Medien-Terrorismus

ollie":qo6yzml3 schrieb:
Opel hat vor 2 Jahren schon gejammert..."wundert mich auch nicht bei der Karre"... ;-) ...jetzt auf einmal wärs die Finanzkrise....das nervt...!
....

Insbesondere das Volumenmodell von Opel -der Astra- steht seit Monaten wie Blei in den Läden. Das neue Modell ist angekündigt, kommt aber erst im Herbst 09 (Falls es Opel dann noch gibt) auf den Markt. Dann kauft halt keiner mehr das alte Modell, oder wenn, dann nur mit deftigen Preisnachlässen.

Meldungen darüber gab's schon einige Zeit bevor die Finanzkrise erst Deutschland und dann die Deutsche "Real"Wirtschaft erreicht hat.

Insofern ist im Fall Opel die Krise z.T. hausgemacht.
 

juergen2":23503549 schrieb:
Meiner Meinung nach kann der Staat nur sinnvoll eingreifen wenn er den Konsum ankurbelt; am einfachsten ist es, den Leuten mehr netto zu geben.
Also weg von den direkten, hin zu den indirekten Steuern.


Gruss

Juergen2

das ist "lafontainsche Nachfragetheorie"...
wenn es so einfach wäre, würden sie`s auch machen...leider sprach die Realität sehr häufig andere Bände: bei höherem Netto steigt primär die Sparquote.... und davon haben in erster Linie nur die Banken was....
 
ollie":yd6k8mxu schrieb:
bei höherem Netto steigt primär die Sparquote.... und davon haben in erster Linie nur die Banken was....

immerhin besser, als weitere Milliarden in die Bankenrettung pumpen zu müssen...
 

HanZZ":2nb8bpov schrieb:
ollie":2nb8bpov schrieb:
bei höherem Netto steigt primär die Sparquote.... und davon haben in erster Linie nur die Banken was....

immerhin besser, als weitere Milliarden in die Bankenrettung pumpen zu müssen...

natürlich ist es besser - mehr verfügbares Geld würde mir auch gefallen - ich wüsste auch schon wofür ich es "verkonsumieren" würde......eine geile Paula schwebt mir schon lange vor :-D ...

aber Spaß beiseite.... ich meinte nur das Patentrezept "Netto hochkurbeln" funktioniert nur begrenzt um Wirtschaftskrisen zu bewältigen....
Ich bin ja sowieso der Meinung, dass Auf - und Abschwung sich regelmäßig zyklisch widerholen (sh. u.a. auch Prof. Simm) und die Poltik in erster Linie Vertrauen ausstrahlen muss, damit ist mehr getan wie durch antizyklisches Fiskalverhalten im Detail erreicht werden kann....
 
Hallo Ollie,

ollie":3s1e0m2r schrieb:
zu 2) ich wüsste nicht warum ich mich weniger reich fühlen sollte, weil man Haus an Wert verliert....abgesehen davon, dass dies eh nur eine temporäre Situation ist, merke ich es monitär überhaupt nicht, da ich meine festen Abzahlungen genauso leiste wie vor der Krise.....ich seh da keine Spürbarkeit....

ich war nicht eindeutig genug, sorry. Ich meine amerikanische Verbraucher. Wenn in deren Nachbarschaft plötzlich die Häuser lange leerstehen, weil kein Käufer zu finden ist, wenn Eigentümer ausziehen müssen und die Häuser in der Nachbarschaft verfallen, dann taucht sicherlich die bange Frage auf: "Reicht der Wert meines Hauses aus, die Kredite zurückzuzahlen?"
Gerade aber die Erwartung immer weiter steigender Grundstückspreise hat viele Eigentümer drüben dazu verleitet, das eigene Häuschen immer höher zu belasten, um weiter konsumieren zu können.

Apropos Konsumsteigerung. Klar Konsum bezahlt Arbeitskräfte usw. Das Modell wirkt schon ein wenig wie ein perpetuum mobile, oder? Und auf Anfrage wird der hier dafür zuständige Physiklehrer sicher gern bestätigen, dass das nicht funktioniert.
Jetzt mal unökonomisch betrachtet:
Was machen die Tiere, wenn der Winter kommt? Instinktiv geleitet, hauen sie ab oder legen sich Vorräte an und schlafen um Energie zu sparen oder stellen sich sonstwie auf die harten Zeiten ein. Das Tier "Verbraucher" soll aber angesichts schwerer Tage konsumieren, Vorräte aufbrauchen anstatt neuer anzulegen? Sollte man wirklich auf soviel Unvernunft Wert legen und sie noch fördern? :shrug:

Daniel
 
nolinas":1xi0vcbf schrieb:
Apropos Konsumsteigerung. Klar Konsum bezahlt Arbeitskräfte usw. Das Modell wirkt schon ein wenig wie ein perpetuum mobile, oder? Und auf Anfrage wird der hier dafür zuständige Physiklehrer sicher gern bestätigen, dass das nicht funktioniert.
Jetzt mal unökonomisch betrachtet:
Was machen die Tiere, wenn der Winter kommt? Instinktiv geleitet, hauen sie ab oder legen sich Vorräte an und schlafen um Energie zu sparen oder stellen sich sonstwie auf die harten Zeiten ein. Das Tier "Verbraucher" soll aber angesichts schwerer Tage konsumieren, Vorräte aufbrauchen anstatt neuer anzulegen? Sollte man wirklich auf soviel Unvernunft Wert legen und sie noch fördern? :shrug:

Daniel

richtig.
Das ist das gleiche wie die Ladenöffnungszeiten-Liberalisierung mit dem Hoffnungsgedanken, eine Konsumsteigerung zu erwirken...Ausser einen Mehrwert hinsichtlich der Einkaufsgestaltung hätte das nicht. warum soll ich mir das Brot fürs Wochenende am Freitag und am Samstag kaufen???
ähnlich ist es mit dem Nettozugewinn.
Genauso ist es mit den Steuersenkungen. Steuern werden ja nicht völlig willkürlich höher festgelegt, sondern weil der Staat Mehreinnahmen zur Deckelung des Haushaltsvolumen benötigt. Auch wenn man dem Staat immer alles mögliche an den Kopf wirft, von Mißwirtschaft etc. pp. - so richtiges Wissen (ganz gutes Beispiel zum Thema "Glauben") ist nicht da....das lässt Raum für alle möglichen Spekulationen.

Ich selber bin Vorstand einer BKK, ich kenn mich mit Haushaltsplanung ganz gut aus...das ist natürlich mit den Staatsfinanzen nicht unmittelbar zu vergleichen aber ich kann jetzt auch nicht von heute auf morgen meinen Beitragssatz unter unseren Bedarfssatz fahren und hoffen damit ein "Honigkuchenpferd" zu gewinnen.... Aber auch hinsichlich unserer Planung gibt es imemr wieder die tollsten Spekulationen was den mit den Beitragseinnahmen alles so läuft - obwohl es bis in den kleinsten Cent Bereich minotiös genau geplant ist.....
 
ollie":2anly54t schrieb:
juergen2":2anly54t schrieb:
Meiner Meinung nach kann der Staat nur sinnvoll eingreifen wenn er den Konsum ankurbelt; am einfachsten ist es, den Leuten mehr netto zu geben.
Also weg von den direkten, hin zu den indirekten Steuern.


Gruss

Juergen2

das ist "lafontainsche Nachfragetheorie"...
wenn es so einfach wäre, würden sie`s auch machen...leider sprach die Realität sehr häufig andere Bände: bei höherem Netto steigt primär die Sparquote.... und davon haben in erster Linie nur die Banken was....

Hi Olli,

Hilfe, bewahre, ich bin zwar von Herzen gern Saarländer, aber von Onkel Oskar ideologisch soweit entfernt wie Else Kling von Heidi Klum. Mindestens.
Die Nachfragetheorie ist wenn ich recht erinnere John Maynard Keynes' Baby.
Es ist richtig daß ab einem gewissen Einkommen die Haushalte nicht mehr alles Ausgeben, sondern die Sparrate erhöht wird; aber dieser Punkt des "Ab-sofort-spare-ich" ist bei der Masse unserer Bevölkerung gar nicht mehr da, die meisten sind doch froh wenn sie ihre laufenden Kosten gedeckt haben und sich ein bisschen was leisten können. Wenn gespart wird, dann doch meist auf etwas hin, neuer TV oder ähnliches.

Wer an dem Punkt ist daß er es sich leisten kann zu sparen, hat i.d.R. doch von seinem Einkommen dennoch eine Menge verkonsumiert!
Abgesehen davon, selbst wenn er spart stellt er sein Kapital via Bank dem Wirtschaftskreislauf zur Verfügung. Aber das ist ein Sekundärfaktor.

Primär gilt, wer wenig Geld hat, kann absolut gesehen nur wenig konsumieren. Wer mehr Geld netto hat, wird auch mehr ausgeben.

Gruss

Juergen2
 
Hi Jürgen,

trotzdem sind diese Effekte nicht allzu groß. Dazu kommt, dass die Unternehmen Mehrwertsteuersenkungen durch Preiserhöhungen kompensieren. Der Nachfragetheoretiker geht immer von einem Experimentierfeld aus, indem optimale Grundbedingungen herrschen. In dem Fall müsste eine Mehrwertsteuersenkung auf eine Null-Preiserhöhung treffen und eine Null-Sparquotenerhöhung.....
dann ist die Binnenachfrage nicht unbedingt maßgeblich für die Konjunktur. Wir sind Exportweltmeister, das meiste Geld wird über Exporte ins Inland gebracht. Eine Mehrwertsteuersenkung wäre beim momentanen Dollarkurs eine Erleichterung für den Käufer, allerdings der Verkäufer spürt nur dann was davon, wenn der Absatz erhöht wird.....bei gleicher Absatzzahl hat er gar nichts davon....

usw.....
 
ollie":16zrfc0u schrieb:
Hi Jürgen,

trotzdem sind diese Effekte nicht allzu groß. Dazu kommt, dass die Unternehmen Mehrwertsteuersenkungen durch Preiserhöhungen kompensieren. Der Nachfragetheoretiker geht immer von einem Experimentierfeld aus, indem optimale Grundbedingungen herrschen. In dem Fall müsste eine Mehrwertsteuersenkung auf eine Null-Preiserhöhung treffen und eine Null-Sparquotenerhöhung.....
dann ist die Binnenachfrage nicht unbedingt maßgeblich für die Konjunktur. Wir sind Exportweltmeister, das meiste Geld wird über Exporte ins Inland gebracht. Eine Mehrwertsteuersenkung wäre beim momentanen Dollarkurs eine Erleichterung für den Käufer, allerdings der Verkäufer spürt nur dann was davon, wenn der Absatz erhöht wird.....bei gleicher Absatzzahl hat er gar nichts davon....

usw.....

Das wäre bei 1-3 Prozentpünktchen sicher so der Fall. Was, wenn wir hier aber mal klotzen würden, anstatt zu kleckern und direkt (ggf. auch zeitlich begrenzt) mal von 19% auf 12 oder 10% runtergingen? Dann käme halb Europa zum X-Mas-Shopping nach .de und der ein- oder andere würde sich sicher zum Autokauf entschliessen. Die so gesteigerten Absätze würden den Steuerausfall des Staates zu einem guten Teil refinanzieren, dem Handel (der sich bei der hierzulande herrschenden Wettbewerbssituation gar nicht leisten kann, eine MWSt-Senkung nicht an die Kunden weiterzugeben) würde profitieren und die Autoindustrie ebenso.
 
HanZZ":24virpnt schrieb:
Was, wenn wir hier aber mal klotzen würden, anstatt zu kleckern und direkt (ggf. auch zeitlich begrenzt) mal von 19% auf 12 oder 10% runtergingen? Dann käme halb Europa zum X-Mas-Shopping nach .de...
.

Da stimme ich voll und ganz mit dir ein!!!

Und wesentlich mehr Vergünstigungen für deutsche Familien - aber schnell weg von diesem Thema, sonst werd ich stinksauer und böse.

schönes WE euch allen und genießt die Tage ;-)
 
juergen2":3ebeyyyq schrieb:
Dafür die MWSt rauf auf 25 %. Im Endeffekt zahle ich über meinen Konsum genauso viel Steuern wie vorher. Aber, und das ist das Entscheidende, ICH entscheide dann wofür ich mein Geld ausgebe und nicht der Statt indem er es mir VOR dem Konsum wegnimmt....

Ähm, das ist ja wohl alles andere als gerecht. Eine mehrköpfige Familie wird durch die hohe Mwst wesentlich starker belastet als ein Singlehaushalt. Und das schon beim nötigsten zum täglichen Leben. Also von wegen, ICH entscheide wofür ich mein Geld ausgebe (und Steuern zahle), haut in Deinem Modell schon mal nicht hin.
 
Nachdem dieser Thread sich nun nach einem Exkurs in die Gefilde der Esoterik (Glauben ja, Kirche nein, Bibel ja, Religion jein usw.) wieder dem Ausgangsthema nähert, rekapitulieren wir doch mal was der Auslöser der BAD NEWS denn war.

Die US Banken vergaben innerhalb weniger Jahre Hypothekenkreditde in Höhe von 8 Billionnen US Dollar.
Die Regierung Bush ersliess ein Gesetz, das Banken zwingend vorschrieb, bedürftigen Erstkäufern von Immobilien einen Hypothekenkredit in Höhe von 299.000 US Dollar zu gewähren. 42 Millionen nahmen dies in Anspruch, darunter waren Millionen Kunden, denen Banken unter normalen Umständen keinen Kredidt gewährt hätten.
Diese enorme Nachfrage liess die Immobilienpreise in Dimensionen steigen, denen kein realer Wert gegenüber steht.
Die steigenden Zinsen alleine schon bedingten die Zahlungsunfähigkeit dieser Kunden, die im Durschnitt schon mit 30.000 Dollar/Haushalt
für Konsumentenkredidte verschuldet sind.
Die Immobilien die nun zur Zwangsveräusserung anstehen, erzielen aber nicht den nötigen Preis um die Darlehen zu bedienen.
Das Geld ist weg.

Weitere 5 Billionen US Vermögenswerte hängen an der Zahlungsfähigkeit dieser Kunden, so generierte z.B. der größte Autokonzern General Motors
84% seines Gewinns aus Hypo Geschäften.
Was diese Verschachtelung von Vermögenswerten bei einem Verlust
nach sich zieht erleben wir jetzt.

Wenn einige von uns nicht (oder noch nicht ) betroffen sind, ist es dem Umstand zu verdanken, dass sie am Ende der Fahnenstange sind.

Wie ich zu Beginn des Threads schon schrieb, ist meiner Meinung nach die ganze Chose systembedingt, da alles auf Pump aufgebaut ist.

Was kann man tun?
Ich habe mein Erspartes flüssig gemacht, mein Haus abbezahlt, den Rest in Gold umgetauscht im Wald vergraben und mir noch eine neue Strat gegönnt.

MfG mrguiliani
 
juergen2":38rnolo4 schrieb:
Primär gilt, wer wenig Geld hat, kann absolut gesehen nur wenig konsumieren. Wer mehr Geld netto hat, wird auch mehr ausgeben.

So ist es halt, wenn man der breiten Masse den Wohlstand entzieht. Das die Wohlstandsschere auseinander klafft ist kein demagogisches Lafontaine Gebrabbel. Die Herren Manager und Vorstände haben wohl nicht daran gedacht, daß sich hier niemand mehr Ihren Plunder leisten kann/will, wenn man in Deutschland Arbeitsplätze abbaut und die Löhne drückt. Wer soll denn den neuen Opel Insignia z.B bezahlen? Der Billiglöhner aus Osteuropa oder gar der chinesische Wanderarbeiter?
Viele Familien bezahlen ihre Miete, welche in den letzten 10 Jahren drastisch gestiegen sind, den teuren Strom und die überteuerten und gleichzeitig minderwertigen Lebensmittel, das wars. Für höherwertige Konsumgüter, außer mal einer billigen Stereoanlage, TV oder einen Pc etc. ist bei vielen doch schon gar nichtmehr zu denken.
Schließlich und endlich wird kein verünftiger Arbeitnehmer sein ganzes Geld für Konsum verwenden. Nicht in Zeiten von Hartz IV, wo es besser ist den ein oder anderen Notgroschen unter dem Kissen gebunkert zu haben.
 
@rio
aber interessanterweise sehe ich bei vielen Bekannten- die lamentieren wenn sie 12 Euro für den Theaterbesuch, im Rahmen eines Schulausflugs
für ihr Kind erübrigen sollen - einen riesigen Flachbild TV im Wohnzimmer.
So geschehen diese Woche an unserer Schule.
Und wenn jemand anregt, man könnte ja am Samstag Mittag auf dem Markt Kuchen verkaufen um den Eintritt zu finanzieren, haben sie keine Zeit,
weil????? exakt - sie müssen an ihrem auf Pump gekauften riesen TV Bundesliga auf Premiere gucken schliesslich hat mans ja bezahlt.
Auch so geschen diese Woche.

MfG mrguiliani
 
ja und weiter...
ganz einfach, falsche Prioritäten und falsches Gejammere der falschen nervt...

das viele ernsthaft jammern ist Fakt, aber die hört keiner....die genannten Beispiele sind Jammerer auf hohem Niveau...

aber meine Frage an Rio:
was schlägst du vor....!
Managergehälter kürzen und damit ist alles geritzt?

Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte.....
Wenn die Nachfragetheoretiker recht haben sollten, dass der Konsument die Krise löst, dann verursacht er sie leider auch mit....das ist die Kehrseite der Medaille....
 
Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte.....
Das trifft die Sache auf den Punkt. Geiz ist eben net immer geil und für deutsche Firmen und deren Arbeiter und Angestellte schon gar nicht. Wer mehr aus anderen Volkswirtschaften konsumiert und die eigenen Landeseignen Produkte schmäht, dem fällt die Sachen irgend wann auf die Füße. Deutschland hat in den letzten Jahren viel zu viel Know-how und Technologievorsprung für ein Apel und ein Ei ins Ausland verschleudert. Da brauch sich keiner wundern, dass sich heute die Leute anderswo die Hände reiben und fett Kasse machen.
 
Hallo Forum

so schrieb ich,

nolinas":21sr79lk schrieb:
c) Die Kreditvergabe der Banken war und ist aber auf komplizierte Weise an das vorhandene Eigenkapital gebunden: weniger Eigenkapital -> weniger Kredite. Und das ist nur die objektive Variante der Auswirkung, hinzu kommt gesteigerte Verlustangst bei nicht bombensicheren Geschäften, Angst vor Fehlern und Arbeitsplatzverlust . . .


Laut einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Banken hat die Kreditvergabe im 3. Quartal dieses Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal deutlich zugenommen.

http://www.bankenverband.de/channel/101 ... index.html

Wer sich nicht durch das ganze Zeugs durchwühlen will, die fragliche Stelle befindet sich im sechstletzten Absatz.

Das bringt mich nach erneutem Nachdenken zu dem Schluss, dass die Kreditvergabe der Banken bisher jedenfalls nicht durch die Abnahme der Eigenmittel beschränkt wird. Dieses Moment habe ich zu dramatisch gesehen.

Gemäß dem Monatsbericht der Deutschen Bundesbank sind aber die Kreditvergabebedingungen "im historischen Vergleich aber teilweise deutlich" verschärft und gleichzeitig die Margen (Kreditzinsen) angehoben worden. (Seite 30, http://www.bundesbank.de/download/volks ... mb_bbk.pdf )

Insgesamt wird die Krediterlangung dennoch eher schwieriger.

Daniel
 
Pfaelzer":1clyd7oc schrieb:
Nur eine ernstgemeinte Frage zum Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland und die Verlagerung derselbigen ins Ausland:
Kann mir irgend jemand eine neutrale Statistik dazu liefern? Irgend ein Buch, Webseite oder sonstige seriöse Publikation, bei der ich sehen kann, warum die Arbeitslosenquote in den letzten 10 Jahren nicht explodiert ist, obwohl so viele Arbeitsplätze ins Ausland verlegt wurden.
Vielleicht auch eine Statistik die erklärt, warum die Exportquote in Deutschland unverändert hoch ist, obwohl so viel von der Produktion ins Ausland verlegt wurde.

Vielen Dank im voraus.

p

Ich erinnerte mich an einen Artikel in der Zeit und voila gefunden:

http://www.zeit.de/2004/16/Job-Migration?page=all

Es ist keine unabhängige Studie aber vielleicht ganz interessant zu lesen. Die darin erwähnt Publikation des Frauenhofer Institutes habe ich leider nicht lesen können.

Daniel
 
ollie":1cv9r8mf schrieb:
ja und weiter...
ganz einfach, falsche Prioritäten und falsches Gejammere der falschen nervt....
Im Moment jammern die Autobauer, weil zu wenig ihre Kisten kaufen wollen/können. Ich habe lediglich versucht Erklärungen für Kaufzurückhaltung bei höherwertigen Konsumgütern zu finden.

ollie":1cv9r8mf schrieb:
aber meine Frage an Rio:
was schlägst du vor....!
Managergehälter kürzen und damit ist alles geritzt?
Wegen mir können sich die Manager Vorstände und Aktionäre die Taschen vollstopfen bis sie platzen. Es braucht sich aber niemand wundern, daß wenn das Geld bei einigen wenigen sitzt auch weniger konsumiert wird, als wenn das Geld in der breiten Masse zur Verfügung stünde. Dürfte wohl einleuchten, daß ein paar 1000 Manager weniger Autos, Einbauküchen etc. kaufen werden, als es der breite ehemalige Mittelstand täte, wenn er noch das Geld dazu hätte.
Wenn man den Leuten weniger Geld läßt und gleichzeitig ringsrum die Preise sprießen läßt wie die Pilze, braucht man sich nicht wundern, daß einiges nicht mehr rund läuft. Wenn man dann zusätzlich noch hingeht, und ein ALG II einführt, welches einen Arbeitslosen nahezu enteignet/entrechtet wenn es darauf ankommt, werden sich die Leute halt darauf einstellen und in Kaufzurückhaltung bei höherwertigen Konsumgütern üben. Und das ist auch richtig so. Denn wer heute ein Auto kauft/finanziert und morgen arbeitslos wird, zu dem heißt es selber Schuld.

ollie":1cv9r8mf schrieb:
Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte.....
Wenn die Nachfragetheoretiker recht haben sollten, dass der Konsument die Krise löst, dann verursacht er sie leider auch mit....das ist die Kehrseite der Medaille....
Da bin ich ziemlich bei Dir. Habe das auch schon in einem anderen Thread vertreten und auch von einer anderen Seite beleuchtet.
 
ollie":14fbemch schrieb:
...
Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte......
Nun, wem nur zweihundert Euro monatlich zum Leben zur Verfügung stehen, wird sich wohl kaum ein paar teure Schuhe für 320 Euro kaufen, sondern wird beim D****mann ein Paar für maximal 30 Euro kaufen. Die kommen dann aus China. Logisch.
Der Endverbraucher kauft das was er sich leisten kann.
Ganz schön hart, deine Aussage, die prinzipiell bedeutet "die Armen sind doch selbst schuld - wieso haben sie auch kein Geld?"
 
Pfaelzer":3g0glp7z schrieb:
Nur eine ernstgemeinte Frage zum Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland und die Verlagerung derselbigen ins Ausland:
Kann mir irgend jemand eine neutrale Statistik dazu liefern? Irgend ein Buch, Webseite oder sonstige seriöse Publikation, bei der ich sehen kann, warum die Arbeitslosenquote in den letzten 10 Jahren nicht explodiert ist, obwohl so viele Arbeitsplätze ins Ausland verlegt wurden.
Vielleicht auch eine Statistik die erklärt, warum die Exportquote in Deutschland unverändert hoch ist, obwohl so viel von der Produktion ins Ausland verlegt wurde.

Vielen Dank im voraus.

p

Klingt irgendwie, als ob Du nicht glaubst das Arbeitsplätze ins Ausland verlegt/abgebaut worden sind? :shock:

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sehen lediglich auf dem Papier oder für Propagandazwecke recht gut aus.
Ohne die ganzen 1 € Jobber und Billiglöhner die trotz Arbeit noch Sozialhilfe benötigen sähe es anders aus.
 
Pfaelzer":1tap44aa schrieb:
Nur eine ernstgemeinte Frage

Vielen Dank im voraus.

Pfaelzer":1tap44aa schrieb:
Die Bitte war ernstgemeint

Ja, aber du siehst ja, was da kommt, wenn man einmal wirklich nachhakt. Eine, sorry, aber dümmliche Bemerkung

Rio_Fischbein":1tap44aa schrieb:
Klingt irgendwie, als ob Du nicht glaubst......

aber Fakten, Konkretes - leider Fehlanzeige, nur heiße Luft oder Schweigen.

Statt dessen auswendig gelernte Parolen, bei deren Lektüre man sich vorkommt, wie in einer Sitzung eines Orts-Auschusses der SED um 1988.

Lieber Rio, da fällt mir zwangsläufig ein Zitat Michael Corleones ein "mit ihrer Argumentation beleidigen sie meine Intelligenz".

Sorry, aber es nervt!

Tom
 

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