Was ist beim E-Gitarren Kauf zu beachten?


A
Anonymous
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Hallo ich werde heute in den Music-World gehen und mir ne Epiphone Les Paul Custom holen. Da ich noch relativ Anfänger bin, spiel seit 2 1/2 Jahren, brauche ich Tipps was zu beachten ist.

Ausgiebig anspielen is klar aber was sont noch?
 
A
Anonymous
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Hi,

am besten, Du nimmst Dir einen erfahrenen Kollegen mit, der Dir mit Fachwissen zur Seite steht... man entwickelt da im Laufe der Zeit ein Gespür für. Als Anfänger konnten wir das alle nicht, denke ich mal.

Gruß
burke
 
frank
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Hi,

schau doch mal unter Extras/FAQ nach (so Du das nicht ohnehin schon getan hast). Dort sind einige Beiträge zu diesem Thema eingestellt.

Ich halte es für wichtig, dass eine Gitarre erst mal ohne Amp zu spielen. Dann bekommt man schon mal einen Eindruck vom Klangvolumen des Holzes. Das ist nämlich durchaus unterschiedlich, auch bei Gitarren derselben Modellreihe. Aus diesem Grund ist für mich die Farbe auch stets zweitrangig gewesen; denn was nützt die schönste Farbe, wenn es nach nichts klingt?
Du wirst leicht merken, welche gut klingt und welche nicht. Die einen kommen zurück ins Regal, die anderen kannst Du an einem Amp anschließen. Lass Dir zunächst keine Effekte dazu schalten, denn diese können das Klangbild bis zur Unkenntlichkeit verfälschen. Spiele sie clean und sortiere weiter aus. So kannst Du durch stetes Aussortieren die für Dich beste Gitarre finden.
Dass man so ganz nebenbei auch einen kritischen Blick auf die Verarbeitung wirft, ist ohnehin klar.
Eine Person mit Sachverstand mitzunehmen ist eine prima Idee. Aber lass Dich nur beraten, nicht beeinflussen. Das kann eine ziemliche Gratwanderung sein.

Manchmal fangen die Verkäufer an zu drängeln. Das sollte Dir egal sein.
Und jetzt: Viel Vergnügen
 
A
Anonymous
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Hallo,

Ich halte es für wichtig, dass eine Gitarre erst mal ohne Amp zu spielen.

das kann sehr täuschend sein! Am Amp kommt "nur" ein Wechselspannungssignal rein, das durch Induktion erzeugt wird. Der "trockene" Sound spielt da höchstens mittelbar eine Rolle. Unmittelbar schwingen da erst mal Saiten aus magnetischem Material im Magnetfeld des PUs und induzieren eine Spannung. Der "Trockenklang" wird so gesehen nicht wirklich im Amp hörbar, sondern ist höchstens ein Klangeinfluß.

Gruß
burke
 
W°°
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burke":5iv34hog schrieb:
Hallo,

Ich halte es für wichtig, dass eine Gitarre erst mal ohne Amp zu spielen.

das kann sehr täuschend sein! Am Amp kommt "nur" ein Wechselspannungssignal rein, das durch Induktion erzeugt wird. Der "trockene" Sound spielt da höchstens mittelbar eine Rolle. Unmittelbar schwingen da erst mal Saiten aus magnetischem Material im Magnetfeld des PUs und induzieren eine Spannung. Der "Trockenklang" wird so gesehen nicht wirklich im Amp hörbar, sondern ist höchstens ein Klangeinfluß.

Gruß
burke

Cher Burke
Naja - ähh - nöö.
Teils stimmt das natürlich, aber ein unklarer, eiriger, muffiger, undifferenzierter, oder sonst wie unschöner Trockensound wird auch hinter der Spule nicht schön.

Dem Anfänger nutzt diese Info jedoch nichts.
Darum schau mal in den FAQ. Ich habe mal etwas hiflreicheres dazu abgesondert.
 
B
Banger
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Oh geschätztes Burkina Faso,

burke":26cmvodb schrieb:
Unmittelbar schwingen da erst mal Saiten aus magnetischem Material im Magnetfeld des PUs und induzieren eine Spannung.

...aber die Schwingung der Saiten wird u.a. durch Dichte/Festigkeit des Holzes und dem daraus resultierendem Resonanzverhalten beeinflusst :)

Klugscheisser-Aktionswochen! W°° und Banger - ein Preis!
 
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Anfänger war jetzt vll. doch übertrieben. Ich selber würde mich als Fortgeschrittenen bezeichnen, aber im Gitarren kauf bin ich Anfänger :oops:

FAQs hab ich mir auf durchgelsen, aber nicht wirklich hilfreich. sorry

Ihr solltet noch dazulschrieben, dass man mal an allen Potis drehen sollte und vor allem mal in den hohen Lagen spielen sollte. (hat mir mein Gitarrenlehrer jetzt gesagt)
 
frank
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Hi Dj,

ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass so etwas wie ein "Danke" angebracht wäre.

Ich erlaube mir ferner folgenden Hinweis zu Deiner Kritik am FAQ: Fragen stellen und nach deren Beantwortung Kritik üben, kann ein jeder. Mit all Deinen Erfahrungen, die Du jetzt beim Instrumentenkauf machst, kannst Du es jetzt ja leicht besser machen. Das wäre mal eine Maßnahme.
 
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Vielen Dank für eure Mühe!

Wenn ich die Gitarre hab, dann werde ich ein Review schreiben und Anregungen für die FAQ dir mitteilen!
 
frank
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Hi Dj,

das ist ein Wort, das mir ausgesprochen gut gefällt. Respekt.
 
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Banger":380bkdqf schrieb:
...aber die Schwingung der Saiten wird u.a. durch Dichte/Festigkeit des Holzes und dem daraus resultierendem Resonanzverhalten beeinflusst :)

Genau. Und da ziehen wir Juristen die Grenze zwischen unmittelbar und mittelbar ;-).

Mein Statement geht einfach in die Richtung, daß ein Pickup primär nur die Schwingung der Saiten "sieht". Alles andere verläuft indirekt; eine Solidbody hat keinen Resonanzkörper, der den Schall primär erzeugt.

Mich befällt allzuoft der Verdacht, bei elektrisch abgenommenen Solidbodys wird dem "trocken" angespieltem Klang zu viel Bedeutung beigemessen. Natürlich, wenns eiert und sich Wolfstöne phasenauslöschen und demnach die Planke sch... klingt, würde ich W°°s Ansicht uneingeschränkt nachvollziehen (darüber hinaus würde ich mir im Übrigen seinen Erfahrungsschatz nicht auch nur im Ansatz anmaßen wollen oder können, das steht fest). Diese Ansicht setzt sich über Holzarten fort; bei unterschiedlichen Lackierungen setzt meine Akzeptanz dann vollständig aus ;-).

Gruß
burke
 
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burke":3837q6iv schrieb:
Mich befällt allzuoft der Verdacht, bei elektrisch abgenommenen Solidbodys wird dem "trocken" angespieltem Klang zu viel Bedeutung beigemessen.

Ja gerne - aber...

Habe mal einen Spinner erlebt, der bei einer Ausstellung an die Hälse von Gitarren klopfte. Auf meine Frage :"..... :roll: " salbaderte er etwas von: Wenn das knöchern klingt, macht die Gitarre .... (Finger in den Po - Mexico!) Ich habe ihn gefragt warum er kein Orf'sches Instrument spielt....

Schließlich weiß aber doch jeder erfahrene Gitarrist, wenn eine Gitarre "stramm" klingt - trocken angerührt (nicht geschüttelt!) . Dieser Eindruck trügt nie. Erst dann kommt die Elektrik.
 
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Hallo Walter,

ebend, der Finger im selbigen...

Mein Sternzeichen sagt es voraus, ich bin der Pragmatiker in Persona. Für mich klingen all die schönen Fenders und PRSs und Gibsons in trocken viel zu ähnlich. Ich glaube wirklich, daß ich in der Hinsicht nicht erfahren genug bin. Macht mir aber nix. Am besten und für mich persönlich als einzige Methode laß ich gelten: blinder A/B-Test. Erstes Kriterium: wie sexy fühlt sich das Baby an? Kommen wir zusammen klar? Oder besteht gar der Reiz der Kantigkeit und ich muß die Süße erst bändigen, mit Peitsche und einer gewissen Rohheit? (dazwischen taugts für mich nicht).

Dann brauch ich bei einer Solid den Ton durch einen Amp. Alles andere ist für mich praxisfremd (in der Band spiel ich nun mal keine unverstärkte Solidbody ;-) ) und nicht einschätzbar. Das sollen andere trainieren ;-).

Und gerade hier hab ich schon oft gehört: trocken recht ähnlich, elektrisiert wie Tag und Nacht (sagen wir mal zB Jackson und Peavey Wolfgang). Oder trocken vielversprechend, elektrisch Essig (kenn ich von Semis). Oder umgekehrt (kenn ich von Steinberger-Paddeln).

Gruß
burke
 
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burke":1b8x6afi schrieb:
Oder trocken vielversprechend, elektrisch Essig (kenn ich von Semis).

Gruß
burke

Moin Burke,
wenn also die PU`s den Ton machen, so kann man die ja meist problemlos wechseln. Klingt das Holz shit, hilft auch ein guter PU nicht mehr viel. Kannst aber auch gleich einen Satz gut klingender PU's kaufen u. dann die Gitarre dazu :lol:.
Wie lange peitschtst Du deine eigentlich immer :?: :shock: :lol:.

@W°°,
die Halsklopfmethode mag zwar im Zusammenhang mit dem Statement des Zeitgenossen etwas verwirrt klingen, aber durch das beklopfen eines Tonholzes, kann man evtl. auch Rückschlüsse auf seine Klangfarbe ziehen ;-). Was mich in dem Zusammenhang mal interessieren würde: es heißt ja so schön im Prospekt einiger Hersteller, das diese selektierte Tonhölzer für ihre teureren Instrumente verwenden. Wie werden diese selektiert? Rennt da einer im Holzlager mit der Stimmgabel rum, welche er dann ans Holz hält? Wie sucht ein Gitarrenbauer sich die Hölzer für seine Instrumente aus? Alles Zufall?

Gruß
Little Wing
 
W°°
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Little Wing":3qy011lw schrieb:
@W°°,
die Halsklopfmethode mag zwar im Zusammenhang mit dem Statement des Zeitgenossen etwas verwirrt klingen, aber durch das beklopfen eines Tonholzes, kann man evtl. auch Rückschlüsse auf seine Klangfarbe ziehen
Gruß
Little Wing

Moin,
wie wäre es dann mit anspielen? Ich kann natürlich auch einen Kalbsbraten anklopfen, um Rückschlüsse auf seinen Geschmack zu ziehen... :roll:
Little Wing":3qy011lw schrieb:
Was mich in dem Zusammenhang mal interessieren würde: es heißt ja so schön im Prospekt einiger Hersteller, das diese selektierte Tonhölzer für ihre teureren Instrumente verwenden. Wie werden diese selektiert?

Selektiert heißt ja nichts anderes, als ausgesucht. Natürlich muss ausgesucht werden, damit keine Verwachsungen oder gar Äste im Instrument landen. Das ist ein stinknormaler Teil des Arbeitsprozesses. Klingt halt wichtig....
Es stellt sich bei solchen Aussagen allerdings die Frage, wie man billige Instrumente ohne ausgesuchtes Holz überhaupt hin bekommt?
Iss natürlich alles Quatsch!
Das schlichte Holz für die billigen - das schöne Holz für die teuren Gitarren. Die "Selektion" findet also immer statt.
 
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W°°":grzbzbx1 schrieb:
Banger":grzbzbx1 schrieb:
W°°":grzbzbx1 schrieb:
Ich kann natürlich auch einen Kalbsbraten anklopfen, um Rückschlüsse auf seinen Geschmack zu ziehen...
Bei diversen Südfrüchten ist das eine anerkannte Methode :)


Ach - blast mir doch was... :( ;-)

Man kann den Braten aber auch schlecht an einen Amp anschließen und anspielen :lol:.

Gruß
Little Wing
 
frank
frank
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Hi, ihr Mucker,

oh je, da hab´ ich ja was schönes vom Zaun gebrochen. :oops:

Ich erinneres mich gerade an ein kürzlich gelaufenes Thema. VVolverine äußerte sinngemäß, er habe mehrere identische Strats. Und wenn er die mit einander vergleiche, ergäben sich Klangunterschiede. Woran mag das wohl liegen? Wenn alles andere identisch ist, wird`s wohl doch auf das Holz zurückzuführen sein.

Dem angesprochenen und derzeit als Argumentationshilfe in Mode geratenen Blindtest, habe ich mich bei der Beurteilung einer Gitarre schon mehrfach unterzogen. Ich habe ihn auch stets erfolgreich absolviert; denn es gelang mir noch immer die Gitarre herauszufiltern, deren Sound mir am besten gefiel. Es war im übrigen nicht schwer, denn es war nur eine Frage meines Geschmacks.
 
B
Banger
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@burke:
mir ist am Wochenende noch 'ne schöne Metapher eingefallen:
Stell Dir vor, Du montierst 'ne Kamera auf einem bestimmten Untergrund, um einen vorbeigehenden (-hüpfenden, -rennenden) Mann zu filmen, der sich auf dem gleichen Untergrund bewegt. Da erscheint es logisch, dass die Qualität der Aufnahme bzw. der Bewegungen des Mannes von der Beschaffenheit des Untergrundes (Beton / Schlamm / Matratze) abhängig ist und man nicht nur das Verhältnis Kamera-Mann absolut betrachten kann.
So - Kamera = Pickup, Mann = Saiten, Untergrund = verwendetes Holz. Macht Sinn, wa? :)

Apropos Wochenende:
1107183035_45.jpg

Mer ware wieder jeck!
Und: 4(!!!) Saitenrisse! Das brachte letzten Endes diejenigen zum Schweigen, die mich noch ob der 4 angeschleppten Gitarren (Luke, Bastelcaster als Backup, Spastocaster in Open E für's Slide und der Ovation-Verschnitt) belächelten - man kann nie genug Backups bereithalten :)
 
A
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Banger":3rezy2gg schrieb:
Und: 4(!!!) Saitenrisse! Das brachte letzten Endes diejenigen zum Schweigen, die mich noch ob der 4 angeschleppten Gitarren (Luke, Bastelcaster als Backup, Spastocaster in Open E für's Slide und der Ovation-Verschnitt) belächelten - man kann nie genug Backups bereithalten

Hi Andreas,

man, man... hoffentlich nicht alle auf einmal und an einer Gitarre :lol: Ein Lied mit zwei Saiten (egal welche) zuende zu bringen könnte schwierig werden... (es sei den Du heißt mit Spitznamen Joey DeMaio und zerfetzt deine Seiten am Ende des letzten Songs mit blosen Händen ;-) )

Gruß
Mirko

P.S. Sehe ich da einen Notenständer?? :shock: Mensch, Du bist doch noch jung... :-D
 
 

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