5 Watt oder doch 20?

gruenspan
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Hallo zusammen,

ich habe nochmal einen Amp gefunden, der mich so richtig begeistert. Der Laney Lionheart L5T. Die Rahmenbedingungen für den Einsatz stellen sich ungefähr so dar: In der Band spiele ich ausschließlich ein AX8 und das wird sicherlich auch so bleiben. Der Laney ist also primär für zu Hause und auch da nur, wenns mal lauter sein darf. Sicherlich würde ich den auch einpacken wenns mal um nen Jam geht. Ist aber auch selten. Trotzdem frage ich mich obs sinnig wäre, die 20Watt Version in Betracht zu ziehen. Ich bin mir recht sicher, dass ich die 20 Watt dann mit einem Power Soak in 99,9% der Fälle wieder einfangen müsste und das ist ja eigentlich totaler Quatsch.

Wie ist die Erfahrung der Amp-Nutzer unter Euch? Wann "brauche" ich tatsächlich mehr als die 5 Watt? Lässt sich das so überhaupt beantworten?

Gruß
Stefan
 
68goldtop
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Hi Grünspan!

Der kleine Laney ist ja ein sehr großer und LAUTER 5-Watter - und ausserdem noch reichhaltig ausgestattet.
Ich würde sagen der ist für deine Zwecke völlig ausreichend!

Als öfter-mal-Live-Amp hätte ich den 20-Watter empfohlen...


cheers - 68.
 
Dr.Dulle
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gruenspan schrieb:
Wann "brauche" ich tatsächlich mehr als die 5 Watt? Lässt sich das so überhaupt beantworten?

Je mehr und je stabilere Bässe du im Sound möchtest und je länger der
Sound "clean" bleiben soll, desdo eher braucht es auch mehr Watt.
 
Groovety
Groovety
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Nach Deiner Beschreibung denke ich, dass Du mit dem 5-Watter allemal ausreichend versorgt bist. Ich hatte diverse Power Soaks, richtig glücklich wurde ich mit keinem.
By the way, man sollte sich folgendes mal klarmachen:
Wir haben meinen Princeton Reverb mal im Betrieb in meinem Wohnzimmer und im Übungsraum durchgemessen. Bei ausreichender Lautstärke fahre ich den Princeton gerade mal mit 0,3 Watt zu Hause und mit 5 Watt im Übungsraum. Der Amp liefert maximal gemessene 15 Watt, zu hause kann ich die unmöglich fahren, auf der Bühne reicht es bei den meisten acts, wenn nicht, nehme ich den Amp mit Mikro ab -> PA
Fairerweise muss ich allerdings auch sagen, daß wir kein Schlagzeug haben, sondern "nur" Percussion, also Cajon, Becken, Kuhglocke etc., ich also nie mit einem Schlagzeuger "kämpfen" muss.
Gruß
Klaus
 
gitarrenruebe
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Head oder Combo?

Falls Du ein Head in Betracht ziehst, ich hätte hier den 20er stehen, und er ist kaum in Nutzung.
Wenn da also Interesse besteht, melde Dich!
 
V
volatil
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Hallo,
also ich hatte den Lionheart als 20W Head und fand den für Zuhause defintiv zu laut (und zu schwer/unhandlich). Deshalb habe ich ihn verkauft. Im Gegenschluss habe ich immer mal wieder die Überlegung mir die 5W Version zu holen...
Was fehlt Dir denn an dem 5er was Du hoffst beim 20er zu finden?
Gruß,
Wolfram
 
Doc Line6forum
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Ich habe zuhause unter anderen Amps den H&K Tubemeister 5 und den Marshall Mini Jubilee, der einen Betrieb von 20 oder 5 Watt zulässt.
Im direkten Vergleich klingt die 20 W - Einstellung auch bei leiser Einstellung immer größer, mit mehr souveränem Headroom vor allem im Bassbereich, wie Dr. Dulle schon schrieb, und das nicht nur bei cleanen, sondern auch bei verzerrten Sounds..
Bei mir lautet die Antwort also: im Zweifelsfall lieber 20W.
 
gruenspan
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Erstmal danke für die zahlreichen Antworten. Den Bassbereich werde ich mir nochmal kritisch anhören, aber ich glaube, da habe ich nix vermisst. Ein Test im Proberaum steht aber sowieso noch aus, insb. um die Lautstärke einschätzen zu können. Im Prinzip sehe ich mich jedoch bestätigt, das eigentlich 5 Watt eine sinnvolle Größe sind, ausser man weiss, wofür man mehr braucht (Thema Clean, Thema größere Venues ohne PA beschallen) Das Thema Headroom ist natürlich eines, jedoch macht der Laney aus meiner Sicht den meissten Spaß, wenn die Endstufe - zwar nicht am Limit - aber dennoch deutlich mitarbeitet. Der Laney ist auch der erste, bei dem mir die EL84 wirklich gefallen, ich fand die sonst immer zu scharf.

@Rübe - verlockendes Angebot, aber ich bin zu 100% beim Combo. Ich finde den G12 Heritage in der Kombi großartig.
Für mich passt an dem Amp einfach alles.

Ich denke, ich mache mal den Bandtest im Proberaum. Wenn der 5er den besteht, gibt es eigentlich keinen Grund für mehr Leistung und wenn ich doch noch hadere muss der 20er ggf. auch mal zu mir reisen und ich muss es halt ausprobieren.

Gruß
Stefan
 
gwenman
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Ich hab den Epiphone Valve Junior mit 5 Watt 1,5 Jahre auf der Bühne gespielt. Wegen fehlender Bässe nehm ich da jetzt zwar wieder meinen Peavey Delta Blues mit 30 Watt (overkill). Sicher aber nicht wegen der Leistung edit: Lautstärke. Da haben 5 Watt mehr als ausgereicht (mit Mikrofonierung). Jetzt ist der Junior im Wohnzimmer im Einsatz und da ist er sowas von überdimmensioniert...also für zu Hause und gelegentlichen Jam sind 5 Watt definitiv genug. Je nach Musikrichtung könnte es dann halt irgendwann gegen ambitionierte Drummer schwer werden...aber das wirst du selbst am Besten abschätzen können.
 
ollie
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5/20 oder 50 Watt - wann die reichen?

- zu Hause zum üben sind 1 Watt zu bevorzugen, reichen immer
- in kleinen Besetzungen ohne 2. Gitarre, bei denen auch der Drummer sehr diszipliniert spielt, mögen 5 oder 20 Watt reichen...
- in klassischen Rockbands, bei denen Spaß und gerne lautes Proben im Vordergrund stehen, sind 5 Watt imho indiskutabel und
ich finde auch 20 Watt zu wenig (ich komm in diesen Konstellationen mit meinem Tubemeister 36 nicht so durch, dass ich
noch von "Spaß" sprechen möchte).
- deshalb spiele ich in meiner Cover Big Band 50 Watt und in div. Roockbands nach wie vor 50 - 100 Watt + 4 x12....ist
halt das, was man als Rocker erwartet...;-)...

Live mögen je nach Bandgröße weniger als 50 Watt reichen.....aber auch hier, bevorzuge ich einen Amp der mehr kann und den ich bei Bedarf der Bühne bzw. Räumlichkeit anpassen kann.....Deshalb spiele ich auch nur Amps mit Mastervolumen.....nicht diese Einkanaler, die man erst vorne riesig Aufpumpen muss mit Tretmienen, damit hinten das raus kommt, was man erwartet.

Da ist jeder anders und muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Mehr Watt heißt auch nicht zwingend nur lauter, sondern einfach mehr Druck in den Bässen, mehr Headroom, mehr Volumen im Cleansound und damit auch mehr Durchkommen im Bandkontext und ergo, damit mehr Zufriedenheit....

Es ist mir völlig schleierhaft, wie man mit 5 Watt hier glücklich sein kann, aber jedem das seine...

Es war für mich schon schwer in der Probe von der 412 Mesa auf die 212 Bogner umzustellen....ich gehör aber auch zu den Gitarristen, die bekanntermaßen laut spielen (wollen)! Rockmusik geht durch die Eier und nicht durch den Kopf...;-)

VG
Oli
 
G
Gino
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Hi,

ich hatte den 5 Watt Lionheart als Combo und der konnte schon ziemlich laut... Der Schalldruck von dem verbauten Celestion G12H Heritage ist natürlich auch größer als der eines Greenbacks - hängt also auch von der Box / dem Speaker ab, den Du dranhängst. Ich habe ihn auch nicht im Wohnzimmer gespielt, sondern nur im Vollkeller, in dem zudem ein Raum einigermaßen schallgedmämmt war. Wenn er hauptsächlich zu Hause gespielt wird, reicht der 5 Watter alle Male! Ich behaupte sogar, dass er, zusammen mit einer effizienten Box, auch mit einem dezent spielenden Drummer mithalten kann, wenn's nicht ultra clean sein muss, sondern auch ordentlich crunchen darf.
 
Monkeyinme
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Moin,
ich habe einen Egnater Rebel 20, den kann man stufenlos in der Leistung reduzieren. Ich versuche mit etwas weniger Leistung zu spielen, um die Endstufe stärker anfahren zu können. Aber in der Lautstärke tut sich da nicht soviel, für eine Mietwohnung ist der beim Wohlfühlton zu laut. Aber mit Master runter geht es dann, nur ist der Sound dann einfach anders.
Röhrenamp leise ist schwierig. Egal wieviel Watt. Ich hatte mal den "Seifendosenamp" vom finetone hier, der war mit 1 Watt schon laut. Und gut. :)

Also, den 5 Watter. Wenn es schon der Laney sein soll.

Ciao
Monkey
 
Sharry
Sharry
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Spielte vor dem Kemper einen H&K Tubemaster 36 der nun arbeitslos im Keller ruht.
Der hat einen attenuator eingebaut.
Zuhause war auch die 1 W Stellung voll aufgedreht zu laut.
Bei Proben ohne große PA habe ich je nach Titel 5 W oder 10 W gewählt.

Bei GIGs auf größeren Bühnen kam die 36 W Stellung zur Anwendung
(Abnahme über Mikro - weil mir der Boxen-Emulationsausgang nicht so gefiel.)
 
S
Schnabelrock
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Meine Erfahrung: 5 Watt sind für zu Hause auch zu laut und für alles andere zu leise.
Von daher für 20.
 
gruenspan
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Vielen Dank für den reichhaltigen Input. ich bin ins Grübeln gekommen und werde noch etwas ausgiebiger über die verschiedenen Aspekte nachdenken müssen, denke ich.
 
gruenspan
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Warum muss das so schwierig aein, wenn man sich einfach mal für den Spass was gönnen will? Ganz einfach. Die Argumente sind konstruiert und erweisen sich bei genauerem Hinsehen als äussserst schwach. Egal, da gings ja gar nicht drum. Also der Laney ist toll mit Single Coils. Mit Humbuckern bekommt er schon Stress. Das klingt dann schon nicht mehr so souverän. Hmmm. Ist das nun eher suboptimal? Andererseits sollte es ja gar kein Brot- und Butteramp sein, sondern ein Spassamp, der einen auf neue Ideen bringt, weil er einfach anders ist. Bei den Amps mit intergrierter Leistungsdämpfung habe ich gefunden:
Laney Ironheart 30. Hat 1000 Features. Sagt mir eigentlich sehr zu. Konkurriert in meinem Kopf aber irgendwie mit dem AX8.
Egnater Rebel-30. Hatte ich auch mal zwischen. War sicherlich auch nicht ganz falsch. Machte mich aber irgendwie nicht an.
Koch Classictone II. Optisch und Featureseitig sehr spannend, aber die Studiotones hatten mir viiiiiel zu viel Höhen. Das wurde noch unterstützt durch den VG60, der auch recht - nun ja - spitz ist. Da ist also die Vermutung, das der Soundseitig nicht passt. ausserdem der teuerste Kandidat und der schwerste.

Der Keks ist irgendwie noch nicht so recht gegessen. Ich werde berichten :drama:
 
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gruenspan schrieb:
kein Brot- und Butteramp sein, sondern ein Spassamp, der einen auf neue Ideen bringt, weil er einfach anders ist.
Ich sage nochmal Marshall Mini Jubilee 2525C.
Macht einen Höllenspass, bringt einen auf jeden Fall auf neue Ideen, und, ganz ehrlich, kann auch ein prima Brot- und Butteramp sein.
 
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Doc Line6forum schrieb:
gruenspan schrieb:
kein Brot- und Butteramp sein, sondern ein Spassamp, der einen auf neue Ideen bringt, weil er einfach anders ist.
Ich sage nochmal Marshall Mini Jubilee 2525C.
Macht einen Höllenspass, bringt einen auf jeden Fall auf neue Ideen, und, ganz ehrlich, kann auch ein prima Brot- und Butteramp sein.

+1 jawohlja!

Obwohl, kenne (nur) den 50 bzw. 100er an versch. Boxen...
Aber denke so groß werden die Unterschiede zum 50er nicht sein vom Charakter.

LG Tom
 
gruenspan
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Man(n) soll ja Geschichten zu einem Ende bringen. Ich habe mal in einem der letzten Posts geschrieben, ich wäre geheilt. Ich bräuchte keine glühenden Röhren mehr. Ist man als Gitarrist wohl nie so ganz und es sah ja jetzt erstmal wieder anders aus - jedoch: es hat sich bestätigt. Alles ist zurück. Der Lionheart hat mir gut gefallen, aber ich habe gemerkt, das es mir hauptsächlich um den Punkt: "Mal was lauter spielen können" ging. Es ging um den Anmachfaktor bewegter Luft, nicht unbedingt um einen Amp. (Das kann aus meiner Sicht das AX8 auch alles) Den Marshall habe ich noch nicht probiert, aber im Endeffekt wirds da genau so enden, denke ich. Der Ironheart war ja noch da. Das Featuremonster. Features waren wirklich toll. Den Sound fand ich eher uninspirierend. Mag am Speaker liegen, aber ich wollte ja keine Baustelle eröffnen.

Was hatter den nu getan um sein erkantes Problem anzugehen?

Er hat sich für zu Hause die Yamaha DXR10 bestellt. Mal sehen, wo das hinführt. Die kann ich nebenbei bei Gigs noch als Gesangsmonitor einsetzen und im Angebot ist sie aktuell auch noch. Ob ich mich da nochmal verliebe? Ich bin gespannt.
Vielleicht lass ich sie ja auch mal gegen meinen geliebten Spark antreten. Aber FRFR ist nicht gleich FRFR und auch in diesem Sektor ist Box nicht gleich Box, also wird auch da wieder viel Geschamckssache mit im Spiel sein - und schöner ist mein Spark allemal. :cool:

vG
Stefan
 
A
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Hi,
ja, kann ich alles nachvollziehen...

Ich suche ja auch noch einen Rundumsorglos-Monitor und schwanke noch zwischen einem Alto 210, QSC und dem Yamaha 10er...

Die Zerre des Marshalls ist doch eine ganz andere, als bei meinem Laney IRT 15, weil Wiedererkennungswert auch für Nicht-Musiker...;-)

Mein Helix, was sich noch immer in Reparatur befindet, bietet da Ähnliches, Park, Friedman, 220X, usw..., aber der Jubillee bewegt numal Luft und das sehr gut...

Irgendwann sollte auch mal Schluß sein, weil ich sollte auch mal mehr an meinem Gitarrenspiel und neuen Ideen feilen, was definitiv viel mehr mit Kunst zu tun hat, als diese unsägliche Equipmentsuche...
(Besser gehts nicht!
Kommt mir in letzter Zeit öfter über meinen Sound in den Kopf..)
;-)

LG Tom
 

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