Theoriestunde

Wu-Lee

Power-User
20 Nov 2002
522
0
Schweiz
Hi Leutz!
Da ich mir momentan keinen Gitarrenunterricht leisten kann und dadurch meine Technik nur begrenzt weiterbilden kann, will ich mich zumindest im Bereich Skalen, Harmonielehre allgemein (aber eben vorallem Skalen rauf/runter ;) ) verbessern.
Nun zum Bereich Skalen: Ich hab mir da ne hĂĽbsche Skalenzusammenstellung gekauft und irgendwie hab ich da keine grosse Lust all diese zu lernen. Deshalb: Wieviel Skalen braucht der Mensch? Und vorallem welche sind die Wichtigsten (damit ich mit denen anfange) ? (Im Griff habe ich zugegebenermassen nur die Bluespentatonik und eine selbst aufgestellte neoklassische Skala, welche vielleicht sogar schon existiert, aber ich weiss nichts davon :lol: )
Jetzt fragt sich natürlich auch, ob ich am besten mit der Harmonielehre von Grund auf beginne und dann gar nicht mehr gross Skalen auswendig üben muss weil sich die dann plötzlich wie von alleine auf dem Griffbrett aufbauen ;), oder ob ich besser ein paar Skalen übe und dann mit der Harmonielehre beginne :roll: .

Bin um jeden Tip dankbar!

GrĂĽsse
Christian
 
Wu-Lee,

jedesmal wenn ich eine Frage wie die Deine sehe, antworte ich immer das Gleiche:
Michael Sagmeister - Jazz Gitarre

Das beste Buch in unserer Sprache zwecks Fortbildung! Es geht nicht zwingend um Düdel.Düdel.Düdel-Jazz sondern um alle gängigen Formen der Harmonien und Skalen sowie deren Anwendungen. Falls Dich Jazz/Blues/Fusion nicht interessiert, nimm die Tracks der beigefügten CD einfach als Fallbeispiele. Sehr, sehr warme Empfehlung!

Christof
 
Hi Wu,

ich sag dir wie ich das gemacht hab, ob die Methode dir auch hilft kann ich nicht sagen: Irgendwann hab ich wohl oder übel alle Skalen gelernt (wirklich viel ist das nicht, muss man halt durch. Vielleicht eine pro Nachmittag lernen würd ich als easy bezeichnen - je nach deinem Lerntempo und der Zeit die du dafür aufbringen kannst) Das grösste Problem dabei ist, die dauerhaft im Kopf zu behalten. Das kam bei mir erst, als ich die schon teilweise vergessen hatte und ich sie mir darauf selber zusammengebastelt habe, indem ich einfach die ensprechenden Töne auf dem Griffbrett zusammengesucht hab. Das ganze hab ich während einiger Jamsessions gemacht. Das gute an der Metode ist, dass man auch nicht so schnell auf stupides 'Skala rauf, Skala runter'-Gedaddel verfällt und sich wirklich auskennt. Es macht das Solospielen etliches interessanter, weil man einfach mehr Möglichkeiten hat, auf die man zurückgreifen kann. Alleine dafür lohnt es sich die einmal zu pauken. Wenn du dann noch den Quintenzirkel (haben wir irgendwann in der Schule gemacht) auswendig kannst, bist du für ne ganze Menge Zeugs gerüstet und weisst bei welcher Tonart du wo ansetzen kannst. Wo ich immer ins strudeln komme und nachschauen muss, ist Jazzkram. Für einiges gehen meine Kenntnisse da nicht tief genug, wobei auch hier ausprobieren und Fehler machen meistens weiterhilft. Gleiches gillt für Pentatoniken, irgendwann habe ich ausgehend von der moll-Pentatonik, alle darin enthaltenen Töne auf dem Griffbrett zusammengesucht.
Wenn man das alles auch nur halbwegs auswendig hinbekommt, hat man ein ordentliches Repertoire, auf das man zurĂĽckgreifen kann, wĂĽrd ich sagen.
So, und wenn ich wieder nĂĽchtern bin kontrolliere ich ob das was ich grad verzapft hab auch Sinn macht. Vorher gibs keine Garantie.
 
GrĂĽetzi,

ich behaupte, an den Harmonielehre-Basics kommst du nicht vorbei. Mein, hier auch schon vielfach genannter Buchtipp ist Haunschilds "Die neue Harmonielehre" 1 und 2.
Dann ganz wichtig die Orientierung auf dem Griffbrett. Wo ist welcher Ton !!
Und drittens: Die Skalen und noch wichtiger die Arpeggios und 4-Ton Skalen lernen. Und das in 2 bis 5 Lagen und allen Tonarten. ( Deshalb auch die orientierung auf dem Griffbrett !! ) Denn immer nur 3-Notes-pro-String Scales sind nicht wirklich immer interessant :cry: .
 
Hallo,

der gute physioblues hat mir das Wort aus dem Munde genommen ;-)

Ich persönlich suche mir durch bestimmte Techniken z.B. die Töne auf dem Griffbrett oder die Töne in einzelnen Akkorden, selber, ich brauche nicht unbedingt ein Buch :cool:


GrĂĽĂźle

karl
 

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