Modelling am PC

A

Anonymous

Guest
Heyho...
Bei meiner Band stehen jetzt, nachdem unser Drummer überraschenderweise in einer Woche alle 10 Songs durchgezogen hat, die Gitarrenaufnahmen ins Haus (ohne die traut sich der Basser nicht). Unser DJ, der die "Aufnahmeleitung" besitzt, hat sich einen sündhaft teuren Musik-PC zugelegt, und da war auch im Bundle ein Software-Amp-Modeling-plugin-whatever dabei, was normalerweise als Vollversion so 400 € kosten würde. Leider hab ich den Namen vergessen...Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit solchen Software-Modelern gemacht? Natürlich werde ichs ausprobieren, aber ich hab mich schon über ein volles Ausfahren meines Röhrenamps gefreut...andererseits müsste ich mir dann auch keine Mikros mehr leihen. Alles in allem hätte ich gern eure Meinung, ob es sich lohnt, sich in den Krempel einzuarbeiten oder nicht.
Danke und bis dann,
Tobi-Wan-Kenobi
 
A

Anonymous

Guest
Hi Maroon!

Also, kommt auf dein Programm an!
Aber wenn es, wie du sagst, 400 Steine kostet dürfte das wohl gut genug sein!
Du musst dir auch im Klaren sein, dass du mit dem Zeug nen anderen Sound hast, als den, den du sonst verwendest! Ob das dann nach "dir" klingt, musst du wohl selbst entscheiden!
Ich nutze für Aufnahmen immer das, was ich auch bei den Proben zu den jeweiligen Songs genutzt habe. Da weiß ich dann genau, wie es klingt!

Aber: Probieren geht über Studieren!
Und bei euch hört es sich an, als würde es nix kosten (also kein Studioaufenthalt, etc.) und dann ist’s ja kein Problem!


So long, kick ass!
Daniel
 
A

Anonymous

Guest
Hey Daniel!
Soweit kann ich dir noch folgen *lol*
Nee, wir sind tatsächlich in der glücklichen Lage, ein ordentliches Studio zur Verfügung zu haben. Der Haken an der Sache ist nur, das unser DJ da eigentlich nur Hip-Hop produziert hat und ihm daher die Aufnahme von Gitarren und Drums usw. ein wenig spanisch vorkommt. Einen extra-Futzi, der sich mit so was auskennt, können wir uns wiederum auch nicht leisten. Wir werden wohl ewig rumprobieren und ich bin im Moment am Alternativen ausschalten...Damit das Ding irgendwann auch fertig wird! Danke, bis dann
Tobias
 
Mike

Mike

Well-known member
Hi Tobias,

das Plugin könnte entweder Warp oder Amplitube sein.
Mit Warp hab ich schonmal gearbeitet. Es ist nicht schlecht, bietet aber nur wenige Models.
Amplitube hab ich mal als Demo benutzt. Das ist imho sehr vielseitig und vom Sound her top.
Wenn man nicht zu viel Aufwand beim aufnehmen treiben will ist Amplitube wirklich klasse.
Einfach clean in den PC spielen und später bearbeiten. Samples und die Demo gibt’s glaub ich bei
www.amplitube.com .Die Demoversion streut allerdings ein weisses Rauschen mit ins Signal.
Wenn Ihr die Vollversion habt wäre das ja kein Problem.

Gruß,

Mike

indie.JPG
 
Daniel

Daniel

Well-known member
Tja... das kommt sehr darauf an ob Du Deinen Sound damit hinbekommst. Amplitube finde ich persönlich besser und flexibler als WARP von Steinberg. WARP wurde für NuMetal gemacht (glaube ich[:I]), wenn Du jetzt ein Countypicker bist, haste ein Problem.

Ausprobieren lautet die Devise...!!!


Viele Grüsse aus dem Käseland...
Daniel
 
blues guy

blues guy

Well-known member
Hi Maroon,

nach den bisherigen Postings ist mir nicht klar geworden, warum du einen im Computer gemoddelten Sound für die Aufnahme nutzen möchtest.


Wichtig ist doch zur Zeitersparnis bei Aufnahmnen, dass du deinen Part sauber relativ fehlerfrei auf die Aufnahme von Bass und Schlagzeug draufspielst. Die Alternativen von 1000 Sounds einer Modeling Software werden dir das beherrschen lernen deiner Parts nicht ersparen.

Außerdem hat eurer Bandsound ja eine Entwicklung mit deinem Gitarrensound mitgemacht. Die Chance in einem Studio meinen Amp top auf die Festplatte zu bannen würde ich mir nicht nehmen lassen.

Mikros werden eh für das Schlagzeug benötigt. Ein Shure SM 57 wird sehr oft für die Snareabnahme benutzt. Das ist das gängige Guitarampmikro. Das mit der Mikropositionierung ist gar nicht so geheimnissvoll. Du baust das Mikro zuerst so auf, dass es genau auf die Mitte des am besten klingenden Speakers in deiner Box zielt.Das Mikro kann den Bespanstoff ruhig berühren. Ich nehme immer einen der oberen Speaker in meiner schrägen recto box. Jetzt wird das Mikro von o. g. Position nach unten /unten rechts im 45° Winkel wegklappt und zielt auf die Mitte der Strecke Kalotte und Lautsprecherbefestigungsrand.

Das empirisch beste Ergebnis für den Gitarrensound rauszufinden wird auf keinen Fall solange dauern, wie das Schlagzeug einzustellen (Stimmen, Mikros ausrichten, EQs einstellen, Pegel einstellen).

Nach der Aufnahme mit dem Amp kannst du noch immer zuhause im Compi eine Gitarrenspur mit Modelingsoftware darüberspielen. Da ist auch die Zeit kein Problem für den Gesamtmix einen Gitarrensound in der Software einzustellen.

Deinen Amp kennst du und dessen Reaktionen auch. Du weisst welche EQ Einstellungen im Bandsound funktionieren. Das spricht für Ampabnahme.
Ich würde beides machen, um es auszuchecken.

Tips zu Aufnahmefragen findest du im Keyboards-Forum. Da sitzen die ganzen Studiofreaks. www.homerecording.de hat auch was zur Schlagzeugabnahme beschrieben.

Da meiste Know How braucht man glaube ich zur Schlagzeugabnahme.
Wenn eurer Drummer keinen Ansatz dazu hat und der "DJ" auch nicht, dann sucht einen Drummer (Lehrer), der eine Idee hat wie es funktioniert.
Oder hat euer Drummer schon seine Spuren eingespielt?


Viel Spass bei den Aufnahmen und einen guten Sound wünsch ich dir!

Gruß Jürgen
 
blues guy

blues guy

Well-known member
Hi, ich bin´s nochmal,

mir fiel noch ein, dass ein SM 58 auch gut für die Ampabnahme geeignet ist. Da sitz die selbe Mikrokapsel wie im SM 57.

So ein Shuregesangsmikro wird doch bestimmt in eurem Bandbestand sein?!



Gruß Jürgen
 
A

Anonymous

Guest
Hey Blues guy,
Nee, so ein Mikro haben wir nicht, wir haben nur 2 AKG-Funkmikros für den Gesang :D. Ein Mikrofon zu leihen und das vor den Amp zu stellen ist ja nicht das Problem, sondern zum einen, der Lärm der dabei entsteht, und zum anderen die Arbeit, die es eben doch macht, den Amp und so für jeden Sound einzustellen. Und da unser Herr DJ ne ganze Ecke wegwohnt, müsste ich ständig zu ihm hinfahren, und jedes mal noch das ganze Equipment mitschleppen, weil wir nebenher auch proben müssen (Gigs absagen ist nicht unser Ding). Daher fand ich es interessant, einfach nur mit der Gitarre bewaffnet dort anzukommen, die Takes einzuspielen. Die restliche Arbeit hätte ich dann unserem Hip-Hop-Futzi überlassen. Aber, lange Rede kurzer Sinn...Tobi hat sich jetzt einen Genesis 3 ausgeliehen, der steht jetzt im "Studio", und die Hälfte der Parts ist schon eingespielt. Ich hab auch nicht soooo viele Versuche gebraucht, wie du wahrscheinlich angenommen hast [;)]
Trotzdem vielen Dank für deine Mühe, deine Abhandlung über Recording für Anfänger könnte man glatt in die FAQ’s hängen...
Greeetz Tobi
 
A

Anonymous

Guest
Ja...das kommt davon wenn man nicht richtig liest, dann muss man eben ein zweites mal posten. Also erst mal wollte ich noch bemerken, dass es sich bei genanntem Programm tatsächlich um Amplitube handelte. Unser Drummer hat keine Ahnung von Aufnahmen (Ich glaube, er hat gar keine Ahnung von irgendwas außer Trommeln und Sex :D), aber unser Basser (welch Ironie). Die Drumtakes sind schon fertig und klingen auch richtig gut (wenn auch für meinen Geschmack vom Sound her etwas zu Hip-Hop-mäßig). Unser Basser hat jedoch Probleme, in Liedern die Orientierung zu behalten, weswegen ich zu seiner Erleichterung als erster auf die drumtakes drauflärme. Ich kann meine Parts eigentlich im Schlaf und wenn es unser Basser nicht merkt, werde ich auch "heimlich" Bass spielen :D.
 
blues guy

blues guy

Well-known member
Hi Tobi,

das hört sich ja alles gnaz entspannt an.
Danke für das Kompliment :).
BTW: Meinst du mit Genesis einen Digitech Modeller?
Stellst du das Ergebnis ins Netz?

Gruß Jürgen
 
A

Anonymous

Guest
<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">quote:Originally posted by blues guy
Hi Tobi,

das hört sich ja alles gnaz entspannt an.
Danke für das Kompliment :).
BTW: Meinst du mit Genesis einen Digitech Modeller?
Stellst du das Ergebnis ins Netz?

Gruß Jürgen
</td></tr></table>

Hey Jürgen,
Weiß noch nicht, ob ich das Ergebnis ins Netz stelle, kommt darauf an, wie’s am Schluss klingt! :D
Nee, im Ernst, wenn die neue Homepage von meiner Band fertig ist, gibts da die ganze CD mit Booklet und Inlays und Label zum runterladen! Der Genesis ist diese blaue, unscheinbare Kiste von Digitech, rrright...Klingt sehr ordentlich und ist total leicht zu handhaben. Mit welcher Konstellation hast du das letzte mal aufgenommen, Jürgen?
gruß Tobias
 
blues guy

blues guy

Well-known member
Hi Tobias,

richtig aufgenommen habe ich als ich noch in der Rockcoverband letztes Jahr gespielt habe.
Für die Demo-CD haben wir im kleinen Probekeller einzeln eingespielt.
Da ich die anderen Spuren per monitorbox vorgespielt bekommen habe und der Mischer "DI Fan" ist, habe ich meinen AMp mit einer H&K Red Box übers Mischpult in den Compi mit ner Soundblaster gespielt.

Damalige Konstellation:
Epiphone Les Paul - Klotz Kabel - Steavens Poundcake - Parallele Loop:
alesis quadraverb gt (davon nur die Effektsektion bei 100% Effekt im quadraverb genutzt)- Line out, der parallel zum Ausgangsüberträger ein Signal rausgibt - H&K Redbox
Im Compi wurde auf Cubase vst aufgnenommen.


Letztens habe ich mal zu Hause aus Spass über einen Jamtrack von Harmony Central eine Gitarrenspur dürbergespielt.

Konstellation:
Amp mit boogie recto box ins kleine Bad. G-major seriell eingeschliffen. Sennheiser E 609 Mikro davor gehängt. Die Geschichte zur Dämpfung mit einer Decke und einem Bademantel unter Mitwirkung eines Bügelbrettes abhegängt. Der Amp braucht ja noch Luft!

So das Signal ging dann fvom Mikro über eine Kabelkupplung in meinen steavens preamp, um einen Line Pegel zu haben (ich habe keinen mic preamp und kein Mischpult).Von da aus bin ich in ein EMI 2/6 Audiointerface. Das hängt per usb an meinem vaio notebook. Audiosoftware: Emagic Logic Audio.

Voila

Das Sennheiser E 609 klingt richtig gut.


Gruß Jürgen
 
A

Anonymous

Guest
### ACHTUNG: Theard wurde ab hier aus dem Keller noch mal aufgewärmt ;-) ###


Hi Leute,

ich habe mir an diesem Wochenende einen Laptop zugelegt (endlich dann auch mal) und bin ab nächstem Wochenende für 5 Wochen unterwegs, ohne Amp (ok zwischendurch an den Wochenenden Bandproben mit Amp).

Unter der Woche wollte ich eigentlich den PC als Amp nutzen, nur damit ich das jetzt richtig verstehe, für AmpliTube brauche ich doch auch noch die Software von Steinberg oder?

Und braucht man sowas wie ne DI-Box (oder andere Gerätschaften) oder kann man einfach in den PC einstöpseln und jut is?


Nils
 
A

Anonymous

Guest
Also, wenn du über den Schlepptop direkt spielen willst, dann brauch dieser wahrscheinlich erstmal eine anständige Performance, da sonst die Latenzzeiten zu groß werden.

Dann brauchst du ein Programm, in das du VST-Effekte einbinden kannst und diese als Insert annerkannt werden. Z.B. sämtliche Cubase Versionen tun hier beste Dienste.

Du kannst auch direkt in die Soundkarte gehen. Der Sound ist zum "einfach so spielen" imho völlig ausreichend. Ansonsten empfiehlt es sich eine DI-Box oder noch besser einen Preamp mit Kompressor zu verwenden.
 
A

Anonymous

Guest
So, hab mir mal die Mühe gemacht und einfach die Gitarre in den Soundblaster gesteckt. Dann einfach nur Amplitube "live" drüber.
Das größte Problem waren dabei die Latenzen. Über meinen MIDIMan hat ich keine Probleme aber der SB hat wirklich stark verzögert!

Hier das Resultat im mp3-Format:
http://home.arcor.de/whiplash705/git-01.mp3

Ist net wirklich der Wahnsinn, aber für's einfache Üben reicht's.
Nur bei solch einer Latenz ist's sauschwer einigermaßen mit Takt zu spielen.
 
A

Anonymous

Guest
Hi Daniel,

danke für deine Mühen! ;-)
Ich immerhin mittlerweile mal ein neueres 56K Modem ;-D

Ich werde gleich mal das File ziehen und evtl. mal selber sehen, wie das bei laufen könnte... Der Laptop hat einen 2,8 Ghz Prozessor, allerdings die Soundkarte... die macht mir jetzt schon Sorgen. :-(

Mir gehts eigentlich auch weniger um Qulität von Sound usw, ich brauch einfach einen verzerrten Sound zum üben für die Zeit ohne Amp ,-)

Nils
 
A

Anonymous

Guest
"killing in the name of" *sing* ;)

Also es gibt für den Soundblaster Alternativtreiber speziell zu Aufnehmen (www.kxproject.com). Damit kann man die AISO-Latenzen glaub ich bis auf 2ms runterschrauben!

OT: war grad mal auf deinem Arcor stammverzeichnis. Hübscher Titties-Shaker ;). Ist das air.mp3 auch von euch!? der riff ist ja mal hammer. gesang hört sich nach Hetfield an
 
A

Anonymous

Guest
Na 2 ms sollte wohl mehr als genügen...
Das käme dann wohl vielleicht für dich in Frage, Nils.

Ja,der Tittenshake war mein erster Gehversuch in JavaScript...ich mag ihn immer noch, deshalb ist er noch im Netz.

Das air.mp3 ist auch von uns und so nebenbei der Opener unsrer Demo-CD sowie von Auftritten.
Danke für das Kompliment, die Stimme gehört mir und ich finde die Aufnahme grausam. Da rutsche ich so in die Töne rein.
Jaja, so geht's wenn man sich nicht genug Zeit nimmt...
 
A

Anonymous

Guest
*Schulterklopf* von solcher Qualität sind wir noch meilenweit entfernt - vielleicht kann ich gerade deshalb die Aufnahme so schätzen?! ;)

Die Latenz bezieht sich auf das AISO-Protokoll... ich glaube, nur Programme wie Cubase benutzen das überhaupt
 
 
Oben Unten