Wechsel zum Kemper - ja oder nein?!?!Eure Erfahrungen...


L
Larryboogie
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Moin zusammen,
seit längerem schon liebäugle ich meinen (eigentlich geliebten) MesaMark V zu verkaufen und ihn gegen einen Kemper AMP zu ersetzen.
Vorteile beider Geräte gegeneinander sind ja hinlänglich bekannt...zum Wechsel treibt mich der Vorteil der Flexibilität des Kempers bzw. der einfacheren Handhabe ...auf der Probe spielen wir über InEar, Live wird eh immer irgendwie abgenommen, zu hause kann ich den Boiogie eh nicht aufdrehen...daher die Idee auf den Kemper zu switchen...
was mich davon bislang zurückhielt: Ich habe d as Gefühl dann überall bzgl. des Kemeprsounds entscheidend von der Qualität der vorhandenen PA abhängig zu sein...
Daher meine Frage an euch (die vielleicht diesen Wechsel - in welche Richtung auch immer- schon hinter euch haben): Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Womit habt ihr euren Kemper "laut gemacht"?

Von der Handhabe finde ich den Kemper sehr Easy...fast wie ein echter Amp...nur eben ohne Röhrenverschleiß!!!
Wäre für Tipps/ Infos sehr dankbar,
lieben Gruß
Larryboogie
 
E
erniecaster
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Hallo!

Gleich vorneweg: Weder habe ich jemals einen Mesa Mark V noch einen Kemper am Kabel gehabt, dennoch gebe ich meinen Senf dazu. Warum? Weil du selbst schon die Antwort auf deine Frage gibst.

Du schreibst:

Larryboogie schrieb:
Ich habe d as Gefühl dann überall bzgl. des Kemeprsounds entscheidend von der Qualität der vorhandenen PA abhängig zu sein...

Vorher aber schriebst du über deinen Amp:

Larryboogie schrieb:
Live wird eh immer irgendwie abgenommen,


Ergo: Es ändert sich nichts.

Gruß

erniecaster
 
T
The Rabber
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Hallo,

Ich besitze selber keinen Kemper, konnten diesen jedoch beim Freund meiner Mutter ausgiebig antesten. Er selber ist professioneller Musiker und nutzt ihn Live. Die ersten Profiles haben wir gemeinsam angelegt: Fender Supersonic SM 57 vor und fertig einfach mal ein wenig gespielt. Wir waren/sind echt beeindruckt wie genau er den Amp abbilden konnte. Wir konnten zwar einen Unterschied im A/B vergleich hören, das lag aber wohl eher daran, dass wir uns beim Abnehmen keine große Mühe gegeben haben(Es war weder besser noch schlechter). Später hatten wir es nochmal richtig gemacht und es war quasi kein Unterschied mehr da. Live geht es über DI in die PA und dann InEar. Falls das mal nicht funktionieren sollte(oder man die Beine angeblasen haben möchte ;) ), ist noch eine kleine 1x12 und eine Endstufe dabei. Ansonsten Live SUPER SOUND!

Grüße

Rabber
 
L
Larryboogie
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Danke für die ersten Antworten! :)
Das ich auch meinen Amp abnehmen muss ist klar, aber: Da habe ich ja Live noch immer meinen Amp samt Box im Rücken für den Bühnensound. Beim Kemper bin ich da von den Monitoren abhängig - inEar geht bei uns leider nur auf Proben, weil wir nix kabelloses haben...zu teuer!

Daher würde mich der Kemper wenn auch her mit Endstufe interessieren...wobei ich noch nicht weiß, welche Box dann drankäme...

Für mich stellt sich da die Frage, ob der Kemper nicht nur gut klingt, sondern sich im Raum auch gut anfühlt...mein Boogie klingt sehr gut - er ist aber auch spürbar, egal ob clean oder verzerrt...weiß jemand ob das beim Kemper auch so ist?
 
S
Schnabelrock
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Okay, eine Boogie hat nicht bloss 3 1/2 Knöpfe. Aber "einfachere Handhabe" des Kemper? Darf man zweifeln.

Du hast einfach Bock, Dich zu verändern.

Meine Methode in solchen Fällen: Ein nettes Pedal kaufen. Es muss kein Boutique-Ding für 380 Öre sein. Das stellt die innere Unruhe ab, ohne dass man deswegen bei sich selbst echten Schaden anrichtet.
 
powerslave
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Schnabelrock schrieb:
Meine Methode in solchen Fällen: Ein nettes Pedal kaufen. Es muss kein Boutique-Ding für 380 Öre sein. Das stellt die innere Unruhe ab, ohne dass man deswegen bei sich selbst echten Schaden anrichtet.

Wahrlich wahr gesprochen.. :top:

Leider funktioniert das bei mir nicht immer und ich fahr mit einer teuren Gitarre nachhause und überlege, wie ich das meiner Frau beibringe... Oder ob ich sie einfach im Studio lasse :hoernsemasoabanich:
 
frank
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Hi Larry,

hier gibt es mindestens einen ich weiß nicht wieviel-seitigen Thread über die Vor- und Nachteile des Kempers und auch zur Frage der besten Lautmacherei.

Benutze doch einfach die Suchfunktion und lies dort nach.
Und anschließend teste den Kemper + die Verstärkung. Da kommst du sowieso nicht drum herum.

Das erspart einen weiteren ellenlangen Kemperthread.
 
univalve
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Wenn hier keiner mehr was fragt, wird es schnell langweilig. Von daher finde ich den thread eigentlich ganz spannend. Denn den ultralangen kemper thread lese ich mir sicherlich nicht durch.
 
muelrich
muelrich
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Zum Thema des Anfühlens:

Ich habe einen KPA über zwei Mackie Thump TH15A gespielt.
Im Proberaum in etwas mehr als Wohnzimmer Lautstärke gab es da schon diverse getunte Marshall Rigs .... da war bewegte Luft ... und das fühlte sich sehr gut an (ich hätte auch schreiben könne, da ist mir einer abgegangen Grins).
Also, das funktioniert.
 
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Larryboogie
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...und wieder Antworten-danke;-)
...im Einzelnen:
-dass das mit der Suchfunktion kommen würde habe ich geahnt,aber
1.:habe ich die zuerst benutzt,aber beim Stichwort"kemper"kommen gaaaanz viele threads,in denen der kemper wenn überhaupt mal am Rande erwähnt wird...hilft also NICHT!!!
2.bin ich für den durchaus langen kemperthread dankbar, ABER ich such nach präzisen antworten für meine Fragen- was ich mit dem Kemper im einzelnen kann weiß ich,da ch mich informiert habe.
-den kemper angetestet habe ich via Kopfhörer,mit endstufe und boxen-und darum geht es mir ja-ging das noch nicht.
-das der thread auch andere interessieren könnte freut mich-ich lese ja auch vieles mit!
-Danke für den boxen Tip/Infos:genau auf solche Erfahrungsberichte hoffe ich!!! :)
 
Rome
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Ich habe ja jetzt auch seit kurzem einen Kemper. Aktuell betreibe ich ihn mit einem QSC K10 und das klingt schon verdammt gut.

Aber das ist eben nur der fertige Sound, wie ihn auch das Publikum auf die Ohren bekommt. Wenn man damit gut klar kommt, dann ist das schon eine tolle Sache.

Der berühmte Amp-In-The-Room-Sound kommt dabei aber nicht auf. Natürlich kann man den KPA auch an Gitarrenboxen betreiben, aber da handelt man sich ja wieder einen ganzen Rattenschwanz an Abhängigkeiten ein (welche Endstufe? welche Box? etc).

Mein Tipp wäre, den MKV zu behalten wenn Du es Dir irgendwie leisten kannst. Ab und zu ist es wirklich schön, auch noch mal den rohen Ampsound unter den Fingern zu haben.
 
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Larryboogie
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Genau das (den Mark zusätzlich behalten) kann ich aktuell leider nicht..:-(
 
A
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Ich habe den KPA und bin Entwickler für dessen Lautmacher. Versuch ruhig den KPA. Abhängig vom Klang der PA bist du nicht mehr als mit nem per Mikro abgenommenem Amp.
 
Doc Line6forum
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Hallo!
Ich kenne und mag beides, bin dreifacher Röhrenampbesitzer (Marshall 6100- Stack, Vox AC 15 Heritage, Vox AC 30 Handwired) und Kemper- User seit Anfang 2012.

Auf Proben nutze ich zu 95% und live zu 100% den Kemper.

Die Verstärkung ist sehr wichtig. Man sollte sich darüber klar sein, dass die Ergebnisse über eine billige Thomann- Monitorbox sehr zu wünschen übrig lassen werden.
Denn im Segment der PA/FRFR- Boxen findet sich in den unteren Preisregionen unglaublicher Müll, während man bei Gitarrenboxen relativ sicher sein kann, dass eine Harley Benton- Box mit Celestion V30 irgendwie doch ganz gut klingen wird.
Bei PA- Boxen muss man also sicher nochmal deutlich mehr ausgeben, und das sollte man bei der Anschaffung des Kemper mit berücksichtigen.

Ich nutze persönlich wahlweise einen Atomic CLR (ca. 950.- Euro) oder einen Yamaha DXR 10 ( CA. 600.- Euro) zum Verstärken/ für mein persönliches Monitoring.

Den Paradigmenwechsel hin von reiner Gitarrenbox zum FRFR- System konnte ich gut vollziehen und genieße es, auf jeder Bühne und in jeder Lautstärke einen konsistenten Sound zu haben völlig ohne Beam.
Diejenigen, für die eine FRFR- Box nichts ist, also die, die den Paradigmenwechsel nicht vollziehen können oder wollen, spielen den Kemper halt über ihre Lieblingsgitarrenbox. Ebenso konsistent und weitgehend lautstärkeunabhängig, dafür natürlich mit etwas weniger Flexibilität (weil man sich ja auf das Cab festgelegt hat).

Unvoreingenommenes Testen unter den von mir oben aufgeführten Bedingungen macht einem schnell klar, wie leistungsfähig das System ist.
 
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Moin,

ich spiele einen Kemper seit ca. 1,5 Jahren.
Verstärkt wird das Teil mit einer Rocktron Velocity 120 Endstufe, beide Teile passen in ein 4HE Lightweight Rack und sind somit gut transportabel.

Als Box verwende ich eine TT Rex 2X12 Slanted mit Greenbacks und das ganze klingt sehr gut, viel Druck und viel Amp-Feeling!

Neulich habe ich dann mal den Kemper ohne Endstufe an meinen neuen Monitor gehangen - einen "the Box Pro 12m" - also einen recht preiswerten Trümmer der Thomann Hausmarke.

Was soll ich sagen?! Klingt absolut Toll mit viel Druck und ohne den Beam meiner TT 2X12"!

Aber - mit dem Kemper muss man sich beschäftigen! Da sind schon mal schnell ein paar Tage vergangen, bevor sich einem alle Möglichkeiten erschließen! Da kann auch schon mal Frust aufkommen, wer jetzt aber nicht aufgibt, wird belohnt :)

Ich vermisse keinen meiner Röhren Amps (Marshall 6100, Tubemeister und Konsorten) und überlege ob ich nicht noch einen zweiten Kemper für die andere Band anschaffe und dafür den HD500/DT25 verkaufe...
 
auge
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Ich kenn den Kemper nur vom Hörensagen!

Allerdings spiele ich ein Livesetup, dass deinem entsprechenwürde.

Du hast recht. Dem Monitoring kommt mehr Bedeutung zu und das wird auch eine Umstellung sein.
Schön ist es wenn man sein Monitoring selber per iPad einstellen kann.
Auch die Qualität der Monitorbox spielt dann eine grössere Rolle.

InEar ist eine eigene Herausforderung mit der ich NICHT zurechtgekommen bin.

Alles in allem musst du einmal testen ob du mit der neuen Art der Gitarrenverstärkung klarkommst.

Wenn du den Kemper über Amp und Gitarrenbox betreibst kannst beim Mesa bleiben.

Lg
Auge
 
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Larryboogie
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Also den Kemper würde ich wenn dann NICHT über meine Roadking Box spielen wollen...wenn Profiles nutzen, dann richtig!!

InEars auf der Bühne wird es sobald nicht geben, zu teuer (kabellos!)

Mein Monitoring selber einstellen auf der Bühne ist so ne Sache- in der Regel hört man ja vom Soundman: "Kann der Gitarrist seinen Amp bitte leiser machen?!?!? Es ist auf der Bühne zu laut!!" Und dann mach ich in der Regel leiser, weil es ja keinen Sinn macht. (Regellautstärke bei meinem Mesa selten über 11 Uhr!!!) Und dennoch will ein Röhrenamp ja auch ein bißchen "pusten" dürfen...das nimmt einem auch Spielfreude...da fragt man sich: Wofür so viel Kohle in einen megaAmp, wenn es doch immer wieder an Kleinigkeiten der Übertragung hängen bleibt...und zusätzlich: bewege ich mich a bisserl von der Box weg, ist auch der tolle Ton weg...der sweetspot ist halt klein...da frage ich mich eben: lohnt sowas noch?!?!?

Beim Kemper käme das Signal eben immer auch so wie ich es kenne zur Front und auf den Monitor...kalr in Abhängigkeit der Boxen, aber das war ja zuletzt auch immer so.
 
auge
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Monitoring selber einstellen heisst nicht nur die Gitarre lauter zu machen sondern, dass du deinen kompletten Aux Weg selber einstellen kannst. Also alle Kanäle.
Damit kannst du erreichen, dass du rceht einfach einen dir angenehmen Monitormix zustande bringst und die Wohlfühlen kannst.
Allerdings klingt auch eine Monitorbox nicht auf der ganzen Bühne gleich sondern hat einen gewissen Abstrahlwinkel.
 
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Larryboogie schrieb:
Also den Kemper würde ich wenn dann NICHT über meine Roadking Box spielen wollen...wenn Profiles nutzen, dann richtig!!
...
...da fragt man sich: Wofür so viel Kohle in einen megaAmp, wenn es doch immer wieder an Kleinigkeiten der Übertragung hängen bleibt...und zusätzlich: bewege ich mich a bisserl von der Box weg, ist auch der tolle Ton weg...der sweetspot ist halt klein...da frage ich mich eben: lohnt sowas noch?!?!?

Beim Kemper käme das Signal eben immer auch so wie ich es kenne zur Front und auf den Monitor...kalr in Abhängigkeit der Boxen, aber das war ja zuletzt auch immer so.

Ja, das sind schon die richtigen Fragen. Mit Kemper geht der Lieblingssound halt wirklich in jeder Lautstärke und ohne Beam.
Für ein sehr gutes persönliches Monitoring sollte man, wie oben schon gesagt, aber unbedingt sorgen.
Ich leiste mir den Luxus, auf meiner persönlichen Monitorbox nur meinen Gitarrensound zu haben, auf einer zweiten, die meist vom Haus/Venue gestellt wird, ist dann mein Gesang und was ich sonst noch brauche.
 
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Doc Line6forum schrieb:
Larryboogie schrieb:
Also den Kemper würde ich wenn dann NICHT über meine Roadking Box spielen wollen...wenn Profiles nutzen, dann richtig!!
...
...da fragt man sich: Wofür so viel Kohle in einen megaAmp, wenn es doch immer wieder an Kleinigkeiten der Übertragung hängen bleibt...und zusätzlich: bewege ich mich a bisserl von der Box weg, ist auch der tolle Ton weg...der sweetspot ist halt klein...da frage ich mich eben: lohnt sowas noch?!?!?

Beim Kemper käme das Signal eben immer auch so wie ich es kenne zur Front und auf den Monitor...kalr in Abhängigkeit der Boxen, aber das war ja zuletzt auch immer so.

Ja, das sind schon die richtigen Fragen. Mit Kemper geht der Lieblingssound halt wirklich in jeder Lautstärke und ohne Beam.
Für ein sehr gutes persönliches Monitoring sollte man, wie oben schon gesagt, aber unbedingt sorgen.
Ich leiste mir den Luxus, auf meiner persönlichen Monitorbox nur meinen Gitarrensound zu haben, auf einer zweiten, die meist vom Haus/Venue gestellt wird, ist dann mein Gesang und was ich sonst noch brauche.

Interessant das mit den 2 Monitorboxen.

Bei der QSC könnte man das dann in einer Box lösen weil sie 2 Kanäle hat und man Monitorsignal und Gitarrensignal mischen kann. Tja. Viele Optionen.
 
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Ja, das Mischen geht mit der Yamaha und der Atomic auch.
Trotzdem ist es getrennt für mich einfach schöner, weil es, im wahrsten Sinne des Wortes, plastischer ist.
Getrennte Schallquellen für Gitarre und sonstiges Backing wirken sich aus, selbst wenn die Monitore direkt nebeneinander stehen.
 
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Larryboogie schrieb:
in der Regel hört man ja vom Soundman: "Kann der Gitarrist seinen Amp bitte leiser machen?!?!? Es ist auf der Bühne zu laut!!"

Seit ich idR nur noch die 18W-Marshalls spiele (und, wenn es eben geht, als Sidefill aufstelle), habe ich das nie wieder gehört. Dafür immer viele Leute direkt vor der Bühne und viele Komplimente für den Sound. Die Gleichung Röhrenamp = zu laut ist zu einfach, Jungs. Unser Drummer sagte jedoch beim letzten Gig, dass ich den Amp doch bitte abnehmen soll, damit er mich besser hört.

Auch mit endgeilem und authentischem "Amp in the room"-Sound muss man nicht zu laut sein.
 
Woody
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auge schrieb:
Monitoring selber einstellen heisst nicht nur die Gitarre lauter zu machen sondern, dass du deinen kompletten Aux Weg selber einstellen kannst. Also alle Kanäle.
Damit kannst du erreichen, dass du rceht einfach einen dir angenehmen Monitormix zustande bringst und die Wohlfühlen kannst.

Das muss man allerdings auch können.
Und das setzt eine ganze Menge voraus, fähige Mitmusiker, die verwertbare Signale generieren, ein Tonmensch, der sinnvolle Sounds der andere Instrumente liefert,
und dann muss man noch selber in der Lage sein, zu entscheiden, was man für eine guten Mix braucht und tun muss.
Das ist auch für eine Soundchecksituation viel Gefriemel, was an einem selber hängen bleibt.

Und grundsätzliche Probleme bleiben.
Wer sich mit einem Amp nicht benehmen kann, der kann das mit einem Kemper nicht plötzlich besser, da stimme ich ferdi zu.

Ach ja, und wenn die Sounds nicht sehr gut passen, dann hat der Tonmensch bei einem Kemper nur sehr wenig Spielraum, etwas zu verbessern. Bei Amps kann man mir der Mikrofonierung noch eine Menge machen.

Der Kemper ist sicher ein prima Tool für kompetente Musiker.
Ob man ich dazu zählen will, muss ja jeder selber wissen.
Mir wäre das zu viel Eigenverantwortung, für Bühnensound und Monitoring.

Viele Grüße,
woody
 
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ferdi schrieb:
Seit ich idR nur noch die 18W-Marshalls spiele (und, wenn es eben geht, als Sidefill aufstelle), habe ich das nie wieder gehört. Dafür immer viele Leute direkt vor der Bühne und viele Komplimente für den Sound. Die Gleichung Röhrenamp = zu laut ist zu einfach, Jungs. Unser Drummer sagte jedoch beim letzten Gig, dass ich den Amp doch bitte abnehmen soll, damit er mich besser hört.

Auch mit endgeilem und authentischem "Amp in the room"-Sound muss man nicht zu laut sein.

Lieber Ferdi,
deine Meinung zu diesem Thema und dein Approach hierzu, nämlich leisere Amps zu spielen und / oder diese mit leiseren Cabs (also Speakern geringeren Wirkungsgrades) zu kombinieren, sind ja hinlänglich bekannt.
Und ich finde ja auch, dass diese Herangehensweise durchaus valide sein kann.
Es ist nur so, nicht alle wollen 18-Watter spielen, sondern wollen klanglich einen 2203 oder 1959. Auch gibt es Menschen, die suchen ihre Speaker nur nach klanglichen Eigenschaften und nicht wie du nach klanglichen und Lautstärke- Eigenschaften aus.
Aus meiner persönlichen Sicht ist es z.B so, dass ich für meine persönlichen klanglichen Vorlieben (AC 15 oder AC 30 mit Celestion Blue) mit deinem Approach überhaupt nicht auch nur in die Nähe meines klanglichen Ziels käme.
(Und der Blue ist einfach verdammt laut auch an einem 15- Watter).

Es wäre deshalb schön, wenn wenigstens dieses Mal die Diskussion beim Kemper bleiben könnte, ohne Häme oder Spaltereien.
:)
 
 

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