Legend Strat - was habe ich da geschossen?

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nichtdiemama":2eojyj8g schrieb:
Übel finde ich, nebenbei bemerkt, auch den unterschwlligen "Rassismus". Made in Japan gut, made in Korea/China/Vietnam schlecht.
Ey Leute, nicht jedes Teil aus Japan ist gut, und z.B. aus Korea kommen recht klasse Instrumente, siehe die ehemaligen Korea-Hamers, Fenix/Yang Chang usw. usw.
Selbst aus Vietnam oder Indonesien (Vintage, Squier usw.) kommen Instrumente, die ihre Spieler durchaus erfreuen.

Wenn wir den "Rassismus" bleiben lassen und Instrumente aufgrund ihrer selbst und nicht aufgrund ihres Herkunftlandes beurteilen, bringt uns das weiter als stur nur aufs "made in"-Label zu schielen.

:clap: :clap: :clap:

Besser hätte man das nicht sagen können. Meine Hamer ist aus Indonesien
und für unter 500 Euro ganz großes Kino. Es kommt wohl eher auf das
Qualitätsmanagement an, als auf das Herkunftsland ...
 
muelrich
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madler69":2v806v2g schrieb:
Besser hätte man das nicht sagen können. Meine Hamer ist aus Indonesien
und für unter 500 Euro ganz großes Kino.

Meine G&L ASAT Tribute ist auch aus Indonesien und ich behaupte mal etwas provokativ: mehr Gitarre braucht keine Mensch. Da ist nix dran, was ausgetauscht werden musste. OK, es könnte, aber es muss nicht. Und damit meine ich Geschmacksferagen, wie zB Pickups. Aber die Hardware funzt tadellos, der Hals ist erste Sahne und alles ist prima.

Bei 78 Euro finde ich auch: ab in die Bucht damit und gut ist.

0,2 cent

Uli
 
frank
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nichtdiemama":3i66s57e schrieb:

Allem, was Du geschrieben hast, Stef, stimme ich vorbehaltslos zu.

Abgesehen davon, dass es immer noch zu früh ist, über die Anfechtung eines Kaufvertrages zu erwägen, sollte man das hier lesen.

Nach Kenntnisnahme dieser Stellungnahme eines Rechtsanwaltes, weiß man, dass die Chancen, einen Garantie- oder Gewährleistungsanspruch geltend zu machen, begrenzt sind. Denn zumeist stimmt man gleichzeitig mit Gebotsabgabe der heute auch bei Ebay üblichen Klausel "Keine Garantie, keine Rücknahme ..." zu.

Es geht einfach nicht anders, man muss sich vor der Gebotsabgabe eingehend mit dem Verkäufer und dem Kaufgegenstand auseinander setzen.
Aber das ist ja nun auch wirklich nichts Neues.
 
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nichtdiemama":238mmw8z schrieb:
Übel finde ich, nebenbei bemerkt, auch den unterschwlligen "Rassismus".
...mh, meine persönlichen Erfahrungen mit Herstellungsländern und deren Produkten haben nichts rassistisches. Das würde sich denn ja auch beißen mit Erfahrungen betreffend Japan und den Zeitraum vor den späten 70ern, in dem die Fertigungsqualität in der Regel wesentlich schlechter war, auch wenn der aktuelle Japanhype das versucht unter den Teppich zu kehren. Es geht beim solchen Äußerungen um Tendenzen, die sich mit Fakten belegen lassen.
Ich halte so eine Bemerkung für provokativen Unsinn, mit Verlaub. Und genau genommen eine Verharmlosung des echten Rassismus, der menschverachtend, unlogisch und emotional Leben gefährdet und Existenzen behindert.
 
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frank":e6wcn4tz schrieb:
nichtdiemama":e6wcn4tz schrieb:
Das bezieht sich im wesentlichen auf Sachmängel.
Für mich ist fraglich, ob die Angabe eines falschen Herstellungslandes überhaupt ein Sachmangel darstellt.

Ein Sachmangel stellt dies durchaus dar, wenn der Herstellungsort eindeutig zur vereinbarten Eigenschaft gehört.

Wenn ein Verkäufer "Made in Woauchimmer" bewusst angibt , ist dies gegeben. Und das Unabhängig davon, ob Indonesier, Chinesen, Polen und Deutsche nicht auch hervorragende Gitarren bauen können.

frank":e6wcn4tz schrieb:
Und selbst wenn, wird die arglistige Täuschung kaum zu beweisen sein.

Selbst wenn man die Formulierung "Ausschluss von Garantie und Rücknahme" als Gewährleistungsausschluss ansehen möchte - was ich durchaus problematisch finde, denn es ist fraglich ob der Käufer dies auch so verstanden hat- bliebe im Einzelfall zu klären ob nicht eventuell Behauptungen ins Blaue hinein getroffen wurden.

Ist aber ohnehin nur ein abstraktes Gedankenspiel.


nichtdiemama":e6wcn4tz schrieb:
Übel finde ich, nebenbei bemerkt, auch den unterschwlligen "Rassismus". Made in Japan gut, made in Korea/China/Vietnam schlecht.

Ich glaube nicht, dass hier irgendwer so verbaddelt wäre, dies den Koreanern/Chineses oder Vietnamesen zu unterstellen. Überall wird so gut gebaut, wie es vorgegeben und kontrolliert bzw. sortiert wird.

So einfach ist das, und ich denke das ist auch jedem (hoffentlich) klar.

frank":e6wcn4tz schrieb:
Ja gut, manche haben eben 78-€-Prinzipien.:roll:

Ich kann nur hoffen, dass war nicht annähernd so herablassend gemeint wie es klingt.
 
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muelrich":2qvkq54y schrieb:
Meine G&L ASAT Tribute ist auch aus Indonesien und ich behaupte mal etwas provokativ: mehr Gitarre braucht keine Mensch
... und es hat eben Gründe, dass auch beispielsweise die japanische Firma Yamaha in Indonesien produzieren lässt und von dort äußerst passable Instrumente bezieht (z.B. RGX A2, kein perfektes, aber ein preiswertes und wertiges Instrument): wie wary schon richtig schreibt:
Überall wird so gut gebaut, wie es vorgegeben und kontrolliert bzw. sortiert wird.

Einen Unterschied sehe ich allerdings darin, dass die Japaner schon länger die Kontrolleure sind und nicht die Auftragsarbeiter, das scheint wohl etwa bei chinesischen Produkten zur Zeit anders zu sein.
 
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Also den "Made in-Rassismus" Kenn ich zu gut. Meine Zerberus Morpheus ist in Korea hergestellt und für etwas mehr als 1000 € auch eine echt Teure gitarre.

Was durfte ich mir schon alles für beschimpfungen anhören, da aus Korea ja Grundsätzlich nur mist kommt... klar Sandberg und Ibanez baut keine guten Instrumente... ;-) ..

Und der geilste Kommentar war eh: "Instrumente aus Asien sind eh alle schrott. Ich hab ne Ibanez. Das ist ne Richtige Gitarre" ... ;-)
 
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solche Aussagen sind aber wohl kaum auf der Basis umfangreicher Erfahrungen zustande gekommen, oder? Was will ich auch schon von jemandem erwarten, dem selbst die geografische Herkunft schon Probleme bereitet ....
Ich habe zwei koreanische Chevy-Les Pauls, die bisher noch jeden Blindtest (auch mit den Händen) klar als Vorurteilskiller hinter sich bringen konnten. Aber Korea ist ja auch schon fast zum "neuen Japan" in der Hypeliste befördert worden ... ansonsten finde ich prima, wenn möglichst wenig Leute blicken, woran sich gute Instrumente erkennen lassen (nämlich nicht am Herkunftsland :lol: ) weil das die Preise niedrig hält.

Und inzwischen kommen auch aus China gelegentlich recht brauchbare Instrumente. Aber die Masse leidet schon unter nachschrumpfenden Hölzern, die gerade am Hals die Bünde in Sägezähne verwandeln, oder habe ich nur immer solche Fehlgriffe?
 
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tommy
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Moin,

ich möchte bei dieser Thematik mal so vermessen sein, den Spieß sogar umzudrehen.

Ich glaube nämlich, daß prinzipiell (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) ein aufstrebender Asiate lernfähiger, fleißiger, hingebungsvoller bei seiner Arbeit ist als z.B. ein Americaner. Vorausgesetzt, er wird gut angelernt, anständig behandelt, für seine Verhältnisse ordentlich bezahlt und findet moderne, hochwertige Arbeitsvoraussetzungen vor.
Es geht also hauptsächlich um ein vernünftiges Werks-/ Qualitätsmanagment im betreffenden Land und schon kommen Top-Instrumente dabei raus.

Viele westliche Unternehmen haben das erkannt und lassen in Asien Qualitätsinstrumente bauen.

Allerdings sind dann "Billigstpreise" auch nicht mehr drin.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, daß man ab 300.- richtig gutes Zeug aus Asien bekommen kann (Ibanez, Yamaha etc.).

Kritisch wird es vermutlich dann, wenn eine 70.- Billigstgitarre aus einem Werk kommt, wo unter menschenunwürdigen Bedingungen gleichzeitig Gitarren, Toaster, Spielzeug usw. hergestellt werden.

Fazit: Qualität hat m.E. aber sowas von gar nichts mit Herkunft oder Rasse zu tun sondern nur mit Ansichten über Unternehmensführung und Profit.
 
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frankpaush":3pyfzj9a schrieb:
Aber die Masse leidet schon unter nachschrumpfenden Hölzern, die gerade am Hals die Bünde in Sägezähne verwandeln, oder habe ich nur immer solche Fehlgriffe?

Ich fürchte, die Sägezähne lassen sich kaum vermeiden, wenn man Gitarren in tropischem Klima (Vietnam, Indonesien, Taiwan) baut und dann in beheizte Räume in Mitteleuropa bringt. Das scheint mir nicht zwingend eine Frage von Preis und/oder Herstellungsqualität zu sein.

Gruß,
Klaus
 
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tommy":1sa0jexi schrieb:
Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, daß man ab 300.- richtig gutes Zeug aus Asien bekommen kann (Ibanez, Yamaha etc.).

Kommt darauf an...

mein Yamaha Bass für 350 € ist extrems Gut verarbeitet. Da gibts nix zu meckern, klanglich für nen metalbass auch ok.

Ich hab mir jetzt nen Sterling by Music-Man Bass gekauft. Herstellung Indonesien, Last-Check Amerika.
Vom Spielerischen und Sound gibts nix zu meckern. Aber die Verarbeitung ist mehr als Grottig. Lacknasen, Spaltmase, der Hals war lose etc etc.
 
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tommy
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Chris_1981":37fm6qn8 schrieb:
Ich hab mir jetzt nen Sterling by Music-Man Bass gekauft. Herstellung Indonesien, Last-Check Amerika.
Vom Spielerischen und Sound gibts nix zu meckern. Aber die Verarbeitung ist mehr als Grottig. Lacknasen, Spaltmase, der Hals war lose etc etc.

...tut mir leid für Dich, ist aber m.E. kein länderspezifisches Problem sondern eins des Qualitätsmanagments.

Da müsste man bei MM mal nachfragen, was schief läuft. (möglicherweise mal wieder 'ne Profitsteigerungslücke gefunden?)
 
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Ich gaube ja, dass sich hier ein Verkäufer vorsätzlich durch die Bezeichnung "MIJ" bereichern will. Und er hatte ja auch Erfolg!
Weil er hätte sonst wahrscheinlich nur 49,- für diese Gitarre bekommen.
Jetzt wird er das sauer verdiente Geld nehmen, und nach Argentinien flüchten wo er dann von den Zinsen dieses Betrugs eine schönes Leben führt.
Ja, eine Geschichte wie aus einem Drehbuch....ich muss schon sagen....
 
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tommy":3bdrp1n1 schrieb:
Da müsste man bei MM mal nachfragen, was schief läuft. (möglicherweise mal wieder 'ne Profitsteigerungslücke gefunden?)

Hatte denen ne Email geschickt, hat die aber nicht interessiert... :D
 
frank
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auge":9wxq225f schrieb:
Ich gaube ja, dass sich hier ein Verkäufer vorsätzlich durch die Bezeichnung "MIJ" bereichern will. Und er hatte ja auch Erfolg!
Weil er hätte sonst wahrscheinlich nur 49,- für diese Gitarre bekommen.
Jetzt wird er das sauer verdiente Geld nehmen, und nach Argentinien flüchten wo er dann von den Zinsen dieses Betrugs eine schönes Leben führt.
Ja, eine Geschichte wie aus einem Drehbuch....ich muss schon sagen....

Auge, Du meinst, das ist ein typischer Fall internationaler und organisierter Wirtschaftskriminalität? :lol: :lol: :lol:
 
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... ja, die wittern jetzt ihre Chance, wo in Japan Chaos herrscht und niemand mehr wirklich nachvollziehen kann, was da produziert wurde .... ich habe aber noch eine Pre-Fukushima Squier, aus fälschungssicheren Jahren ....
 
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frankpaush":z8ttod94 schrieb:
... ja, die wittern jetzt ihre Chance, wo in Japan Chaos herrscht und niemand mehr wirklich nachvollziehen kann, was da produziert wurde .... ich habe aber noch eine Pre-Fukushima Squier, aus fälschungssicheren Jahren ....

Ob das wohl ein neues Verkaufsargument wird?
"Prä-Fukushima Ibanez, garantiert unverstrahlt" und es liegt ein Geigerzähler daneben...

Meine Ansicht:
Las die Strat kommen, teste sie an.
Wenn sie so schlecht ist, das die 78€ unangemessen sind, dann besteh auf dem MiJ...
Wenn nicht, dann hast du für 78€ ne passable Gitarre gefischt.
 
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Hi,
soooo, sie ist da! :)

vorne weg (um das nochmal klar zustellen):
Mir geht es hier überhaupt nicht um "Japan ist gut, der Rest ist scheiße". Auch wegen 78,- ein bisschen "Aufstand" zu machen finde ich nicht falsch. Auch wenn es für eine Gitarre lächerlich wenig ist liegen 78,- bei einem Studenten nicht einfach in der Portokasse. Und wenn ich auf eine Japan-Strat biete habe ich das Recht eine Japan-Strat zu bekommen - egal ob 3,- oder 3000,- ......




Naja, heute kam das gute Stück gut verpackt an. Also gleich aufgemacht und in die Hand genommen: Ich bin echt überrascht :cool:


Der Hals sieht viel besser als auf den Fotos auf. Hinten gibts den üblichen Ahorn-Dreck, der rest ist schön nachgedunkelt und top. Das Griffbrett hat keine großen Spielspuren und auch die Bünde sind noch super.

Der Korpus hat ein paar Hauer und Kratzer (das wusste ich ja) - ich finde das sexy. Durch die Hauer kann man einen ersten Blick aufs Holz werfen. Das Abschrauben des Halses hat dann meinen ersten Eindruck bestädigt - hier wurde massive Erle verbaut, denke ich zumindest, da es dem hier extrem ähnlich sieht:
http://www.schreiner-seiten.de/holzarte ... e-holz.jpg

Die Hardware macht einen stabilen Eindruck.

Neue Saiten sind drauf (wie versprochen), ein bisschen Pflege war aber noch nötig. Nachdem sie sauber und eingestellt war durfte ich endlich spielen.

Der Hals gefällt mir richtig gut. Der trockene Sound ist schön drahtig und knackig, wie ich das bei einer Strat will.
Am Amp zeigt sie leichte Schwächen. Die PUs sind ein bisschen schwach auf der Brust, der Neck PU ist schön fett, Mitte und Steg sind jedoch ein bisschen dünn.

Alles in allem eine super Gitarre (gemessen am Preis). Klar, auf Custom-Shop Niveau spielt sie nicht, aber mit ein paar neuen PUs stelle ich mich damit sogar auf eine Bühne ;-)

MfG -Basti-
 

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