Warum sind die Line 6 Vetta so teuer?


A
Anonymous
Guest
Hallo,
ein Behringer Modelling Amp kostet um die 300€, eine Line 6 Vetta ca. 2000€.
Sind die auch soviel besser? Oder bezahlt man mal wieder den Namen? In vielen Online Shops sind die H & K Modelling Amps verschwunden. Wurde deren Produktion eingestellt? Bin absoluter Unwissender in dem Bereich deshalb diese Fragen ;-)

Gruß
Little Wing
 
A
Anonymous
Guest
Warum sind die Line 6 Vetta so teuer?

Das frage ich mich auch. Billige Fernost-Produktion gepaart mit (nach meinem Empfinden) Spielzeug-Optik.
Die Digital-Amps von Hughes&Kettner sind übigens "Made in Germany" und klanglich Spitzenklasse. Die Produktion ist nicht eimgestellt worden.

Gruß
Björn
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

ich habe ja schon an anderer Stelle mal geschrieben, das ich diverse Digiamps nebeneinander getestet habe. Hängen geblieben bin ich beim Zentera, obwohl ich optisch vom Vetta sehr angetan war. Die Funktionen vom Vetta bzw. Vetta 2 sind schon nicht schlecht, allerdings in meinen Ohren soundmäßig nicht überzeugend. Viele gute Ideen wurden da nicht zuende gedacht, während man bei H&K diese Ideen erst gar nicht angefasst hat und sich auf das wesentliche konzentriert hat. Nämlich den Ton.

Ich habe seit einiger Zeit auch einen Cyber Twin hier und bin damit auch sehr zufrieden. Wenn es allerdings um das volle Rockbrett bis zum High Gain Sound geht, kommt nicht an meinen Zentera ;-)

Gruß
VVolverine
 
A
Anonymous
Guest
VVolverine":u3axz5u3 schrieb:
Hi,

ich habe ja schon an anderer Stelle mal geschrieben, das ich diverse Digiamps nebeneinander getestet habe. Hängen geblieben bin ich beim Zentera, obwohl ich optisch vom Vetta sehr angetan war. Die Funktionen vom Vetta bzw. Vetta 2 sind schon nicht schlecht, allerdings in meinen Ohren soundmäßig nicht überzeugend. Viele gute Ideen wurden da nicht zuende gedacht, während man bei H&K diese Ideen erst gar nicht angefasst hat und sich auf das wesentliche konzentriert hat. Nämlich den Ton.

Ich habe seit einiger Zeit auch einen Cyber Twin hier und bin damit auch sehr zufrieden. Wenn es allerdings um das volle Rockbrett bis zum High Gain Sound geht, kommt nicht an meinen Zentera ;-)

Gruß
VVolverine

Klingt der Zenamp ähnlich wie der Zentera? Also ich schwanke z.zt. zwischen einem Cyber Deluxe, den man schon für weniger als 600€ kriegt, einer billig Lösung ala Behringer, oder einem Zenamp, da man von dem nur gutes hört. Kostet allerdings auch fast 1000 Euronen :cry:

Gruß
Little Wing
 
A
Anonymous
Guest
Klingt der Zenamp ähnlich wie der Zentera? Also ich schwanke z.zt. zwischen einem Cyber Deluxe, den man schon für weniger als 600€ kriegt, einer billig Lösung ala Behringer, oder einem Zenamp, da man von dem nur gutes hört. Kostte allerdings auch fast 1000 Euronen :cry:

Gruß
Little Wing

Meines Erachtens sind die Soundbeispiele auf der H&K-Homepage (http://www.hughes-and-kettner.com bzw. http://www.zentera.de) repräsentativ.

Dem Zenamp fehlt sicherlich aufgrund des abgespeckten Prozessor-Systems ein Hauch an High-End. Er klingt aber (vielleicht gerade deswegen) richtig klasse (habe selbst einen).

Gruß
Björn
 
A
Anonymous
Guest
Zum Vergleich Behringer - Vetta II:

Natürlich gibt es Unterschiede, die auch einen Preisunterschied rechtfertigen. Vor allem hat der Vetta eine neuere und schnellere CPU, die es u.a. erlaubt, zwei Amps gleichzeitig zu simulieren, die Effektauswahl ist größer, man kann bei der Lautsprechersimulation auch Position und Art des simulierten Mikros auswählen, die Software ist ohne Epromtausch updatefähig, er hat zwei Speaker und eine größere Endstufe. Auch wird er wahrscheinlich in kleineren Stückzahlen produziert und verkauft, was die Stückkosten erhöht. Was sich durch diese Punkte nicht erklären lässt, zahlt man für den Namen.

Ob einem das alles den 7-fachen Preis wert ist, steht auf einem anderen Blatt. Wie ich schon in deinem anderen Thread schrieb, bin ich mit dem Behringer-Teil sehr zufrieden, und ich habe durchaus auch schon teuere Amps besessen oder zumindest gespielt.

Was mich beim ZenAmp stört, ist dass H&K es nicht für nötig erachten, sich an Midi-Standards zu halten. Dementsprechend kann man Wah-Wah und Volume nur mit der Original H&K Fußleiste bedienen, die zum einen recht teuer ist und zum anderen nicht mit anderen Amps zu benutzen ist. Als ich mir damals einen Modelling Combo zugelegt habe, war das für mich ein Hauptgrund, mich gegen den ZenAmp zu entscheiden (der in meinem Feld potentieller Amps die preisliche Obergrenze dargestelllt hat).

Gruß,

Jan
 
A
Anonymous
Guest
Bjoern":2cadxinc schrieb:
Klingt der Zenamp ähnlich wie der Zentera? Also ich schwanke z.zt. zwischen einem Cyber Deluxe, den man schon für weniger als 600€ kriegt, einer billig Lösung ala Behringer, oder einem Zenamp, da man von dem nur gutes hört. Kostte allerdings auch fast 1000 Euronen :cry:

Gruß
Little Wing

Meines Erachtens sind die Soundbeispiele auf der H&K-Homepage (http://www.hughes-and-kettner.com bzw. http://www.zentera.de) repräsentativ.

Dem Zenamp fehlt sicherlich aufgrund des abgespeckten Prozessor-Systems ein Hauch an High-End. Er klingt aber (vielleicht gerade deswegen) richtig klasse (habe selbst einen).

Gruß
Björn

Ich hab mir die Soundbeispiele von Zenamp mal angehört. Ganz nett, wenn auch für meinen Geschmack teilwiese ein paar Höhen fehlen.

Gruß
Little Wing
 
A
Anonymous
Guest
Mr. G":igct5wnt schrieb:
Zum Vergleich Behringer - Vetta II:


Ob einem das alles den 7-fachen Preis wert ist, steht auf einem anderen Blatt. Wie ich schon in deinem anderen Thread schrieb, bin ich mit dem Behringer-Teil sehr zufrieden, und ich habe durchaus auch schon teuere Amps besessen oder zumindest gespielt.

Gruß,

Jan

Hallo Jan,
wo gibt es Soundbeispiele vom Behringer V-Tone GMX 212? Für den Preis kann man doch fast nix falschmachen, es sei denn der klingt total Scheiße :-D Brauche den Amp als Übungsamp und zur Ergänzung meines Engl Combos.

Gruß
Little Winkg
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Little Wing,

vom V-Tone habe ich bisher noch keine Soundclips gehört. Die V-Tones gehören zu den "Analog Modelling" Amps, d.h. die Verzerrung ist auf Transistorbasis, wohl inspiriert/abgekupfert von den Tech21 Amps (Sansamp, etc.).

Ich selbst habe den V-Ampire, und zwar als Combo und als Top (letzteres in Verbindung mit 2 H&K 1x12 Cabs). Diese Teile basieren auf dem V-Amp, so dass du dir z.B. diese Soundclips anhören kannst (sind allerdings vor allem metal-orientiert) . Ich selbst benutze allerdings eher die analoge Lautsprechersimulation, die noch ein wenig anders klingt, aber für die kenne ich im Moment keine Beispiele im Netz. Vielleicht komme ich den nächsten Tage dazu, selbst etwas aufzunehmen, mal schauen.

Gruß,

Jan
 
A
Anonymous
Guest
Äh, mal so ganz nebenbei... Vergleicht ihr hier wirklich Behringer mit Hughes & Kettner? Naja... :roll:

Gruß
VVolverine
 
A
Anonymous
Guest
VVolverine":1pyc7ktw schrieb:
Äh, mal so ganz nebenbei... Vergleicht ihr hier wirklich Behringer mit Hughes & Kettner? Naja... :roll:

Gruß
VVolverine

Hallo,
Majestätsbeleidigung? Tabubruch? Ich habe damit null Probleme, da ich mich mit Computeramps sogut wie garnicht auskenne. Aber ich habe momentan einen gewissen Bedarf an Flexibilität u. will mir deshalb ein solches Teil zulegen. Ich bin aber ziemlich sicher, das auf den Platinen bei den verschiedenen Herstellern, in etwa das gleiche von Robotern draufgelötet wird u. man viel mehr den Namen bezahlt, als bei z.b. Röhren Amps. Den Rest erledigt die Software.
Hätte ich die Gelegenheit in aller Ruhe mal den Line 6 Vetta, den H&K Zenamp und den Behringer V-Tone GMX 212 anzutesten , dann könnte ich mir schnell selbst ein Bild davon machen warum der eine 2000€, den nächste 1000€ und der letzte nur 300€ kostet. Was auf den Kisten draufsteht geht mir sowas von am A*sch vorbei :mrgreen:
Ist fast so wie bei PC's. Sind ja eigentlich nix anderes als Gitarrencomputer mit eingebauten Lautsprecher :lol:

Gruß
Little Wing
 
A
Anonymous
Guest
VVolverine":16p053hp schrieb:
Äh, mal so ganz nebenbei... Vergleicht ihr hier wirklich Behringer mit Hughes & Kettner? Naja... :roll:
Hallo Mirko,

Vergleichen kann man doch prinzipiell alles miteinander. Die Frage ist aber natürlich, was bei so einem Vergleich herauskommt. :)

Eines vorab: Ich habe den Zenamp nie unittelbar neben dem V-Ampire gepspielt, was einen wirklichen Vergleich natürlich stark erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht.

Bei mir sah der Entscheidungsprozess vor ca. zwei Jahren so aus: Nachdem ich jahrelang ein kleines Rack hatte (Peavey Rockmaster als Vorstufe, GP-8 und SE-50 für Effekte, Marshall 8008 Endstufe, 2x112 H&K Cabs), hatte ich auf Schlepperei und Verkabeln keine Lust mehr und wollte mir einen Modelling-Amp zulegen, der zum Proben ausreicht und bei Auftritten direkt abgenommen werden kann. Vetta und Zentera kamen für mich nicht in Frage, weil ich nicht bereit war, €2000 oder gar €3000 auszugeben. Ausserdem wollte ich ja etwas möglichst transportables, und die beiden Teile wiegen ja jeweils ca. 30 kg.

Dementsprechend kamen in meine Auswahl Line6 Flextone II 112 (evtl. 212), Yamaha DG-60 FX 112 und H&K Zenamp. Der Behringer V-Ampire war zu diesem Zeitpunkt nur angekündigt.

Also recherchierte ich im Netz und mailte die Hersteller an, um mich über die technischen Daten, Modelle und Effektkombinationen vorab zu informieren und fuhr dann nach Köln, um bei Music-Store und Music-City (gab es damals noch) möglichst viele dieser Amps anzutesten.

Auf den Yamaha war ich gespannt, weil ich viel Gutes über ihn gelesen hatte, der Preis im Mittelfeld lag und er recht handlich war. Den Sound fand ich leider aber wenig ansprechend, durchweg etwas kratzig. Beim Flextone gab es ein paar Modelle, die ich ganz nett fand. Beim Vox (genaues Modell weiss ich nicht mehr) kam ich über ein paar effektbeladene Presets, die mich nicht sonderlich beeindruckten, nicht hinaus. Den Zenamp fand ich auf Anhieb ansprechend, wobei mich die unvollständige Midi-Kompatibilität (s.o.) und die Einschränkungen bei den Effekten (Compressor+Chorus+Delay nicht gleichzeitig) ärgerten - vor allem angesichts des Preises - zumal ich von H&K erfahren hatte, dass auch keine Updates geplant seien (und es ja auch bis heute keines gegeben hat). Bei allen der getesteten Amps störte mich ausserdem, dass ich bei einem Patchwechsel nicht unmittelbar sehen konnte, welche Einstellungen der jeweilige Patch hatte - von meinem €150 V-Amp 2, den ich für zu Hause hatte, war ich das anders gewöhnt, und dementsprechend hätte ich von Verstärkern, die ein Vielfaches kosten, ähnliches erwartet.

Da mich keiner der Amps vollständig überzeugt hatte und mir mein V-Amp 2 auch als Vorstufe vor "echten" Gitarrenamps gut gefiel, beschloss ich, die paar Monate auf den V-Ampire zu warten und bestellte ihn vorab per Versand - der günstige Preis spielte natürlich eine Rolle, aber eben nicht die ausschlaggebende, und ein 14-tägiges Rückgeberecht hatte ich ja auch. Von diesem musste ich zum Glück keinen Gebrauch machen, weil mir der Amp bis heute gut gefällt. Die Bedienung kannte ich ja vom V-Amp schon, und klangmäßig bekomme ich die Sounds, die ich brauche, schnell und überzeugend hin. Ein paar Kritikpunkte hätte ich schon: Er könnte etwas lauter sein (zum Proben reicht es zwar, aber ich mache ja auch keinen Heavy Metal; live gehe ich per XLR in die PA, so dass die Lautstärke nicht so wichtig ist), das Wah ist Geschmackssache, das Autowah reduziert die Dynamik recht stark und um Effekte "richtig" programmieren zu können, braucht man einen Computer. Das sind aber alles Dinge, die ich verschmerzen kann.

Mag schon sein, dass der Zenamp im direkten Vergleich besser klingt - vielleicht hätte ich ihn ja etwas ausgiebiger testen müssen. Lauter ist er mit Sicherheit - die 2 12" Speaker spielen für den Klang und die Lautärke ja auch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber für weniger als ein Drittel des Preises (aktuelle Preise: ZenAmp €999, Z-Board €399 im Vergleich zu V-Ampire €279, FCB1010 €159) habe ich eine Lösung, für deren Sound ich mich wirklich nicht zu schämen brauche, und von der Bedienung her gefällt mir das Behringer Teil sogar besser.

... wobei mir schon klar ist, dass so ein Vergleich bei jedem anderen anders ausfallen kann/wird. Nichts ist ja so sehr Geschmackssache wie Gitarrensound.

@Little Wing: Und da du mit dem V-Tone ja schon einen Amp mit nicht-digitaler Tonerzeugung (nur die Effekte sind digital) in deiner Auswahl hast: Von Hughes & Kettner gibt es mit dem Matrix Combo demnächst auch ein ähnliches Teil, das interessant aussieht und in etwa in deinen finanziellen Rahmen passt.

Gruß,

Jan
 
Gilliw
Gilliw
Well-known member
Registriert
21 Oktober 2003
Beiträge
89
Also ich bin auch mit Behringer zufrieden ,

Hab den GX210 und das FCB1010 , dazu noch H&K Metalmaster , Alesis QuadraVerb und Dynacord Box mit 2x12" sieht als Stack auch ganz gut aus .
Rack.jpg


Ok, man kann sich überlegen ob man alles mitschleppt
 
W°°
W°°
Well-known member
Registriert
4 Februar 2002
Beiträge
4.959
Lösungen
3
Ort
Dübelhausen
Mr. G":1rmsztkr schrieb:
VVolverine":1rmsztkr schrieb:
Äh, mal so ganz nebenbei... Vergleicht ihr hier wirklich Behringer mit Hughes & Kettner? Naja... :roll:
Hallo Mirko,

Vergleichen kann man doch prinzipiell alles miteinander. Die Frage ist aber natürlich, was bei so einem Vergleich herauskommt. :)

Eines vorab: Ich habe den Zenamp nie unittelbar neben dem V-Ampire gespielt, was einen wirklichen Vergleich natürlich stark erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht.

Bei mir sah der Entscheidungsprozess vor ca. zwei Jahren so aus: ......

Hallo Jan,

vielen Dank für Deine umfangreichen und fundierten Texte!
Bitte mehr davon!
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Wolfgang,

Danke für die Blumen. Ich werde mein Bestes tun und freue mich im Gegenzug über deine wirklich interessanten und erfrischenden Einblicke in die Praxis des Gitarrenbaus.

Gruß,

Jan
 
 

Oben Unten