Treble Bleed


Ha.Em
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Frage an die elektrisch versierten Gitarristen:

Mit welchen Werten sollte man für eine Treble Bleed Schaltung (Kondensator und Widerstand, parallel, Single Coil, Humbucker) experimentieren?

Hintergrund meiner Frage:

Im Netz werden häufig Orange Drops mit 22 nf angeboten. Zu m.M.n. überteuerten Preisen für einen Folienkondensator. Den Vogel schießen dann die Bumble Bees mit 25,00 Euro ab. Häufig findet man auch Keramikkondensatoren, obwohl in den HiFi-Foren von Keramik abgeraten wird.

Was mich stutzig macht, ist dass wild durcheinander Empfehlungen angegeben werden in Piko-, Nano- und Mikrofarad. Die empfohlene Spanne geht dabei von 47 pf bis 82.000 pf (0,047 nf/82 nf bzw. 0,000047 Mikrof/0,082 Mikrof)

Auch werden die Kondensatoren von 63 V bis 600 V angeboten.

Gleiches bei den Widerständen in der Parallelschaltung. Hier reichen die Ratschläge von 1,1 kOhm bis 220 kOhm.

Verstehe ich da etwas nicht, oder ist das tatsächlich diese riesige Bandbreite, in der man experimentieren muß?

Sind regelbare Kondensatoren in der Experimentierphase zu empfehlen? Macht es einen Unterschied für welche Spannung der Kondensator ausgelegt ist und für welche Leistung der Widerstand?

Gruß

Horst
 
Ungläubig
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Hallo Horst,
ich hatte hier u.a. etwas dazu geschrieben...
https://www.guitarworld.de/forum/th...th-anniversary-stratocaster.53431/post-443008 ;)

Gruß U.

Man kann allerdings auch den mühsameren Weg gehen und sämtliche Werte von Kondensatoren und Widerständen durchtesten, um dann vielleicht ungefähr dort zu landen, was üblich und praxiserprobt ist?

Meine Lösung stellt mich auch bei 500k Vol-Potis zufrieden, egal, ob logarhytmisch oder linear, deren Regelkurve ich lieber habe.
Ist wohl Geschmacksache?
 
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Ha.Em
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Hallo Tom,

was mich als Elektrolaie so stutzig macht, ist dieser Unterschied in den Empfehlungen. Die gehen bei der Strat von 47 pf bis 82.000 pf. Das ist das 1.744-fache!
Das gleiche bei den Widerständen: 1,1 kOhm und 220 kOhm.

Oder ist das für einen elektrisch versierten Menschen gar kein so großer Unterschied?

Beispiel für den Unterschied: Laut Netz ist der 22 nf Orange Drops so etwas wie der heilige Gral. Da liegt aber jetzt zu Deiner Empfehlung (220 pf = 0,22 nf), die auch etwa so werksseitig in meiner PRS eingebaut ist, schon Faktor 1.000 zwischen.
 
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Ungläubig
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Ha, ha, das hat mich damls auch spezifisch tangiert. 😊

Aber, ich schrieb ja schon, ich bin ein pragmatisch, logisch denkender 'bequemer Hund'...!
Warum in die Ferne schweifen...?

P.S.: Äh, obwohl mein Avatar zeigt eine hässliche junge Eule. Manchmal morgens, wenn ich eine schlechte Nacht hatte, sehe ich gewisse Ähnlichkeiten im Spiegel...:LOL::rolleyes:

@Ha.Em du verwechselst die Ton-Kondensatoren, die in der Regl 47 (Single-Coils) oder 22 nF für HB haben, mit dem Treble-Bleed. Der braucht nämlich noch weniger, nämlich z.Bsp. 220-240 Piccofarad (pF)
Diesen hier z.Bsp.:
Das Wörtchen heist kann, also muss nicht.
Ich komm mit den Kommastellen auch regelmäßig durcheinander..., habs hoffentlich richtig korrigiert.
Tzzz, die waren auch schonmal günstiger...
 
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2112Guitars
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Die Sache mit dem fixen Treble Bleed Mod hat nur einen Hacken, welcher Widerstand und Kondensator ist der richtige? Ist ja auch hier die Frage.

Tatsächlich hängen die Werte der Bauteile aber von unzähligen Faktoren ab, angefangen bei den Pickups, die Länge des Kabels, dem Verstärker, die verbauten Potis, usw.

Eine Möglichkeit die richtigen Werte zu finden besteht darin, sich eine Empfehlung ausstellen zu lassen oder sich eine Handvoll verschiedenster Kondensatoren und Widerstände zu besorgen, und sämtliche Varianten durchzuprobieren, bis man die für sich optimalen Werte gefunden hat.

Was man auch bedenken sollte, durch den Treble Bleed Mod wird aus einem Volume Log Potentiometer eine Lin Potentiometer.

Aber auch Veränderungen an der Gitarre oder Equipment kann dazu führen, dass die Abstimmung schon nicht mehr passt.

Daher löte ich mir zwei Kabel an das Volume Poti und ziehe das nach Außen um dort eine 500KOhm Lin Poti und den Kondensator anzuschließen. Dann regele ich mir das Volume Poti an der Gitarre auf die gewünschte Lautstärke z.B. bei 5-6. Anschließend regele ich mir das 500KOhm Poti so ein, dass schon deutlich mehr Höhen hörbar sind als bei keinem Treble Bleed. Mit dem Dreh am 500kOhm Poti kann man nun die Feinabstimmung vornehmen.

Wenn man seine Einstellung gefunden hat, messe ich am 500kOhm Poti den Widerstandswert und löte dann einen Festwiderstand und Kondensator an das Volume Poti. Wenn man noch etwas flexibler sein möchte, kann man auch für den Festwiderstand ein Trimmwiderstand anlöten. Dann hat man auch die Möglichkeit bei Veränderungen am Equipment reagieren zu können.
 

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