Moin Leute,
die Monopolfrage hat sich in meinen Augen erledigt. Wie schon geschrieben, gibt es eine Menge anderer Hersteller gibt, die ihre Produkte erfolgreich verkaufen.
Zum anderen, wer kauft denn Mesa? Die Fans von Mesa. Warum sind sie Fans? Bestimmt nicht, weil sie doof sind und deshalb nicht merken, dass sie beschissen werden, oder weil sie alle markengläubig sind. Vielmehr, weil sie auch von Mesa-Produkten an sich, und besonders von typischen Mesa-Sound überzeugt sind.
Richtig ist, dass es andere Hersteller gibt, die mesa-ähnlich klingen. Das alleine reicht nicht aus, denke ich. Mir hat's jedenfalls nicht gereicht.
Mesa hat in der Vergangenheit immer wieder Maßstäbe im Amp-Bau gesetzt.
Ich selbst habe 3 Mesa-Amps besessen. Einen Lonestar Classic I, einen Lonestar Special und einen Mark IV.
Was hat mir an diesen Amps gefallen? Zum einen natürlich der Sound. Zum anderen aber - und das war mir ebenso wichtig - die zusätzlichen technischen Features. Sei es, problemlos Röhren wechseln zu können, ohne den Bias neu einstellen zu müssen, auch die Möglichkeit andere Röhrentypen zu verwenden. Besonders wichtig war mir jedoch, dass ich bei allen diesen Amps die Leistung reduzieren konnte. Und das bot seinerzeit kaum ein anderer Hersteller.
Und nicht zuletzt: Die Verarbeitung war hervorragend, keiner der Amps hat mich im Stich gelassen, nur einmal ist mir eine Sicherung durchgebrannt - und dafür war ich verantwortlich.
Klar, die Dinger kosten eine Stange Geld. Aber wie schon geschrieben, der Wiederverkaufswert blieb immer hoch. Und vor allem: Es gab Käufer, man blieb nicht auf dem Amp sitzen.
Warum kaufen die Leute einen Mesa? Nicht etwa nur, weil sie bereit sind das Geld zu bezahlen. Nö, sie hätten es den Mesa bestimmt gern als Schnäppchen ergattert. Sie kaufen, weil sie die Voraussetzung dafür erfüllen. Sie haben so viel Geld. Um die Geldfrage herum zu argumentieren, wäre eine Diskussion auf hohem Niveau.
Dass Mesa die "freie Marktwirtschft" mit seinem Verhalten behindert, steht außer Frage. So sind sie nun mal, man kann es nicht ändern.
Kaufe oder lass es sein oder kaufe einen guten gebrauchten in Deutschland bzw in den USA, sind die richtigen Antworten darauf. Und das sind gute Alternativen.
Dass sz... hier gefrustet rumault, na ja, kann vorkommen. Hilft ihm aber letztlich nicht. So kommt er jedenfalls an keinen Mesa.
Ich finde diese Maulerei an Mesa's Geschäftspraktiken um so befremdlicher, weil er eine
PRS spielt. Und wenn ich das richtig erinnere, legt PRS vergleichbares Gebaren an den Tag.
Ja, was denn nun? Mesa ist deshalb zu verteufeln, PRS ist klasse?
Ist doch kappes.
Im Grunde haben wir hier eine Diskussion, die auf anderer Ebene genauso gelaufen ist und bei nächster Gelegenheit wieder so laufen wird: Man argumentiert von tiefster Ablehnung geprägt und sprechen von "Verarsche", andere komplett gegensätzlich.
Leute, wo bleibt die goldene Mitte und vergleichendes, emotionsloses Abwägen? Und vor allem: Wo bleibt die Toleranz? Menschen für blöd darzustellen, weil sie in ihrem Marken die Geschäftsgebaren nicht erkennen wollen/können, ist ebenso billig wie diffamierend und verletzend.
Mir fehlt auch die Klärung der Frage, warum Mesa in den USA im Vergleich zur EU so preiswert ist. Vielleicht liegt das nur daran, weil die Amis gerade in einer ziemlichen Krise stecken? Absatzprobleme ziehen immer eine Preissenkung nach sich.
Hatten wir hier auch. In den vergangenen beiden Jahren hat
Gibson ordentlich die Preise gesenkt. Meiner CS 336 hat Dezember 2008 als Gitarre des Monats 2.2 Kilo gekostet. Bis vor gut 8 Wochen kostete sie bei allen großen Händlern unter 1800 €. Jetzt überwiegend 2.600 €, nur bei einem Händler noch 1998 €. Warum wohl? Vielleicht, weil sich Deutschland von der Krise zu erholen beginnt? Wenn sich in den USA vergleichbares tut, wird sich die Preisdifferenz ändern.
Aus dieser Diskussion steige ich wegen erkennbarer Sinnlosigkeit aus.