Gitarre lackieren


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Moin,

ich würde gerne meine selbstgebaute Shark in weiß lackieren, bin mir aber nicht sicher ob ich das aus kostengründen selbst mit ner Dose machen sollte oder die zu ner professionellen Lackiererei bringen soll. Meine Frage erstmal was für einen Lack sollte ich nehmen?
Also die Gitarre ist derzeit matt-schwarz lackiert.
Ich hoffe jmd könnte mir Auskunft geben. Danke im vorraus ;-)

hier mal noch n bild: http://i263.photobucket.com/albums/ii12 ... /green.jpg
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
wie ist denn die Gitarre matt schwarz geworden? Selbst gemacht wegen dem selbst gebaut?
Soll die Gitarre glänzend werden ist höherer Aufwand nötig, da Unebenheiten besser zu sehen sind. Wie deine jetzige Oberfläche aussieht ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen. Die Pixel sind schon zu grob um das Rauschen von unebener Oberfläche unterscheiden zu können...
Wieviel willst du denn ausgeben?
Ciao
Monkey
 
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ja ich habs selbst gemacht, also mit ner dose mattlack.

ja ausgeben...hm so 100€ wären schon drin, weiß nicht in was für preislichen rahmen man sich da befindet...

ich würde gerne son glänzendes, cremiges weiß haben
 
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Dann schleif den Lack runter und bring das Ding zum Lackierer. Für 100 Euronen kriegt der das locker hin und das Ergebnis wird auf jeden Fall besser als ne Spraydosenlackierung.
 
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und was fürn lack soll der dann nehmen? da muss man doch sicherlich was beachten oder?
 
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Polyester wird der sicherlich nicht können. Normalerweise nimmt der Lackierer Acryllack - zuerst die deckende Farbe und dann vielleicht noch ne Klarlackschicht. Eventuell muss er vorher noch grundieren. Speziallack ist da aber nirgends dabei - ist alles standard. Also vertrau dem Menschen einfach, denn der sollte wissen, wie sowas ordentlich gemacht wird. ;)
 
W°°
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Gitarrenschlumpf":sc0wj5zs schrieb:
Dann schleif den Lack runter und bring das Ding zum Lackierer. Für 100 Euronen kriegt der das locker hin und das Ergebnis wird auf jeden Fall besser als ne Spraydosenlackierung.

Ich kenne keinen Lackierer, der eine Gitarre für 100 Euro "locker" lackiert.
Und ich kenne kaum einen Amateur, der beim Runterschleifen des alten Lackes das Instrument nicht vollkommen verschliffen hätte.
Da der Untergrund die Güte der Oberfläche bestimmt, muss der Lackierer hier entweder teuer nacharbeiten, oder über den Bastelkram drüber sprühen.
Also entweder es geht nicht für 100 Euro, oder es sieht entsprechend bescheiden aus.
 
kershaw
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W°°":2o7dsv2z schrieb:
Gitarrenschlumpf":2o7dsv2z schrieb:
Dann schleif den Lack runter und bring das Ding zum Lackierer. Für 100 Euronen kriegt der das locker hin und das Ergebnis wird auf jeden Fall besser als ne Spraydosenlackierung.

Ich kenne keinen Lackierer, der eine Gitarre für 100 Euro "locker" lackiert.
Und ich kenne kaum einen Amateur, der beim Runterschleifen des alten Lackes das Instrument nicht vollkommen verschliffen hätte.
Da der Untergrund die Güte der Oberfläche bestimmt, muss der Lackierer hier entweder teuer nacharbeiten, oder über den Bastelkram drüber sprühen.
Also entweder es geht nicht für 100 Euro, oder es sieht entsprechend bescheiden aus.

Ich habe vor einiger Zeit eine 73er Strat in der Bucht gekauft, die höchst unprofessionell "refinished" ist.
Ich bin nun bereit - aus persönlichen Gründen - dieser Strat zu einem neuen "Anstrich" zu verhelfen und war letztes Wochenende in Braunschweig bei Bassart-Guitars (die bauen die Relicmaster Serie).
Die schleifen jetzt den Body ab und lackieren ihn einenem "soft geageten Schwarz" neu. Das kostet ca. 500,- €. Diesen Preis habe ich auch von anderen Gitarrenbauern vorher so genannt bekommen (z. B. Stratmann in H).

Was Du da sagst Walter ist absolut richtig: Da ist viel manuelle, sorgfältige Arbeit gefragt, die - wie alles - ihren Preis hat.

Grüsse
Jörg
 
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kershaw":3dvsopyi schrieb:
Die schleifen jetzt den Body ab und lackieren ihn einenem "soft geageten Schwarz" neu. Das kostet ca. 500,- €. Diesen Preis habe ich auch von anderen Gitarrenbauern vorher so genannt bekommen (z. B. Stratmann in H).

Huiuiuiui... 500 Öcken für nen schlichten Stratbody, einfarbig in 'oldstyle' schwarz lackiert. Das ist schon extrem heftig. Ist ja auch Arbeit und wenn's perfekt aussehen soll zahlt man gerne etwas mehr als beim Hobbylacker. Also wenn das 250 Euro kostet fände ich das noch so einigermaßen okay.
 
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erniecaster
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Hi Martin,

nicht schlicht - "soft aged". Das ist ein wenig mehr Arbeit.

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster":1kj0bs9v schrieb:
Hi Martin,

nicht schlicht - "soft aged". Das ist ein wenig mehr Arbeit.

Gruß

erniecaster

Hi Matthias,
joooo, nach dem hochglanzlackieren mit Schleipaste drüber gehn hatte ich vergessen - dann kommts hin ;-)

Voodoo :cool:
 
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Rafael, lass es sein. Ich bin gelernter Werbetechniker und bin sozusagen Profi, kenne viele, die ihre Gitarren mit der Sprühdose vergeigt haben. Es wäre vorteilhaft, wenn Du die Gitarre abschleifts, von grobkörnig bis feinkörnig und mehrere Lackiererein fragst, ob die es bei Zeiten mal "mitlackieren können". Viele lassen sich darauf ein und wollen auch mal eine e-gitarre lackiert haben. wenn die mal eh einen weissen lkw oder pkw lackieren, "rutschen" die auch mal für einen netten kerl über eine e-gitarre. probieren würde ich es, meine erfahrung bestätigt das!
 
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Ja, lass es!! Sprühdose versauste dir das Teil nur - es sei denn du hast sehr sehr viel Erfahrung damit... aber auch dann ist es eher eine Katastrophe!
Aber 500,- für ne Lackierung auch'n bisschen viel. Ich hatte mal ein Angebot vom Gitarrenbauer (für ne Strat weiß Hochglanz) 300,- die schleifen aber den alten Lack bis aufs Holz ab!! Das ist ne Sauarbeit... das würdest du auch nicht für 100,- Euro machen.

Aber bei Schlumpf ist das wohl eher ein Präzedenzfall - nicht grade alltäglich der Preis - aber schön geworden iss sie ja - die Slowhand Klampfe!
 
jab
jab
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Bad Goisern
Moin!

Die meisten Autolackierer haben auch einen anderen Begriff von der Oberflächengüte. Bei Autos wird akzeptiert, was bei Gitarren nicht OK wäre.
Den meisten Gitarren, die ein Autolackierer lackiert hat, sieht man das eben auch an.
Wenn du jemanden findest, der das a)gut kann (also wirklich gut, das heißt völlig glatt, keinerlei Orangenhaut, alle Ecken auspoliert, Lackauftrag so dünn wie möglich) und b) billig ist, dann mach auf der Stelle eine Gitarrenlackiererei auf, stell den Mann ein und verdien dich dumm und dämlich.
Bei den Lackierern, die das wirklich draufhaben, ist meist nicht der Preis das Problem, sondern die Einhaltung des Termins und der bestellten Farbe und die Sauberkeit im Detail...
Und wenn er dann noch mit Lackierungen von Akustikgitarren umgehen kann, gibt's noch n Satz goldene Nasen dazu.

Ernsthaft.

Beste Grüße!
Jab
 
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Na,

denn Unterschied sieht man ja schon, bei einfachen Lackierung zwischen industriell gefertigten und lackierten Instrumenten und wirklich von Hand lackiert. Autobauer rotzen den Lack auch eher drauf, es sei denn , sie machen das ordentlich, was aber bestimmt mehr kostet, als "für´n hunni schwatt nebenbei".

Ey, sorry, aber die ganzen Fenderlacke sind doch schon eher schäbig im Vergleich zu dem, was ich sonst an Lackierungen im Gitarrebaubereich gesehen habe. (Fender bespielhaft!!! Gibson von mir aus auch!!! ;-)) Es gibt da zwar Unterschiede und man hat die industriellen Vorgänge in der Gitarreherstellung sich optimiert, aber trotzdem.

Das so zu tun hat denn Vorteil, dass es billig, ist, nicht aber wertig.

Muss also jeder wissen, was er da macht.

Sprühdose im Kämmerlein is´aber Schitte! Alleine die Verunreinigungen in der Luft, als Staub etc. pp., ist hinterger gut im Lack zu sehen, wenn sich die Partikel auf dem feuchten Lack niederlassen und wenn man da nicht einigermaßen Aufwand betreibt.
 
little-feat
little-feat
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Wir haben hier einen Gitarrenbauer, der selbst professionell lackiert, also warum nicht eine Anfrage dort.

Und eine weitere Adresse eines wirklich erstklassigen Lackierers (ich habe eine vom ihm umlackierte Gitarre gesehen):

FINE ART, Dragan Milosevic
Gewerbegebiet, Stettiner Strasse 20
47665 SONSBECK
02838-97797
0171-6566593
fineart@t-online.de

Lackieren ist ein anspruchsvoller Job, wenn es egal ist, ob die Gitarre versaut wird, dann ab in den Baumarkt und Sprühdose kaufen.

Ansonsten etwas Geld in die Hand und einen der beiden da oben (zum Beispiel) kontaktieren.

Viel mehr gibt es dazu, aus meiner Sicht, nicht zu sagen.

Tom
 
therealmf
therealmf
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Was haltet Ihr denn von einem Thread, in dem man solche Adressen mal sammelt? Da solche Anfragen ja doch immer wieder mal kommen und das aus unterschiedlichen Ecken der Republik, wäre das doch ganz hilfreich, oder?
 
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jab":360kfg58 schrieb:
Moin!

Die meisten Autolackierer haben auch einen anderen Begriff von der Oberflächengüte. Bei Autos wird akzeptiert, was bei Gitarren nicht OK wäre.
Den meisten Gitarren, die ein Autolackierer lackiert hat, sieht man das eben auch an.
Wenn du jemanden findest, der das a)gut kann (also wirklich gut, das heißt völlig glatt, keinerlei Orangenhaut, alle Ecken auspoliert, Lackauftrag so dünn wie möglich) und b) billig ist, dann mach auf der Stelle eine Gitarrenlackiererei auf, stell den Mann ein und verdien dich dumm und dämlich.
Bei den Lackierern, die das wirklich draufhaben, ist meist nicht der Preis das Problem, sondern die Einhaltung des Termins und der bestellten Farbe und die Sauberkeit im Detail...
Und wenn er dann noch mit Lackierungen von Akustikgitarren umgehen kann, gibt's noch n Satz goldene Nasen dazu.

Ernsthaft.

Beste Grüße!
Jab

Es geht noch weiter!

Lackierer können lackieren. Im Grundsatz meist besser, als Gitarrenbauer - schon der besseren Geräte, Absaugungen und der sauberen Luft wegen. Lackieren ist ihr Job!
Aber--- ;-)
Gitarren lackieren ist etwas ganz anderes, als Autos lackieren.
Die verwendeten Lacke, die Bursts, die frei gezogenen Bindings, die "verbotenen" Kniffe, die Polituren... das kommt so bei Autos nicht vor.
Es ist in etwa so, wie Konzert - und E-Gitarre spielen. Ist beides eine Kunst und ist beides Gitarre... ;-)
Darum - Autos zum Autolackierer, Gitarren zum Gitarrenbauer.
 
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W°°":1boq9o6y schrieb:
Es geht noch weiter!

Lackierer können lackieren. Im Grundsatz meist besser, als Gitarrenbauer - schon der besseren Geräte, Absaugungen und der sauberen Luft wegen. Lackieren ist ihr Job!
Aber--- ;-)
Gitarren lackieren ist etwas ganz anderes, als Autos lackieren.
Die verwendeten Lacke, die Bursts, die frei gezogenen Bindings, die "verbotenen" Kniffe, die Polituren... das kommt so bei Autos nicht vor.

Es ist in etwa so, wie Konzert - und E-Gitarre spielen. Ist beides eine Kunst und ist beides Gitarre... ;-)
Darum - Autos zum Autolackierer, Gitarren zum Gitarrenbauer.

Walter, da gebe ich dir absolut recht. Es gibt auch wahre 'Künstler' unter den Autolackierern, aber auch die verlangen ihren Preis - welchen Leute, die ihrem Auto eine Custom-Lackierung, vielleicht auch noch mit Airbrush verpassen wollen auch gerne zahlen. Jedem sein Ding, das sind 2 verschiedene Welten.

Wie du schreibst, Burst's, Bindings usw. - das ist eine Spezialität für Leute eures Faches. Ich würde auch nie eine alte Les Paul in z.B. cherry sunburst zum Autolacker bringen.

Hier ging es u.a. auch um einen schnöden und simplen Strat Body, der schwarz lackiert werden soll. Und zwar nicht hochglanz, sondern auf alt getrimmt. Hierfür wäre ich nie bereit 500 Euro auszugeben - das ist schon ein bisschen Apotheke, oder meinst du nicht auch?
 
kershaw
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Magman":1p2abtzs schrieb:
Hierfür wäre ich nie bereit 500 Euro auszugeben - das ist schon ein bisschen Apotheke, oder meinst du nicht auch?

Ich weiss es nicht, habe aber - wie schon beschrieben - diese Preise auch von anderen genannt bekommen.

Immerhin ist hier alleine das Abschleifen von Hand ja eine ziemlich zeitaufwändige Tätigkeit.

Ich kann auch verstehen, wenn man nach günstigen Alternativen sucht - aber irgendwann haben wir dann keine Experten mehr wenn jeder seine "Geiz-ist-geil-Mentalität" auslebt - dann können kleine Läden nicht mehr leben.

Für die gilt - was mich betrifft - das, was ich auch meinem Chef sage: gute Arbeit muss gut bezahlt werden.

Grüsse
Jörg
 
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Magman":2kip5pzx schrieb:
Hier ging es u.a. auch um einen schnöden und simplen Strat Body, der schwarz lackiert werden soll. Und zwar nicht hochglanz, sondern auf alt getrimmt. Hierfür wäre ich nie bereit 500 Euro auszugeben - das ist schon ein bisschen Apotheke, oder meinst du nicht auch?
Ein wenig. Sowas bekommt man sicher auch bei "Experten" billiger.
kershaw":2kip5pzx schrieb:
Für die gilt - was mich betrifft - das, was ich auch meinem Chef sage: gute Arbeit muss gut bezahlt werden.
Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass die Arbeit auch gut ist.
 
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erniecaster
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Hallo!

Und ich frag nochmal: Bei dem aufgerufenem Preis gehe ich von einem Fachmann aus, der seine Sache gut macht.

Wir reden hier von leichtem Relic. Wenn das auch gut gemacht ist, ist das doch deutlich aufwändiger als ein nomaler Hochglanzlack, oder?

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster":147v911s schrieb:
Wir reden hier von leichtem Relic. Wenn das auch gut gemacht ist, ist das doch deutlich aufwändiger als ein nomaler Hochglanzlack, oder?

Ich weiß nicht, wie man "Relic-Lack" macht, aber der Lackiervorgang und die Farbe ist wahrscheinlich das gleiche. Die Oberfläche wird vielleicht noch mit Schleifmaterialien veredelt. Würde mich mal interessieren, was da genau gemacht wird.
 
 

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