Da ein Großteil meiner bisherigen Konzerte zusammen mit Punk/NuMetal Bands stattfand, kann ich das nur bestätigen. "Dieses Ganze Rumgefrickel ist doch nur Gewichse." hört man dann, auch wenn man es gerade mal schafft (achtung: selbstkritik, auch etwas was vielen abgeht) ein paar Blueslicks sinnvoll aneinander zu reihen. Was soll man davon halten?

Ein Freund von mir fragte neulich passenderweise: Wann ist Punk endlich tot? Nicht etwa, weil Punk schlechte Musik ist (der Herr hat wie ich einige Clash-Platten im Schrank), sondern weil der Großteil der Attitüde, die meist mit dieser Musik verbunden ist, für viele einfach nur noch nervend ist.

Aber was soll man sich noch weiter darüber ärgern? Geschmack ist Geschmack.

Viel mehr ärgert mich, wenn ich den Soundcheck solcher Burschen erleben muss...
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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doc guitarworld":otrf6cyv schrieb:
Ich stehe zum Bsp. nicht auf Pain of Salvation, Dream Theater und Co. Brauche ich so wenig wie die CDU zum Leben. Na und?!

So geht´s mir auch.

Aber zum Thema Hendrix:

Jimi ist für mich das Gesamtkunstwerk.
Er ist Revoluzzer, Pionier, Stilikone, Urgewalt, Soundgourmet, FlowerPower-in-Person, tragischer Held, ach was weiß ich ... Es ist Jimi. Einzigartig. Ich habe es immer vermieden, ihn 1:1 kopieren zu wollen. Aber Ansätze seines Spiels als Zitate und als Inspiration sind und waren mir wichtig. Auch seine offene Herangehensweise zeigt, dass man immer über den eigenen Tellerrand schauen muss; keinSchubladendenken, sondern Neigier und Offenheit. Nun, dass er einen unverkennbaren Ton hat, muss nicht weiter ausgeschmückt werden. Aber Jimi polarisiert, und jeder hat eben (Gott sei Dank) einen eigenen Geschmack. Jimi ist allerdings für mich allerdings eher wie eine volles Gewürzregal, und nicht wie ein stark einseitig überwürztes und damit ungenießbares Gericht.
 
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Wer bitteschön ist den "Pain of Salvation" ?

Jimi Hendrix war, wie von gitarrenruebe so passend beschrieben
ein Gesmtkunstwerk ein Virtuose. Das sollte jeder Gitarrist, ob er Jimi´s Musik mag oder nicht, anerkennen.

Sollche Diskussionen lassen meist nur Scherben überig.
 
A
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Hi,

Diskussionen darüber ob eine bestimmte Musikrichtung, eine Band, ein Gitarrist gut ist sind müssig und meiner Meinung sinnlos.

Über Geschmack kann man nicht streiten und punkt, aus, fertig vorbei!!!

Ja ich kenn auch den anderen Spruch... Über Geschmack kann man streiten... doch das ist für mich intollerant und inakzeptabel :-D
 
A
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Moinsen.....

über Jimiboy...darf man eigentlich keine grossen Worte verlieren

er war...ist ...und ...bleibt...
Der erste elektrische Gitarrist!

;-)


und das Messer...um sich von ihm einige Scheiben abschneiden zu können...muss erst noch geschmiedet werden...

greez (auch nach Solingen)
 
frank
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doc guitarworld":nf7h761s schrieb:
Mit der Aussage wird der Knabe jedenfalls einigen vor den Kopf geschlagen haben. Disch!

Und wenn darin mal nicht der Sinn des Spruches gelegen hat.

Auch dumme Sprüche ziehen Aufmerksamkeit nach sich. Die hat er jetzt.
Und von mir hat er schon zuviel davon bekommen.
 
pit_s_xroad
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...wusste gar nicht dass man Trolls auch interviewen kann... :shock:
ich dachte die tummeln sich nur in der virtuellen Anonymität... :lol:
 
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Bumblebee
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Hi,

ja und?
Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich mit Hendrix auch nicht viel anfangen.
Ein paar Nummern gefallen mir aber mehr auch nicht.
Für meinen Geschmack wird Hendrix zu sehr überschätzt.

Aber darf man das jetzt nicht mehr sagen, ist das Gotteslästerung - oder was?

Gruß
Bumble
 
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ja, das ist sehr wohl gotteslästerung, junger mann :) man kann yngwie, petrucci, vai usw. alle scheisse finden, aber wer jimi blöd findet gehört verdammt nochmal gesteinigt, oder mit 10er gitarrensaiten erwürgt.

so, just my 2 cents

gruss

alex
 
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Bumblebee
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Danke für den "jungen Mann" - ich fühle mich sehr geschmeichelt :)
 
pit_s_xroad
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Bumblebee":321ik01a schrieb:
Hi,

ja und?
Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich mit Hendrix auch nicht viel anfangen.
Ein paar Nummern gefallen mir aber mehr auch nicht.
Für meinen Geschmack wird Hendrix zu sehr überschätzt.

Aber darf man das jetzt nicht mehr sagen, ist das Gotteslästerung - oder was?

Gruß
Bumble

das geht ja auch völlig in Ordnung dass Du seine Aufnahmen und Musik nicht magst... :dafuer: ich sitz auch nicht den ganzen Tag da und lausche seinen Klängen...

Meiner Meinung nach aber hat er ohne Zweifel uns Gitarreros jede Menge Türen aufgestoßen, ohne das es vieles heute nicht so wie wir's kennen oder sogar gar nicht gäbe... ob auf musikalischer Ebene, spieltechnischer Ebene oder einfach Gear-Ebene ist...
Daher kann sein Einfluß gar nicht überschätzt werden...

Es gibt heutzutage bestimmt in YouTube 11 jährige die ihn dreimal an die Wand spielen zu sehen und zu hören... aber darum geht's nicht.

Er war ein Pionier und Visionär...

Voodoo Greets...
PIT :)
 
simoncoil
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Bumblebee":1jp3dgdi schrieb:
Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich mit Hendrix auch nicht viel anfangen.
Ein paar Nummern gefallen mir aber mehr auch nicht.
Für meinen Geschmack wird Hendrix zu sehr überschätzt.

Ich kann z.B. mit Iannis Xenakis (okay, ganz andere Scheine...) auch nicht viel anfangen, aber trotzdem respektiere ich den Krempel, den er geschrieben hat. Alleine schon weil es die Musik einen Schritt weiter gebracht hat. Aber jedem das seine.

Aber Hendrix kann man nicht überschätzen: Man mag über seine Art zu spielen aus heutiger Sicht sagen, was man will, aber 90% von dem was er damals abgezogen hat, gab es in dieser Form vor ihm einfach nicht! Klar gab es gute Blues-Gitarristen (wenn nicht bessere...), aber der Umgang mit der Technik und die Verbindung aller möglichen Stilistiken war damals noch keinesfalls usus.

Ausserdem erinnern wir uns:
All diese Gitarrenhelden finde ich zum kotzen.

Der meint auch er hätte die E-Gitarre neu erfunden, so ganz ohne Vorbilder. Wie kurzsichtig und hochnäsig ist das denn bitte?
 
Rat Tomago
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pit_s_xroad":1j8o73sr schrieb:
...wusste gar nicht dass man Trolls auch interviewen kann... :shock:
ich dachte die tummeln sich nur in der virtuellen Anonymität... :lol:

Was hälst du denn davon dich erstmal umfassend mit der Musik von Pain Of Salvation auseinander zu setzen, bevor du Daniel Gildenlöw als Troll bezeichnest? :roll:
Ich stehe auch auf Jimi Hendrix, finde allerdings das er in keinster Weise mit Pain Of Salvation vergleichbar ist...

Aber jedem das seine...


Schönen Gruß
Moritz
 
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Moin,

kann das ein wenig Nachvollziehen. Mir gibt Hendrix jetzt z.B. auch nicht so viel. Andererseits sollte man Musik immer im zeitlichen und kulturellen Zusammenhang sehen und da war das, was Jimi gemacht hat natürlich bahnbrechend.
Andererseits ist es ja auch ok solche Musik nicht zu mögen und es "zum kotzen" zu finden. Er hat ihm ja nicht seine Bedeutung für die Musik im allgemeinen abgesprochen als mehr sein persönliches Empfinden gegenüber den Klängen.
Wär in dem Zusammenhang interessant wie die Frage gestellt war.

Gruß,
Jacques
 
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Bumblebee":2vpd06ck schrieb:
Für meinen Geschmack wird Hendrix zu sehr überschätzt. Aber darf man das jetzt nicht mehr sagen, ist das Gotteslästerung - oder was?

Natürlich darfst Du das sagen.

Es ist eben so, dass James Marshall Hendrix eine Vision der elektrischen Gitarre hatte, die weit über die aller seiner Vorgänger hinausging und die meisten seiner Nachfolger erst möglich machte:

Er hat nicht nur das Instrument in seinen Händen, sondern die komplette Kette, von seinen Fingern, den Einzelteilen des Instruments, die Effekte und die Verstärker nebst Lautsprechern als Einheit begriffen und alles zur Musik- oder auch Geräuscherzeugung herangezogen.

Diese Herangehensweise hat unsere gesamte Wahrnehmung der Elektrogitarre verändert und die Wahrnehmung sehr vieler Gitarristen derart verändert, dass sie dies mittlerweile als Normalität ansehen und sich keine Gedanken mehr darüber machen, wer dieses Faß der Pandora geöffnet hat.

Vor Jimi gab es zwar schon Gitarristen, die mit Verzerrung hantierten: Link Wray dürfte einer der ersten gewesen sein ("Rumble"). Les Paul hatte mit Echos und Multiplayaufnahmen experimentiert. Hall und Tremolo waren mitunter im Verstärker eingebaut, von den Padalsteel-Kollegen hat man sich vielleicht ein Lautstärkepedal ausgeliehen und damit herumgespielt.

Der exzessive Einsatz des Vibratos jedoch war in dieser Art bisher undenkbar. Auf die Idee, alles, was an Neuem auf den Markt kam, zusammenzuschalten und den Marshall bis zum Stehkragen aufzureißen, um zu hören, was dann passiert ist aber eben keiner vor ihm gekommen - oder er hat es sich nicht getraut.

Man kann es übrigens leicht nachvollziehen. Man muß sich nur die Hitparaden des Jahres 1966 anschauen und mit den Folgejahren vergleichen. Die Sounds der Elektrogitarre haben sich nach der LP "Are you experienced" dramatisch geändert - und damit letztlich die Auffassung von "Populärmusik". Der integrative Ansatz von Jimi Hendrix hat die Tür weit aufgestoßen und damit die Beatles (Sgt. Pepper´s...), die Beach Boys ("Smile"), natürlich Cream ("Disraeli Gears") und alle anderen beeinflußt.

Ob es jetzt der Zeitgeist war, in der Luft lag oder drogeninduziert war: Jimi Hendrix hat eine neue Ära eingeläutet.

Ich weiß nicht, von welchen der heute aktiven Kollegen mit oder ohne eigenem Signature-Gitarrenmodell man in 35 Jahren immer noch sprechen wird, geschweige denn, welche davon man immer noch kontrovers diskutieren wird.
 
doc guitarworld
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mad cruiser":2qb126wm schrieb:
Ich weiß nicht, von welchen der heute aktiven Kollegen mit oder ohne eigenem Signature-Gitarrenmodell man in 35 Jahren immer noch sprechen wird, geschweige denn, welche davon man immer noch kontrovers diskutieren wird.

Das ist ein interessanter Gedankenansatz! Wir werden sehen ...

NP: Paul Gilbert - El Becko (wer weiß, ob er dazu gehören wird)
 
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simoncoil":292c79uv schrieb:
Da ein Großteil meiner bisherigen Konzerte zusammen mit Punk/NuMetal Bands stattfand, kann ich das nur bestätigen. "Dieses Ganze Rumgefrickel ist doch nur Gewichse." hört man dann...

Diese Aussagen liest man ziemlich häufig in den Fachzeitschriften. Gerade von Bands, die mitunter keine schlechte Musik oder schlechte Songs schreiben, deren musikalischer Horizont aber doch sehr beschränkt ist. Mir fällt dann immer der Dieter-Nuhr-Spruch ein: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"
 
pit_s_xroad
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Rat Tomago":bzod96ue schrieb:
pit_s_xroad":bzod96ue schrieb:
...wusste gar nicht dass man Trolls auch interviewen kann... :shock:
ich dachte die tummeln sich nur in der virtuellen Anonymität... :lol:

Was hälst du denn davon dich erstmal umfassend mit der Musik von Pain Of Salvation auseinander zu setzen, bevor du Daniel Gildenlöw als Troll bezeichnest? :roll:
Ich stehe auch auf Jimi Hendrix, finde allerdings das er in keinster Weise mit Pain Of Salvation vergleichbar ist...

Aber jedem das seine...


Schönen Gruß
Moritz


Ich vergleich gar nix...

...iss doch alles halb so wild... take it easy... PEACE :)

Na hoffentlich hat DG sich auch mit JH beschäfftigt... hat sich auch nicht grad mit Diplomatie bekleckert... nach Aufmerksamkeit haschen... hat er ja geschafft... ich kannte die Band bisher nicht, nun schon...

...und also wer austeilt muss auch Nehmerqualitäten zeigen... ehrlich gesagt ich hab nicht lange gebraucht um festzustellen, dass PS not my cup of tea ist...

Schönen Gruss rückwärts
PIT... :-D
 
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pit_s_xroad":68rhzowg schrieb:
Na hoffentlich hat DG sich auch mit JH beschäfftigt... hat sich auch nicht grad mit Diplomatie bekleckert... nach Aufmerksamkeit haschen... hat er ja geschafft... ich kannte die Band bisher nicht, nun schon...

Ich auch nicht! Ich habe eben mal reingehört: Wenn ich vor der Wahl stände lebenslang Hendrix oder diese Pain of Salvation Typen hören zu müssen....ich würde definitiv Hendrix wählen.

Vielleicht ist denen der Erfolg zu Kopfe gestiegen, aber ein bisschen mehr Demut wäre angebracht. Andere sagen ja auch nicht, dass sie Pain of Salvation Platten nicht mal geschenkt haben wollen...


Auf der anderen Seite: Es handelt sich um ein G&B Interview: In der Regel finde ich die ziemlich langweilig und abgedroschen. Vielleicht kommt es dadurch, dass man mal ziemlichen Unsinn von sich gibt...jedenfalls Hendrix als "One-Trick-Pony" zu bezeichnen, zeugt davon , dass man seine Werke nicht kennt. Wer heutige Compilations kauft, die nicht von der Hendrix Family lizensiert wurden, bekommt i.d.R. nur die Hälfte seiner Werke mit..
 
simoncoil
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Marcello":26xel05u schrieb:
Wer heutige Compilations kauft, die nicht von der Hendrix Family lizensiert wurden, bekommt i.d.R. nur die Hälfte seiner Werke mit..

Ich finde, dass Compilations allgemein ein schlechtes, weil unzureichendesbild eines Künstler liefern. Bei Henrdix ist das sicher extrem, zumal ja noch diverse halbgare Sachen dazukommen; die Morrison-Winter-Session hatte ich ja als schlechtes Beispiel schon erwähnt.

Sicher ist "Experience Hendrix" (die offizielle BestOf) durchaus gelungen, aber Aufnahmen mit der Band of Gypsys fehlen hier ganz. Und auch die eher experimentellen Sachen, die Hendrix für mich liebenswert machen, sind nicht da.
Hendrix selber war jedenfalls nur mit "Electric Ladyland" halbwegs zufrieden, und daran solte man ihn dann auch messen, wenn es denn unbedingt muss. Bei allen anderen Alben musste er Zugeständnise an Produzent und Manager machen. Und was ist auf den BestOfs drauf von diesem Album: lediglich Voodoo Child (Slight Return) und All Along the Watchtower.
Sicher sind das geile Songs, aber sie sind eben nur ein Bruchteil.

Hinzukommt, dass Hendrix in den meisten Köpfen eben auf ewig der unter Drogen stehende Hengst bleiben wird, der seine Gitarre anzündet. Seine Musik würden wohl die wenigsten als teifsinnig bezeichnen, zu unrecht. Da haben Management und Presse gut zusammengearbeitet, um ein Image zu kreieren, dass möglichst gut die Platten vermarktet.
Man muss nur mal beachten, welche Photos von Hendrix so in Artikeln von einschlägigen Magazinen auftauchen: entweder schmerzverzerrtes Gesicht, Kippe im Mund, zündelnd, zerstörend oder ähnliches.
Ich hingegen sehe Hendrix am liebsten wie auf dem Cover von Band of Gypsys: als hochkonzentrierten Arbeiter an Instrument und Verstärker.
 
Al
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hi simon,

sehr schön geschrieben, da spricht ein bekennender verehrer seiner arbeit. ich finde musiker super, die die gegebenen grenzen erweitert haben und auch über den tellerrand geschaut haben. dazu gehört hendrix, fast wie kein anderer. miles davis würde ich auch dazu zählen (ja, der spielte keine gitarre :) sowas inspiriert dann generationen von musikern noch jahrzehnte später.

und das sollte man anerkennen, ob man auf den sound steht oder nicht. abgesehen davon, unterstelle ich jedem der hendrix nicht mag, das er sich nie richtig mit seiner musik beschäftigt hat.

lg

alex
 
 

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