Modellingamps unter dem Zahne der Zeit?!


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Warum rennt der Mann mit seinem neuen PC so schnell nach Hause?
Damit er da ist, bevor der PC veraltet ist.

Ok... der Witz ist alt aber er fiel mir gestern in Bezug auf Modelling Amps ein.
Bei Computern kennen wir die Situation. Man gibt viel zu viel Geld für nen neuen Rechner aus und 2 Jahre später hat man nur noch nen Unterklasseteil da stehen.

Wie seht ihr das mittlerweile mit den Modellingamps? Ich mein son VOX AC-30 oder Fender Bassman war vor 40 Jahren gut und ist es heute genauso. Aber wie sieht das mit Amps aus, deren Grundlage eine CPU ist?
:| Wenn diese immer besser werden, dann werden auch die Modellingamps immer besser (schneller?!?) und die Vorgängermodelle veralten.

Also was denkt ihr darüber....

Kann eine guter Modellingamp in 10 Jahren noch genauso überzeugen wie ein klassischer Röhrenvertreter?
 
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Naja, die Entwicklung zu stoppen damit Dinge nicht mehr veralten können, halte ich nicht für sinnvoll. Neuerung kommen immer schneller auf den Markt. Manchmal sind diese nur marginale Verbesserungen., manchmal bahnbrechend bis richtungsweisend.

Die Frage die Du da stellst klingt für mich in etwa so:" Soll ich mir heute einen Modelling Amp kaufen wenn es in 10 Jahren möglicherweise bessere Modelling Amps gibt?"
Ich denke, die Frage nach dem Preis und dem Wert eines digital Amps entscheidet sowieso jeder für sich. Wer heue einen digitalen Amp braucht wird nicht 10 Jahre warten, um für´s gleiche Geld was besseres zu bekommen. Wer lieber die alte Röhrentechnik mag und momentan nichts adequates in der "Digitalen Welt" findet, wird sich auch keinen Modelling Amp kaufen. So einfach ist das....
 
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Du hast sicher Recht, dass Modelling-Amps einem schnelleren Wertverfall unterliegen werden als Röhrenamps - schlicht und einfach, weil man für immer weniger Geld immer überzeugendere Simulationen bekommen wird. Eine verlgeichbare technische Entwicklung gibt es bei Röhrenamps einfach nicht, daher kein Preisverfall sondern bei "Oldtimern" sogar Wertsteigerungen.

Ich denke aber, dass auch beim Modelling die Weiterentwicklung ihre Grenzen hat. Über die Digitaltechnik versucht man ja, möglichst nah an Röhrensounds heranzukommen. Ich bin sicher, dass die Technik irgendwann so weit sein wird, dass auch Puristen keinen Unterschied mehr hören können. Wenn das der Fall ist, wird sich wahrscheinlich nur noch quantitativ etwas tun (noch mehr Modelle, noch mehr Effekte), und die Preise für den DSP-Teil der Amps werden weiter fallen. Qualitativ wird dagegen kaum noch Raum für Verbesserungen sein.

Allerdings bedeutet der Fortschritt bei Modellingamps ja nicht, dass die bereits existierenden Geräte schlechter werden. Wenn man heute mit einem bestimmten Modellingamp "seinen" Sound hinbekommt, wird man es mit dem selben Amp auch in zehn Jahren schaffen. Einem selbst kann der Wertverfall also im Prinzip egal sein.

Nur mit der Langlebigkeit sehe ich ein Problem: Wenn irgendwann einmal ein wichtiges Bauteil durchgeschmort ist, kann es gut sein, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist, weil es keinen Ersatz mehr gibt, oder sie sich wegen des technischen Fortschritts nicht mehr lohnt. Das ist bei hanverlöteten Röhrenamps anders, aber ich bin trotzdem ein Freund der Digitaltechnik.

Gruß,

Jan
 
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Marcello":1nfw5qs2 schrieb:
Naja, die Entwicklung zu stoppen damit Dinge nicht mehr veralten können, halte ich nicht für sinnvoll. Neuerung kommen immer schneller auf den Markt. Manchmal sind diese nur marginale Verbesserungen., manchmal bahnbrechend bis richtungsweisend.

Die Frage die Du da stellst klingt für mich in etwa so:" Soll ich mir heute einen Modelling Amp kaufen wenn es in 10 Jahren möglicherweise bessere Modelling Amps gibt?"
Ich denke, die Frage nach dem Preis und dem Wert eines digital Amps entscheidet sowieso jeder für sich. Wer heue einen digitalen Amp braucht wird nicht 10 Jahre warten, um für´s gleiche Geld was besseres zu bekommen. Wer lieber die alte Röhrentechnik mag und momentan nichts adequates in der "Digitalen Welt" findet, wird sich auch keinen Modelling Amp kaufen. So einfach ist das....

Stimme dir da auch soweit zu. Besonders den Punkt mit dem Kaufen!
Spiele zwar mit dem Gedanken mir einen zu holen, aber das war jetzt für mich eigentlich 2 rangig.
Geht mir halt eher um die Frage wie ihr denkt, dass sich der Stand der Modellingtechnik weiter verändert und ob heute Amps in 10 Jahren noch brauchbare Sounds im Vergleich liefern können.
Also einfach eine reine Prognose was ihr so denkt.
Man könnte auch sagen:
Ist Modelling irgendwann besser als Röhre?
 
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Moin!

Ich glaube, in zehn Jahren hat sich die Industrie etwas Neues einfallen lassen, um den Musikern das Geld aus den Taschen zu ziehen.

Die Anzahl der Updates oder neuen Versionen existierender Modelling-Amps sinkt bereits. Die meisten, die so etwas haben wollen, haben es. Niemand in der Industrie wird auf die Idee kommen, statt eines "bahnbrechenden" neuen Produktes ein billigeres Update auf den Markt zu werfen. Das ist die eine Seite.

Gute Röhren zu beschaffen, wird immer schwieriger. Irgendwann sind die NOS-Vorräte erschöpft. OK, Ausgangstrafos kann man wickeln lassen.

Aber, ich bin ganz sicher, nach Röhrenamps, Transistoramps, Racks, Puristencombos, Vierkanalröhrentops und Modellingamps wird eine neuer Trend gehyped. Vorher kommt nochmal ein Rack-Revival, wetten?
 
doc guitarworld
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mad cruiser":3cw3dn33 schrieb:
Aber, ich bin ganz sicher, nach Röhrenamps, Transistoramps, Racks, Puristencombos, Vierkanalröhrentops und Modellingamps wird eine neuer Trend gehyped. Vorher kommt nochmal ein Rack-Revival, wetten?

... da ist was dran! Ich fand den Beitrag mit der Bose-Idee
gut, wenn auch das System nicht funktionieren soll. Aber generell
ist ein Bedarf nach mobileren und gutklingenden Geräten da, die
man eben mal so mitnehmen kann. Ich bin seit 2 Wochen
Besitzer eines V-Amp Pro. Das ist ein Gerät, dessen Preis-
Leistungsverhältnis sehr gut ist. Es ist leicht, hat alle erdenklichen
Anschlußmöglichekeiten, man kann es als Effektgerät und als
Preamp nutzen und es sieht gut aus ;-) Zuvor hatte ich eine
Reihe anderer Modeler (POD I+II, Genesis 3, J-Station, Adrenalinn),
die allesamt in der Qualität der Sounds sich nicht viel taten,
eher hatten die Geräte besondere Features wie die Morphing-
Funktion beim Genesis oder ge-featured-te Sounds, so wie
die Wall-of-Boogie-Sounds bei der J-Station Hammer sind ...
ich habe mit den Teilen viel Spaß gehabt, konnte mir auch
vorstellen, die als Ampersatz zu nutzen, weswegen ich mir
den Zentera kaufte ... ich fahre nun also zweigleisig mit Röhrenamps
und Digi-Kistchen und ich glaube nicht, daß das Ende des Lieds erreicht
ist. Glücklich wäre ich, wenn ich denn irgendwann ein etwa
Zigarrettenpackungs-grossen Kasten hätte, der wirklich amtlich
klingt und etwa 1200 Watt Ausgangsleistung hat ... dazu eine
Box so gross wie die Control One von JBL, mit dem Schalldruck
eines Marshall Fullstacks. Tja, die Physik!
 
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Hi,

wie ist das eigentlich, bei den PCs ist es ja mittlerweile so, dass z.B. 2 GHZ auch nicht wirklich langsamer sind, als 3 GHZ usw... also eine gewisse Schwelle erreicht ist, zumindest was den Privat-PC Markt angeht.

Wie sieht das mit Modellern aus? Ich finde Produkte wie POD XT z.B. sind schon ziemlich ausgereift, zumindest das was ich so gehört habe und auch gelesen... ich habe selber nie wirklich Multieffektgeräte oder Produkte ala POD oder VAmp genutzt, aber denke schon das man für wenig Geld da relativ gute Produkte bekommt. Was ist da noch zu erwarten in Zukunft?


Nils
 
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Hi sonic,

ein Tubenamp "fühlt" sich einfach anders an... bis das auch beim Modeling erreicht ist, wirds wohl noch ein paar Tage dauern. Andererseits darf man nicht vergessen, daß unser Ohr bei verschiedenen Lautstärken anders hört (bzw unser Gehirn die Signale anders verarbeitet). D.h., die meisten Röhrenamps klingen erst laut sehr gut. Man hört aber nicht nur den Klang, sondern ist das Feeling mit der Lautstärke zusammen gewohnt. Und das erwartet man dann bei Modellern- und wird enttäuscht. Dazu kommt, daß komplizierte Dinge wie die Interaktion Trafo-->Lautsprecher oder Stromaufnahme bei hohen Leistungen--> Baßwiedergabe etc. beim selben Röhrenamp einfach einen anderen Sound produzieren.

Noch weit komplizierter ist die akkurate Simulation eines Lautsprechers. Oder gar mehrerer Lautsprecher in einer Box. Das ist hölleschwierig; unlinear, unvoraussehbar, da passieren sehr komplexe, chaotische Dinge. Kein Wunder, daß es beim Prinzip in der Lautsprecherentwicklung bisher nicht viel weitergegangen ist. Bose haben da schon immer andere Wege beschritten (siehe "WAVERadio" und das angekündigte PA-System), allerdings wird der BOSE-Sound von High-End Puristen eher belächelt.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein. Ich bin nach allen Seiten offen und finde, die digitalen Teile sind stellenweise ein gutes Hilfswerkzeug in manchen Situationen (die schnelle Aufnahme beim Kumpel im Rechner, die akustische Jamsession um 3 Uhr Nachts, oder gar mit Kopfhörern; die Vielfalt überhaupt). Noch hat ein Röhrenverstärker sein Eigenleben. Darum halte ich es gerne wie Doc: use the best of both worlds.

Gruß
burke
 
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mad cruiser":u225e3kg schrieb:
Gute Röhren zu beschaffen, wird immer schwieriger. Irgendwann sind die NOS-Vorräte erschöpft. OK, Ausgangstrafos kann man wickeln lassen.

Hi mad cruiser,

solange es die Rüstungsindustrie gibt brauchen die beim Radar hochwertige Röhren, weil die durch nix zu ersetzen sind.
 
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Hmjaa,

dann wohl aber eher HF-Koblen? Oder ist die Jukebox in der Radar-Kabine mit EL34s oder 12AX7 bestückt? ;-) ;-) ;-)
 
frank
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Hi Ihr alle,

ich bin seit 1 Jahr Besitzer eines Vox Valvetronix AD 60 VT. Angeschafft für zu Hause.

Und? Na ja, ich habe ihn nur wenig gespielt. Warum? Weil ich einen Knall kriege bei dem Ding.

Er hat ewig viele voreingestellte Amps, die jeder für sich durch noch viel mehr Möglichkeiten verändert und abgespeichert und auf Knopdruck abgerufen werden können.

Da setzt meine Kritik an.

Trotz oder wegen aller Einstellmöglichkeiten ist es mir nicht gelungen, einen persönlichen Sound, mit dem ich zufrieden bin, in dem ich mich wiederfinde, zu finden bzw. zu entwickeln.

Zusätzlich zu den voreingestellten Amps gibt es jede Menge "Raffinessen". Aber was soll ich z.B. mit einem Auto-Wah? Ganz wie es dem Amp beliebt, macht er mehr oder weniger Wah. Eigene Kreativität wird konsequent unterdrückt. Es sei denn, man hat einen Bodentreter. Und damit wird`s erst recht fragwürdig.

Das Ding betrachte ich als eierlegende Wollmilchsau, die alles kann, aber nichts richtig gut.
Mit ihren Möglichkeiten völlig überladen sind die Modeling Amps aus meiner Sicht ein typisches Kind unserer Zeit, wie Handys mit denen man außer Telefonieren noch Fotografieren, Filmen, im Internet surfen, ... , kann. Modeling Amps laden ein zu forschen, suchen, auszuprobieren, herumzuspielen. Nur zu einem brauchbaren Ergebnis kommt man nicht. Mir geht`s jedenfalls so.

Man mag sagen, ich sei technisch unbegabt. Das wäre falsch. Oder: Ich hätte mich mit dem Ding nicht ausreichend beschäftigt. Dem zu widersprechen fiele mir schwer.

Und der Trend, möglichst viele technische Raffinessen in einem Gerät zu verwirklichen, wird sich fortsetzen. Sie werden verbessert werden, ob sie jemals an die Qualität eines Röhrenverstärkers heranreichen werden? Wer mag das heute abschließend beurteilen. Gleichwohl wird es immer Interessenten für solche Geräte geben. Manch einer hat einen wirklichen Bedarf - den ich niemandem absprechen möchte - ,andere wollen ihren Spieltrieb nicht nur auf der Gitarre und auf der alten Eisenbahn ausleben. Vielleicht muss man auch so eine Erfahrung wie ich machen. Sei`s drum.

Ich vermute, demnächst wird man mit Modeling Amps seinen Gig filmen, eine Live-CD aufnehmen, brennen und diese wird - nachdem der begeisterte Zuhörer wie beim Zigarettenautomaten Geld eingeworfen hat - verkauft werden können.
Und vielleicht kann er auch den Übungsraum ab und zu mal aufräumen...

Nach diesem Ausflug in die computerisierte Amp-Welt gilt für mich erst recht: Ich stehe auf den guten, alten, simplen, ehrlichen Röhren-Verstärkern, unterstützt durch ebenso ehrliche Bodentreter.

Fazit: Obwohl er noch zu den besseren unter den Modeling Amps gehören soll, wird der Vox Valvestate verkauft (nicht verschenkt).
Wer ihn (nach diesem Statement) noch haben will, möge mich anmailen.

Gruß frank
 
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Hi,

ich war am Donnerstag-Abend bei ner Produktvorstellung von Line 6 bei uns im Musikgeschäft.
Nun, der gute Mann hatte einen Vetta bei sich, von dem ich echt positiv überrascht war. Drei Delay gleichzeitig schalten ist z.B. schon ne nette Sache. Und die Variax Gitarren klingen auch besser, als ich gedacht hätte!

Aber er hat gemeint, dass demnäxt auch wieder neue Line6 Gitarren rauskämen, da kann man dann am PC, er hat das mal vorgeführt, den Body auswählen, die Pick-Ups auswählen und die Position einstellen, man kann sogar an diesen Modelling Gitarren die Ohm-Zahl der Volumenregler und die Kondensatoren auswählen.
Brauchen wir das? Kommt man dann überhaupt noch zum spielen oder ist man 90% seiner Zeit am Computer damit beschäftigt, an seiner Gitarre "rumzuschrauben"? Und eine Frage, die sich mir auf dem Heimweg gestellt hat: Kann meine Gitarre oder Amp dann auch abstürzen :lol: ? Nicht, dass dann mal Threads hier rein kommen wie "Achtung: Neuer De-Tune Virus ist im Umlauf, der die Gitarre plötzlich auf der Bühne total verstimmt!" :lol: :lol:

Ok, nun aber noch ne ernsthafte Frage: Bei dem Vetta kann man wie o.g. drei Delays gleichzeitig schalten. Geht das auch bei dem kleinen glaub grünen Delay-Modeler-Bodentreter von Line 6?

Demnächst soll übrigens auch n akustik-Modeler-Bass rauskommen und anfang nächsten Jahres ne gaaanz teure (~2500 Flocken) Akustik Gitarre, die auch Nylon-Strings simuliert und dann glaub auch Ovation-Gits drin hat.
Und der nächste große Schritt wird wohl sein, dass alles Kabellos wird. Man hat dann - so hab's ich verstanden - nur noch Gitarre mit Funk, n Bodentreter und n Empfänger in der größe eines Klinkensteckers am Mischpult...

Wollt ich nur mal so sagen :-D
Grüße aus dem Allgäu,
Julian
 
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the singin' ass":s5lmb10d schrieb:
Hi,

ich war am Donnerstag-Abend bei ner Produktvorstellung von Line 6 bei uns im Musikgeschäft.
Nun, der gute Mann hatte einen Vetta bei sich, von dem ich echt positiv überrascht war. Drei Delay gleichzeitig schalten ist z.B. schon ne nette Sache. Und die Variax Gitarren klingen auch besser, als ich gedacht hätte!
Julian
Hi,

dazu fällt mir passend ein: vor ca 20 Jahren hab ich mir bei Uli's Musik die Demo vom Roland Gitarrensythie angeschaut. War schon beeindruckend, was der Japse da angestellt hat.
Man sprach damals von Revolution im Gitarrensektor...
Und was ist draus geworden? Die LP erlebte ne neue Blütezeit !!!
Mehr als ne handvoll heutiger User kenn ich nicht.
Gitarreros sind eigentlich oberkonservativ, bis auf die paar Ausnahmen.
 
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the singin' ass":1w7a36qw schrieb:
Aber er hat gemeint, dass demnäxt auch wieder neue Line6 Gitarren rauskämen, da kann man dann am PC, er hat das mal vorgeführt, den Body auswählen, die Pick-Ups auswählen und die Position einstellen, man kann sogar an diesen Modelling Gitarren die Ohm-Zahl der Volumenregler und die Kondensatoren auswählen.

Also ganz ehrlich....
Da hätte ich doch gar keine Lust mehr zu!
Natürlich ist man als Gitarrist immer am ausprobieren und rumtesten um einen coolen Sound zu kriegen.
Sowas wien Pod mit seinen noch im zweistelligen Berreich der Simulationen doch noch recht einfach zu überblicken und ich benutze meinen POD2 auch soweit ganz gerne für Demoaufnahmen oder sowas.

Aber bei sovielen Möglichkeiten fühlt man sich doch nur noch wie ein kleiner Junge in einer Süßigkeitenfabrik und weiß vor lauter Auswahl doch gar nicht mehr was man machen soll :| ?
Bei so vielen Möglichkeiten brauch man doch bald schon Jahre um sich alle einmal angehört zu haben, ganz davon zu schweigen sich dann auch noch selber welche zu programmieren nachdem man sich ein 200 Seiten langes Handbuch durchgeblättert hat.

Ich bin dem Modeling echt nicht abgeneigt, aber irgendwo ist auch eine Grenze zwischen nützlich und überflüssig und Line6 ist IMHO dabei sie langsam zu übertreten.

Da lobt man sich doch das Setup von DUFF aus dem anderen Beitrag...
 
physioblues
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the singin' ass":2jnt9igy schrieb:
Hi,

ich war am Donnerstag-Abend bei ner Produktvorstellung von Line 6 bei uns im Musikgeschäft.
Nun, der gute Mann hatte einen Vetta bei sich, von dem ich echt positiv überrascht war. Drei Delay gleichzeitig schalten ist z.B. schon ne nette Sache. Und die Variax Gitarren klingen auch besser, als ich gedacht hätte!

Cool, Line 6 goes Tupperabend !!
Kann man den Typ auch für zu Hause bestellen ?

Ansonsten finde ich die Zukunftsüberlegungen von Line 6 sehr bedenklich.
Das ist doch wie Cyber-Sex. Ich bastle mir eine Traumfrau, sehr gefügig und tierisch flexibel, und dazu zieht man sich dann den Aal ab ?
Also ich habe mit 2 E-Gitarren, zwei Amps, ein paar Effekten und ein paar Helferchen von Lehle mehr Soundmöglichkeiten als ich brauche.

Ich sage jetzt bewusst nichts von " wichtig ist, was man spielt" und " aus den Fingern " oder " Kreativbremse" oder so.
Jedem Tierchen sein Plaisierchen.

Aber ich kann den Reiz solcher Teile nicht nachvollziehen.

Und: Für was und wie oft braucht man drei Delays hintereinander ?
Das braucht ja sogar The Edge nur alle zwei Jahre.
 
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Also ich finde Modellings richtig praktisch. Werde mir bei gelegenheit auch nen V-Ampire oder Flextone zulegen... einfach weils praktisch ist effekte und preamp und poweramp und box alles in einem zu haben. Wofür ?? Naja, ich geh mit dem ding einfach zum kumpel um ein bisschen zu jammen. Dafür langt`s alle mal und ist einfacher als die 4x12er +Rack durch die gegend zu schleppen.

Dennoc wird meiner meinung nach ein Modelling NIE so klingen wie nen Geiler Rören amp, allein schon weil das Signal einmal durch nen AD und dann wieder durch nen DA wandler muss... dabei geht eben Feeling verloren... und ich meine Feeling... Ich bilde mir ein auf ner Röhre leichter zu spielen, freier und kreativer als auf nem Transe oder Moddelingamp
 
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Moin,

ich denke, es gibt zwei Richtungen, über die man nachdenken kann.

Bodys, Pickups, Positionen und was weiß ich ändern zu können, finde ich albern.
Mit einem U57 mit einem Machless vor einer 71er Marshallbox aufzunehmen ist (selbst wenn das Ergebnis mit den genannten Namen zu tun hat) für 99% der Musikerschaft völliger Unsinn. Kein Mensch kann das nachvollziehen!
Ich finde es auch absolut lächerlich, wenn ein Modeler das Preset "'59 LP" besitzt. Vermutlich muss dieser Quatsch da drauf, damit die Teile gekauft, oder wie hier, besprochen werden. Ob das Preset zum Schuss überhaupt nach LP klingt, hängt ganz entscheidend von der Herangehensweise des Musikers, seiner Erfahrung und seinem Gehör ab. Das Baujahr... :lol: :roll:

Ich bin jedoch überhaupt kein Feind moderner Technologie. Im Gegenteil. Das Teil, was wir lieben und bespielen heißt Elektro-Gitarre! Es liegt nicht nur nahe, mit diesem Instrument alles "elektrische" zu probieren, es ist vielleicht sogar Programm! Scott Handerson oder John Scofield machen es ja vor. Die Gitarre kann mehr, als gently whiepen. Ich finde die Möglichkeiten, die sich aus moderner Technologie ergeben, grandios.
Neben der klassischen Verstärkung, der hier mit keiner Silbe die Existenzberechtigung abgesprochen werden soll, sind die digitalen Geräte eine Bereicherung für Ton und Phantasie.

Leider geht bei der schwachmatischen Bezeichnung und Bewerbung dieser Produkte der Innovationsbonus wieder drauf. Reicht es nicht, eine LP und eine Str. zu modeln? Warum muss es eine '59er sein? Dabei verliert das Produkt an Glaubwürdigkeit und der Kunde fühlt sich verarscht.
 
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W°°":1ouw743z schrieb:
...Leider geht bei der schwachmatischen Bezeichnung und Bewerbung dieser Produkte der Innovationsbonus wieder drauf. Reicht es nicht, eine LP und eine Str. zu modeln? Warum muss es eine '59er sein? Dabei verliert das Produkt an Glaubwürdigkeit und der Kunde fühlt sich verarscht....


Hi Walter,

mmh, ich denke, es gibt zwei Seiten. Du hast sicher teils recht mit deiner Aussage, aber das ist halt ´ne marketing- und kapitalgeleitete Geschichte. Zu ´ner LP kann so ziemlich jeder Gitarrist ´ne Beziehung herstellen. Teuer, aber nicht sooo besonders. Bei ´ner 59 ist das schon eine ganz andere Sache. Wieviel Gitarristen gehen mit dem Namen Gibson besonders kritisch um? ( Erst kürzlich hatten wird ja dazu eine Diskussion) Wieviel gehen mit dem "heiligen Gral" ´59er LP kritisch um?? Und jetzt zur eigentlichen Sach! Wer hat schonmal eine 59´er (oder gar die 59´RI) gespielt? Und so gehen die Leute in den Laden, stellen fest das die Line6 Produkte( Reproduzieren ja alle "Klassiker") zusagen und haben aufgund der Jahreszahlen, die ja weithin bekannt sind, des Preises und der fehlenden Vergleichsmöglichkeiten mit dem Original, die volle Bestätigung, dass das Produkt seinen Preis wert ist. Klever, nicht wahr? Muss nicht so sein, aber ich denke, oftmals ist das der Fall. Aussagen wie:" Ich will die teuerst Gitarre in ihrem Laden kaufen", saugt man sich ja nicht aus den Fingern, sonder sind ja tatsächlich Realität und lässt auf das Kaufverhalten mancher Kunden im Gitarrenladen leicht Rückschlüsse ziehen.

Tante-Edit: PS: Manchmal will der Kunde verarscht werden, damit er sich beim Erwerb sicher fühlt...
 
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Dunkel Elf":jc2eegtn schrieb:
Dennoc wird meiner meinung nach ein Modelling NIE so klingen wie nen Geiler Rören amp, allein schon weil das Signal einmal durch nen AD und dann wieder durch nen DA wandler muss... dabei geht eben Feeling verloren... und ich meine Feeling... Ich bilde mir ein auf ner Röhre leichter zu spielen, freier und kreativer als auf nem Transe oder Moddelingamp

Hi,

Das ist doch totaler Quatsch... Sorry, aber sobal Du ein Effektgerät a la Chameleon (o.ä.) vor deinen Amp hängst hast Du doch das selbe Problem mit AD und DA Wandler. Jedes Digitale Effektgerät macht doch nicht anderes als aus einem analogen ein digitales Signal und anschließend wieder umgekehrt. Also müßte ein Röhrenamp mit digitalen Effektgerät ja auch wieder "gefühlsfrei" klingen. Feeling kommt nicht aus irgendeinem Effektgerät sondern aus Dir selber, wie Du ja an deinem eigenen Leibe erfahren mußtest: Es gibt keine "Raggae Pedal" oder einen "Raggae Amp" sondern nur Leute (Gitarristen) die Raggae speieln können. :roll:

W°°":jc2eegtn schrieb:
Leider geht bei der schwachmatischen Bezeichnung und Bewerbung dieser Produkte der Innovationsbonus wieder drauf. Reicht es nicht, eine LP und eine Str. zu modeln? Warum muss es eine '59er sein? Dabei verliert das Produkt an Glaubwürdigkeit und der Kunde fühlt sich verarscht.

Da muß ich zustimmen. Ein Gehör ist nunmal individuell, was ja auch schön ist, denn sonst hätten wir in Klangfragen auch alle den gleichen Geschmack. Für den einen klingt eine Les Paul eben schön, für den anderen wiederum nicht. Ich finde Firmen wie Line6 sollten sich mal Gedanken darüber machen wo überflüssige (und zwar völlige) Entwicklungen noch Sinn machen. Ich finde bei drei Delay hintereinander geht das schon stark in die Richtung...

Gruß
VVolverine
 
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W°°":237o44ka schrieb:
Moin,

ich denke, es gibt zwei Richtungen, über die man nachdenken kann.

Bodys, Pickups, Positionen und was weiß ich ändern zu können, finde ich albern.
Mit einem U57 mit einem Machless vor einer 71er Marshallbox aufzunehmen ist (selbst wenn das Ergebnis mit den genannten Namen zu tun hat) für 99% der Musikerschaft völliger Unsinn. Kein Mensch kann das nachvollziehen!
Ich finde es auch absolut lächerlich, wenn ein Modeler das Preset "'59 LP" besitzt. Vermutlich muss dieser Quatsch da drauf, damit die Teile gekauft, oder wie hier, besprochen werden. Ob das Preset zum Schuss überhaupt nach LP klingt, hängt ganz entscheidend von der Herangehensweise des Musikers, seiner Erfahrung und seinem Gehör ab. Das Baujahr... :lol: :roll:

Ich bin jedoch überhaupt kein Feind moderner Technologie. Im Gegenteil. Das Teil, was wir lieben und bespielen heißt Elektro-Gitarre! Es liegt nicht nur nahe, mit diesem Instrument alles "elektrische" zu probieren, es ist vielleicht sogar Programm! Scott Handerson oder John Scofield machen es ja vor. Die Gitarre kann mehr, als gently whiepen. Ich finde die Möglichkeiten, die sich aus moderner Technologie ergeben, grandios.
Neben der klassischen Verstärkung, der hier mit keiner Silbe die Existenzberechtigung abgesprochen werden soll, sind die digitalen Geräte eine Bereicherung für Ton und Phantasie.

Leider geht bei der schwachmatischen Bezeichnung und Bewerbung dieser Produkte der Innovationsbonus wieder drauf. Reicht es nicht, eine LP und eine Str. zu modeln? Warum muss es eine '59er sein? Dabei verliert das Produkt an Glaubwürdigkeit und der Kunde fühlt sich verarscht.

... ob die Knochenleimsorte, mit der der Hals an den Body gepappt wurde,
auch wählbar ist?! Ich finde das auch langsam etwas albern. Da
war mir die Ideologie hinter dem Zentera bzw. ZenAmp (weniger
ist immer mehr, warum 40 Effekte auf jedem Preset?) schon sympathisch.
Wenn ich mit Amp XY einen Sound erleben darf, der mich inspiriert,
kann es eigentlich egal sein, ob digital oder analog ...
 
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...die Frage, wann man schon drei delays (oder drei Tube-Screamer oder weiß der Himmel was) hintereinander braucht, stellte sich mir auch. Ich fand halt nur, dass das Ergebnis cool klingt.
Aber auch ich werde bei meinem Marshall, meinen paar Tretern und meiner Epi bleiben. Soll das Modelling noch so gut klingen - es ist halt nicht das alte feeling, find ich.
Außerdem sieht's längst nicht so cool aus auf der Bühne an der Gitarre rumdrehn dass man eine andere hat, wie nach jedem zweiten song die Gitarre zu wechseln. Wenn man soviele hat *g*..
 
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VVolverine":26m0x2vl schrieb:
Dunkel Elf":26m0x2vl schrieb:
Dennoc wird meiner meinung nach ein Modelling NIE so klingen wie nen Geiler Rören amp, allein schon weil das Signal einmal durch nen AD und dann wieder durch nen DA wandler muss... dabei geht eben Feeling verloren... und ich meine Feeling... Ich bilde mir ein auf ner Röhre leichter zu spielen, freier und kreativer als auf nem Transe oder Moddelingamp

Hi,

Das ist doch totaler Quatsch... Sorry, aber sobal Du ein Effektgerät a la Chameleon (o.ä.) vor deinen Amp hängst hast Du doch das selbe Problem mit AD und DA Wandler. Jedes Digitale Effektgerät macht doch nicht anderes als aus einem analogen ein digitales Signal und anschließend wieder umgekehrt. Also müßte ein Röhrenamp mit digitalen Effektgerät ja auch wieder "gefühlsfrei" klingen. Feeling kommt nicht aus irgendeinem Effektgerät sondern aus Dir selber, wie Du ja an deinem eigenen Leibe erfahren mußtest: Es gibt keine "Raggae Pedal" oder einen "Raggae Amp" sondern nur Leute (Gitarristen) die Raggae speieln können. :roll:

Das ist ein Standpunkt.... aber.. ich habe mal ne Zeitlang über ein Boss GT3 gespielt..auch die Zerre... es ist definitif ein anderes Spielgefühl wie wenn ich über den Marshall JMP-1 + Marshall 9200 von meinem Kumpel gespielt habe... über den Marshall spielte es sich einfach leichter, freier, kreativer....

Das mit dem ADDA lass ich mir gefallen, aber ich meinte hier hauptsächlich die Verrzerrung

Ein Kumpel hat gerade seinen Line 6 Flextone III im Proberaum stehen. Klingt hervorragend, aber eben irgendwie Charakterlos... wenn man den Triple Recto einstellt klingt es nach Triple Recto... und doch wieder nicht... vielleicht ist es auch psychologisch weil eben nicht die 6x6L6 und 5x12AX7 den Sound machen... ich empfinde es eben als Leblos...
 
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Marcello":3hhmzwf6 schrieb:
[ Wer hat schonmal eine 59´er (oder gar die 59´RI) gespielt? ...

Moin Marcello,
das meine ich ja. Man könnte auch Mikrophonierungen aus den 12-Fingerdarm anbieten. Im 30°und 45° Winkel zu den Darmzotten.
So ein Blödkram!
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Wobei ich einigen Kollegen widersprechen möchte, was das generelle Angebot an wirrem Effekt angeht. Ich finde, es darf gerne etwas mehr sein. Mich inspiriert das.
Robert Fripp, Steve Vai, nochmal Scott Handerson und John Scofield uvm. machen soo spannende Sachen mit Effekten. Sie verfremden z.T. bis zur Unkenntlichkeit. Iss halt ne Eeee-Gitarre.
 
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:-D

Walter,

wir sind da völligstens konform, aber manche brauchen den Scheiß halt und Du bist da wahrscheinlich auch ´ne erliche Haut. Wenn Du ein Paula-Model bauen würdest und ´nem poteziellen Kunden erzählen könntest, dass Du vorher eine original 59´er vermessen hättest, nach deren Maße sich dein Model richtet, unabhängig davon, ob die jetzt genauso klingt oder nicht, ich glaube, bei dem einem oder anderen könnte das ein echtes Verkaufsargument sein. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie deine Kunden in der Regel gestrickt sind (haben wahrscheinlich oft sehr spezielle Wünsche und deswegen passt der Vergleich nicht ganz)...Gibson macht´s ja so auch mit den RIs und andere auch...

Tante-Edit: PS: Walter!!!! :shock: Wie geil ist denn das Griffbrett der Eddine, bitte??? :lol:
 
 

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