Overdrive-/Booster-Empfehlung fĂŒr Suhr Badger 18 Watt

michabekman

Power-User
8 Jan 2005
282
3
Dormagen
Halli-Hallo verehrte Forumsgemeinde,

zur Abwechslung mal ein kleines Anliegen von mir ;-) ...nicht ganz einfach, deshalb hole ich mal etwas weiter aus.

Mit meinem kleinen Suhr Badger 18 verbindet mich ja so eine kleine Hassliebe. In meiner Band (Rock-Cover + mal den ein oder anderen hĂ€rteren vielleicht auch mal Metal-Song) spiele ich einen Bogner Shiva + 2x12er von Tonhunter mit den sehr guten mod. G12H30). Ein kerniges Setup mit dem ich + Suhr Koko-Boost alle Sounds super abdecken kann. Mit einem anderen Projekt war der Sound mir aber schon fast etwas zu growlig-agressiv, was mir in meiner Hauptband allerdings sehr gut gefĂ€llt. Im Nebenprojekt kam dann also mal der Badger zum Einsatz, der einen schön wohlig-warmen und vollen Bassbereich hat - also eher wenig chakka, chakka ;-). DafĂŒr habe ich ihn bei der Sache schĂ€tzen und lieben gelernt. Trotzdem ist mir der Badger grundsĂ€tzlich etwas zu unflexibel - sprich ich suche immer noch nach einem idealen Pedal, um auch mal die hĂ€rteren Sounds etwas damit bedienen zu können, damit er als 2. Besteck etwas besser taugt. Ansonsten ist das ein toller Amp.

Man sagt ja, der Badger sei ein sehr guter VerstĂ€rker fĂŒr Pedale bzw. vertrage sich blendend damit. Das sehe ich nicht unbedingt so, da der Amp mit seinen 18 Watt natĂŒrlich nur ĂŒber einen begrenzten Headroom als Clean-Amp verfĂŒgt. Seine absolute StĂ€rke ist der Crunch-Bereich und da spiele ich den Amp auch am liebsten (Gain 4-6). Also alle Pedale, die den Sound von einem cleanen Amp ausgehend am besten erzeugen, fallen fĂŒr mich schon raus. Da hatte ich schon so einige dran, die mit dem Badger zwar an sich im Zimmerchen gut klingen, auf der BĂŒhne bzw. Band aber die bisher gewöhnte Durchsschlagskraft vermissen lassen. Und ich beraube den Amp seiner eigentlichen StĂ€rke - seinem Crunch-Sound. Das waren:
Baldringer Dual Drive, Suhr Riot, Carl Martin Plexitone, Bogner Ectstasy Blue


Ich brauche also ein Pedal, welches vor dem crunchenden Badger, das bringt, was ich suche, also mehr Verzerrung und vielleicht die Möglichkeit bietet BĂ€sse/Mitten auszudĂŒnnen, um auf meinen Rocksound zu kommen, den ich in etwa in der Band fahre (also knackiger). trotzdem soll der charakter des Amps ja erhalten bleiben. Tja und ein abrufbarer Leadsound wĂ€re auch fein :)
Ich hatte einmal einen Rodenberg 728 (707 + 808), der ja ein guter TS-Klon ist. gefiel mir nicht so. Schön fĂŒr Blues usw. aber fĂŒr Rock-Riffs klang mir das zu nölig und weich. (schwer zu beschreiben). Bin wohl nicht so der TS-typ. Vor einem Splawn Quickrod (pleximĂ€ĂŸiger seehr knackiger Amp) war das Pedal hingegen bombe!
Was auch sehr gut funktioniert ist der Suhr KOKO-Boost, aber der Àndert wiederrum zu wenig am Sound (soll er ja auch nicht) und ist auch mit meinem Bogner im Proberaum verehelicht.
Dann habe ich mir mal das EWS Little Brute Drive davor gehangen. Nicht schlecht und super fĂŒr High-Gain Lead Sounds (mal in der Tube nach Steve Stevens und EWS suchen). FĂŒr normale Rhythmusarbeit ist mir das allerdings too much. Runterregeln mit dem Vol.-Poti wird dann sehr kratzig und muss zusĂ€tzlich mit dem Tone-Regler der Gitarre korrigiert werden, was zwar ganz gut klingt am Ende, aber das ist wieder etwas zu aufwĂ€ndig. HĂ€tte lieber den Sound ready aus der Box per Fußschalter abrufbar.

Was wĂŒrdet ihr empfehlen?
Hatte mir mal den OKKO Diablo, Lovepedal Kanji9, Okko TwinSonic im Netz angehsehen. Falls die Pedale jemand kennt - wĂ€ren die was fĂŒr das was ich suche?

Oder doch besser Badger verkaufen und fĂŒr zu Hause nen Kemper?
:p :evil:
 
Hallo,

der Okko Twin Sonic ist schon eine gute Wahl. Was ich noch empfehlen könnte ist der Xotic AC. Ich verwende den selbst in der "plus"-Variante mit zwei KanÀlen (Booster und Overdrive).
Sein Vorteil: Er hat eine sehr gut einstellbare 3-Band-Klangregelung im Kanal B und die KanÀle können in ihrer Reihenfolge varriert werden (A->B oder B->A).

Ich bin sehr zufrieden mit dem Teil und wĂŒrde es jederzeit wieder kaufen. Gelegentlich gibt es auch gebrauchte Exemplare auf Ebay.

GrĂŒĂŸe
ex.
 
Hat das Brute Drive nicht interne Regler, mit denen man das Ding ggf. anpassen kann?
 
Hi,
mein Hauptamp ist auch ein Suhr Badger, allerdings das 30 Watt Modell.
FĂŒr genau den gleichen Zweck wie du es beschreibst benutze ich
einen Open Road Overdrive von Visual Sound. Ein recht unbekanntes
Pedal, gefĂ€llt mir gut, da es weniger Mittennöck als ein TS hat, auch gĂŒnstig
zu bekommen.

GrĂŒsse
roger
 
Hi,

evtl. könnte der/die/das Rockett Cicken Soup was fĂŒr dich sein.

http://www.rockettpedals.com/pro-series/chicken-soup-od/

Macht meiner Meinung nach so ziemlich genau das, was Du suchst...

Alternativ könnte ich noch den Cochrane Timmy empfehlen. Der hat einen seperaten Höhen- bzw. Bass- Cut und ist ziemlich flexibel einsetzbar.
Ich hatte mal einen Rivera Venus 3 Combo, der auch extrem heikel mit Pedalen war. Der Timmy war quasi das einzige Overdrive, das fĂŒr mich mit dem mit dem Rivera funktioniert hat.

Schöne GrĂŒĂŸe,
Wolfram
 
Der Okko Twinsonic ist ein toller Booster! Ich habe da ein paar Tests gefahren mit mehreren Amps, wobei ich die Ampzerre mit dem cleaneren und dann durch den Twinsonic ("More!") geboosteten Sound verglichen habe, da war quasi kein Unterschied zu hören. Funktionierte also wie eine zweite Gainstufe.

Aber Vorsicht, die Twinsonic-Zerre (also "Rock!") ist nicht ganz so klangneutral, das komprimiert dann etwas, fast ein wenig in Richtung Fuzz.
 
Das klingt ja schonmal nicht schlecht.
Die Xotic-Sachen hatte ich fast vergessen. Diese +Doppelpedale gefallen mir ganz gut. Ich verstehe nie so ganz den Unterschied zwischen BB und AC. Ist es so, dass der BB grundsĂ€tzlich etwas komprimierter und voller klingt und eher fĂŒr einen cleanen Amp gedacht ist (Bezeichnung Preamp) und der AC offener?

Das Brute Drive hat zwar interne Regler, aber nur fĂŒr Volume und Tone. Damit kann man nicht so wahnsinnig viel machen. Drive-Regler auf 9 Uhr macht schon einen HöllenlĂ€rm :). Im Manual wird von Overdrive bei Drive zwischen 9-12 Uhr gesprochen. Man bekommt das Ding kaum ĂŒber 12 Uhr, weil es so heftig zerrt. Ein Distortion wie es im Buche steht. dafĂŒr ist es auch geil (so ne winzige Kiste :D ) - aber halt ein One-Trick-Pony.

Alles andere muss ich mal zu Hause vor den guten Boxen hören.
Bin fĂŒr alles Tipps dankbar!
 
Die Box of Rock von Zvex vielleicht? Da hast du die Wahl zwischen einem Booster und einer (JTM45) Zerre, die sehr variabel ist. Sicher einen Test wert.
 
Hallo!

GrundsÀtzlich finde ich Doppelpedale zwar auch toll, bisher habe ich aber keins gefunden, bei dem mir auch beide Seiten gefallen haben.

Vielleicht also lieber "nur" ein Zerrer plus einem separaten Boost. MXR hat seinem Micro-Amp jetzt eine Klangregelung spendiert, könnte interessant sein.

Preiswert und meiner Ansicht nach ĂŒberraschend gut ist die Hardwire-Serie von Digitech, sowohl der Overdrive als auch der Distortion. Die wĂŒrde ich unbedingt probieren!

Als Fan von Tech21 empfehle ich fĂŒr einen Test außerdem:

http://www.tech21nyc.com/products/effects/boostdist.html

Den gibt es auch als Overdrive und neu als wanna-be-Plexi. Auf der Seite sind genaue Beschreibungen und Soundbeispiele.

Bis auf den Tech21 Plexi habe ich alle Pedale probiert, war aber nirgends so glĂŒcklich wie mit meinem Fulltone OCD. Den solltest du auch probieren!

Gruß

erniecaster
 
michabekman schrieb:
Das klingt ja schonmal nicht schlecht.
Die Xotic-Sachen hatte ich fast vergessen. Diese +Doppelpedale gefallen mir ganz gut. Ich verstehe nie so ganz den Unterschied zwischen BB und AC. Ist es so, dass der BB grundsĂ€tzlich etwas komprimierter und voller klingt und eher fĂŒr einen cleanen Amp gedacht ist (Bezeichnung Preamp) und der AC offener?

Ich habe das BB nicht getestet, kann daher dazu leider nichts sagen.
Das AC habe ich vor einem Jahr gebraucht gekauft und bin mit den Möglichkeiten sehr zufrieden.
 
Meine Empfehlung:

Als Booster: Analogman Beano Boost

Booster/OD/Fuzz: Lovepedal BBB13 OC76
 
Ich spiele einen 18w Marshall und kenne die Situation, dass der Amp schon deutlich in die SÀttigung geht und sich bei zusÀtzlichem Anblasen nicht mehr so durchsetzt. Das beste Pedal davor ist mMn das Fulldrive2 MosFet (Overdrive nicht weiter als halb aufdrehen!). Wichtig ist auch die Wahl der Speaker... die G12H sind mMn einfach nicht knallig genug. Ich werde nach den Erfahrungen beim letzten Gig mit zwei WGS Invader doch wieder einen davon durch einen Jensen Electric Lightning ersetzen. Der ist schön laut, man muss den Amp nicht so weit aufdrehen und der Speaker setzt sich sehr gut durch. Allerdings werde ich einen Beamblocker installieren.
 
michabekman schrieb:
Die Xotic-Sachen hatte ich fast vergessen. Diese +Doppelpedale gefallen mir ganz gut. Ich verstehe nie so ganz den Unterschied zwischen BB und AC. Ist es so, dass der BB grundsĂ€tzlich etwas komprimierter und voller klingt und eher fĂŒr einen cleanen Amp gedacht ist (Bezeichnung Preamp) und der AC offener?

Ja, das könnte man so beschreiben. Ich habe seit Jahren den AC+ als Zerrer auf dem Brett und der ist klasse (lÀuft bei mir vor einem fast cleanen Koch Studiotone)
Den BB+ habe ich auch mal kurz gehabt und wieder verkauft. Der brachte nichts grundlegend neues und vor allem nix besseres.

CoolPedals Dirty Devil musste wieder gehen, Rodenberg GAS 728, Gristle King .... konnten alle nicht mit dem AC+ mithalten.

AKtuell habe ich noch einen Weehbo JCM. Der macht sahnige Leads, ist aber auch in der Summe nicht so toll wie der AC+

Aber, wie heißt es immer so schön: your mileage may vary !
 
...so ist es. Der AC kommt eher knackig, offen und sehr harmonisch daher wĂ€hrend der BB mehr komprimiert. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und ich mag beide gerne. Den BB kannst so sowohl vor einen cleanen amp schalten als auch vor einen bereits crunchenden amp. Wobei mir der BB bei letzterem Fall am besten gefĂ€llt wegen der schönen neutralen Kompression. Ich nutze den momentan im Crunch Kanal meines Marshall Haze. Besagter Kanal gewinnt dadurch enorm an Mehrwert, ohne den BB ist der Crunch Kanal ein wenig leblos. Im Clean Kanal brauch ich den BB nicht, dafĂŒr nehm ich den RC bei Bedarf, denn der Clean Kanal ist die eigentliche StĂ€rke des Haze. Klingt fast wie ein Plexi auf mittlerer LautstĂ€rke.

Ok, konkret in deinem Fall wĂŒrde ich den AC empfehlen. Wenns mehr sein darf fĂŒr ne gute Nummer im High Gain, der BB.


Schöne GrĂŒĂŸe
Ben
 
Hallo,

als ich den Badger noch hatte, dann habe ich ihn mit dem Koko Boost und dem Analogman KoT betrieben (der Amp war immer angezerrt), wenn man hĂ€rter haben möchte dann wĂŒrde ev. Suhr Riot noch empfehlen - er passt sehr gut zum Badger und man muss nicht voll aufdrehen, mit weniger Gain funktioniert er auch :)

VG!
Peter
 
TC Electronics Spark Boost funktioniert bei mir super vom meinem Mesa TA30 im Top Boost Mode. Sehr flexibler Boost mit dem man durch die Klangreglung auch sehr gut bassige Amps zĂŒgeln kann-
Wolle
 
Hi,

ich habe deine Lösung hier rumliegen und wĂŒrde sie dir auch verkaufen.
Rockett Flex Drive
Der kann vor cleanen aber auch anzerrenden Amps, hat viele Soundmöglichkeiten und kann von Fuzz bis Handschuhwarmen FusionSound alles.
 
Hi,

also den Okko Diablo Gain+ wĂŒrde ich dir fĂŒr dein Vorhaben nicht unbedingt empfehlen. Das wird dir mit Sicherheit zu warm-bluesig und weniger rockig klingen.
Was ganz anderes ist der TwinSonic, der liebt ja eigentlich Röhrenamps die sich bereits etwas in der SĂ€ttigung befinden. Ich denke das könnte deinen Zweck schon sehr gut erfĂŒllen. Im Boost Bereich hört man absolut keine Fremdeinwirkung auf den Toncharakter des Amps. DafĂŒr sind die Okkos bekannt.
Aber wie Kollege Thorgeir schon gepostet hat fÀrbt der Overdrive mit dem Namen "Rock!" den Amp doch ein wenig ins leicht fuzzige, was allerdings auch sehr geil sein kann. Muss man hören. Kollege Diet hat zu diesem Pedal passende Worte gefunden, schau mal auf seine Seite.

Ich wĂŒrde den TwinSonic auf jeden Fall mal mit in die engere Wahl nehmen.
 
Ich habe in meiner Elektropopband auch immer einen Badger 18 (als Combo mit Celestion Gold) gespielt... Und zwar mit der gleichen Grundsoundvorliebe. Gain auf 4-6 und Endstufe auch leicht in SĂ€ttigung, mit Powerscaling ausgebremst. (Ein Cellist in der Band schreit nach geringer BĂŒhnenkautstĂ€rke :))
Mit nem Kompressor könnte ich so grade eben noch einigermaßencleane funkysounds erzeugen.

Auf meinem recht umfangreichen Board waren als Grundausstattung immer die beiden Okkos drauf. Twinsonic im 18v Modus fĂŒr transparente Blues und Retro Rock Sounds (kravitz style) und den Diablo gain + im 9v Mode fĂŒr modernere komprimiertere Rocksounds und leads. Beide fand ich immer immens passend zum Badger und finde, daß beide vor allem vor leicht schmutzigen Amps ihre volle StĂ€rke zeigen.

Der Twinsonic ist ne kleine Sau... Gerade im Zerrkanal muss man ein ĂŒben, damit er nicht nach kratzdose klingt. Aber wenn man es raus hat ist er, vor allem in Kombi mit dem More Kanal richtig geil.

Ich hab fĂŒr speziellere Sounds auch immer noch ein paar andere Zerrer mit auf dem Board (FĂŒzze und dergleichen) die wechseln aber Zyklisch.


Schönen Gruß
.gurki
 
blueston schrieb:
Hallo,

als ich den Badger noch hatte, dann habe ich ihn mit dem Koko Boost und dem Analogman KoT betrieben (der Amp war immer angezerrt), ....

VG!
Peter

...genau so mache ich das bei meinem 18 Watter auch ...das sind die 2 Pedale , die mit am besten passen von den ca 50 Pedalen, die ich probiert habe ... ok, der Klon und der Wampler Dual Fusion sind auch prima vor dem Amp...

...der Koko Boost funktioniert ausserdem gut im Loop .... und man kann ihn fernsteuern ....


lg, highgear
 
ferdi schrieb:
Wichtig ist auch die Wahl der Speaker... die G12H sind mMn einfach nicht knallig genug. Ich werde nach den Erfahrungen beim letzten Gig mit zwei WGS Invader doch wieder einen davon durch einen Jensen Electric Lightning ersetzen. Der ist schön laut, man muss den Amp nicht so weit aufdrehen und der Speaker setzt sich sehr gut durch.

....ja, Speaker ....sehr wichtig bei den kleinen 18Watt-Scheissern.... bin auch gerade wieder auf der Suche .... hab jetzt mal den Celestion Lynchback zum testen geordert ....bin gespannt ....

lg, highgear
 
Wow, was fĂŒr ne Resonanz! Also dann versuche ich mich mal mit dem Antworten. Sorry, wenn ich mangels Zeit nicht auf alles einzeln eingehen kann.

Immer schwierig sich das an seinem Amp wirklich vorstellen zu können ...
Also BB+ bzw. AC+: Da gibt es ein Video in der Tube ... Steve Stevens mit nem Badger und dem BB+. Mir klingt das zu suppig. Gut, ich weiß jetzt auch nicht wie der diesen Sound ohne Pedale aus dem Badger holt. Meiner klingt nicht so, obwohl ich auch ne Les Paul mit Rebell Yells spiele ... diese Gitarre mag der Amp am wenigsten gerne. Low Output Pickups gehen am besten meiner Meinung nach.
Wenn der AC also etwas klarer klingt, umso besser.

Dieser Tech 21 Boost Overdrive gefÀllt mir ganz gut. Recht vielseitig einsetzbar. Sicher mal einen Test wert. Der Distortion ist mir zu viel. Der geht doch ziemlich in die Little Brute Drive Ecke, den ich schon habe.

Suhr Riot: Ja klar, den muss man nicht aufdrehen. FĂŒr nen Leadsound fand ich den auch gar nicht schlecht. FĂŒr Rhythmus allerdings zu unknackig. Und ich hatte den Eindruck dass das Pedal fĂŒr den kleinen Badger zu mĂ€chtig klingt, also nicht in der Lage war das Spektrum abzubilden. Hatte damals zum Vergleich den Carl Martin Plexitone, mit dem der Badger deutlich besser klar kam. Der klang fĂŒr sich besser weil aufgerĂ€umter. Also Riot verkauft. Leider beim Gig dann bemerkt, dass ich mit dem Plexitone gnadenlos baden gegangen bin. Zerrstruktur, SpielgefĂŒhl - Alles super - nur null Fundament in der Band. Ganz zu schweigen, von den anderen SchwĂ€chen des Pedals, die mich dann doch etwas nervten. Ich denke der kleinere neuere Plexitone ist besser.

Okko: Was mir beim Diablo gut gefÀllt sind die Body und Feed Regler mit denen man dem dicken Bassbereich des Badgers sicher gut beikommen kann. Auch sonst kommt mir die Wiedergabe schon grundsÀtzlich knackig vor (von den Soundsampels), was mir tendenziell entgegenkommt. TwinSonic: Eben der spezielle Sound der Overdrivesektion macht mir etwas Sorgen. Der Boost schaut super aus. Scheint dem Koko-Boost ziemlich Àhnlich zu sein.

Timmy: GefÀllt mir laut Beschreibung auch gut. Soll sogar noch transparenter sein als der Diablo?

FullDrive2: Ist das nicht wieder zu TS-mĂ€ĂŸig? Das Rodenberg (Ts-Clone) gefiel mir nicht so gut. Andererseits soll die Mosfet-Variante ja anders klingen.
OCD: Ja auch darĂŒber habe ich schon nachgedacht.

Analogman: Hui Preise und VerfĂŒgbarkeit ... klingt nach nem heiligen Gral. Ist der Gegenwert wirklich soo dermaßen gut bzw. besser als die Konkurrenz?


Also hier habe ich schonmal massig Input bekommen. Vielen Dank dafĂŒr! Ich denke die richtige Richtung wird wohl irgendwo bei nem guten Booster (Suhr Koko / Iso Boost) plus einem transparenten Overdrive liegen. Mit dem Input kann man sich jedenfalls schonmal etwas genauer auf dem Gebrauchtmarkt umsehen
 
michabekman schrieb:
Okko: Was mir beim Diablo gut gefÀllt sind die Body und Feed Regler mit denen man dem dicken Bassbereich des Badgers sicher gut beikommen kann. Auch sonst kommt mir die Wiedergabe schon grundsÀtzlich knackig vor (von den Soundsampels), was mir tendenziell entgegenkommt

Ja diese Reglung mit Body und Feed funktioniert bestens und soweit mir bekannt gibt es das auch nur beim Diablo. Probier's einfach mal aus. Gebrauchte Gain+ werden um die 150 Euro gehandelt und falls er dennoch nicht gefĂ€llt bekommst du ihn dafĂŒr immer wieder los.
 
Zum FD2:
Du kannst damit nur boosten, einen TS-Sound mit ausgewogenen oder richtig dicken Mitten fahren (linker Miniswitch). Mit dem rechten Miniswitch kannst du weniger oder mehr Bass einstellen. Der Toneregler ist von 9 Uhr bis Vollgas brauchbar und kann PrÀsenzen dazugeben oder wegnehmen. Plus du hast einen zusÀtzlichen schalbaren Boost.
Ich finde das Ding sehr flexibel und sehr gut anpassbar.
Bei einem bereits stark crunchenden Amp muss man nur aufpassen, dass man nicht zuviel Verzerrung hinzugibt.
Du kannst mit dem FD2 einen cleanen Amp zum Dreikanaler machen oder einem bereits beeindruckend crunchenden Amp zweistufig den Rest geben, das alles bei großer soundlicher FlexibilitĂ€t.

Und wie gesagt: die Wahl des Speakers, vor allem dessen Wirkungsgrad ist bei so kleinen Amps sehr wichtig. Mein Mitgitarrist spielt einen JTA15 an zwei G12H, aber mit einer 12AY in V1, fĂŒr maximalen cleanen Headroom... ich spiele einen crunchigeren Grundsound (12AX in V1, aber auch eine 12AU in V3 als Treiber).

Gruß, ferdi
 

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