Medien-Terrorismus

Pfaelzer":1dg3z4dd schrieb:
Wie ich schon schrob, kapiere ich nicht, wieso die Exportquote in Deutschland so hoch ist, obwohl dem allgemeinen Tenor nach Millionen von Arbeitsplätzen im Produktionsbereich ins Ausland verlagert wurden.
Das wir viel Exportieren heißt nicht unbedingt das es auch hier gefertigt
wird. Diverse Autohersteller lassen z.B. Kabelbäume in Ungarn fertigen,
und bauen sie dann in Deutschland ein. Der Wagen wird dann nach USA
exportiert, wurde aber nur zum Teil hier gebaut. Das Fachwort nennt sich
glaube ich: Wertschöpfungsanteil.




Gruß P.
 

little-feat":1ykcpndh schrieb:
Rio_Fischbein":1ykcpndh schrieb:
Klingt irgendwie, als ob Du nicht glaubst......

aber Fakten, Konkretes - leider Fehlanzeige, nur heiße Luft oder Schweigen.

Statt dessen auswendig gelernte Parolen, bei deren Lektüre man sich vorkommt, wie in einer Sitzung eines Orts-Auschusses der SED um 1988.

Lieber Rio, da fällt mir zwangsläufig ein Zitat Michael Corleones ein "mit ihrer Argumentation beleidigen sie meine Intelligenz".

Sorry, aber es nervt!

Tom

Sorry, aber wenn der Skandal um die Deutsche Bank an Dir vorbeiging, als deren Boss in Zeiten bester Gewinne Stellenabbau bekanntgab, dann nützt es auch nix, wenn ich es noch mal schreibe. Ebenso wenig wie die Erinnerung an das Nokia Werk. Oder die Grohe. Als einige Beispiele für Stellenabbau/Auslandsverlagerung. Vielleicht würde auch ein Blick auf den Warenkorb, Mietspiegel, Energiepreise kontra Einkommen eines normalen Angestellten/Arbeiters weiterhelfen? Ich sehe da durchaus eine Verschiebung in den letzten Jahren. Zigtausende Arbeitnehmer die nur mit zusätzlicher Sozialhilfe über die Runden kommen. Und die Automoblindustrie fragt sich warum niemand mehr einen Golf kauft für schlappe 20-30 Tausend Euro?
An dieser Stelle verweise ich den Interessierten auf das www, wie es hier ja öfter vorgeschlagen wird.
Wenn jemand glaubt, alles sei in bester Ordnung, soll er das bitteschön weitertun. Ich habe lediglich versucht Erklärungen für Umsatzrückgänge in gewissen hochpreisigen Branchen zu finden.
 
Pfaelzer":ngxv5fxq schrieb:
Nur eine ernstgemeinte Frage zum Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland und die Verlagerung derselbigen ins Ausland:
Kann mir irgend jemand eine neutrale Statistik dazu liefern? Irgend ein Buch, Webseite oder sonstige seriöse Publikation, bei der ich sehen kann, warum die Arbeitslosenquote in den letzten 10 Jahren nicht explodiert ist, obwohl so viele Arbeitsplätze ins Ausland verlegt wurden.
Vielleicht auch eine Statistik die erklärt, warum die Exportquote in Deutschland unverändert hoch ist, obwohl so viel von der Produktion ins Ausland verlegt wurde.

Vielen Dank im voraus.

p

Ich kann zu D nix sagen aber ich kann sagen worin hier in Ö die Schwierigkeit bestünde diese Zahlen die du gerne möchtest herauszufinden.
Das Hauptproblem ist rauszufinden was "Arbeitslos" bzw. "Arbeitssuchend" bedeutet.
Als Trainer in der Erwachsenenbildung hab ich oft mit dem AMS (Arbeitsmarktservice - Arbeitsamt) zu tun. Arbeitssuchende werden in Stiftungen (Arbeitsstiftungen) ausgelagert und über Jahre hinweg geschult. Leider sehr oft mit Schulungen die vollkommen an den Persönlichkeiten vorbeigehen. Diese sind in der Statistik NICHT arbeitslos. Dann ist ja jeder geringfügig Beschäftigte (das sind alle mit unter 6 Wochenstunden) nicht arbeitslos. Zum Leben reicht das aber nicht.
Ich wäre an einer "echten" Antwort auf deine Frage auch interessiert. Weil was irgendwo in den Medien als gut verkäufliche Schlagzeile steht ist für mich kein Fakt!
Ich kann nur als Selbstständiger sagen, dass ich meist bei der Mitarbeitersuche scheitere. Grade eben werde ich eine "Abteilung" deswegen schliessen müssen.
So long
Auge
 

Hallo Pfaelzer, hallo Auge, hallo Forum

ich habe es nochmal auf der Seite des Fraunhofer Institutes für System- und Innovationsforschung versucht. Siehe da, mit dem Explorer geht es. Ich habe wohl einfach zu viel im Firefox ausgeschaltet.

Gibt man in der Suchmaske

http://www.isi.fhg.de/suche.htm das Stichwort "Produktionsverlagerung" ein, so erhält man eine Trefferliste, auf der interessante Dokumente zu finden sind.

Ich weiß nicht, wie unabhängig dieses Institut ist. Ich bin auch nicht durch alle Dokumente durch. Aber alles in allem scheinen mir die Beiträge gut geeignet, einen eigenen Standpunkt in dieser Frage zu bilden oder selbigen einmal zu hinterfragen.

Daniel
 
auge":1y4cc5x7 schrieb:
Ich kann zu D nix sagen aber ich kann sagen worin hier in Ö die Schwierigkeit bestünde diese Zahlen die du gerne möchtest herauszufinden.
Das Hauptproblem ist rauszufinden was "Arbeitslos" bzw. "Arbeitssuchend" bedeutet.
Das ist das Problem in Deutschland auch. Sobald jemand einem 1€ Job nachgeht, an einer Maßnahme oder Praktikum in irgendeiner Form teilnimmt, fällt er aus der Arbeitslosenstatistik heraus. Ebenso weitere X-Tausende von Hungerlöhnern, welche ergänzendes Hartz IV erhalten.
Wie dem auch sein. Diese "nichtarbeitslosen Arbeitslosen" werden sicherlich keine Autos kaufen können/wollen....

@Pfälzer: http://www.isi.fraunhofer.de/i/dokumente/pi45.pdf
Wenn man sich auf die Zahlen einigermaßen verlassen kann, ist der prozentuale Anteil von Offshoring-Betrieben momentan zwar rückläufig, insgesamt rückblickend auf die letzten Jahre aber niederschmetternd.
Interessanterweise ist die Autobauerbranche diejenige, die mit einem Spitzenwert von 31% Auslandsverlagerung, die Branche, welche am meisten abwandert.
Für mich wäre es interessant zu wissen, wieviele Arbeitnehmer in D ca in der Automobilbranche beschäftigt sind, damit ich mir eine Zahl bilden kann, was 31% Auslandsverlagerung in etwa an verlorenen Arbeitsplätzen bedeutet....
 
Reling":3242fias schrieb:
ollie":3242fias schrieb:
...
Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte......
Nun, wem nur zweihundert Euro monatlich zum Leben zur Verfügung stehen, wird sich wohl kaum ein paar teure Schuhe für 320 Euro kaufen, sondern wird beim D****mann ein Paar für maximal 30 Euro kaufen. Die kommen dann aus China. Logisch.
Der Endverbraucher kauft das was er sich leisten kann.
Ganz schön hart, deine Aussage, die prinzipiell bedeutet "die Armen sind doch selbst schuld - wieso haben sie auch kein Geld?"

So habe ich es nciht formuliert, so hast du es interpretiert....das ist ein großer Unterschied.

Billigprodukte werden von allen möglichen soz. Schichten konsumiert, auch verstärkt von Leuten, die es in der Tat überhaupt nicht nötig hätten....
 
Pfaelzer":24t8vz11 schrieb:
Wie ich schon schrob, kapiere ich nicht, wieso die Exportquote in Deutschland so hoch ist, obwohl dem allgemeinen Tenor nach Millionen von Arbeitsplätzen im Produktionsbereich ins Ausland verlagert wurden.

das kommt darauf an wo das "Stammunternehmen" seinen Sitz hat.
Wenn z.B. die Firma, in der u.a. ich beschäftigt bin, (die auch vieles in den USA, China und Brasilien produziert) ihre Verkaufszahlen vorstellt, werden die Produktionseinheiten vom Exportertrag nicht abgezogen, d.h. das deutsche Unternehmen hat so und soviel ins Ausland abgesetzt, die Exportzahlen bleiben in Deutschland....

Mir ging es in der Kritik der Auslandsverlagerung nicht NUR um die Verurteilung wegen des Verlusts von Arbeitsplätzen, sondern halte ich es in der Tat für problematisch, dass viele Produkte unter widrigen Bedingungen im Ausland produziert werden, Stichwort "illegale Kinderarbeit" (China, Indien, Pakistan, etc.). Gerade die Billig-Bekleidungsindustrie sollte hier gemieden werden...

Dann geht es mir darum, dass ein florierendes Unternehmen letztlich nur dann langfristig gedeihen kann, wenn auch die sozialen Rahmenbedingungen im Ausland gewährt sind. Nur Billigverlagerungen um an der Kostenschraube zu drehen hat sich nachweislich in vielen Unternehmen gerächt. Hier kann man gerade die Maschinenbauer als Beispiel zitieren, die vielfach ihr Produktionsstätten aus dem Ausland abgezogen haben, weil es nicht funktionierte. Es mangelte häufig an der Qualität, an den Produktionsbedingungen, an dem sozialen Umfeld und letztlich an organistatorischen Widrigkeiten.

Vielfach muss auch erst die Mentalität anderer Nationen begriffen werden, bevor man hier unsere Arbeitsvorstellungen installieren kann.
Ein guter Freund von mir ist Technischer Vorstand eines Trafoherstellers. Er war 3 Jahre in Malaysia und 2 Jahre in Holland. In Holland hätte er sich fast die Zähne ausgebissen, bis er seine Porduktionsvorgabe erreichte....die wollten einfach nicht. Es ging nur über radikale Zwangsmaßnahmen, so dass er das Subunternehmen gerade noch kurz vor der Schließung retten konnte.

Ob es in der Summe für uns günstiger wäre, wenn wir nur noch in Deutschland produzieren und nur noch deutsche Produkte kaufen, wage ich zu bezweifeln (wir leben auf keiner Insel und die Zeiten der DDR sind gottseidank längst vorbei).
Für viele Unternehmen war die Verlagerung ins Ausland eine finanzielle Notwendigkeit, ansonsten wären sie sicher insolvent gegangen. Auf der anderen Seiten exportieren wir einen Großteil unserer Produktion ins Ausland.....das gehört alles zur Globalisierung und wird in Deutschland gehören zu den größten Nutznießern davon.

Österreich ist in der Tat krisenresistenter, warum...ganz einfach, es hat weitaus weniger bis fast gar keine Großkonzerne. Großkonzerne sind viel krisenanfälliger. In Österreich ist der Mittelstand extrem stark.....

Wenn wir nicht mehr ins Ausland verlagern dürften, dann wäre es konsequent uns auch den Verkauf unserer Produkte ins Ausland zu verbieten - aber das würde uns "den Gar völlig ausmachen"....

Trotzdem finde ich es nicht verkehrt, wohlüberlegt einzukaufen. Auf Qualität zu achten und nicht nur billigen Schnäppchen nachzueifern. Das geht bei der Nahrungsmittelindustrie an, geht bei der Bekleidungsindustrie weiter und hört bei Billigschnäppchen übers Internet auf, v.a. in den Segmenten in denen man kostenlose Dienstleistung vor Ort abgreift, die Produkte aber dann billiber übers Internet ersteht. Das kostet definitv Arbeitsplätze vor Ort und vor allem verlieren wir Qualität in der Beratung.....
 
Rio_Fischbein":13l3ptci schrieb:
Für mich wäre es interessant zu wissen, wieviele Arbeitnehmer in D ca in der Automobilbranche beschäftigt sind, damit ich mir eine Zahl bilden kann, was 31% Auslandsverlagerung in etwa an verlorenen Arbeitsplätzen bedeutet....

Da darfst du nicht nur die Automobilbranche isoliert betrachten, sondern die ganzen externen Zulieferer, Speditionen, Logistikunternehmer, Entwickler, usw. usf.
 
ollie":9lehnufy schrieb:
Österreich ist in der Tat krisenresistenter, warum...ganz einfach, es hat weitaus weniger bis fast gar keine Großkonzerne. Großkonzerne sind viel krisenanfälliger. In Österreich ist der Mittelstand extrem stark.....

Sorry wenn ich widerspreche. Das stimmt prozentuell so nicht. Mit VAI, OMV, .... haben wir auch einen hohen Industrieanteil. Der MIttelstand vor allem die KMUs haben eine bedenklich schlechte Eigenkapitaldecke da das Steuersystem in Ö den Aufbau von Eigenkapital sehr teuer macht.
Was wir in Ö einfach haben sind extrem hohe Tourismuseinnahmen. Da liegen wir prozentuell betrachtet im weltweiten Spitzenfeld. Die Umwelttechnologie und der extrem hohe Umweltstandard tragen hier Früchte. Ausserdem hab ich mal gelesen, dass regierbare Grössen in etwa der von Österreich entsprechen.....siehe auch Bayern....

Österreich hat den Vorteil keine Widervereinigung finanzieren zu müssen und einen guten Standort für die Exploration von Osteuropa abzugeben. Wenn Osteuropa in die Krise kommt wird es uns in Ö wesentlich mehr wehtun.

Und ausserdem, arbeiten wir einfach mehr und besser ;-)
 
ollie":3es3g2ek schrieb:
...
Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte......

So habe ich es nciht formuliert, so hast du (Reling) es interpretiert....das ist ein großer Unterschied.

Äh, pardon, aber ganz genau so hast du es formuliert. Darf ich wiederholen? => Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte.
Da ist nix zu interpretieren, das ist eine klare Behauptung die in ihrer Eindeutigkeit völlig unmnissverständlich ist.
 
Rio sagt:
So ist es halt, wenn man der breiten Masse den Wohlstand entzieht.

Meine These lautet:

Zuviele Leute geben Geld aus für Sachen die sie nicht brauchen.

Beispiel:
Ich gebe Kochkurse, ein Kurs war hier an der VHS.
Thema:
Vollwertküche für Hartz4, es ging darum für Low Budget gesund zu kochen. Die Kurskosten waren gesponsert, Teilnehmer 15 Leute.
Schon am ersten Abend war klar, "gesund kochen" kann ich knicken.
12 von 15 wussten überhaupt nicht wie man kocht.
Ich rede nicht von "Fleur De Courgettes Farcies "und solchen Scherzen,
sondern davon aus ein paar Kartoffeln, zwei Möhren und einem Sellerie eine gute Suppe zu machen.
Null Plan, ich musste bei Adam und Eva anfangen. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass diese Leute sich hauptsächlich von Fertiggerichten für die microwave und Junkfood ernähren.
Wenn man weiss, was dieser Mist kostet wird einem schnell klar, dass spätestens am 20. die Kasse leer ist. Wenn regelmässig noch ein Kasten Bier auf dem Speisezettel steht ist am 15. schon Ebbe.
Also ich koche für 4 Leute für 400 Euro im Monat auf dem Level der
"Enoteca" in Freiburg, Rio Fischbein wird wissen was gemeint ist.
Der Regelsatz Hartz4 für eine Familie mit 2 Kindern unter 12 Jahren
beträgt 1089 Euro. Es ist mir absolut nicht ersichtlich wieso man damit nicht gut leben kann, wenn zusätzlich noch die Wohnung plus Nebenkosten gesponsert ist.

Dieses schwadronieren über die Verarmung der Massen klingt nach Marx gelesen und nicht verstanden.

MfG mrguiliani
 
Reling":3hrvihcg schrieb:
ollie":3hrvihcg schrieb:
...
Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte......

So habe ich es nciht formuliert, so hast du (Reling) es interpretiert....das ist ein großer Unterschied.

Äh, pardon, aber ganz genau so hast du es formuliert. Darf ich wiederholen? => Die Endverbraucher sind doch an der Misere mindestens genauso schuld, durch ihren Konsum ausländischer Billigprodukte.
Da ist nix zu interpretieren, das ist eine klare Behauptung die in ihrer Eindeutigkeit völlig unmnissverständlich ist.

Es gibt immer Ausnahmen für die das nicht gilt. Mir ging es um das durchschnittliche Konsumverhalten....
und der durchschnittliche Deutsche ist alles andere als arm, verkonsumiert aber trotzdem zum Teil auf Billigbasis aus Geiz, ohne die Folgen zu bedenken.....

deine Interpretation war tendenziös einseitig....
 
Pfaelzer":2p61astx schrieb:
Diese Diskussion hier ist für meinen Geschmack weit jenseits der sachlichen Ebene angelangt und wird eher auf ideologischer Ebene weitergeführt. Daher mache ich das, was ich schon früher hätte tun sollen: Schnute halten.

p

ich bin zwar nicht direkt gemeint, aber indirekt betroffen.... :arrow:

zunächst ging es um die Krise. Dass die Krise spürbar ist, ist nachweisbar....bis dahin war nichts ideologisch. Ich habe mich bemüht, auf der sachlichen Ebene zu bleiben.

Dass du aus einzelnen Beiträge eine Verunsachlichung pauschalisierst, würde ich jetzt eher als pauschal ideologisch bezeichnen ;-) das ist aber auch nicht schlimm, wir Gitarristen befinden uns innerhalb unseres Musikuniversum auf stark- ideologischem Terrain....
In dieser Diskussion würden es nicht mal die höherqualifizierten Print-Medien wie FAZ, die Zeit, Focus, Spiegel schaffen, völlig unideologisch zu bleiben, da die Sachlage nicht auf einwandfrei faktischer Datenlage zu klären ist....


nimms nicht persönlich, lag mir einfach etwas auf der Zunge...
 
Pfaelzer":29pj8u74 schrieb:
Rio_Fischbein":29pj8u74 schrieb:
Für mich wäre es interessant zu wissen, wieviele Arbeitnehmer in D ca in der Automobilbranche beschäftigt sind, damit ich mir eine Zahl bilden kann, was 31% Auslandsverlagerung in etwa an verlorenen Arbeitsplätzen bedeutet....

Lieber Rio,

wenn ich das Dokument richtig lese, steht da, dass 31 Prozent der Betriebe der Automobilbranche TEILE der Produktion ins Ausland ausgelagert haben; was auch heisst, dass mehr als 2 Drittel ausschließlich inländisch produzieren.
Die Prozentangabe gibt uns keinerlei Information darüber, wie viele Arbeitsplätze davon betroffen sind, da wir nicht wissen, wieviel der Produktion der 31% Betriebe ins Ausland verlagert wurden. Außerdem können wir daraus auch nichts darüber folgern, wieviel Arbeitsplätze in der Verwaltung/Logistik/Marketing/Verkauf usw. usf. eines Betriebes verloren gehen oder sogar neu geschaffen werden müssen....
Wenn VW z.B den Golf in Spanien produziert, dann ist das ein Teil der Produktion. Und die Automobilbranche ist nur Tabellenführer, andere Branchen haben ähnlich hohe Auslandsverlagerung. Das sind Arbeitsplätze in Deutschland weggefallen. Oder willst Du etwa behaupten, die wurden alle ersetzt? Wieviele Arbeitsplätze gehen/gingen verloren? Weiß ich nicht. Deswegen schreibe ich, daß es mich interessiert, wieviele Arbeitsplätze durch Auslandsverlagerung verlorengingen/gehen. Anscheinend ist es aber ein Unterschied, ob Dich etwas interessiert oder jemand anderen?

Pfaelzer":29pj8u74 schrieb:
Entschuldige bitte, wenn ich das jetzt so hart schreibe, aber das ist ein schönes Beispiel für die selektive Art und Weise, wie Daten in vollkommen falschen Zusammenhängen missbraucht werden, um irgendwelche Theorien zu untermauern.
So? Dann erkläre mir bitte mal, inwiefern ich Daten mißbraucht habe.
Ich finde Deinen Beitrag eher als ein Beispiel dafür, wie man geschriebene Texte absichtlich falsch interpretiert um seine "Argumentation" aufzubauen. Ich habe die Daten nicht gedeutet, sondern mit einer Frage abgeschlossen.

Dann mal andersrum. Meine Erklärungen sind ja nur ideologischer Natur....
Wieso geht es der Automobilindustrie schlecht?
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?
Wieso soll das ein Mediengag sein?

Der EH lacht sich momentan einen weg. Wieso?
Die Leute stürzen sich auf preislich überschaubare Produkte. Wieso?

Die Erklärung dafür soll sein, daß die Medien grundlos Angst und Schrecken verbreiten? Sorry, aber das finde ich lächerlich.
 
Rio_Fischbein":a7rqxneh schrieb:
Wieso geht es der Automobilindustrie schlecht?

weil weniger Autos gekauft werden


Rio_Fischbein":a7rqxneh schrieb:
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?

das hat viele Gründe. Pauschal könnte man sagen, der Markt ist gesättigt. Nach jahrelangen stetigen Aufwärtsstrends sind Stagnationen systemimanent. Mit Auslandsverlagerungen hat es kausal nichts zu tun, eher ist eine Verlagerung eine Kriseninterverntion....
 
Rio_Fischbein":3nyywmso schrieb:
[Wieso geht es der Automobilindustrie schlecht?
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?

Weil nicht klar ist, was Brüssel und vor allem unsere Regierung hinsichtlich der Besteuerung von KFZ ausbrüten wird.

Ich kaufe mir doch nicht in diesem Jahr ein neues Auto, wenn ich befürchten muss, dass ich mich exakt für dieses Auto im nächsten Jahr dumm und dusselig zahle an Steuern. Weil es die dann festgelegte Grenze für den Schadstoffausstoß knapp verfehlt.

Weil ich nicht weiß, ob „mein“ Modell möglicherweise im nächsten Jahr mit einem Hybrid-Antrieb verfügbar sein wird und somit vielleicht auf Jahre völlig steuerbefreit ist.

In der gegenwärtigen Situation dieser Verunsicherung verschiebt der Käufer seinen Autokauf auf das nächste Jahr, wenn klar ist, wie die steuerliche Seite der Medaille aussehen wird.

Die Zurückhaltung der Autokäufer hat nichts mit der Finanzkrise zu tun. Angeblich flüchten sich die Leute in Sachwerte aus Angst um den Verlust ihres Geldes. Also müssten sich eigentlich Autos verkaufen wie geschnitten Brot.

Tom
 
ollie":606dbxgh schrieb:
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?

das hat viele Gründe. Pauschal könnte man sagen, der Markt ist gesättigt. Nach jahrelangen stetigen Aufwärtsstrends sind Stagnationen systemimanent. [/quote]

Sehe ich ein bissel anders, solange uns Autofahrern immer wieder neue aktionistische Gängelungen wie Umweltzonen und Feinstaubplaketten mit daraus resultierenden Fahrverboten aufgenötigt werden, werden zwangsläufig neue Autos verkauft - obwohl es nicht sein müsste.
 
little-feat":w0aqjeiu schrieb:
Rio_Fischbein":w0aqjeiu schrieb:
[Wieso geht es der Automobilindustrie schlecht?
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?


Die Zurückhaltung der Autokäufer hat nichts mit der Finanzkrise zu tun. Angeblich flüchten sich die Leute in Sachwerte aus Angst um den Verlust ihres Geldes. Also müssten sich eigentlich Autos verkaufen wie geschnitten Brot.

Tom

Huahahaha! Wie war das mit "sie beleidigen meinen Intellenz?"
Gerade Autos sind eine perkekte Methode Geld zu verbrennen. Zum Glück bist Du kein Anlagenberater. Oder etwa doch? :shock:

Aber egal.
Auf jeden Fall sind Gründe da, wieso nicht gekauft wird, auch wenn sie von meinen ideologischen SEd verseuchten Gedanken abweichen. Unterm Strich zählt: Die Wirtschaft lahmt in einigen Branchen.
Dewegen: Wieso soll das ein Mediengag sein?
 
Sascha´s Strat":25kc931a schrieb:
Sehe ich ein bissel anders, solange uns Autofahrern immer wieder neue aktionistische Gängelungen wie Umweltzonen und Feinstaubplaketten mit daraus resultierenden Fahrverboten aufgenötigt werden, werden zwangsläufig neue Autos verkauft - obwohl es nicht sein müsste.

ja, und warum ist es dann nicht so?
 
Ich sehe es noch mal anders.
Gewiß werden die genannten Gründe beim ein oder anderen Käufer zu treffen. Doch die Mehrheit hat schlichtweg nicht das Geld für einen Neuwagen oder findet es zu riskant oder zu teuer.
Wer heute noch Arbeit hat und einen Wagen finanziert, steht morgen vielleicht schon saudumm da, wenn der Job weg ist. Ich schätze einigen Nokia-, Deutsche Bank- Mitarbeitern ging es schon so.
Das Hartz IV Gesetz trägt auch nicht gerade dazu bei bei, Vertrauen in die Zukunft zu haben. Damit meine ich nicht mal die Höhe der Bezüge. Es geht darum, daß man gewisse Wertgegenstände erst mal veräußern (auch mit Verlust) muß, bevor man Hilfe bekommt. Ein hochwertiges Auto, Wert >2000€(glaube ich) gehört dazu.
 
Rio_Fischbein":3aut60fg schrieb:
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?
Ich brauche kein eigenes. Mein letztes war in Düsseldorf eigentlich nur ein Klotz am Bein.
Ja, ich weiß diese Art von Antwort wirst Du Dir wahrscheinlich nicht gewünscht haben. :)

Sascha´s Strat":3aut60fg schrieb:
solange uns Autofahrern immer wieder neue aktionistische Gängelungen ... aufgenötigt werden
Ihr armen. Mir kommen gleich die Tränen.
 
Rio_Fischbein":15qs6n09 schrieb:
Gerade Autos sind eine perkekte Methode Geld zu verbrennen. Zum Glück bist Du kein Anlagenberater. Oder etwa doch? :shock:

Pfaelzer":15qs6n09 schrieb:
Diese Diskussion hier ist für meinen Geschmack weit jenseits der sachlichen Ebene angelangt und wird eher auf ideologischer Ebene weitergeführt. Daher mache ich das, was ich schon früher hätte tun sollen: Schnute halten.

Du gehst? Ich komme mit.

Ich habe es eingesehen.

Du hast recht.

Auch ich mag mich nicht mehr durch das Dickicht der verwirrten Klassenkampf-Theorien unseres Chef-Ideologen kämpfen. Es hat keinen Zweck. Verschwendete Energie.

Tom
 
Banger":qvnykq1q schrieb:
ollie":qvnykq1q schrieb:
Wieso kaufen die Leute keine neuen Autos?

Kann ich dir ganz genau sagen, natürlich nur für mich persönlich:

a) Neuwagen sind Geldverbrennungsmaschinen. Mir fällt gerade kein Konsumgut, dessen Wertverfall so rapide ist. Nicht umsonst gibt es ja so Sachen wie "Tageszulassung". Das ist mir einfach zu blöd.

b) Ich bin zwar kein absoluter Geringverdiener, aber alleinverdienender Familienvater und ein Neuwagen würde aufgrund der laufenden Kosten (Finanzierung, Versicherung, Steuern, Wartung) meine liquiden Mittel stark dezimieren bzw. zu sehr einschränken. Man müsste eben "verzichten" um so einen Wagen sein Eigen nennen zu dürfen. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt:

c) Da ich einen Wagen weder als Prestigemittel noch als Potenzbooster nutze, sondern lediglich als Fortbewegungsmittel, muss es daher nur ein guter Gebrauchter sein. Und da werde ich meistens in der Klasse um die 2000.- € gut fündig bzw. finde da alles was ein Auto für mich braucht. Womit ich nicht sagen will, dass jeder der ein neues Auto fährt, ein impotenter, komplexbeladener Soziopath ist. Es ist eben eine Frage der persönlichen Wertstellung. Aber ich keine viele Leute in meinem persönlichen Umfeld, die noch nie ein neues Auto besessen haben und das aus ähnlichen Beweggründen.

Das trifft aber auch ansonsten auf mein bzw. das Konsumverhalten meiner Familie zu. Wenn man kein Geld hat, kann man nix kaufen. Und wenn man sich was wünscht, muss man sparen. Und um sparen zu können, muss man oftmals verzichten oder Prioritäten setzen. Und da das heutzutage viele Leute offenbar nicht mehr kennen oder können, jammern sie dann Peter Zwegat die Ohren voll. Wenn man mal im Monat jeden Versandhauskatalog leergekauft hat, dazu noch ein neues Auto gekauft und ne Wohnung finanziert und am Ende des Monats merkt, dass das Geld dann doch nicht reicht, kann auch nix mehr als jammern... Sorry, das ist jetzt polemisch und zwar hochgradig, aber gerade dieses Konsumverhalten beobachte ich zusehends und das kotzt mich ehrlich gesagt ziemlich an. Keine Ahnung was ich damit sagen will...

LG, Alex
 

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