Strat-Pickups - 50" oder 60" ?


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Anonymous
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Bin auf der Suche nach drahtig klingenden Pickups für meine Strat (American Standard BJ 99). Soll in Richtung Vintage gehen. Bin mir aber nicht sicher ob 50" oder 60" Sound. Soll schon knackige Höhen haben, aber noch nach Strat und nicht nach Tele klingen. Spiele meistens clean, oder leicht angezerrt.
Was haltet ihr davon: http://www.sabertooth-pickups.de/html/single-coil.html

Die Decade-Switch Geschichte würd mich interessieren. Was haltet ihr davon?
 
A
Anonymous
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Hallo Bottleneck,
grob unterscheiden kann man da schon mal die Richtung.
Die 50s Pickups klingen wenns authentisch sein soll eher klar und mit
vollem Bass und "runden, schönen Höhen".
Die 60s sollten dann etwas kräftiger klingen, etwas weniger Bässe und
schärfere Höhen haben, gut für Crunch.
Ist jedenfalls meine Erfahrung, lasse mich aber gern von den Insidern eines Besseren belehren.
Meine Fat 50s von Fender sind klasse für "schöne" Sounds,
auch rockig ganz gut , aber die Zwischenpositionen setzen sich nicht so durch, wegen der eher runden Höhen.
In einer zwei-Gitarren-Band verschwinden die Töne im Nirgendwo.
Die Texas Specials sind viel durchsetzungsfähiger, die Pickups einzeln geschaltet klingen mitunter etwas harsch,
da sind die 50er im cleanen Bereich klar vorn.
Der Stegpickup der 50s ist mein Tele-Ersatz, ich steh auf den klaren aber
nicht so harschen Ton.
Sollte Dein Drummer laut sein und der Basser auch, dann nimm lieber
60s-Style Pickups, in gepflegter Atmosphäre kommen die 50er noch
durch.
Grüße, Stefan
 
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Hi,

um's kurz zu machen: Ich empfehle dir von Fender entweder die Pickups

57/62 oder die 54er Custom Shop. Beide Sets liegen preismäßig relativ

dicht beieinander und sind guuut. :cool:

Gruß Peter
 
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Oh je ich wage mal einen PU Tip !!

Ich bin kein Strat Experte aber besitze die Leosound Vintage Player 1956 Classic und finde die:
a. sehr gut
b. decken so den Zwischenbereich ab, der dich interessiert und
c. Der Macher selbst beschreibt die auch als Best of Both Worlds.

Wie immer bei PU Tips, denke ich das sind drei völlig überzeugende Argumente ;-)
 
A
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Es gibt viele gute Pickupos und wenig wirklich schlechte. Ebenfalls wenige gibt es von der ganz hervorragenden Sorte :)

Ich empfehle ohne wenn und aber die Staufer TrueVintage (50ies) für den schlankeren, knackigeren Sound. Mit etwas Bodenpersonal können diese Pickups ALLES.

Für sehr klar klingende Strats (zB Esche/one piece maple) oder generell für Freunde des wärmeren Sounds die Staufer Blues (60ies).
 
russ
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kann mich auch nur an die Leosounds vintage Player 56 dranhängen, gerade wenns um clean geht... so süß und warm...

gibt da auch soundfiles...
 
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Oh man, ich glaub ich probier den Sabertooth mal aus. 2 Sounds in einem reizt mich schon (einer wird schon passen).
 
little-feat
little-feat
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bottleneck":lz82clzi schrieb:
2 Sounds in einem reizt mich schon (einer wird schon passen).

Saber Tooth….kannte ich noch nicht.

Je mehr klampfende Voodoo-Priester Mystisches in ein primitives Gebilde aus ein paar Magneten und etwas Draht hinein interpretieren, desto mehr clevere Geschäftemacher gibt es, die mit ihren Wunderprodukten auf diesen Zug aufspringen und Bauernfängerei betreiben um den großen Reibach zu machen. Recht haben sie, Dusseligkeit muss bestraft werden (s. Böckchentest).

Ein sorgfältig produzierter Pickup kann viel zum Guten wenden, aber keine Berge versetzen.

Ich gebe aber zu, dass die Macher von Saber Tooth auf ihrer Website unter „Philosophie“ sehr viel Wahres sagen und sich bemühen, Vertrauen in sich und ihre Produkte zu erwecken. Das gefällt mir. Macht alles einen guten Eindruck. Allerdings….2 Pickups in einem….da bin ich skeptisch.

Du suchst einen Pickup, der drahtig klingt und knackige Höhen hat.

Die 50er Klangphilosophie von Fender ging eher in die Richtung voll, warm, mit runden „süßlichen“ Obertönen.

Die 62er hatten etwas mehr Power, hingen besser am Gas und hatten eben diesen drahtigen, obertonscharfen Sound mit gutem Antritt vor allem bei Zerre.

Ab 69 wurde es dann nur noch dünn und scharf, für mein Ohr, scheußlich.

Meine Empfehlung für deine Vorstellungen:

62er, auch gerne overwound. Leosounds wurde schon genannt, 62er overwound und auch die Red House dürften in deine Richtung gehen. Aber versuch ruhig mal die Saber Tooth. Wenn das wirklich neue, engagierte Leute mit guten Produkten sind, dann sollte man ihnen auch eine Chance geben.

Tom
 
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little-feat schrieb:
bottleneck schrieb:
2 Sounds in einem reizt mich schon (einer wird schon passen).

Saber Tooth….kannte ich noch nicht.

Je mehr klampfende Voodoo-Priester Mystisches in ein primitives Gebilde aus ein paar Magneten und etwas Draht hinein interpretieren, desto mehr clevere Geschäftemacher gibt es, die mit ihren Wunderprodukten auf diesen Zug aufspringen und Bauernfängerei betreiben um den großen Reibach zu machen. Recht haben sie, Dusseligkeit muss bestraft werden (s. Böckchentest).

Ein sorgfältig produzierter Pickup kann viel zum Guten wenden, aber keine Berge versetzen.

Ich gebe aber zu, dass die Macher von Saber Tooth auf ihrer Website unter „Philosophie“ sehr viel Wahres sagen und sich bemühen, Vertrauen in sich und ihre Produkte zu erwecken. Das gefällt mir. Macht alles einen guten Eindruck. Allerdings….2 Pickups in einem….da bin ich skeptisch.

Du suchst einen Pickup, der drahtig klingt und knackige Höhen hat.

Die 50er Klangphilosophie von Fender ging eher in die Richtung voll, warm, mit runden „süßlichen“ Obertönen.

Die 62er hatten etwas mehr Power, hingen besser am Gas und hatten eben diesen drahtigen, obertonscharfen Sound mit gutem Antritt vor allem bei Zerre.

Ab 69 wurde es dann nur noch dünn und scharf, für mein Ohr, scheußlich.

Meine Empfehlung für deine Vorstellungen:

62er, auch gerne overwound. Leosounds wurde schon genannt, 62er overwound und auch die Red House dürften in deine Richtung gehen. Aber versuch ruhig mal die Saber Tooth. Wenn das wirklich neue, engagierte Leute mit guten Produkten sind, dann sollte man ihnen auch eine Chance geben.

Tom

Ich probiers einfach mal. Falls es von Interesse ist, melde ich mich nochmal, wenn ich den Säbelzahn eingebaut hab.
 
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50ies oder 60ies ist unterm Strich eh alles grobgemeine Schublade. Hängt doch von der Gitarre ab und was man davon hören möchte. Wenn sie eh schon voll drahtig resoniert und die wärmeren Anteile eher weniger vertreten sind, dann ist ein PU, der genau dies nochmals heraushebt, für den einen der Himmel und für den anderen die Hölle.

Oder so: Wenn ich 'ne Strat habe, die holzmäßig im Tiefmittenbereich stark ist, dann nehme - zumindest ich - keine PUs, die genau dort einen Schwerpunkt haben, weil dann Wischwasch rauskommt.

Deshalb hilft da nur Probieren mit Try & Error. Meist gehen diverse Proben und Gigs ins Land. In diesen Wochen und Monaten verändert sich auch schon wieder das Gehör und der persönliche Geschmack. Oder man hat die Band gewechselt und muss nun plötzlich gegen 'nen dazugekommenen vollgriffigen Organisten anstinken. Da kann die seidige Traumkombination Gitarre/PU von gestern plötzlich ganz schnell abstinken, wenn die Frequnzen nun von jemand anderem überlagert werden.
 
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Hab mir nochmal die Sabertooth angeguckt. Scheint auch nicht verkehrt.

Der Decade Switch ist wahrscheinlich ein SC, der mit vier Kabeln kommt und du kannst dann einfach ein paar Windungen hinzu- oder wegschalten.
Kann interessant sein.
 
therealmf
therealmf
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Steelstringslinger":1cg26bdk schrieb:
Hallo Bottleneck,
grob unterscheiden kann man da schon mal die Richtung.
Die 50s Pickups klingen wenns authentisch sein soll eher klar und mit
vollem Bass und "runden, schönen Höhen".
Die 60s sollten dann etwas kräftiger klingen, etwas weniger Bässe und
schärfere Höhen haben, gut für Crunch.
little-feat":1cg26bdk schrieb:
Die 50er Klangphilosophie von Fender ging eher in die Richtung voll, warm, mit runden „süßlichen“ Obertönen.

Die 62er hatten etwas mehr Power, hingen besser am Gas und hatten eben diesen drahtigen, obertonscharfen Sound mit gutem Antritt vor allem bei Zerre.

Ich fühle mich fatal erinnert an einen Thread den ich mal aufmachte zu der Frage "was ist eigentlich der typische 50s und der typische 60s-Strat-Sound?" Da bekam ich für die ketzerische Frage allerhand Prügel. Und nun? Laut obigen Zitaten sind die 50s die PUs mit weniger Höhen und vollerem Klang, die 60s die brillianteren, schärferen.
Liest man sich die Beschreibungen bei Sabertooth durch, ist es genau umgekehrt:
Bei den SC 50x Alnicos steht: "Vorbild für diese Pickups waren die Tonabnehmer der 50er. Wie alle Pickups der SC-Alnico Serie auf optimale Saitentrennung getrimmt. Die Single-Coils dieser Epoche hatten einen geringeren Output als die heutigen Typen, und einen scharfen, höhenbetonten Sound. "
Und beim SC 60x Alnico schreiben sie: "Der Sound der 60er war für diese Pickups die Referenz. Im Gegensatz zum SC-50X-Alnico liefert dieser Tonabnehmer mehr Output, und die Höhen sind etwas gezügelter."


...ja was denn nun? Es kann doch nicht so schwer sein, den Unterschied zwischen "typischem 50s-Stratsound" und "typischem 60s-Stratsound" so eindeutig zu benennen, daß das nicht komplett gegenteilig klingt. Oder gibts am Ende diese "typischen" Sounds gar nicht und alle PU-Hersteller machen da nur ne Masche nach, mit der man Geld zu verdienen hofft?
 
Woody
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therealmf":1eosdhsq schrieb:
...ja was denn nun? Es kann doch nicht so schwer sein, den Unterschied zwischen "typischem 50s-Stratsound" und "typischem 60s-Stratsound" so eindeutig zu benennen, daß das nicht komplett gegenteilig klingt. Oder gibts am Ende diese "typischen" Sounds gar nicht und alle PU-Hersteller machen da nur ne Masche nach, mit der man Geld zu verdienen hofft?

Ist doch klar.
Ein 50s Tonabnehmer klingt nach 50s.
Egal in welcher Axt, oder über welchen Amp.
In einer Ibanez-Heavy-Axt über einen Rectifier-
50s.
Im Banjo mit Fuzz über einen Ringmodulator direkt ins Pult.
50s.
Immer.
Die 60s dagegen...


;-)

Viele Grüße,
woody
 
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Christof
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therealmf":rnr5uode schrieb:
Ich fühle mich fatal erinnert an einen Thread den ich mal aufmachte zu der Frage "was ist eigentlich der typische 50s und der typische 60s-Strat-Sound?" Da bekam ich für die ketzerische Frage allerhand Prügel. Und nun? Laut obigen Zitaten sind die 50s die PUs mit weniger Höhen und vollerem Klang, die 60s die brillianteren, schärferen.

Ha, ich erinnere mich auch an den Thread damals. :-D

So wie ich die Sache nach wie vor sehe und höre:
50s - leistungsschwacher, wenig Mitten, mehr kantige Höhen, eher Richtung Tele
60s - Mainstream Stratsound, ein paar mehr Mitten, damit es ein wenig mehr zerrt und insgesamt runder wirkt
69s - mehr kantige, fiese Höhen für beissende, durchsetzungsfähige Zerrsounds
Blues - wie 60s, aber mehr Wicklungen, um noch mehr Mitten im Klangbild zu haben.
 
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bottleneck":37zxvqqn schrieb:
Bin auf der Suche nach drahtig klingenden Pickups für meine Strat (American Standard BJ 99). Soll in Richtung Vintage gehen. Bin mir aber nicht sicher ob 50" oder 60" Sound. Soll schon knackige Höhen haben, aber noch nach Strat und nicht nach Tele klingen. Spiele meistens clean, oder leicht angezerrt.
Was haltet ihr davon: http://www.sabertooth-pickups.de/html/single-coil.html

Die Decade-Switch Geschichte würd mich interessieren. Was haltet ihr davon?

Hi bottleneck,

du suchst also einen drahtigen cleanen Sound mit viel Twang. Meine Erfahrung sagt: Dein Pickup sollte so wenig Output wie möglich (<6 kOhm) und Alnico-5 Magnete haben. Die Leosounds Vintage Player 1956 Classic z.B. hatte ich letztens noch verbaut in einer älteren Fender MIJ 50's Strat. Das könnte genau dein Ding sein - perlige Höhen, ohne scharf und harsch zu klingen. Die Sabertooth 50's Singelkeulen kenne ich noch nicht, denke aber mal, sie gehen in die gleiche Richtung. Sei doch mal mutig und teste diese und gib uns dein Feedback ;-)
 
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So, gestern isser gekommen. Hab ihn gleich eingebaut und gecheckt. Optisch macht er schonmal einen guten Eindruck. Man sieht ihm die Handarbeit zweifelsfrei an, da hat sich einer echt Arbeit gemacht! 3Kabel kommen aus dem Säbelzahn raus, 1X Masse, 1X 50" und 1 Anschluß für den 60" Modus. Hab die Geschichte über `n Push-Pull-Poti umschaltbar angeschlossen (oder besser ein Kollege - ich hab`s nicht so mit der Löterei).
Doch nun zum Sound. Im 50" Modus runde, klare bässe und die Höhen kommen klar, aber nicht spitz rüber. Für cleane Sachen sehr schön, aber man muß den Amp (Epi 5Watter) ganz schön aufreissen um ihn zum Zerren zu bringen. Im 60" Modus Zerrt er merklich früher. Hier kommen die Bässen eine Nuance härter (ich weiß nicht wie ich das sonst beschreiben soll). Ich kann nicht sagen, das er mehr oder weniger Bässe als im 50" Modus hat, aber irgendwie klingt`s etwas anders.
Die Höhen haben auf einmal das was ich mit drahtig meine. Oh man, ich hätte nicht gedacht, das es so schwer ist einen Sound zu beschreiben. Man hört schon einen Unterschied zwischen den 50" und 60", nicht gewaltig - aber hörbar. Ich denke, für Leute die sich nicht sicher sind, was sie wollen (wie ich!) ist er perfekt. Also mir gefällt das Ding.
 
Bierschinken
Bierschinken
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Guter Einfall diese 50/60 Geschichte.

Das hat der Harry Häussell auch mal für P90 gemacht.
Da gehts drum, dass der 50er Abgriff bei 70-80% (geschätzt!) der Wicklung rausgeführt wird.

Der Abgriff mit weniger Wicklungen klingt dann tendenziell etwas höhenreicher und ist pegelärmer.

Miss doch mal den DC Widerstand gegen Masse! - Würde mich interessieren.

Grüße,
Swen
 
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Laut Website hat er 5KOhm und 6,2 KOhm. Nachmessen kann ich leider nicht, weil ich kein Messgerät hab, aber das wird wohl stimmen.
 
Bierschinken
Bierschinken
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Hallo,

da bin ich ja mit meiner Schätzung genau auf dem Punkt.
Danke für den Hinweis.

Grüße,
Swen
 
 

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