Tach auch!


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Hallo Gitarrengötter!

Über dreißig Jahre war ich einer der besten Gitarrenspielerzuhörer der Welt. Ein Unfall (mit 16), bei dem ich den linken Daumen verlor, war der Grund, daß ich mich nie traute, selbst eine Gitarre in die Hand zu nehmen.

Aber die Sucht nach Gitarrenklängen war irgendwann doch stark genug. Seit dem 01.10.2003 widme ich meine gesamte Freizeit dem Erlernen der hohen Kunst des Musizierens. Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich heute über die vielen verlorenen Jahre ärgere...

Die linke Hand ist ein echtes Handicap, insbesondere die Fehlstellung des kleinen Fingers (nach fast 30 Jahren ohne Daumen ist die Hand echt verformt). Ich habe bei einigen Akkorden null Chance, was mich aber nur am Rande stört, denn die Gitarre läßt mir noch genügend Möglichkeiten, schöne Melodien zu spielen.

In den letzten Wochen habe ich immer wieder mal hier hereingeschaut und schon einiges Wissenswerte erfahren. Ich freue mich auf gute Dialoge und jede Menge Dinge, die ich von euch lernen kann.

Meinereiner hat übrigens keine wirklich bevorzugte Musikrichtung (von Deep Purple über Pink Floyd zu Django Reinhardt etc.), jedoch einen absolut bevorzugten Gitarristen. Mit 12 hörte ich das erste Solo von Herrn Blackmore und war besessen. Ich besitze heute eine umfangreiche Sammlung seines Gesamtwerks und kann – jetzt erst recht – immer noch nicht glauben, daß ein Menschen so mit der Gitarre umgehen kann.

Und ich übe und übe und übe. Und wenn ich mit Üben fertig bin, übe ich. Und doch... es wird noch ein langer Weg...
 
univalve
univalve
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Herzlich Willkommen und meinen Respekt!
Ich bin gespannt auf interessante Dialoge!

Und Django ist eine gute Wahl! ;-)

greetz
univalve
 
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Hi und Welcome....

Hochachtung für die Leistung mit Deinem Handicap an der Linken Hand, trotzdem das Gitarrespielen zu lernen.

Freut mich.
 
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univalve":3ciifoka schrieb:
Herzlich Willkommen und meinen Respekt!
Ich bin gespannt auf interessante Dialoge!

Und Django ist eine gute Wahl! ;-)

greetz
univalve

Ja, Django ist geil. Ich hab als alter Rocker zunächst in diese Musik reinfinden müssen, aber wenn man es einmal gefressen hat...
javascript:emoticon(':!:')
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Ich freu mich auch auf gute Talks.

cu
 
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Christopher":154lyseb schrieb:
Hi und Welcome....

Hochachtung für die Leistung mit Deinem Handicap an der Linken Hand, trotzdem das Gitarrespielen zu lernen.

Freut mich.

Ganz meinerseits!

Ja, diese blöde Hand... Ich denke manchmal an Paralympics, wenn ich mir einen abquäle. Aber das Gitarristenleben besteht ja zum Glück nicht allein aus Akkorden. So übe ich denn, was mir gerade an Melodeien in den Sinn kommt. Macht auch Spaß. Ein Hendrix wird nicht mehr aus mir, dafür habe ich aber unendlich viel Spaß am herumdudeln.
 
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Genau, schließlich ist es genau das, worum es geht: Spaß. Und den hat man immer, wenn man eine Gitarre in die Hand nimmt (naaa gut, fast immer ;-) ).

Grüße
Oingoboingo
 
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migmag":2vti62nu schrieb:
Ja, diese blöde Hand... Ich denke manchmal an Paralympics, wenn ich mir einen abquäle.

Auch von mir ein herzliches Glückauf!

Vielleicht gelingt es Dir ja, aus einem Handicap eine neue Spieltechnik zu entwickeln, wie weiland Jeff Healey...und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm!

Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl in unserer kleinen Welt!
 
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mad cruiser":2t8i5lyb schrieb:
Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl in unserer kleinen Welt!

Wohlfühlen? Ich habe das Gefühl, dass ich nach 44 Jahren endlich zu Hause angekommen bin. Gitarrenverrückte, wohin das Auge blickt... Und dann dieser feine Empfang. Das Gefühl ist eher mit "innerer Reichsparteitag" zu umschreiben.
 
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Hallo auch meinerseits,

vorallem grössten Respekt davor das du trotzdem zur Gitarre greifst. Und wer weiss. Vielleicht findest du nen weg die Akkorde irgendwann doch zu meistern.

gruß,

Jacques
 
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PainofSalvation":1idv7fmb schrieb:
Hallo auch meinerseits,

Vielleicht findest du nen weg die Akkorde irgendwann doch zu meistern.

gruß,

Jacques

Hallo Jaques,

ich liebäugele schon damit, mir den kleinen Finger brechen und neu ausrichten zu lassen. Das einzige Hemmnis ist die, vermutlich mit einem eingegipsten Finger verbundene, Zwangsgitarrenpause. Aber es nutzt ja nix, irgendwann entschließe ich mich.
 
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migmag":1p1hv9g2 schrieb:
Hallo Jaques,

ich liebäugele schon damit, mir den kleinen Finger brechen und neu ausrichten zu lassen. Das einzige Hemmnis ist die, vermutlich mit einem eingegipsten Finger verbundene, Zwangsgitarrenpause. Aber es nutzt ja nix, irgendwann entschließe ich mich.

Ouch. Würde fast davon abraten ;-) Erinner mich da an einen Drummer den ich kannte der nur eine Hand hatte und einen Handschuh so präpariert hat damit einen Stick halten zu können. Evtl. kann man mit einem Handschuh mit dem die Spielfinger freibleiben etwas anbringen um die Stützfunktion des Daumens zu ersetzen. :?:

gruß
 
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PainofSalvation":2louolhk schrieb:
Ouch. Würde fast davon abraten ;-) Erinner mich da an einen Drummer den ich kannte der nur eine Hand hatte und einen Handschuh so präpariert hat damit einen Stick halten zu können. Evtl. kann man mit einem Handschuh mit dem die Spielfinger freibleiben etwas anbringen um die Stützfunktion des Daumens zu ersetzen. :?:

gruß

Der Daumen ist nicht so sehr das Problem, nur bei Barrégriffen. Vielmehr hat sich im Lauf der Jahre mein kleiner Finger (bedingt durch den fehlenden Daumen) derart verbogen, dass er an der gleichen Stelle aufs Griffbrett drückt wie der Ringfinger. Und das müßte in Ordnung zu bringen sein. Unter Schmerzen... :?:
 
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Howdy ho altes Haus (nimms nicht wörtlich ;-) ),

auch von mir ein herzliches "Hallo".

Mensch, mensch, mensch,... du tust mir echt leid. Die ganze Zeit Barrègriffe mit dem Zeigefinger spielen... Mh... würde mir sehr schwer fallen.

Grüße

Carl
 
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Hi migmag!

Willkommen im Forum! Die sind wirklich alle verrückt hier...

@Carl

Wie soll man Barré-Griffe spielen, wenn nicht mit dem Zeigefinger? *nurmallautgedacht*
 
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Sascha´s Strat":x2c5kcr9 schrieb:
Hi migmag!

Willkommen im Forum! Die sind wirklich alle verrückt hier...

@Carl

Wie soll man Barré-Griffe spielen, wenn nicht mit dem Zeigefinger? *nurmallautgedacht*

Äh.... wie wäre es mit Zeigefinger und Daumen? :shock: :shock:

Ich nenne das nunmal jetzt auch Barrè. Kann sein, das die abgewandelte Form mit Daumen die E- und A-Saite zu spielen, anderest genannt wird. Ist aber vom Prinzip das Gleiche. Aber das wisst ihr ja ;-)

Schöne Grüße

Carl
 
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Carl":24oktj1p schrieb:
Howdy ho altes Haus (nimms nicht wörtlich ;-) ),

auch von mir ein herzliches "Hallo".

Mensch, mensch, mensch,... du tust mir echt leid. Die ganze Zeit Barrègriffe mit dem Zeigefinger spielen... Mh... würde mir sehr schwer fallen.

Grüße

Carl

Grüezi Carl,

danke für den Tipp. Das mit dem Zeigefinger klingt gut. :)

Mir fehlt der Daumen, um den Zeigefinger ordentlich anzudrücken. Die Hebelwirkung, die man mit Daumen hat, lernt man erst richtig kennen, wenn man mal drauf verzichten muss.
 
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migmag":2ypuzsvd schrieb:
Carl":2ypuzsvd schrieb:
Howdy ho altes Haus (nimms nicht wörtlich ;-) ),

auch von mir ein herzliches "Hallo".

Mensch, mensch, mensch,... du tust mir echt leid. Die ganze Zeit Barrègriffe mit dem Zeigefinger spielen... Mh... würde mir sehr schwer fallen.

Grüße

Carl

Grüezi Carl,

danke für den Tipp. Das mit dem Zeigefinger klingt gut. :)

Mir fehlt der Daumen, um den Zeigefinger ordentlich anzudrücken. Die Hebelwirkung, die man mit Daumen hat, lernt man erst richtig kennen, wenn man mal drauf verzichten muss.

Hoi du,

hast du schon versucht den "Korpus" der Gitarre als Hebel zu benützen? Also ich meine mit dem rechten Arm gegen den body drücken. So kann ich auch ohne Daumen z.B. Barrè-Griffe spielen.

Nochmal zum Vermerk. Ich meinte, so spiele ich seeeeelten (aber man lernt es ja so) :roll: :

barre.gif


Grüße

Carl
 
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Carl":1b3ov6ge schrieb:
hast du schon versucht den "Korpus" der Gitarre als Hebel zu benützen? Also ich meine mit dem rechten Arm gegen den body drücken. So kann ich auch ohne Daumen z.B. Barrè-Griffe spielen.

barre.gif


Grüße

Carl

Klingt einleuchtend. Werd ich versuchen.
 
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Ebenfalls Tach auch,

ich habe mir auch schon überlegt, was ich machen würde, wenn ich meine linke Hand verletzen würde. Meine Lösung: ich würde anfangen als "Linkshänder" Gitarre zu spielen. Das ist machbar, und für die Rythmushand braucht man im Zweifelsfall nur eine Möglichkeit, um ein Pleck zu halten.
Aber vermutlich hast du diese Möglichkeit schon in Betracht gezogen... bei mir wäre das insofern nicht soooo schlimm, als das ich ein umerzogener Linkshänder bin.

Übringens: Richie rules!!! Ich finde, der bekommt längst nicht die Beachtung, die er verdient. Habe ihn mit Deep Purple live gesehen bei Monsters of Rock (1984 oder 1986 oder so), und diese unglaublichen Improvisationen waren das beste, was ich bis heute gesehen habe...die ganze Band war in Höchstform.
 
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Servus !
Ich bin wirklich beeindruckt, das du trotz deiner Verletzung zur Gitarre greifst.
Ich denke das wichtigste ist wenn man Spass an der Sache hat und sich nicht entmutigen läßt.
Gruß
Strange
 
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Mr Scary":d8r5mumj schrieb:
Ebenfalls Tach auch,

Übringens: Richie rules!!! Ich finde, der bekommt längst nicht die Beachtung, die er verdient. Habe ihn mit Deep Purple live gesehen bei Monsters of Rock (1984 oder 1986 oder so), und diese unglaublichen Improvisationen waren das beste, was ich bis heute gesehen habe...die ganze Band war in Höchstform.

Grüße dich!

Das mit dem Lefthand-Spielen hab ich versucht... Wenn man über dreißig Jahre Righthand-Luftgitarre gespielt hat, gibt das nix. Ich hab nach zwei Tagenb aufgegeben.

Leider trifft das mit Ritchie zu, was die Beachtung angeht. Obwohl er kürzlich in Italien zum wichtigsten oder besten Gitarristen gewählt wurde.
Ich habe ihn schon etliche Male live gesehen, sogar schon aus max. 3m Entfernung (Blackmore's Night in Solingen, Schloss Burg). Es ist faszinierend.
Und wenn man bedenkt, das die Ultraklassiker wie Highway Star, Smoke..., Lazy, Child In Time (und und und) aus seiner Feder stammen, wird einem bewußt, bei wem sich die heutigen Heavy-Bands bedanken können.
Als Hörprobe für die, die den Meister noch nicht wirklich kennen empfehle ich: Anya (Come Hell Or High Water). In diesem Lauf erfährst du jede Menge über punktgenaues und hochemotionelles Gitarrespielen.
Muss ich sofort auflegen... :)
 
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hast du schon versucht den "Korpus" der Gitarre als Hebel zu benützen? Also ich meine mit dem rechten Arm gegen den body drücken. So kann ich auch ohne Daumen z.B. Barrè-Griffe spielen

So kenn ich das auch als generelle Übung um zu großen Druck des Daumens zu vermeiden, da es sonst in der Hand zu Verkrampfungen kommen kann...
also halt genau mit Korpus den Druck vom Daumen zu nehmen dadurch das man absichtlich den DAumen weglässt...

Ich geb zu, ich muss es machen weil ich nur eine sehr schlechte Akustik habe. Da kann man ab Bund 12 Wäsche aufhängen.. Deswegen hatte ich mich mal diesbezüglich schlau gemacht, weil ich manchmal schon fast Krämpfe in der linken hatte wenn ich länger in hohen Bünden Barrés spielte.

Denke mal wenn man das viel übt braucht man den Daumen gar nicht mehr als Stütze.
 
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Hallo und Herzlich Willkommen im Forum!

Einen ganz dicken Respektsgruß von mir und ich freue mich zu hören, dass die Musik (egal, welches Genre) anscheinend dermaßen emotial auf Menschen wirkt, dass sie alle Gesetze brechen. Ich erinnere mich an einen Pianisten, der mit seinen Händen unter dem Tschernobil-Unfall litt und an beiden Händen mehr oder minder Finger hat (Name leider entfallen...). Ihn hielt auch die Musik über Wasser!
Ich finds Wahnsinn!
lg,
AlF
 
 

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