Krämpfe in der linken Greifhand


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Hallo,
beim Gig gestern hatte ich im zweiten Set einen Krampf in der linken Hand
der die Motorik für einen kurzen Moment ausschaltete. Greifen war nicht möglich.
Es dauerte eine ganze Zeit bis es unter unangenehmen Schmerzen wieder ging.

Hat jemand schon mal ähnliches erlebt? Alterserscheinung, Gicht, oder Muskelproblem?
Gibt es Übungen?
 
A
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Moinsen,

sowas kann vorkommen,
Hat aber nichts mit Gicht zu tun.

Wenns nur ne kurze Dauerbelastung ist hilft n Bier :-D
oder Aspirin . (beides blutverdünnend)

anders isses bei häufig auftretenden Symptomen oder echter Überbelastung. (kann bei der berüchtigten Sehnenscheidenentzündung enden...die allerdings in "echter" Form eher selten ist)

Dann sollte man natürlich bischen acht passen bzw. nicht weiter überlasten.

Ansonnsten: The Show must go on!
greez
 
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BBMeikel":3uuyqigb schrieb:
Hat jemand schon mal ähnliches erlebt? Alterserscheinung, Gicht, oder Muskelproblem?

Laß mal Deine Durchblutung kontrollieren.
Bei mir war es eine völlig zugesülzte Carotis, die mir die vorderen Fingerglieder der linken Hand hat taub werden lassen.
 
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Hallo BBMeikel,

das könnte einfach auch am momentanen Klima liegen. Möglicherweise hast du die Tage vorher zuwenig getrunken.

Wenn es wirklich heiß ist, soll man glaube ich zwischen zwei und drei Litern täglich trinken. Das schaffe ich jedenfalls nie.

Wenn es nicht öfter vorkommt, würde ich mir keine Gedanken darüber machen. Vielleicht kamen zufällig eine Mengen negative Faktoren ausgerechnet in diesem Augenblick zusammen.

C-ya
 
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........oder einfach zuviel gespielt?!

Übersäuerung im Muskel wie sie bei jeder extremen Belastung auftreten.
 
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Muskelkrämpfe stehen auch in Verbindung mit Magnesiummangel.
Wenn du darunter leidest, kanns durchaus passieren, dass du öfter Krämpfe bekommst.
Magnesiumtablette in ein Glas Wasser hilft da durchaus!

Hab damit Erfahrungen gemacht, nimmt sehr lustige Formen an, z.B. Krampf im Fuß oder im Hals.
Die sind zwar nicht so schmerzhaft wie ein Wadenkrampf, aber mindestens genauso eklig - find erstmal den verkrampften Muskel im Hals und belaste ihn dann ;-)
 
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Danke erstmal für Eure Tips.

Das Klima hier bei uns war in den letzten Tagen feucht warm.
Merkwürdig war auch das ich später am Abend nen Krampf in der Wade hatte.

@ mad
müsste man dann nicht öfter Probleme haben?

@ schroeder
wenn ich soviel trinken würde wie man trinken soll könnte ich erst recht nicht mehr spielen. Hicks ..........................
aber ist schon so ich trinke zu wenig.

@ seb
daran habe ich auch schon gedacht weil ich von Zeit zu Zeit mal nen Krampf im Zeh habe

@ WH
kann nicht sein da ich fast jeden Tag 2 Std spiele.

@ alien
hab ich mal probiert. Aspirin mit Bier.
Da ging nix mehr.
Ich denke bei ner Sehnenscheidenentzündung müssten die Schmerzen öfter auftreten.
 
little-feat
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Da der Physioblues (ist das so richtig) wohl im Urlaub ist, versuche ich mal zu helfen:

Solche Krämpfe sind nichts außergewöhnliches, sie kommen von der eigentlich unnatürlichen, gekrümmten Haltung der Hand beim Gitarrespielen.
Möglicherweise wendest Du auch einfach zu viel Kraft auf, die eigentlich für ein flüssiges, lockeres Spielen garnicht nötig ist, aber das ist nur eine Vermutung.

Wie auch immer:

Du solltest die Muskulatur in der Hand dehnen. Sie verkürzt sich bei verkrümmter Handhaltung und verspannt sich dadurch.

Also:

Fingerspitzen auf den Rand einer Tischplatte, die Hand waagerecht zur Tischplatte halten und die Hand dann nach unten durchdrücken. Langsam, vorsichtig, nicht mit Gewalt.

Anders gesagt: Beim Greifen krümmst du die Finger und die Hand nach innen, also mußt Du Finger und Hand in die entgegengestzte Richtung dehnen.

Ich würde ja gerne eine Zeichnung machen, aber ich hoffe, es ist auch so angekommen.

Mehr ist nicht nötig, Aspirin, Bier...ach, laß lieber, Magnesium ist in jedem Falle gut, aber nicht zu viel davon, das gibt Durchfall (peinlich, beim Gig).

Euer Dr. Horror, Privatpatienten bevorzugt.

Tom
 
physioblues
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little-feat":2qm9ndbw schrieb:
Da der Physioblues (ist das so richtig) wohl im Urlaub ist,

Leider, leider noch nicht !! :cry:

Es wurde aber schon richtig festgestellt. Hitze, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, Entmineralisierung und Übersäuerung geben halt mal Krämpfe.

Faustregel : So viel trinken, daß man 2 Liter über die Nieren ausscheidet. Wie ihr das messt, bleibt eurer Phantasie uberlassen. Die optische Kontrolle gibt aber auch Aufschluss. Am besten sollte es klar wie ein Gebirgsbach rausplätschern.

Zur Haltung und muskulären Problemen habe ich mal einen längeren Text verfasst. Der wurde aber Opfer eines Crashs. Vielleicht schaffe ich es ja mal im Urlaub etwas zum Thema Hand/Unterarm/Haltung zu verfassen. Ist ja doch immer wieder Thema.
 
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Hallo Stefan,

ich weiß, daß es über Sinn oder Unsinn des Dehnens nach muskulären Belastungen ganz unterschiedliche Meinungen von Sportärzten, Trainern usw. gibt.

War auch eine mehr subjektive Meinungsäußerung, ich habe für mich sehr gute Erfahrungen mit Dehnübungen der Hände gemacht (natürlich nicht nur der Hände, aber von denen war hier die Rede).

Tom
 
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little-feat":1uzust88 schrieb:
Hallo Stefan,

ich weiß, daß es über Sinn oder Unsinn des Dehnens nach muskulären Belastungen ganz unterschiedliche Meinungen von Sportärzten, Trainern usw. gibt.

War auch eine mehr subjektive Meinungsäußerung, ich habe für mich sehr gute Erfahrungen mit Dehnübungen der Hände gemacht (natürlich nicht nur der Hände, aber von denen war hier die Rede).

Tom

Hi Tom,

ich wollte deine Aussage mit dem Dehnen weder angreifen noch irgendwie sonst werten.

Das Problem mit den Unterarmmuskeln entsteht nur meistens wo anders. Da hilft Dehnen kurzfristig schon, je nach Lage der Problematik auch mal langfristig. Der Lösungsansatz bei chronischen Beschwerden liegt jedoch meistens wo anders. Aber es ging hier ja nicht um ein chronisches Problem, sondern um ein eher einmaliges Phanomen mit plausibler Causalität.

Also: Wenn du mit dem Dehnen gute Erfahrungen gemacht hast, dann mach es weiter, egal was Sportwissenschaftler oder Orthopäden sagen.
 
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Moinsen,


Eben! daher ja auch das Bier und ne Aspirin.(post mortum :-D )
(Trink doch ene mit, stell disch ned so aan.)

Schliesslich ist in den 3.30 min auf der Bühne in denen du versuchst deine verkrampfte Hand zwischen den Anschlägen, mit der anderen Hand am Griffbrett zu fixieren, - damits noch klingt,
...keine Zeit für Dähnüübuungen. :-D

the Show must go on! ;-)
greez
 
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Hinterher das Bier!!!

Hinterher dehnen!!!

Und das Aspirin am nächsten Morgen....

Keiner versteht mich!!!

Tom
 
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Alles was hier steht stimmt weitgehens.
Wie mit jedem anderen Muskel kann es auch hier passieren, dass er überseuert.
Chemisch gesehen bekommt der Muskel zu wenig Sauerstoff um arbeiten zu könne(Muskel verbrennt Nähr- und Sauerstoff für Bewegung), deshalb versucht er den Sauerstoffmangel zu kompensieren, indem er Milchsäure ausscheidet.
Das tut er normalerweise auch, es ist sozusagen das Abfallprodukt, jedoch, wenn zu wenig Blut und Sauerstoff ankommt, dann wird nicht alles abtransportiert und führt somit zum Krampf.
Der Krampf ist nur dafür gut, den Muskel ruhig zu halten, sodass alles gebrauchte nachgeliefert werden kann.
Magnesium und Calcium sind für Muskeln ganz wichtig, jedoch bin ich kein Fan dieser Tabletten zum auflösen usw, ich bin da mehr für die natürliche Variante a lá Ei und Fisch(ich bin Vegatarier, darum kein Fleisch).
Wichtig und nie zu unterschätzen auch Vitamine.
Sehen, wie schon richtig gesagt, verkürzen sich, wenn man ein und die selbe Bewegung oft wiederholt wie zum Beispiel beim Gitarrespielen, deshalb ist Dehnen, genau das Richtige, die beschriebene Methode ebenfalls, nur darauf achten, dass es nur leicht spannt bzw. zieht, alles mehr ist schlecht.
Außerdem nicht wippen oder schnell entspannen. Übung anfangen, kurze Zeit halten und dann langsam wieder entspannen, dann kann fast nicht schief gehen.
Ich weis nicht ob du singst beim Gitarrespielen oder ob du nur spielst.
Egal wie, die richtige Atmung ist enorm wichtig.
Tief in den Bauch einantmen und vor allem!!!, kontrolliert.
Auch wenn du dich voll verausgabst, kontrolliere deine Atmung, immer tief in den Bauch und ruhig.
Und ja, das geht auch wenn man richtig abgeht auf der Bühne, jedoch erfordertes einiges an Übung, jedoch schadet ein Versuch nicht(Tipp von mir: Schau mal in der nächsten Stadt beim ansässigen Karatetrainer vorbei und lass dir den Begriff Kimme und die richtige Atmung beim Karate bzw allgemein erklären, wenn er gut ist, wird er dir die Bauchatmung ans Herz legen und wie du deinen Körper anspannen musst).
Also, viel Luft(Sauerstoff), wenig Alkohol(Öffnung der Kapilare, Sauerstoff wird langsamer und in geringer Menge transportiert, Volumenverlust von Blut und Nährstoffen, sowie Blutverdünnung), ausgewogene Ernährung(Nährstoffe, Vitamine, Mineralien(ua. Calzium und Magnesium, sowie Eiweise), Fette uä.), richtige Atmung(verbesserter Sauerstofftransport, bessere Durchblutung).
Ich weis es ist viel, aber vielleicht hilft es den nächsten Krampf zu verhindern, bzw dem vorzubeugen oder entgegen zu wirken.

MAX
 
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Hallo Max,

du Füllhorn der Halbwahrheiten und guten Ratschläge.

Wie erklärst du dir dann, daß ein Keith Richards überhaupt 10 Minuten ohne Krämpfe spielen kann ?

Gitarre spielen ist kein Kraftmehrkampf.
 
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Hey hey, er ist schließlich Keith Ritchards :)

Keine Ahnung, aber ein gutes Rezept ist es trotzdem wenn am sich gesund hält oder :)

MAX
 
Woody
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Max Hönicke":faccb89g schrieb:
Magnesium und Calcium sind für Muskeln ganz wichtig, jedoch bin ich kein Fan dieser Tabletten zum auflösen usw, ich bin da mehr für die natürliche Variante a lá Ei und Fisch


...ich seh mich schon vor meinem geistigen Auge vor dem nächten Gig mein hartgekochtes Ei pellen...


Gruß,
Woody
 
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Zur Zeit mache ich mir ernsthafte Gedanken um meine linke Hand, sie schläft mir immer öfters ein und ich bekomme Krämpfe beim Spielen :roll:
Ich hau mir schon seit 2 Wochen regelmäßig Vitamine rein, aber es wird und wird nicht besser - ich denke, es kommt von meinen kaputten Halswirbeln. Bei unserer X-Mas Bluesnight hatte mir eine Physiotherapeutin helfen können mit Hand- und Sehnenmassage - sie meinte es wären bereits Knötchen in den Sehnen und ich müsste höllisch aufpassen. Hoffentlich kann ich den Gig heute in KL voll durchspielen.....
Magman wird alt :cry:
 
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Bjoern":166azmqr schrieb:
Magman":166azmqr schrieb:
Zur Zeit mache ich mir ernsthafte Gedanken um meine linke Hand, sie schläft mir immer öfters ein und ich bekomme Krämpfe beim Spielen

Hallo Martin,

bei den von dir beschriebenen Symtomen muss man auch an das Karpaltunnelsyndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Karpaltunnelsyndrom) denken! Ich würde auf jeden Fall einen Facharzt konsultieren.

Gruß
Björn

Hi Björn,

daran habe ich auch bereits gedacht. Nur bei mir ist es ja nicht dauernd anhaltend - es kommt und geht, wie es will. Ich werde aber nächste Woche auf jeden fall einen guten Arzt aufsuchen.

Drück mir mal die Daumen für heut abend..... aber ned zuuuu fest gelle :lol:
 
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Mal generell zu dem Thema:

Ein häufiges Problem ist, dass viele Gitarristen anscheinend der Meinung sind ihre Gitarre entweder auf Sackhöhe spielen zu müssen um damit die linke Hand in die eine Richtung abknicken oder aber von der Spielhöhe der Gitarre unabhängig versuchen den gesamten Handrücken so parallel wie möglich zum Griffbrett gehalten, sprich durchgestreckte Finger + Handrücken und der riesen Knick ist dann wo? Richtig, im Handgelenk.
Sowas ist nicht nur auf Dauer unangenehm sondern strapaziert und schädigt unnötigerweise auch die Sehnen! Dadurch kann es in späteren Jahren zu einem unkontrollierten Klauen-greifen der Hand kommen (der genaue Name dieser Krankheit ist mir leider entfallen ...) womit es natürlich unmöglich wird weiter ernsthaft Gitarre zu spielen.

Also, was wirklich wichtig ist: Der Knick der irgendwo im Arm-Hand-Bereich gemacht werden muss um auf dem Griffbrett zu greifen muss an den Fingeransätzen geschehen und nicht im Handgelenk. Das sollte möglichst LOCKER (nicht durchgestreckt, sondern LOCKER!) sein, auch bei Barrée-Akkorden etc. Da nimmt man die Kraft von 2 Seiten: Mit den Greiffingern der linken Hand wird gezogen, mit dem rechten Arm am Korpus dagegengedrückt. So, dass der Daumen kaum noch selber gegendrücken muss. Dabei sollte das Handgelenk so locker wie möglich sein.
 
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Hi,
ich wollte nur mal darauf hinweisen, dass man bei solchen Ferndiagnosen aufpassen muss.
Da kommen doch mehrere Informationen zusammen.
Krämpfe, Hand schläft ein, Halswirbelprobleme, Knoten. Kann zusammenhängen- muss aber nicht.
Ein halbwegs vernünftiger Arzt sollte anhand der Symptome, die sich an der Hand zeigen (Man kann jedem Nerv ein Hauptversorgungsgebiet zuordnen. Zudem ist ja auch der Verlauf der Nerven bekannt. Durch den Karpaltunnel z.B. zieht der Medianus. Eine Krallenhand lässt klassischerweise auf den Ulnaris schließen usw) zumindest einmal das Problem eingrenzen können.
Ich verzichte jetzt mal bewusst auf eine Diagnose, da sie meiner Meinung nach ohne weitere Informationen wenig Sinn macht.
By the way: Das mit der ausgewogenen Ernährung ist schon ne gute Sache. Nicht alle Vitamine und sonstige gepressten Zubehörteile "künstlicher Bauart" können vom Körper in der zugedachten Weise verarbeitet werden. Mit Ei gefüllter Fisch in einem Bett aus frischer Vollmilch- herrlich.
Wieder ein vortrefflicher Beispiel für angewandtes Halbwissen- meinerseits. Würde auf Anfrage aber genauer ins Detail gehen.

Grüße
 
 

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