Nullbund nachrüsten?


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Moin,

ich habe ein Faible für Instrumente mit Nullbünden. Kann man jetzt ohne großen Aufwand nachrüsten, heisst es:

http://www.zeroglide.com/

Kennt das jemand?

Gruß,

Kalle
 
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ojc schrieb:
http://www.zeroglide.com/

Kennt das jemand?
Ich wollte mir demnächst ein paar von den Dingern bestellen, um es mal auszuprobieren. Die Videos dazu finde ich etwas sehr langatmig aber das Ergebnis zählt ja bekanntermaßen.

Vor allem bei Strats könnte ich mir das recht gut vorstellen, mit dem Fender LSR konnte ich mich bislang irgendwie nicht anfreunden...
 
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Hmmmm....also ich weiß nicht..... :roll:

Ich hab auch Instrumente mit Nullbund die ich mag. Aber ich käme nie darauf welche mit normalem Sattel darauf umzurüsten. Das klingt dann ja auch wieder anders. Wenn neu bundiert wird kommt ein neues Knochensättelchen drauf und man hat wieder Ruhe für ne Zeit X.

Aber wer Nullbünde mag, der gute Gitarrentechniker macht dir das ;-)
 
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ojc schrieb:
Moin,

ich habe ein Faible für Instrumente mit Nullbünden. Kann man jetzt ohne großen Aufwand nachrüsten, heisst es:

http://www.zeroglide.com/

Kennt das jemand?

Gruß,

Kalle

Oh Gott, dass sieht ja wie gewollt aber nicht gekonnt aus auf den Bildern.

So etwas würde ich mir nicht montieren lassen.

HerrBert
 
Rome
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Ganz so neu ist die Idee aber auch nicht. Schon in den Siebzigern hatte Ibanez Sättel auf den Gitarren, die zur Hälfte aus Messing und zur Hälfte aus Kunststoff waren (habe ich sogar noch irgendwo herum liegen). Die Grundidee war dabei wohl die gleiche.
 
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Warum nicht gleich 'n Messingsattel? Das sähe das wenigstens nicht nach so 'nem Hobbykeller-Gebastel aus.
 
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Adrenochrome schrieb:
Warum nicht gleich 'n Messingsattel? Das sähe das wenigstens nicht nach so 'nem Hobbykeller-Gebastel aus.


Der Vorteil eines Nullbundes ist neben dem Klang die einfache, sprich nicht nötige Justage der Sattelkerben. Einen Mesingsattel zu feilen ist hingegen eine Scx&@x-Arbeit!

Viele Grüsse,
gp, der beides schon gemacht hat :)
 
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little-feat schrieb:
Ich habe eine Vigier mit Nullbund. So ganz allerdings erschließt sich mir der Sinn nicht. Ich erkenne keine Vorteile.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass dieser direkt am Sattel liegende Bund sehr schnell Kerben aufweist

Tom

Die Vorteile sollen sein:
Gleicher Klang der Leersaiten wie der gegriffenen.
Niedrigstmögliche Saitenlage am Sattel/Nullbund und das ohne mühseliges Feilen der Sattelkerben auf den 1/10 Millimeter,
daher einfache Montage.

Der Nachteil ist die relativ hohe Abnutzung, vor allem, wenn man viel die Saiten zieht.

ABER: Es gibt Gitarrenbauer die diesen Nachteil dadurch ausgleichen, dass der Nullbund nur relativ locker im Holz sitzt und die dem Kunden einige Ersatz-Nullbünde mitgeben, die dieser dann einfach selbst austauschen kann (oder bei ungeeigneten manuellen Fähigkeiten, jeder Gitarrentechniker in 3 Minuten inclusive neu stimmen des Instrumentes).

Viele Grüße,
gp
 
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little-feat schrieb:
Ich habe eine Vigier mit Nullbund. So ganz allerdings erschließt sich mir der Sinn nicht. Ich erkenne keine Vorteile.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass dieser direkt am Sattel liegende Bund sehr schnell Kerben aufweist

Tom

Das mit den Kerben trifft wohl zu und wird oft als Gegenargument angeführt. Das Material der o.a. ist allerdings Nickel, also widerstandsfähiger.

Was ich an Nullbünde schätze, ist der ausgeglichenere Klang zwischen leerer und gegriffener Saite und das für mich irgendwie angenehmere Greifgefühl. Außerdem sind die Verstimmungen geringer, wenn ich ein Kapo benutze, aber das ist natürlich eine Frage des Setups.
 
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Guitarplayer schrieb:
Niedrigstmögliche Saitenlage am Sattel/Nullbund und das ohne mühseliges Feilen der Sattelkerben auf den 1/10 Millimeter,
Ja gut, ich will nicht unbedingt Recht haben, gebe aber zu bedenken, dass sich eine möglichst tiefe Saitenlage nicht immer positiv auf den Klang auswirkt, vor allem bei der Strat (meine Beobachtung).

Tom
 
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ojc schrieb:
Das Material der o.a. ist allerdings Nickel, also widerstandsfähiger.

Das Material wird mit "nickel silver" angegeben, auf deutsch "Neusilber". Das ist genau das Material, aus dem alle "normalen" Bünde sind. Da es sich um eine Legierung handelt gibt es härteres und weicheres Neusilber. So ziemlich alle Bund-Hersteller haben eine spezielle Mischung, die härter ist als die der anderen ... :lol:


@little- feat:
Der Begriff Saitenlage hat eigentlich nichts mit der Höhe der Saiten am Sattel zu tun. Ich sehe nicht viel bis gar keinen Sinn darin, die Saiten am Sattel höher als unbedingt nötig zu legen, es sei denn Du möchtest Verstimmungen in der ersten Lage förden.

Viele Grüße,
gp
 
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ojc schrieb:
Moin,

ich habe ein Faible für Instrumente mit Nullbünden. Kann man jetzt ohne großen Aufwand nachrüsten, heisst es:

http://www.zeroglide.com/

Ich habe mir jetzt erst das Photo [img:1080x720]http://www.zeroglide.com/img/gallery-2.jpg[/img]
angesehen.

Wenn diese "Adapter" alle so sitzen, wie auf dem Bild, dann würde ich Dir davon abraten. Der Nullbund sitzt hier ganz klar zu weit hinten.

Im Übrigen kann Dir jeder anständige Gitarrenbauer Deine Gitarre mit relativ wenig Aufwand (Kosten) auf Nullbund konvertieren. Das ist wirklich keine grosse Sache.

Viele Grüße,
gp
 
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Guitarplayer schrieb:
ojc schrieb:
Das Material der o.a. ist allerdings Nickel, also widerstandsfähiger.

Das Material wird mit "nickel silver" angegeben, auf deutsch "Neusilber". Das ist genau das Material, aus dem alle "normalen" Bünde sind. Da es sich um eine Legierung handelt gibt es härteres und weicheres Neusilber. So ziemlich alle Bund-Hersteller haben eine spezielle Mischung, die härter ist als die der anderen ... :lol:


Viele Grüße,
gp

Stimmt, ganz klar dein Punkt, das "silver" habe ich verpasst. Danke für die Lesehilfe :) .
 
cohnitz
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Guitarplayer schrieb:
Wenn diese "Adapter" alle so sitzen, wie auf dem Bild, dann würde ich Dir davon abraten. Der Nullbund sitzt hier ganz klar zu weit hinten.

Könntest du das erläutern? Ich finde diese Lösung von ZerO Glide nämlich auch interessant (die sollen angeblich durch Kortmann vertrieben werden, nur habe ich da auf der Webseite nichts gefunden).
 
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cohnitz schrieb:
Guitarplayer schrieb:
Wenn diese "Adapter" alle so sitzen, wie auf dem Bild, dann würde ich Dir davon abraten. Der Nullbund sitzt hier ganz klar zu weit hinten.

Könntest du das erläutern? Ich finde diese Lösung von ZerO Glide nämlich auch interessant (die sollen angeblich durch Kortmann vertrieben werden, nur habe ich da auf der Webseite nichts gefunden).

Bei einer Gitarre mit Sattel sitzt die zum Steg zeigende Kante des Sattels genau dort, wo bei einer Gitarre mit Nullbund die Mitte des Nullbundes (der höchste Punkt der Rundung) wäre. Um dies mit einem Adapter zu erreichen ohne den Sattelschlitz nachzufeilen muss der Nullbund asymetrisch gebaut sein.

Guck Dir das Bild an. Der Nullbund ist nicht asymetrisch und die höchste Stelle der Rundung sitzt zu weit in Richtung Sattel.

Wenn ich mich nicht verständlich machen konnte, kann ich morgen auch noch ne Skizze nachreichen.

Viele Grüsse,
gp
 
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Ich habe absolut nichts gegen Nullbünde. Wenn sie da sind, gut. Wozu sie gut sind, war mir nicht wirklich klar.

Und so habe ich absolut keinen Unterschied feststellen können zwischen besagter Vigier und anderen Gitarren OHNE Nullbund. Also weder hinsichtlich der Bespielbarkeit noch beim Klang leerer Saiten. Kein Aha-Erlebnis.

Allerdings leuchtet mir ihr Sinn im Zusammenhang mit einem nicht perfekt gekerbten Sattel ein. ;-)

Tom
 
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Guitarplayer schrieb:
Bei einer Gitarre mit Sattel sitzt die zum Steg zeigende Kante des Sattels genau dort, wo bei einer Gitarre mit Nullbund die Mitte des Nullbundes (der höchste Punkt der Rundung) wäre. Um dies mit einem Adapter zu erreichen ohne den Sattelschlitz nachzufeilen muss der Nullbund asymetrisch gebaut sein.

Guck Dir das Bild an. Der Nullbund ist nicht asymetrisch und die höchste Stelle der Rundung sitzt zu weit in Richtung Sattel.

Danke! Wenn ich das richtig verstehe (und das Bild legt tatsächlich nahe, dass der Nullbund symmetrisch ist), dann ist der Nullbund um die Hälfte der Breite des "Tangs" zu weit hinten? (Weil die höchste Stelle oberhalb der Mitte des Tangs ist, sie aber am dem Steg zugewandten Ende des Tangs sein müsste.) :?:
 
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cohnitz schrieb:
Danke! Wenn ich das richtig verstehe (und das Bild legt tatsächlich nahe, dass der Nullbund symmetrisch ist), dann ist der Nullbund um die Hälfte der Breite des "Tangs" zu weit hinten? (Weil die höchste Stelle oberhalb der Mitte des Tangs ist, sie aber am dem Steg zugewandten Ende des Tangs sein müsste.) :?:

Genau :!:
 
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Guitarplayer schrieb:
cohnitz schrieb:
Danke! Wenn ich das richtig verstehe (und das Bild legt tatsächlich nahe, dass der Nullbund symmetrisch ist), dann ist der Nullbund um die Hälfte der Breite des "Tangs" zu weit hinten? (Weil die höchste Stelle oberhalb der Mitte des Tangs ist, sie aber am dem Steg zugewandten Ende des Tangs sein müsste.) :?:

Genau :!:

Was ist ein/der Tang?
 
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Guitarplayer schrieb:
cohnitz schrieb:
Danke! Wenn ich das richtig verstehe (und das Bild legt tatsächlich nahe, dass der Nullbund symmetrisch ist), dann ist der Nullbund um die Hälfte der Breite des "Tangs" zu weit hinten? (Weil die höchste Stelle oberhalb der Mitte des Tangs ist, sie aber am dem Steg zugewandten Ende des Tangs sein müsste.) :?:

Genau :!:

Hallo allerseits,

naja, das sind dann ca 1 bis 2 Zehntel mm - wenn man bedenkt, dass so ein unkompensierter Sattel auch nur ein Kompromiss ist, mach sich das wohl nicht viel, oder?
Schaut doch mal, wie ein kompensierter Sattel aussieht:
http://www.musikmachen.de/Tests/Music-Man-Steve-Lukather-Luke-III/Music-Man-Steve-Lukather-Luke-III-Kompensierter-Sattel

Schöner Gruss

Alex
 
 

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