Monitoring-Konzept muß her

finetone

Power-User
9 Jan 2003
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Hallo Wissende ... ;-)

Nachdem wir am Samstag unsere "live-Premiere" in neuer abgespeckter Besetzung erfolgreich absolviert haben, kam ich mal wieder zur
Erkenntnis, daß ein vernĂŒnftiges Monitoring ein wichtiger Punkt zu sein scheint ... :roll:
Die BĂŒhne und Lokation waren klein, deshalb waren wir der Meinung auf's "Bodenholz" zu verzichten. Doof - das, ich war streckenweise im akustischen Blindflug unterwegs!

Nun gut, diese Schweinerei muß eine andere werden. Der Drummer hat seinen Mix auf einem Aux-Kanal liegen. Aber damit kann ich nichts anfangen und eigentlich will ich mich auch loslösen vom Mischpult. Da nicht alle Bandmitglieder diese "Notwendigkeit" einsehen suche ich jetzt ein Konzept, welches fĂŒr mich sehr flexibel ist aber mich von der verwendeten Hardware (Mischpult) relativ unabhĂ€ngig macht.

Die einfachste Lösung (die momentan auch FÜR MICH ausreichen wĂŒrde) ... ein Mikro-Mischer mit vier EingĂ€ngen und einem Ausgang ... so etwas habe ich sogar noch rumfliegen. Die 4 EingĂ€nge wĂŒrde ich von den Mischpult-Lineouts absaugen (Gesang, Gitarre, Bass, ggf. Schlagzeug-Overhead). Ausgang => kabelgebundenes In-Ear-System
Vorteil: nahezu keine Kosten, eigener Monitor-Mix an meinem BĂŒhnen-Standort direkt regelbar.
Nachteil: nicht erweiterbar, falls ein anderer Kollege doch mal will.

Von Behringer habe ich gestern auch ein nettes System entdeckt: Powerplay P16-..
Mit einem 19" Teil werden bis zu 16 Line-Outs "eingefangen" und auf in ein spezielles netzwerkfÀhiges Format gewandelt.
Dann kommt stinknormale Netzwerkverkabelung zum Einsatz und jeder Musiker bekommt seine eigene Mix-Konsole, wo er sich aus den rĂŒckgewandelten 16 KanĂ€len seinen eigenen individuellen Mix herstellen kann. AusgĂ€nge: Lineout und oder Kopfhörer.

Genial eigentlich ... und pro Person schlĂ€gt das mit ca. 230,-€ zu Buche zzgl. der Basisstation mit ca. 150,-€.
Vorteil: Kaskadierbar bis zu 48 Teilnehmer (mit jeweils eigenem Mix)
Nachteil: Macht natĂŒrlich wenig Sinn, wenn man das nur allein nutzt, da einer allein Anfangskosten der Basisstation trĂ€gt :?

Gibt es denn noch alternative AnsĂ€tze, die etwas flexibler sind als o.b. Mikro-Mischer-Variante aber etwas preiswerter als die Powerplay-Variante? FĂŒr konstruktive VorschlĂ€ge und DenkanstĂ¶ĂŸe wĂ€re ich dankbar (gern auch eine Lösung mittels iPad o.Ă€.)

Neukauf eines Mischpults kommt erst mal nicht in Frage.
 
Moin.
Ich habe in meinem Setup die Möglichkeit meine eigenen Signale zu splitten. Gitarren aus der DI Box und Gesang splitte ich momentan mit einem yKabel, eine Splitbox ala Samson S-Monitor wird noch angeschafft. Damit gehe ich dann in eine kleine Aktivbox und habe zumindest mich auf dem Monitor. Auxsignal kann ich aus dem Pult noch dazugeben.
Kabelgebundenes InEar habe ich mal benutzt, geht aber nur bei etwas statischer BĂŒhnenperformance, deshalb lieber ein Monitor. Aber Splitsignal und zusĂ€tzliche Signale lassen sich durchaus auch mit einem kleinen eigenen Pult via Kopfhörer nutzen.


Welches Pult nutzt ihr denn? LineOuts der einzelnen KanĂ€le? Meinst Du die Inserts? Kein Auxweg fĂŒr Dich mehr frei?
Gruß
Ugorr
 
Ugorr schrieb:
Moin.
Ich habe in meinem Setup die Möglichkeit meine eigenen Signale zu splitten. Gitarren aus der DI Box und Gesang splitte ich momentan mit einem yKabel, eine Splitbox ala Samson S-Monitor wird noch angeschafft. Damit gehe ich dann in eine kleine Aktivbox und habe zumindest mich auf dem Monitor. Auxsignal kann ich aus dem Pult noch dazugeben.
Kabelgebundenes InEar habe ich mal benutzt, geht aber nur bei etwas statischer BĂŒhnenperformance, deshalb lieber ein Monitor. Aber Splitsignal und zusĂ€tzliche Signale lassen sich durchaus auch mit einem kleinen eigenen Pult via Kopfhörer nutzen.


Welches Pult nutzt ihr denn? LineOuts der einzelnen KanĂ€le? Meinst Du die Inserts? Kein Auxweg fĂŒr Dich mehr frei?
Gruß
Ugorr

Hallo, ja alle MonokanalzĂŒge sind mit einem LineOut (nicht die Inserts) ausgestattet.
Ein AUX fĂŒr mich ginge, aber dafĂŒr muß ich dann zum Mischpult wenn was nachgeregelt werden soll.
Sobald dann aber noch ein zusÀtzlicher Mix gemacht werden soll wird es eng.
Deshalb der "freigestellte" Lösungsansatz.
 
Hallo,
welche Besetzung habt Ihr denn?
Die Beschreibung mit extra Monitormischpult pro Mann usw. wirkt auf mich zuerstmal wie ein technischer Overkill.
Gruß
 
Bumblebee schrieb:
Hallo,
welche Besetzung habt Ihr denn?
Die Beschreibung mit extra Monitormischpult pro Mann usw. wirkt auf mich zuerstmal wie ein technischer Overkill.
Gruß



Wir sind DERZEIT zu viert ... voc, g, b, dr, 2 x bvoc
Nun gut, da gebe ich Dir fĂŒr die Momentansituation wohl irgendwie recht.

Aber diese Besetzung muß ja nicht so bleiben, zu fĂŒnft klang unsere Musik einfach fetter.
Auch schrieb ich ja, daß ich mich technisch von vorhandener Hardware etwas unabhĂ€ngiger machen möchte.
Ich suche nach Lösungen, die ohne weiteres auf eine andere Hardware portierbar ist.
Monitormixe auf die 2 Aux-Wege zu legen und sich den passenderen aussuchen - so macht man das seit Jahrzehnten.
Eine neue grĂ¶ĂŸere Mixconsole anzuschaffen zum ausschließlichen Zweck mehr Aux-KanĂ€le zu bekommen - das wĂ€re ebenso Overkill.

Es existiert derzeit kein vernĂŒnftiges Zeugs bei uns ("Bodenholz" ist mMn out) von daher muß Geld angefaßt werden. Und es gibt nun neue Technologien die viele Vorteile bieten, warum also diese nicht nutzen.

Ich hoffe, ich konnte meine GedankengĂ€nge einigermaßen verstĂ€ndlich darlegen ...
 
Moin.
Ich nochmal...
Deine Trennung vom Pult wird schwierig. Gerade wenn Ihr neu anschafft oder mal mit Mietzeug arbeitet.
Ich kenne nur Recordingpulte mit LineOuts oder große Konsolen. Man könnte mit den Inserts eines Pultes was basteln.

Professionelle Möglichkeiten: das erwÀhnte Behringersystem und die teureren Vorbilder(zB Aviom).
Digitalpult und eigene Auxwege fĂŒr jeden Musiker, die ihre Monitore via Ipad steuern.
Splitbox aller KanÀle und eigenen Monitormischer mit Bedienung.
GĂŒnstig ist das alles leider nicht.

Probier mal meine "Splitvariante" aus: Du nimmst Deine Signale in Dein Pult und dazu eine Stereosumme aus dem Pult. Vielleicht kommst Du damit klar. Ein Stereosignal kriegst Du aus JEDEM Pult abgegriffen.
Dann könnte Du mal ausprobieren das Stereosignal auf Links und die eigenen Signale auf den rechten Ohrhörer zu legen.
Erweiterbar ist das leider nicht. Es gibt da auch KopfhörerverstÀrker die das schon können. Kabellos gibt es da auch was.

Aber egal welche Lösung man wĂ€hlt: Man macht irgendwie immer ein Faß auf - organisatorisch/technisch und finanziell
Da doch lieber eine Box auf dem Boden ;)
Gruß
Ugorr
 
Ich denke das Thema ist zu komplex um das ĂŒbers Knie zu brechen.
FĂŒr die nĂ€chsten Wochen habe ich ja erst mal die "kleine" Lösung fĂŒr mich:

4Ch.-Micro-Mischpult gespeist durch die entspr. Instr.-Lineouts vom Mischpult + eine AUX-Spur mit dem Gesangsmix. Das ganze dann per In-Ear (Kabel) zu mir.

Die "richtige" Lösung werde ich dann mal weiter recherchieren.

Btw.:
Sound Logics muß irgendwie einen WiFi-Micro-Mixer in der GrĂ¶ĂŸe eines EffektgerĂ€tes auf dem Markt haben.
Die dazugehörige App zum Steuern per iOS oder Android findet man ĂŒberall, YT-Videos auch, aber das Device finde ich nirgendwo zum kĂ€uflichen Erwerb - schade! :-(
 
Hallo!

finetone schrieb:
Monitormixe auf die 2 Aux-Wege zu legen und sich den passenderen aussuchen - so macht man das seit Jahrzehnten.

Och, so schlecht funktioniert das doch auch nicht, oder?

Meistens ist man einfach nur zu faul, sich einen Monitor hinzustellen oder sich um den Sound zu kĂŒmmern. Oder es lĂ€uft schon bei der Aufstellung auf der BĂŒhne oder den LautstĂ€rken der Bandmitglieder was falsch.

Ist aber nur meine Meinung.

Gruß

erniecaster
 
Moin,

In Ear setzt immer auch ein entsprechendes Mixing voraus, weil die natĂŒrlich erzeugten GerĂ€usche nahezu wegfallen. Die kleine Lösung funktioniert mMn und Erfahrung nach nicht gut.

Benutzt du keinen Gehörschutz? (DÀmpfung geringer als bei In Ear) Ich hatte mal die schöne Erfahrung, das meine Hörsituation auf einem Gig mit Gehörschutz wunderbar differenziert wurde, der GerÀuschpegel war niedriger, und meine Ohren haben alles deutlich gehört. Ganz ohne extra Monitore, nur die PA hinter uns und die Amps dazu.

Aber wahrscheinlich hast du das ja schon...

Ciao
Monkey

P.S.: Das Behringer System sieht echt interessant aus! Setzt aber ein separates Mischpult voraus, oder? Sonst keine Pegelanpassung, Klangregelung etc.
 
Monkeyinme schrieb:
Moin,

In Ear setzt immer auch ein entsprechendes Mixing voraus, weil die natĂŒrlich erzeugten GerĂ€usche nahezu wegfallen. Die kleine Lösung funktioniert mMn und Erfahrung nach nicht gut.

Benutzt du keinen Gehörschutz? (DÀmpfung geringer als bei In Ear) Ich hatte mal die schöne Erfahrung, das meine Hörsituation auf einem Gig mit Gehörschutz wunderbar differenziert wurde, der GerÀuschpegel war niedriger, und meine Ohren haben alles deutlich gehört. Ganz ohne extra Monitore, nur die PA hinter uns und die Amps dazu.

Aber wahrscheinlich hast du das ja schon...

Ciao
Monkey

P.S.: Das Behringer System sieht echt interessant aus! Setzt aber ein separates Mischpult voraus, oder? Sonst keine Pegelanpassung, Klangregelung etc.
Hi Niels,
Ich spiele immer mit Gehörschutz, so auch bei diesem Gig ;-)
Das was Du schreibst mit dem Mix bei der kleinen Lösung (ohne Klangregelung) ist auch so ein bisschen meine BefĂŒrchtung.
Danke deshalb fĂŒr Deine Erfahrung.

Das behringer System wĂŒrde bei uns passen wie A... auf Eimer. Es besteht im Prinzip aus zwei Funktionseinheiten:
Teil eins ist der Analog/"Netzwerk"-Wandler mit dem Du bis zu 16 Analogsignale einfangen kannst. Bei unserem Pult wĂŒrde ich 8 lineouts anschließen können. Teil zwei (3,4, ... 8, kaskadiert bis 48) wĂ€ren dann quasi "Personal"-DigitalMixer mit "Netzwerk"/Analog-Wandler, an dem Du fĂŒr jeden der zurĂŒckgewonnenen KanĂ€le Pegel- und 3-Band-Klangregelung vornehmen kannst. (Kanal anwĂ€hlen, einstellen, speichern). Und Du hast wie gewohnt einen Masterregler.
Letztendlich wÀre es mit egal ob ich so ein Teil oder ein iPad vor mir stehen habe ;-)
 
Meine Erfahrung:
möglichst leise spielen, 2 sidefills und ein wedge vor dem SĂ€nger und ein Monitor fĂŒr den drummer.
Jedes Instrument spielt nicht von der BĂŒhne runter sondern mit dem Lautsprecher auf sich selber gerichtet.
Macht gute Trennung BĂŒhnensound / FOH und stressfreie BĂŒhnenlautstĂ€rke.
Wenn ich mich selber nicht höre, habe ich meine Box falsch gestellt oder die anderen sind zu laut. backvocs sind auf allen Monitorwegen.
InEar mach nur Sinn, wenn alle leise ( isocabs ) spielen, aber nicht, um im LautstĂ€rkewettrĂŒsten zu ĂŒberleben.
LĂ€rm ist Stress, brauch ich nicht.
 
Hi,
Ich habe direkt vor meinem Zeug gestanden ... MICH habe ich gut gehört, den Drummer neben mir auch. Die Gitarre und Gesang waren von meiner Position aus kaum wahrnehmbar obwohl der Gesamtsound im Raum wohl lt. (fachkundigem) Publikumsfeedback sehr ordentlich war.

Mein Maßstab ist meine pegelempfindliche Cordula.
Sie hatte mir versichert, daß sie zu keiner Zeit das BedĂŒrfnis hatte ihre Ohrstöpsel zu gebrauchen. Von daher haben wir nicht zu laut gespielt ;-) Und Rock'n Roll kann man nun mal nicht mit Besen spielen :lol:

Nochmal ... Wenn an dieser Stelle Geld anfassen, dann nur, wenn es in moderne Technik/Technologien investiert wird. Die Locations, die wir momentan konzertmĂ€ĂŸig bespielen, lassen "GroßbĂŒhnentechnik" wie z.B. Sidefills nicht zu - mal davon abgesehen, das wir die gar nicht haben.
Trotzdem danke auch fĂŒr Deine Erfahrungen unnd Tipps. ;-)
 
Sooo, eine Entscheidung ist nach langem Überlegen und Recherchieren gefallen ...

Das Behringer Powerplay-System und eine Selektion an In-ear-Monitoren ist bestellt und bereits geliefert.

Erster Eindruck hier zuhause ... sehr einfach zu handhaben und intuitiv bedienbar, ein Handbuch brauchte ich gar nicht erst zu bemĂŒhen - sehr schön.

Jetzt teste ich erst mal die In-ear-Hörer und wenn ich dann den den "fĂŒr mich als am besten funktionierenden Hörer" herausgefunden habe, werde ich intensiver das Monitorsystem testen, bevor ich damit in den Proberaum umziehe.

Ich sehe bis jetzt erst mal keine Minuspunkte und bin zuversichtlich ...
 
Aus einer Selektion an in-ear-Hörern habe ich mich nun fĂŒr ein 2-Wege-System Shure SE425-CL entschieden. Ausschlaggebend waren neben dem Sound eine beiliegende Selektion verschiedenster OhrpaßstĂŒcke sowie die abnehm-/bzw. austauschbaren Kabel, d.h. Kabel kaputt - NUR neues Kabel kaufen.
Das SE535 (3-Wege) selbiger Marke war klanglich noch deutlich besser, aber ich will damit kein High-End hören und ĂŒber 150,-EUR Mehrpreis war mir die Sache dann auch nicht wert. Andere Probanten wie z.B. das "Flagschiff" t.bone EP-7 (ebenfalls 2-Wege) als Hausmarke des T. waren nicht wirklich schlecht, konnten fĂŒr mich aber mit dem Shure nicht mithalten und die Kabel waren fix. Die 1-Wege-Systeme fand ich generell unterlegen.

Von dem Powerplay-System bin ich seit gestern schwer begeistert, habe die erste Bandprobe damit bestritten.
8 Signale habe ich mir vom Mixer per kurzem Multicore-Kabel abgesaugt und damit das 19"-Channel-Input-Modul gefĂŒttert.
Per Netzwerkkabel ging es dann zu meinem "Personal"-Digital-Monitormischer wo ich mir dann meinen persönlichen Stereo-Mix individuell zusammenstellen konnte ...

Da die in-ears relativ dicht machen, mußte das Schlagzeug auch mikrofoniert werden. Ich habe einfach ein dyn. Mikro oberhalb der Baßdrum in Richtung Snare und Toms platziert - voila alles gut, das reicht völlig aus denn ich höre alles (natĂŒrlich nicht in "StudioqualitĂ€t").

Also zum Mix:
Gesang und Drums in die Mitte, Gitarre halb links, Baß halb rechts, backing-voc ganz links und ganz rechts. Der
Gesamt-Pegel konnte sehr moderat eingestellt werden und zur Sicherheit habe ich noch den eingebauten Limiter an dieser Grenze eingepegelt fĂŒr den Fall, daß RĂŒckkopplungen oder eine Fehlbedienung am Gitarrenamp zu unerwartet hohen Pegeln fĂŒhren. Ich habe wĂ€hrend der Probe nur noch 3...4 mal nach reguliert/feinjustiert - fertig.
All diese Möglichkeiten kann mir keine Aktivmonitor-Lösung bieten.

Ich habe noch nie so gut alles gehört und so entspannt gespielt wie gestern. Nochmal, ich bin schwer begeistert.
Und ich bin auch relativ sicher, daß ich mind. einen Bandkollegen angefixt habe ... :hihi:

Ach so: Bis auf ein Köfferchen fĂŒr PDA-Mischpult, in-ears und Netzwerkkabel (reinster Luxus) gibts nichts zusĂ€tzlich zu schleppen, denn das 19"-Teil hatte noch Platz in unserem Mixer/Endstufen-Rack.
 
Bernd, ich las hier eben Deine letzten Postings von vor etwa einem Jahr mit Interesse. Mir ist das mit den Mixern noch nicht klar, vielleicht kannst Du mir helfen:

Vom herkömmlichen, analogen Mischpult per Multicore in das Powerplay P16-I, von dort wird per Cat5 fĂŒr jeden Musiker ein Powerplay P16-M benötigt, ist das korrekt?

Wenn es kabelgebunden bleibt, könnte man In-Ear-Hörer direkt an das P16-M anschließen? WofĂŒr wĂŒrde man P1 oder PM1 benötigen, damit man einen LautstĂ€rkeregler "direkt an der HĂŒfte" hat?

Wollte man kabelloses In-Ear haben wollen, mĂŒsste man entsprechende Sendeanlage an den P16-M anschließen?
 
rockz schrieb:
Bernd, ich las hier eben Deine letzten Postings von vor etwa einem Jahr mit Interesse. Mir ist das mit den Mixern noch nicht klar, vielleicht kannst Du mir helfen:

Vom herkömmlichen, analogen Mischpult per Multicore in das Powerplay P16-I, von dort wird per Cat5 fĂŒr jeden Musiker ein Powerplay P16-M benötigt, ist das korrekt?
Yes

Wenn es kabelgebunden bleibt, könnte man In-Ear-Hörer direkt an das P16-M anschließen?
Yes

WofĂŒr wĂŒrde man P1 oder PM1 benötigen, damit man einen LautstĂ€rkeregler "direkt an der HĂŒfte" hat?
Yes
Ich habe aber eine einkanalige Customerlösung im Einsatz. Quasi ein Multi-Core-Gitarrenkabel....
Das hĂ€ngt am Bassgurt und da schließe ich auch das inear System dran.


Wollte man kabelloses In-Ear haben wollen, mĂŒsste man entsprechende Sendeanlage an den P16-M anschließen?
Yes
 
rockz schrieb:
von dort wird per Cat5 fĂŒr jeden Musiker ein Powerplay P16-M benötigt, ist das korrekt?
Hier gibt es mittlerweile aber ja auch die Möglichkeit einen Digitalmixer der X Air oder X32 Reihe als Verteiler zu nutzen, wodurch die Möglichkeiten nochmal ganz erheblich erweitert werden.
Dann kann man entweder per CAT5 auf einen P16-M gehen, oder aber auch regulÀre Aux-Wege verwenden. Diese können dann von jedem mittels der Air Q App individuell gesteuert werden.
Wir haben auf diese Weise gerade unser gesamtes Equipment um die HĂ€lfte kompakter und einfacher gemacht. Im Rack ist jetzt nur noch ein Splitter der unsere Signale einmal "roh" zum FOH schickt, und einmal in unser X Air 18. Das wiederum fĂŒtter dann die In-Ear Strecken, die sich jeder wie oben beschrieben auf seine gewĂŒnschte Weise einstellen kann.
Zusatzbonus ist, dass man das X Air auch fĂŒr kleine Kneipen Gigs wo der Tonmann fehlt als eigenes PA Pult nutzen kann. Hier kann man dann einen Freund mit einem Tablet vor die BĂŒhne stellen, der dann zumindest mal notfalls die Pegel anpassen kann.
 
Danke euch beiden, sehr hilfreich.

finetone schrieb:
Ich habe aber eine einkanalige Customerlösung im Einsatz. Quasi ein Multi-Core-Gitarrenkabel....
Das hĂ€ngt am Bassgurt und da schließe ich auch das inear System dran.
Pfiffig - kein weiteres querliegendes Kabel.

Raptor schrieb:
Dann kann man entweder per CAT5 auf einen P16-M gehen, oder aber auch regulÀre Aux-Wege verwenden.
Interessant. Kann man denn nur die Aux-Wege per App einstellen und die 16 anderen KanÀle nicht?
Wenn ich es richtig interpretiere, könnte man vom XR18 doch auch direkt zu P1/PM1 (oder entsprechende Funklösung) verkabeln? Das wĂŒrde sich ab dem dritten Musiker sogar besser rechnen, als fĂŒr jeden Musiker ein P16-M zu kaufen.
 
rockz schrieb:
Interessant. Kann man denn nur die Aux-Wege per App einstellen und die 16 anderen KanÀle nicht?
Wenn ich es richtig interpretiere, könnte man vom XR18 doch auch direkt zu P1/PM1 (oder entsprechende Funklösung) verkabeln? Das wĂŒrde sich ab dem dritten Musiker sogar besser rechnen, als fĂŒr jeden Musiker ein P16-M zu kaufen.
Richtig, das meine ich ja. Mit der Air-Serie kann zwar jeder ein P16 nutzen der sich sowas hinstellen möchte, man muss es aber nicht.
Man kann eben genauso gut auf "traditionellem" Weg von einem der Aux-Wege direkt in eine Funkstrecke bzw. P1 oder Àhnliches gehen.
Dennoch ist man dann hier in der Lage (genau wie beim P16) seinen persönlichen Mix sĂ€mtlicher EingĂ€nge mittels App zu steuern. Der grĂ¶ĂŸte Unterschied ist eigentlich nur dass man bei der App halt nichts zum "richtig anfassen" mit echten Reglern hat. Die Möglichkeiten sind aber ansonsten die selben.
 
Raptor schrieb:
. Im Rack ist jetzt nur noch ein Splitter der unsere Signale einmal "roh" zum FOH schickt, und einmal in unser X Air 18. Das wiederum fĂŒtter dann die In-Ear Strecken, die sich jeder wie oben beschrieben auf seine gewĂŒnschte Weise einstellen kann.
Zusatzbonus ist, dass man das X Air auch fĂŒr kleine Kneipen Gigs wo der Tonmann fehlt als eigenes PA Pult nutzen kann. Hier kann man dann einen Freund mit einem Tablet vor die BĂŒhne stellen, der dann zumindest mal notfalls die Pegel anpassen kann.

Was benutzt ihr denn als Splitter? 16 KanÀle gehen wieder ordentlich ins Geld, oder?
 
Fleisch&Kartoffeln schrieb:
Was benutzt ihr denn als Splitter? 16 KanÀle gehen wieder ordentlich ins Geld, oder?
Wir haben 2 StĂŒck von den Thomann t.racks Eight. Die sind durchaus noch bezahlbar und verrichten auch bisher ordentlich und zuverlĂ€ssig ihren Dienst.
 
Raptor schrieb:
Fleisch&Kartoffeln schrieb:
Was benutzt ihr denn als Splitter? 16 KanÀle gehen wieder ordentlich ins Geld, oder?
Wir haben 2 StĂŒck von den Thomann t.racks Eight. Die sind durchaus noch bezahlbar und verrichten auch bisher ordentlich und zuverlĂ€ssig ihren Dienst.
Genau, zwei von diesen benutzen wir auch und sind dadurch vom FOH komplett unabhÀngig.
https://www.thomann.de/de/the_tracks_eight.htm
 
Raptor schrieb:
Dann kann man entweder per CAT5 auf einen P16-M gehen, oder aber auch regulÀre Aux-Wege verwenden. Diese können dann von jedem mittels der Air Q App individuell gesteuert werden.
.

Aber wo ist denn ja jetzt der Vorteil? Ich verstehe es wohl noch nicht so richtig.

Das kleinste AIR X (12 KanÀle) hat zwei AUX Lines. Demzufolge sehe ich erst mal nur zwei Monitor-Mixes.

Mir stehen per CAT5 16 KanĂ€le (benutzt sind aktuell 8 KanĂ€le) zur VerfĂŒgung, die ich am P16M individuell fĂŒr MICH Stereo abmischen kann.
Ich ziehe diese Signale direkt (direct out) aus unserem Mixer raus in das P16i. Bei uns geht das, diese Option hart allerdings nicht jedes Mischpult.
Deshalb brauchen wir auch keine Signal Splitter.
 
finetone schrieb:
Raptor schrieb:
Dann kann man entweder per CAT5 auf einen P16-M gehen, oder aber auch regulÀre Aux-Wege verwenden. Diese können dann von jedem mittels der Air Q App individuell gesteuert werden.
.

Aber wo ist denn ja jetzt der Vorteil? Ich verstehe es wohl noch nicht so richtig.
Das bezog sich wohl auf meine Frage danach, ob man fĂŒr jeden Musiker ein P16-M benötigt.

Sollten die sechs Aux-Wege des XR18 ausreichen, also fĂŒr sechs Musiker (oder mehrere Musiker teilen sich Aux-Wege), benötigt man keine P16-M. Von drei bis sechs Musikern liegt man mit einem XR18 also gĂŒnstiger - insofern ich das richtig gecheckt habe.

Eine Frage bei der Gelegenheit: Wenn ihr eure In-Ear-Setups fĂŒr Live-EinsĂ€tze optimiert habt, welche analogen Mixer habt ihr da genommen? Ich tippe, dass 19"-Mixer sich anbieten wĂŒrden, die man idealerweise vielleicht sogar mit in die gleichen 19"-Racks der In-Ear-System integrieren wĂŒrde.
 
rockz schrieb:
Das bezog sich wohl auf meine Frage danach, ob man fĂŒr jeden Musiker ein P16-M benötigt.

Sollten die sechs Aux-Wege des XR18 ausreichen, also fĂŒr sechs Musiker (oder mehrere Musiker teilen sich Aux-Wege), benötigt man keine P16-M
Genau so ist es. Wir wollten uns nicht jeder so ein P16 vor die FĂŒĂŸe stellen, weil es 1. blöd aussieht, 2. im Weg liegt oder hĂ€ngt, 3. verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig teuer ist und 4. man ja fĂŒr gewöhnlich nicht alle 3 Minuten an seinem Monitoring-Mix rumfummeln muss.

Mit den normalen Aux-Wegen und der App kann man eben genau das selbe machen, nur gĂŒnstiger, und ohne zusĂ€tzliche störende Kabel und GerĂ€te auch einfacher und aufgerĂ€umter.

Aber klar: Man benötigt auf die Weise dann ein X-Air/X32 mit einer entsprechenden Anzahl an Aux-Wegen fĂŒr alle Musiker die kein P16 etc. verwenden möchten. FĂŒr uns als klassische Hard-Rock Besetzung mit 5 Leuten kein Problem. Sofern man in einer Big-Band spielt wĂŒrde man dann natĂŒrlich nicht nur mit Aux-Wegen auskommen, und wĂ€re gezwungen zusĂ€tzlich auf die Netzwerk-Lösung zu setzen wenn jeder einen eigenen Mix bekommen soll...
 

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