GEMA verliert Augenmaß


A
Anonymous
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Wenn die GEMA nicht gestoppt wird mit Ihren Forderungen, dann werden wohl viele Veranstalter ...... keine Veranstalter mehr sein.
Dann GEMA halt ein Bier trinken, statt Mugge zu machen

http://openpetition.de/petition/online/gegen-die-tarifreform-2013-gema-verliert-augenmass
 
L
Larryboogie
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Die Gema hatte bislang so viel Augenmaß wie Steve Wonder!
Ge(H)ma(l) weg!!!
 
E
erniecaster
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2
Hallo!

Nö. So einfach ist es ja nicht.

Wenn jetzt die Clubs stärker zur Kasse gebeten werden, geben die die Kosten mit Sicherheit weiter an die Konsumenten. An die Konsumenten, die mittlerweile Musik zu großen Teilen für lau hören. Sorry, irgendwie muss die Musik bezahlt werden, denn die fällt nicht vom Himmel sondern wird von Musikern gemacht.

Mittlerweile verdienen selbst "große" Bands nur noch an Tourneen und nicht mehr an CDs. Was ist von der GEMA jetzt so falsch daran, auch für Musik aus der Konserve wieder die Hand aufzuhalten, um die Kohle an die Musiker weiter zu geben?

Wir brauchen nicht darüber reden, dass bei der GEMA einiges im Argen liegt, insbesondere bei der Verteilung der Beute. Hier ist massiver Reformbedarf, keine Frage. Dennoch sollte man nochmal ein paar Minuten nachdenken, bevor man die GEMA mal wieder als das "böse System" ansieht.

P.S. Auch hier bitte mal klicken: http://www.guitarworld.de/forum/sven-regeners-wutrede-t35553.html

Gruß


erniecaster
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Als Autor könnte man auch "angeschlossenes" Mitglied oder "ausserordentliches" Mitglied werden und auf Versammlungen im Sinne von ... (hier etwas einsetzen) auftreten und abstimmen. Bei aller berechtigten Kritik ist es immernoch ein e.V. und das höchste Organ ist die Mitgleiderversammlung.

:meld:

Grusss


r
 
therealmf
therealmf
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Ernie, ich finde es richtig, differenziert an solche Themen heranzugehen. Und Sven Regeners Wutrede habe ich mir gerade sehr beeindruckt angehört. Ich finde, er hat recht. Aber ich finde die gleichzeitige Veränderung der Gebührenregelung der GEMA trotzdem falsch. Das mag ein Versuch sein, in einem anderen Teich noch ein paar kleine Fische zu fangen, es ist aber der falsche Teich. Für das Überleben der Künstler spielt die reproduzierende Livemusik ökonomisch kaum eine Rolle. Die GEMA täte besser daran, sich mit entsprechenden Initiativen an Sven Regeren anzuhängen bzw. solche Vorstöße zu unterstützen, anstatt andernorts die Gebühren zu erhöhen...
 
A
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erniecaster schrieb:
Hallo!

Nö. So einfach ist es ja nicht.

Wenn jetzt die Clubs stärker zur Kasse gebeten werden, geben die die Kosten mit Sicherheit weiter an die Konsumenten. An die Konsumenten, die mittlerweile Musik zu großen Teilen für lau hören. Sorry, irgendwie muss die Musik bezahlt werden, denn die fällt nicht vom Himmel sondern wird von Musikern gemacht.

Mittlerweile verdienen selbst "große" Bands nur noch an Tourneen und nicht mehr an CDs. Was ist von der GEMA jetzt so falsch daran, auch für Musik aus der Konserve wieder die Hand aufzuhalten, um die Kohle an die Musiker weiter zu geben?

Wir brauchen nicht darüber reden, dass bei der GEMA einiges im Argen liegt, insbesondere bei der Verteilung der Beute. Hier ist massiver Reformbedarf, keine Frage. Dennoch sollte man nochmal ein paar Minuten nachdenken, bevor man die GEMA mal wieder als das "böse System" ansieht.

P.S. Auch hier bitte mal klicken: http://www.guitarworld.de/forum/sven-regeners-wutrede-t35553.html

Gruß


erniecaster

Du sprichst mir aus der Seele !! :dafuer:
 
S
Schnabelrock
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erniecaster schrieb:
Wir brauchen nicht darüber reden, dass bei der GEMA einiges im Argen liegt, insbesondere bei der Verteilung der Beute. Hier ist massiver Reformbedarf, keine Frage.

Vielleicht (!) ist es ja so, dass das existente System aus Gema-Produzenten-Plattenfirmen-Musikverlagen-Managern usw. ein Relikt aus Tagen des Überflusses ist. Als selbst 3-Reihe-Bands wie Warrant, Cinderella oder Fury In The Slaughterhouse so gut verdient haben, dass sie ab Mitte 30 mit dem Ruhestand liebäugelten. Im Vertrauen auf Lizenzabrechnungen bis 2080.

Nun ist längst nicht mehr so viel Geld in der Branche. Bands wie die vorgenannten entdecken ihre Liebe zur Musik wieder und feiern Reunion. Und das Geflecht Gema-Produzent-Plattenfirma-Musikverlag-Manager frisst die alten Weiden ab, so gut es noch geht.

Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Musiker ist. Ich glaube nicht, dass es damit getan ist, zu sagen, die GEMA tut halt, was sie kann und irgendwie wird es schon gut für uns sein. Das ist zu wenig für 2012.
 
Woody
Woody
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Schnabelrock schrieb:
Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Musiker ist. Ich glaube nicht, dass es damit getan ist, zu sagen, die GEMA tut halt, was sie kann und irgendwie wird es schon gut für uns sein. Das ist zu wenig für 2012.

Hast Du mal einen gefragt?
Die GEMA ist an mancher Stelle sicherlich fragwürdig organisiert.
Mach Vorschläge, statt nur DAGEGEN! zu sein.

Viele Grüße,
woody


PS bin ich der Einzige, der sich von dem Artikel über der Petition nicht hinhreichend informiert sieht?
Das ist tendenziös und lausig geschrieben.
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Woody schrieb:
PS bin ich der Einzige, der sich von dem Artikel über der Petition nicht hinhreichend informiert sieht?
Das ist tendenziös und lausig geschrieben.

Wiesodenndas? Da steht doch gross und deutlich drunter, dass es sich um eine Aktion eines Wirtschaftsverbandes handelt ...
 
S
Schnabelrock
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Woody schrieb:
Schnabelrock schrieb:
Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Musiker ist. Ich glaube nicht, dass es damit getan ist, zu sagen, die GEMA tut halt, was sie kann und irgendwie wird es schon gut für uns sein. Das ist zu wenig für 2012.

Hast Du mal einen gefragt?
Die GEMA ist an mancher Stelle sicherlich fragwürdig organisiert.
Mach Vorschläge, statt nur DAGEGEN! zu sein.

Viele Grüße,
woody


PS bin ich der Einzige, der sich von dem Artikel über der Petition nicht hinhreichend informiert sieht?
Das ist tendenziös und lausig geschrieben.

Wieso ich? Ich bin Anwalt und Hobbymusiker. Ich hab noch nie irgendeinen Cent Gewinn mit Musik gemacht. Sollen die Profis sich etwas ausdenken. Die haben den Stein ins Rollen gebracht, indem sie damals mit grosser Freude und schönen Gewinnen, alles von Abba bis ZZ Top auf CD nochmal und nochmal und nochmal verkauft haben.

Nun sind die fetten Jahre vorbei und man hört nur noch Lamento und Wünsche nach Zwangsabgaben. Die es über Gema, Beiträge für Leer-Datenträger etc. sowieso schon gibt. Leute, werdet mal erwachsen. Ich hab auch keine Organisation, die für jeden Umsonst-Rechtstrat im Internet 0,1 Cent kassiert und auf uns Anwälte streut, selbst wenn der Rechtsrat kopiert oder geklaut ist.

Macht Musik, spielt live und findet Lösungen des Verkaufs. Und wenn Euch das frustriert, werdet halt Buchhändler, Lehrer oder sonstwas.

Nix für ungut, habe fertig.
 
Woody
Woody
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Ich habe nochmal ein bißchen nachgedacht, über die Petition.

Es geht also drum, daß Clubs und Veranstalter aufhören müssen.
Weil, wenn die GEMA teurer wird, dann können sie Ihr Geschäftsmodell nicht mehr aufrecht erhalten.
Das Geld, was die GEMA mehr einsammeln will, würde an Musiker fließen.
Die Musiker, auf deren Content das Geschäftsmodell dieser Clubs und Veranstalter basiert.
Es ist hier also ein Verteilungskampf im Gange, Musiker gegen Veranstalter.

Musik treibt Leute in Discos,
ohne Musik wären Kneipen blöd,
ohne Musik fände kein einziges Konzert statt.
Veranstalter verdienen Ihr Geld damit, mit andererleuts Musik Kunden in Ihre Räume zu locken und ihnen Eintritt und Getränke zu verkaufen.



Und da gibt es in diesem Forum Musiker, die aus Seiten der Veranstalter unterschreiben???


Verkehrte Welt.

Viele Grüße,
woody
 
A
Anonymous
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Woody schrieb:
Und da gibt es in diesem Forum Musiker, die aus Seiten der Veranstalter unterschreiben???

Woody, so gesehen hast Du Recht, aber jetzt möchtest du mit deiner Band ja auch mal, irgendwann mal live spielen. Du gehst zum Wirt (Veranstalter), der hat ein Saal für ca. 300- 400 Personen und macht eigentlich immer 1x im Monat Livemusik, egal ob jetzt Rock, Blues oder Kirmesmugge und der zahlt dir und deiner Band wenn du Glück hast eine feste vereinbarte Gage Summe xxxxx. Nach der Erhöhung der Gebühren für die GEMA , rechnet der Wirt ,Band = xxxxx Euro Gema=900 Euro, bleibt nix mehr übrig da muss ich ja noch draufzahlen.Werde ich in Zukunft wohl keine Veranstaltung mehr machen, rechnet sich nicht.
Da Du mit deiner Band von der GEMA eh nix bekommst und der Wirt nicht mehr will, ist dir also auch diese Möglichkeit, mal öffentlich aufzutreten und ein Fuffi zu verdienen, genommen wurden.
GEMA halt nur noch Bier trinken oder werden zur Proberaum Band
 
B
Burning Bastard
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@Garry: seh ich genau so.

Ich kenn den GEMA-Verteilerschlüssel zwar nicht, dieser soll aber wohl so sein, dass "erfolgreichere" Musiker damit bevorzugt werden (auch aus kulturpolitischen Gründen, Stützung des "Musiker-Standortes Deutschland" sozusagen).

Ich weiss, dass kleine Bands idR immer mehr Mitgliedsbeiträge oder indirekt über die Veranstaltungsabgabe an die Gema zahlen, als dass sie selbst mit der Musik verdienen werden. Häufig sind sie nämlich auch selbst die Veranstalter!

Ich denk da an die Juze-/AZ-Szene, oder auch mal das Schulkonzert oder das Stadtfest. Die werden von der Gema gerade konsequent plattgemacht. Hurra Nachwuchsförderung. Hurra nicht-kommerzielle Kleinkunst-Szene.

Ich hab noch nie verstanden, warum ich dafür zahlen muss, wenn ich mit meiner Feierabendband ein Lied der Ramones von 1976 cover und damit dank Verteilungsschlüssel nur den Musikzirkus von Stefanie Hertel bis Herbert Grönemeyer finanziere.
Wenn ich ne professionelle Coverband wäre - ok. Wenn ich Profi-Veranstalter wäre - ok. Ich (und das AZ) verdien aber kein Geld damit, ich steck welches rein - und das zahlt mir auch keiner. Das Geld fließt (wenn überhaupt) an irgendeinen schmockigen Profi-Alleinunterhalter, und nicht an das besetzte Haus. Wenn die Gema-Abgabe irgendwann höher ist als die Einnahmen ist schluss mit lustig.

Kein Mensch außer Musikern, Studenten und ein paar Altpunks kennt die Ramones. Die Leute kaufen die T-Shirts bei H&M, weils halt cool aussieht (so wie "Beach Club 1959", mit ein paar Palmen drauf etc.). Jetzt soll ich dafür zahlen, dass ich die Erinnerung an die Ramones aufrechterhalte für 3 Euro pro Nase Eintritt (bei insgesamt 15 zahlenden Gästen)? Irgendwann zahlt man hier auch noch fürs Kacken...

Die Profi-Musiker unter uns (die die Pro-Gema sind) sollten sich fragen, ob sie Ihre Situation dadurch wirklich verbessern würden, in dem Sie ihren "kleinen Amateur-Brüdern/Schwestern" das Wasser abgraben (lassen).

Die ganze Gema-/Youtube/Plattenfirmen-Diskussion betrifft meiner Meinung nach auch nur diese 3. Lasst die kleinen Nicht-/Geringverdiener in der Musikbranche außen vor.

Puh...von der Seele geschrieben...musste mal raus...

Grüße
BB
 
Woody
Woody
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Burning Bastard schrieb:
@Garry: seh ich genau so.

Ich kenn den GEMA-Verteilerschlüssel zwar nicht, dieser soll aber wohl so sein, dass "erfolgreichere" Musiker damit bevorzugt werden (auch aus kulturpolitischen Gründen, Stützung des "Musiker-Standortes Deutschland" sozusagen).

:roll:

Vieles bei der GEMA läuft über Pauschalbeträge.
Klar wird Herbert Grönemeyer, der im Schnitt öfter gespielt werden wird, mehr vom Kuchen bekommen, als der undergroundige Szene-Geheimtip.
Was ist daran falsch?

Burning Bastard schrieb:
Ich weiss, dass kleine Bands idR immer mehr Mitgliedsbeiträge oder indirekt über die Veranstaltungsabgabe an die Gema zahlen, als dass sie selbst mit der Musik verdienen werden. Häufig sind sie nämlich auch selbst die Veranstalter!

Das fällt dann unter natürliche Auslese.
So doof das ist,
der eine beklagt das Gießkannenprinzip,
der andere, daß die nicht hinreichend alimentiert werden, die Ihre Shows nicht profitabel organisiert bekommen.



Burning Bastard schrieb:
Ich denk da an die Juze-/AZ-Szene, oder auch mal das Schulkonzert oder das Stadtfest. Die werden von der Gema gerade konsequent plattgemacht. Hurra Nachwuchsförderung. Hurra nicht-kommerzielle Kleinkunst-Szene.

Ich hab Nachgeschaut:
Vergütungssätze WR-OKJE
Für die Wiedergabe von Werken des GEMA-Repertoires in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Musikwiedergaben an mehr als 16 Tagen im Monat:
Pauschalvergütungssatz je Einrichtung:
Jährlich: 250€
Vierteljährlich: 68,75€
Monatlich: 25 €

Musikwiedergaben an weniger als 16 Tagen im Monat:
Pauschalvergütungssatz je Einrichtung:
Jährlich: 187,50€
Vierteljährlich: 51,56€
Monatlich: 18,75 €

Nettobeträge zuzüglich z. Zt. 7 % Umsatzsteuer

Ist das ehrlich so ein Riesendrama?


Burning Bastard schrieb:
Das Geld fließt (wenn überhaupt) an irgendeinen schmockigen Profi-Alleinunterhalter, und nicht an das besetzte Haus. Wenn die Gema-Abgabe irgendwann höher ist als die Einnahmen ist schluss mit lustig.

:aluhut:
Ich kann Dir nicht folgen.


Burning Bastard schrieb:
Die Profi-Musiker unter uns (die die Pro-Gema sind) sollten sich fragen, ob sie Ihre Situation dadurch wirklich verbessern würden, in dem Sie ihren "kleinen Amateur-Brüdern/Schwestern" das Wasser abgraben (lassen).

Die ganze Gema-/Youtube/Plattenfirmen-Diskussion betrifft meiner Meinung nach auch nur diese 3. Lasst die kleinen Nicht-/Geringverdiener in der Musikbranche außen vor.

Wenn Du in der öffentlichkeit fremde Werke aufführen willst und das kommerziell nutzen (sprich: Eintritt nehmen) dann kassiert die GEMA.
Auch z.B. für die Ramones.
Wenn Du eigenen Kram aufführen willst, dann steht Dir das frei, solange Du nicht bei der GEMA bist.
Du mußt nicht in die GEMA eintreten, dann kostet Dich das alles nüscht.
Wenn Deine eigenen Songs scheiße sind und sie keiner hören will,
dann siehst Du vielleicht ein, daß es richtig ist, die Ramones an Deinem Umsatz zu beteiligen, wenn Du für Coverversionen Ihrer Songs ein Publikum interessieren kannst.

Viele Grüße,
woody


nicht GEMA-Mitglied.
Wenn sich da was ändert sag ich Bescheid.
Versprochen.
 
B
Burning Bastard
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@woody:

1) ich weiss das wir scheisse sind
2) unser Publikum weiß das auch
3) es ist egal
4) ich spiel die Ramones nicht, um mehr Leute zu locken, sondern weil ich die Ramones toll finde und hoffe, dass mal ein Jungspund nach dem Gig vorbeikommt und fragt, vom wem das 3. Lied war, dass ihm von allen am besten gefallen hat: und ich kann dann sagen: RAMONES!

kapiert? Das das als Basis für einen Profi-Musiker nicht funktioniert ist mir auch klar - nur, wieso werden wir dann mit diesem in einen Topf geschmissen? Und jetzt erzähl mir nicht, dass die Ramones etwas von diesem System gehabt hätten (wenn sie noch leben würden).

25€ im Monat find ich grundsätzlich ok, aber auch nicht gerade wenig - aber ich kenn die Gebühren nicht wirklich. Allerdings kenn ich die Klagen der kleinen Veranstalter, die mehrere 100 € für eine Veranstaltung abdrücken müssen, abhängig von der Größe des Veranstaltungsorts - egal wieviel kommen...oder bin ich falsch informiert?

Gruß
BB
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Burning Bastard schrieb:
Puh...von der Seele geschrieben...musste mal raus...
Grüße
BB

Wenn du frische Luft brauchst, bei mir im Garten müsste ne Menge Unkraut, Efeu, Brombeeren raus. Du darfst auch deine ganze Band mitbringen. Arbeitshandschuhe wäre auch ok. Kommendes Wochenende würde mir gut passen, dann bin ich eh im Proberaum und kann in den Pausen immer mal sehen ob ihr das ordentlich macht. Ich würd sagen Samstag 9:00 anfangen wäre ok.

Grusss


r
 
B
Burning Bastard
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Nachtrag:

ich meine auch, dass die Gema deutlich effektiver wäre, wenn Sie die "Kleinen" ganz außen vor lassen würde.

Stell dir doch mal diesen Papierkrieg/Aufwand vor: 1000 kleine Veranstalter füllen allabendlich brav die Songlisten aus, im Schnitt sind 3 von 10 Liedern irgendwie gecovert (wenn sie denn akustisch überhaupt erkennbar sind), meistens sind es eh kleine Bands (oder schon lange tote), die gecovert werden (siehe Ramones) etc.

Wer wertet das denn aus? Wer kontrolliert, ob jetzt die Veranstaltung auf der Wiese mit 3 Bands und vielleicht 30 Zuschauern ja auch ordnungsgemäß angemeldet ist?

Ich finde, ähnlich wie bei der EKSt-Erklärung würde sich die Gema keinen abbrechen, alles unter 2500€ Abendkasse (oder halt ne Monatspauschale) frei laufen zu lassen und erst dann abzukassieren. Die Kontrolle wäre einfacher, der Aufwand für die Gema deutlich kleiner, der Underground kann weiter seinen nichtkommerziellen Krach machen, die Teenies können üben und der Veranstalter von Grönemeyer zahlt an Hertel und es tut sich keiner weh...
 
B
Burning Bastard
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@Riddimkilla:

außerdem bin ich ja auch schon an die Ramones vergeben, nächste Woche geht's dort ins Gebüsch...das wird ganz schön stressig, die ham sich von Ihren Gema-Tantiemen schon größere Gärten geleistet...
 
E
erniecaster
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Hallo!

Zur Versachlichung könnte man hier mal hinsehen:

https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_ad/tarif_u_v.pdf

Bis 300 qm (=anständiges Jugendzentrum) und bis 2,-- € Eintritt Gema = 66,--€

Der Betrag könnte das eine oder andere relativieren...

Gruß

erniecaster
 
T
The Rabber
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Wir hatten letztens nen Gig im Juze... 3€ Eintritt und ca. 70. Personen. Von den Einnahmen gingen jeweils 1/5 an die 3 Bands und 2/5 ans das Juze. Von diesen 2/5 müssen Gema, Techniker und die Mitarbeiter bezahlt werden. So das Juze muss dann 60 bzw. 90€ alleine an die Gema zahlen und somit macht es schon miese. Wenn das ganze nicht von der Stadt unterstützt werden würde, wären solche Veranstaltungen für junge Bands wohl bald nicht mehr möglich...

Gruß

Rabber
 
mr_335
mr_335
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Der neue Tarif betrifft nicht Konzerte, ist euch schon klar oder. Für Konzerte gilt der Tarfi U-K. Wenn das JUZE mehr als 30 Euro Gema zahlt kennt sich bei denen jemand nicht so recht mit der Gema aus....
 
 

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