Erfahrungen (und Fragen ! )zur Aldi E-Gitarre

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Schönen Abend,

wie schon gesagt wurde: spiel jetzt einfach mal n Jahr auf der Aldicaster und spiel dann eine vernünftige Gitarre. Dann wirst du den Unterschied merken.

Ein mit Saiten und Tonabnehmer bestückter Besenstil kann technisch auch einwandfrei funktionieren ;-)... Es gibt auch viele Autos, die fahren... Wie lange, wie schnell, wie angenehm sie das tun würde ich nicht pauschalisieren.

Grüße, Julian
 
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mad cruiser":wumsgp1m schrieb:
Keks":wumsgp1m schrieb:
Viel Interesanter fänd ich, wenn sich jemand die Arbeit machen würde und mal auflistet

Wer tut so etwas freiwillig? Lieber Keks, dafür ist mir meine Zeit zu kostbar. Ein Kettcar sieht mitunter einem Automobil verblüffend ähnlich, es bleibt trotzdem ein Spielzeug. Nur, wer niemals Auto gefahren ist, wird es mit einem solchen vergleichen.

Aber mit nem Kettcar zu fahren, macht trotz der Tatsache, dass es sich um ein Spielzeug handelt, Spaß...
(und ich hab den A/B Vergleich Auto-Kettcar schon gemacht) :lol:

*OT aus*
 
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(Problem am Beitrag ist eigentlich auch nur der unterschwellige Tenor:
"Ich bin Techniker, habe die Ahnung, spiele seit drei Monaten und frage mich warum ihr überhaupt mehr als 99.-€ für ein Ding investiert, das sowieso vorsintflutliche Technik darstellt und eigentlich gar nicht mehr gebaut werden dürfte. Ich habe das alles gecheckt und verstehe den Unterschied nicht..."
Wie sagte ein großer Mensch einmal: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" Da ist der Unterschied.)

Noch dazu: Meine erste Klampfe war eine waschechte "HERTIE-Caster" für 115,-DM (UND DIE WAR SCHEISSE!!!) Ich war froh und glücklich, als auf meiner ersten "richtigen" Klampfe : Fender STRATOCASTER - WITH SYNCHRONIZED TREMOLO - PAT.2.741.146 3.143.028 - ORIGINAL CONTOUR BODY PAT.PEND in zarten Lettern goldumranded auf der Grossen Kopfplatte prangte...da war ich 14 Jahre alt, bessen von dem Gedanken damit die Welt erobern zu können und ein grosser Star zu werden - wie Die die sie Damals spielten...mal ehrlich: kann sich das jemand bei einer ALDI-Caster vorstellen??? Sind bei dem Kauf einer Gitarre nicht auch Emotionen dieser Art mit im Spiel? Würden wir sonst Heute noch einen GAS Anfall bekommen? Ich wusste schon Damals was ich wollte - hat auch jemand von Euch "sein Baby" mit ins oder neben das Bett genommen um sie immer bei sich zu haben...? Und, das kam bei mir auf, weil ich wusste, dass sie "Echt" war...und ich mich nieeee von IHR trennen werde...wollte ich nurmal loswerden...

Achso, Nachtalb...und sie funtioniert auch nach 38 Jahren immer noch...wäre das bei der Aldicaster wohl auch so??

Trotzdem...keep on rocking...so wie jeder mag...
 
doc guitarworld
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Angel1969":1m9944zw schrieb:
... Noch dazu: Meine erste Klampfe war eine waschechte "HERTIE-Caster" für 115,-DM (UND DIE WAR SCHEISSE!!!) Ich war froh und glücklich, als auf meiner ersten "richtigen" Klampfe : Fender STRATOCASTER - WITH SYNCHRONIZED TREMOLO - PAT.2.741.146 3.143.028 - ORIGINAL CONTOUR BODY PAT.PEND in zarten Lettern goldumranded auf der Grossen Kopfplatte prangte...da war ich 14 Jahre alt, bessen von dem Gedanken damit die Welt erobern zu können und ein grosser Star zu werden ...

Das könnte von mir gewesen sein, es war zwar keine Hertiecaster (hatten
aber eiune Hertie mit den Originalen in der Nähe). sondern eine
miese Kay Strat-Kopie aber mit ca 14 Jahren hatte auch
ich eine ziemlich abgefuckte CBS-Bighead Strat ... die so ziemlich alles
an Lack und Umbauten abbekommen hat, die damals üblich waren, es
waren ja VH-Zeiten ;-) Tja Bj. 1969 ist schon was ganz besonderes.

So, ich denke OT war in Ordnung, ich denke, es ist alles gesagt zum
Lindenbrett von den Albrecht Brüdern.
 
cook
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Dito. Bei mir hieß das "Lead Star". Und ich behaupte mit allem Ernst, dass ich mit besserem Equipment heute ein besserer Gitarrist wäre. Am Anfang klang das Ding genau so rockig wie vom Threadstarter beschrieben. Aber warum, zum Teufel, klangen die abgestoppten Anschläge nicht nach Metal? Nach einem Dreivierteljahr war ich mir sicher, es nie zu 'lernen' und die Gitarre stand jahrelang in der Ecke... genau in der Zeit zwischen 14 und 18, in der man so viel lernt. Deshalb: erspart euch das.
 
pit_s_xroad
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:wtf: ...mir ist mal so'n Prügel bei WALMART in die Hände gefallen... auch angestöpselt... konnt' nicht widerstehen und schob allen Ekel :mirisnichgut: und ideologischen Grungsätze :stupid: kurzfristig auf Eis und nahm das Ding mal in die Hände...

Das schlimme ist, lässt man mal die Güterzug-unten-durch-fahren-kann-hohe Saitenlage ausser Acht... am clean Kanälchen des Amps kamen tatsächlich strat-twängige Töne raus, auch die Zwischenstellungen... Aber ansonsten hab ich das Teil wieder angewidert :barf2: nach einer halben Minute hingestellt...

Viele Gründe sind weiter oben schon genannt worden... ich wiederhol die jetzt nicht... aber eins finde ich noch sollte auch nicht unter den Tisch fallen. Mich ärgert einfach auch, dass die Kaufhausketten jetzt auch noch versuchen ín den Gewässern der Musikinstrumentenläden zu fischen und denen ihr Geschäft abzugraben... :evil: die sollen bei ihrem Business bleiben, verdienen da schon genug Knete... :isso!:

Und wenn wir unsere Läden behalten wollen, sollten wir uns zweimal überlegen :kratz:, ob wir die Billigheimeräxte aus den Ketten und auch aus der Bucht fischen...

my 2 cents,
Greets
PIT... :|
 
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Genau meine Meinung....hätte ich nicht besser sagen können!!! Übrigens, wo kommt der kotzende smily her..?????? Würde sich gut auf der Verpackung von dem "Feuerholz" machen...lachweh
 
A
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Wollte es eigentlich nur mal als Idee angebracht haben, dass mit dem Vergleich einzelner Preisklassen.
Fand nur die klassische Abwertung unschön, nach dem motto, wurd schon alles genannt.
Meine Erfahrung mit Discounter-Klampfen ist auch nicht gerade positiv. Ich hatte mir mal bei Real die Akustikgitarre angeguckt und musste lachen, dass so etwas als Gitarre verkauft wird. Das Griffbrett sah aus, als wäre es von einer Gruppe von Kleinkindern mit Abtönfarbe aus dem Baumarkt von Hand bemahlt worden, insbesondere die aufgezeichneten Dots.

@ mad cruiser: Sicher, dass es eine Menge Arbeit ist, eine derartige Vergleichsliste aufzustellen. Wollte sowas nur mal angemerkt haben, falls jemand vllt Spaß dran hat so etwas aufzustellen. Wäre ich nicht so neu hier, hätte ich nun ein paar Sammeltread gestartet mit Titel "Was Leisten Gitarren im Preisberreich X€ - Y€". Nur für so was halt ich mich selbst für zu Unerfahren hier.
Wessen Seite meintest du eigentlich genau mit den Aufsätzen von dem Gitarrenbauer?

MfG, Keks
 
A
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Was kommen erinerungen hoch :)
Meine erste war eine Aria Strat in Schwarz für 199,- DM
Vor lauter Brummen und Rückkoplung hab ich ernsthaft gezweifelt ob ich weitermachen soll.
Der Korpus wa übrigens aus Allerfeinstem MDF :(
(hab ich später dann beim abschleifen gemerkt).
Doch sie hatte auch gute Seiten, denn ich hatte sie so leid das ich mir 1 Jahr später eine Washburn MG 800 in wunderschönem Transparentem Rot mit Goldener Hardware gekauft hab, für damals 800,- DM Tolle Gitarre !!!

Gruß
Sascha
 
Sonny
Sonny
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jaja das errinert mich an meine erste die ich vom conrad shop gekauft habe.
Kinder was für ein leckerbissen für 60€ is das ein echts goldstück.Die noname SC tuns echt gut.Bin immerwieder begesiter und spiele sie täglich.
Habe bis jetzt noch ncihts konkretes zum meckern gefunden.
...und das nach nun einem jahr. :roll:
 
A
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Uiii, da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Meine erste E-Gitarre war eine Cimar Strat für glatte 400 D-Mark. Das war 1983 für einen 12-Jährigen eine unvorstellbare Summe, Squier Strats gabs für 100 Mark mehr, waren aber nicht viel besser glaub ich. Die Lackierung des Korpus gleicht heute noch einem Panzer, ich kann nicht feststellen, was für in Holz das ist, aber unter dem Pickguard sieht es zumindest nicht nach Sperrholz aus.

Wenn ich mir heute aber 200-Euro Klampfen anschaue, war die Qualität gemessen am Preis damals irgendwie besser.
 
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nachtalb":1rsfowop schrieb:
seit ein paar Monaten auch neu in die
E-Gitarre eingestiegen

Die Original Stratocaster ist höchstens genauso , wenn nicht schlechter geschirmt !

Erst Aldi und kurze Zeit später dann schon Einblick unter das Pickguard einer US-Strat. Respekt.

Hals aus Ahorn , Griffbrett aus Palisander (...) Dabei wurde das Holz des Korpus sichtbar . Würde mich interessieren um welche Holzsorte es sich handelt !?

Kann es sein, dass man man 2 von 2 Holzsorten absolut treffsicher erkennt und eine dritte nicht?

Was fehlt , ist die Auskleidung des gesamten Elektrikfachs mit Alu zwecks kompletter Abschirmung. Aber das ist bei den allermeisten noch so teuren Edelgitarren auch nicht anders !

Als selbsternannter Anfänger scheinst Du ja zugleich schon in viele E-Fächer von "teuren Edelgitarren" reingesehen zu haben. Wie geht das denn?

(Da ist übrigens meist geerdeter, metallhaltiger Abschirmlack drin und keine Alufolie wie bei Muttern im Küchenschrank).

Technisch gesehen ist ja eine E-Gitarre sowieso nur ein äusserst primitives Gerät . Von den reinen Herstellungs/Materialkosten her ist heutzutage jedenfalls höchstens der Preis einer Aldi Gitarre wirklich "angemessen" .

Mann, diese Spitzfindigkeiten... Wenn Du Stundenlöhne von 30 Cent für angemessen hältst... dann geh nach China und arbeite dort mit Deinem Technikerwissen für 30 Cent pro Stunde, anstatt in Deutschland mit Deinem Stundenlohn die Verbraucher zu prellen (irgendein marktfähiges Endprodukt wird ja auch sicher aus Deiner Arbeit resultieren. Dass allerdings schon bald in China oder Indien produziert werden könnte. Du f** Dich doch selbst ins Knie mit Deiner Einstellung).

Ist wohl keine zu teure Holzsorte :)

Der Lack und das Holz einer Stradivari-Geige haben auch nur Pfennige gekostet. Aber das Know-How, daraus einmalig klingende Instrumente zu bauen, schlägt sich eben im Preis nieder. Für Leute, denen das Rockstarfeeeling allerdings schon beim Anblick einer Bodyfräsung in einem beiebigen Stück Holz kommt, sicher unverständlich.

Sogar völlig kostenlos gibt es die Töne C D E F G A H C. Nur besteht eben ein Unterschied, ob der eine damit besoffen am Lagerfeuer auf einer Aldi-Gitarre rumklampft oder der andere aus den selben Tönen Werke schafft, die Jahrhunderte überdauern.
 
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Hallo Nachtalb,

ich finde Deinen Beitrag sehr lesenswert, und teile z.T. Deine Skepsis betreffend der hohen Preise bei Marken- oder Kult-Gitarren.

Durch J.Hendrix` wurde ich auf die Stratocaster aufmerksam und kaufte mir Anfang der 70er eine Original für damals 1800.-DM, hab sie aber wegen Geldproblemen Anfang der 80er verkaufen müssen.

Kürzlich hab ich mir einen Strat-Nachbau Fabrikat „Clifton“ (China) für 49,50 Euro (!) gekauft Die ist fabrikneu und war ursprünglich bei „Plus“ für 129 Euro im Angebot, und wurde nun bei „Billix“, einer Tochter von „Plus“, bei der nicht losgewordene Aktionsware regelrecht verramscht wird, angeboten.
Dieser Set mit Verstärker und Zubehör, wurde Ende letzen Jahres in allerlei Discountketten (Aldi, Norma, Plus usw,) unter verchiedenen Namen angeboten. Offenbar kommen diese Sets vom gleichen (Massen-) Hersteller, bekamen lediglich andere (Fantasie-) Namen, und unterschiedlich gestylte Kopfplatten. Die Preise waren sehr unterschiedlich, ich glaube Aldi war der billigste für 99,- Euro, Plus und Norma wollten 129,- Euro haben, und ich glaub da gab es sogar Angebote anderer Supermärkte bis zu 170,-Euro.

Zusammenfassung.

Bei der Original-Strat waren Hals und Bünde nicht zu beanstanden, und ich unterstelle, daß die Hals-Hölzer sehr gut abgelagert waren. Das hat natürlich seinen Preis.

Der Rest der Original-Strat war (aus heutiger Sicht) nicht sonderlich gut verabteitet. Die Befestigungs-Schrauben dieser Korpus Deckplatte („Schlagbrett“), waren lieblos und entsprechend schief „reingeknallt“ (auch die auf der Rückseite an dieser rechteckigen Abdeckplatte. Nach einmaligem rausschrauben waren die Gewinde im Holz fast schon kaputt.
Die aus den drei Tonabnehmern jeweils 6 etwas herausstehenden Weicheisenstäbe waren schon nach einigen Wochen angerostet (der schlampig aufgebrachte Klarlack half auch nichts). Der Spannstab bzw. die Spannmutter des Halses war unerreichbar (bekanntlich war die Spannmutter früher auf der Korpusseite), die Halbrunde Aussparung an Korpus und Resopaldeckplatte ein Witz, hätte man auch weglassen können. Die kleinen 6 verstellbaren Saitenbrückchen waren simpelst aus Blech gebogen, die Gewinde darin schon ausgeleiert (natürlich erst zu merken wenn die Seiten runter sind). Klar die Brückchen mußten ursprünglich nicht schön aussehen, denn damals hatten die Strats darüber noch eine aufgeklemmte und abnehmbare verchromte Blechkappe, die aber praktisch von den meisten Gitarristen gleich abgelassen wurden. Das Gewinde des „Jammerhakens“ war auch nicht sonderlich koscher, entweder klappert der Hebel im Gewinde oder er ist genau richtig satt dafür aber an der falschen Stelle (falscher unbedienbarer Winkel), das Problem dürfte aber so alt wie die Strat selbst sein.

Das Material den Korpus war nach meiner Erinnerung nichts besonders, es könnte sogar ein zusammengeleimtes Mischmasch aus Holzabfällen gewesen sein.
Das Material des Korpus ist hier, da nicht akustisch mitwirkend, prinzipiell eher zweitrangig, es muß die Saitenzugkräfte aufnehmen (darf kein „Eigenleben“ führen) und sein Gewicht muß für einigermaßen gute Balance der ganzen Gitarre sorgen (wenn sie im Gurt hängt). Dann muß das Korpusmaterial mindestens in der Lage sein, Holzschrauben vernünftig zu halten, und das Gewinde im Holz (oder sonstigem Material) darf nicht nach einmaligem rausschrauben einer Schraube schon verkorktst sein (hier hatte die original Strat denkbar schlechte Karten).

Ich hatte aber über diese Unzulänglichkeiten hinweggesehen, sie verdrängt, wollte sie nicht wahrhaben, denn es war ja die Gitarre meines Idols. In den Laden zurückbringen und mein Geld zurückverlangen hätte mir ja nichts gebracht, es gab ja kein Alternative, entweder hat man ne Strat, oder eben keine.

Ich habe nun mal rein mit dem Gefühl, dem Bauch gekauft, der Preis war für damalige Verhältnisse ein Vermögen. Das war mir es aber wert, für mich war das Teil mehr als ein reines Industrieprodukt, es hatte für mich eine Seele, die quasi vom Künstler (Hendrix) durch seine seelenvolle Musik in das Instrument „eingehaucht„ war (mein Ehrgeiz, und der vieler anderer auch, war nun, dem Instrument ebensolche seelenvolle Töne und Musiken zu entlocken...).

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es damals noch nicht so umfassende ins Detail gehende Testberichte, und es war auch nicht so thematisiert wie heute. Es gab zwar ein paar Fachzeitschriften, z.B. „ (Riebes-) Fachblatt“, die sich auch mit der „Hardware“ beschäftigten, aber über die Qualität des Instrumentes wollte ich gar nichts wissen, warum auch, es gab ja wie gesagt keine Alternative. Ich wollte eben ein Teil haben, auf dem „Fender Stratocaster“ draufstand. Daß mir deshalb die Gitarre zwar nichts abnimmt, sondern ich viel üben und experimentieren mußte, um entsprechendes zu entlocken, war mir schon klar.

An diesem Kult hat sich Fender dumm und dämlich verdient, dabei hatten die als Monopolost absolut keine Veranlassung, die (mechanische) Qualität zu verbessern. Somit lieferte die Firma für meine Geschmack für viel Geld eine nicht adäquate Gegenleistung. Im Kaufpreis stecke ein beachtlicher Teil Kult.
Der Firmengründer Fender soll sich angeblich lange stur gegen Änderungen oder Verbesserungen gestellt haben. Z.B hätte er sich geweigert den Dreistufenschalter in einen Fünfstufenschalter umzuändern, obwohl viele Gitarristen den Schalter praktisch schon so handhabten, indem sie mit Gefühl den Schalter in die Zwischenstufen brachten. Erst als Fender seine Firma verkaufte, also das Zepter abgab, wurde von den neuen Chefs der Schalter geändert.

Nun zu der „Plus“-Gitarre.

Erst mal ist es ungewöhnlich kundenorientiert, wenn man sieht, daß hier nichts vergessen wurde. Der Karton enthält wirklich alles um gleich drauflos zu spielen, bis hin zu zwei Plektrums. Alles ist schön in Tütchen verpackt. Der Kopfhörer hat zwar einen durschnittlichen und brauchbaren Klang (z.B. für nen Walkman) die Führung der Bügelverstellung ist aber eine Fehlkonstruktion, so das sich die Hörmuscheln verdrehen können und nicht sauber am Ohr plan anliegen. Der Verstärker ist zu schwachbrüstig.
Verstärker und Kopfhörer (auch der billige Tragegurt, das Notenheft und die CD) hätte man weglassen können, zugunsten eines noch günstigern Preises, oder einer noch besseren Qualität der schon beachtlich gut verarbeiteten Gitarre. Wobei mir jetzt spontan nichts einfällt, was da noch verbessert werden könnte. Vielleicht bessere Saiten, besseres Bundstäbchenmaterial, besseres abgelagertes Hals-Holz (ich weiß ja nicht, ob das Material nicht schon gut genug ist, das wird die Zeit zeigen...).

An den Mechaniken ist nichts zu bemängeln, besagte Brückchen sind wie heute üblich aus vollmaterial und verchromt. Der Hals und die Bünde sind gut verarbeitet (die Enden der Bundstäbchen könnten noch einen Deut besser gerundet „entschärft“ sein, es geht aber gerade noch so, da war eine „Squier“ von vor 15 Jahren schlechter verarbeitet).

Nichts tscheppert, die Bünde und die Oktaven sind rein, was will man mehr, die Saitenlage normal, der Hals gerade.
Ob die Saiten rostfrei sind weiß ich noch nicht, jedenfalls habe ich nach dem Spielen immer kohlschwarze Finger, weil die Saiten mit irgendwas eingefettet sind.

Inwieweit das Hals-Holz abgelagert ist, weiß ich nicht, mit der Zeit wird sich zeigen, ob sich da was verändert.

Nun hab ich nach 25 Jahren mal wieder ne Gitarre in der Hand, die mir, zusammen mit meinem alten aber größeren Kofferverstärker, quasi wieder ein Strat-Gefühl gibt. Sie ist wie das Original sehr „spielwillig“, ich hab es immer so ausgedrückt, die Strat will, wie ein störrischer Gaul der permanent losgaloppieren will, fast von selbst spielen, der Spieler bremst sie lediglich mit seinem Spiel, diszipliniert sie, hält sie quasi im Zaum.

Ich kann die Gitarre nur empfehlen, für den Preis ist sie eine Sensation.
Es ist mir unverständlich, wie hier im Thread einige schon pauschal und ungesehen dieses Instrument so schlecht machen wollen.
Ich kann einem Schreiber hier nur zustimmen wenn er sinngemäß sagt, daß ein guter Musiker auch aus einem billige Instrument gute und seelenvolle Musik hervorbringen kann.
Und nicht selten ist es doch so, daß so manche Musiker ihre musikalische Mittelmäßigkeit mit teureren Instrumenten zu kaschieren versuchen.

Jedenfalls kann ich für 49,50 Euro nicht meckern, ja für regulär 129,-Euro kann man das eigentlich auch nicht.
Als ich das Teil vor einer Woche kaufte, standen dort noch 5 Kartons. Gestern waren keine mehr da. Sie waren aber nicht verkauft, sondern wurden zurückgeschickt, wegen Unverkäuflichkeit (selbst bei 49,50 Euro !).
Das ist das Ergebnis von Vorurteilen, mir solls Recht sein, denn ohne diese Vorurteile hätte ich das Instrument nie so billig bekommen.

Gruß, Wuschel
 
Rabe
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Das Material den Korpus war nach meiner Erinnerung nichts besonders, es könnte sogar ein zusammengeleimtes Mischmasch aus Holzabfällen gewesen sein.
Wo bitte hast du deine Originalstrat gekauft? Bei Hornbach in der Zuschnittabteilung?
Außerdem finde ich die Beurteilung von Holz aufgrund 20 Jahre zurückliegender Erinnerung bemerkenswert!

Das Material des Korpus ist hier, da nicht akustisch mitwirkend, prinzipiell eher zweitrangig, es muß die Saitenzugkräfte aufnehmen (darf kein „Eigenleben“ führen) und sein Gewicht muß für einigermaßen gute Balance der ganzen Gitarre sorgen (wenn sie im Gurt hängt). Dann muß das Korpusmaterial mindestens in der Lage sein, Holzschrauben vernünftig zu halten, und das Gewinde im Holz (oder sonstigem Material) darf nicht nach einmaligem rausschrauben einer Schraube schon verkorktst sein (hier hatte die original Strat denkbar schlechte Karten).

Ach ja, das erklärt auch, warum alle Gitarren mit dem gleichem PU und über den gleichen Verstärker gespielt gleich klingen. Ich empfehle den ignoranten Gitarrenbauern als Material stahlarmiertes Hartplastik, da kann man hübsche dauerhafte Gewinde reischneiden, und die Balance lässt sich durch Metalleinschlüsse auch leicht regeln und mit Stahl verstärkt stellen auch die Saitenzugkräfte kein Problem dar.


Der Rest des Beitrags räumt ja dankenswerterweise ebenso rücksichtslos mit einigen Vorurteilen auf und deckt gnadenlos die schamlosen Verarbeitungsfehler der Firma Fender beim Klarlackieren der PolePieces auf!

Sagt mal ganz im Ernst, was ist hier los???? Wo kommen diese Leute her???? Wozu brauchen die nen Forum, die wissen doch schon alles, und sogar besser!!!!
Wer macht eigentlich gerade "Verstehen Sie Spass?" und gibt es da jetzt 'ne online-Version von?
Gruß Ralf
 
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Wuschel":2tgzce1s schrieb:
Sie waren aber nicht verkauft, sondern wurden zurückgeschickt, wegen Unverkäuflichkeit (selbst bei 49,50 Euro !).
Das ist das Ergebnis von Vorurteilen,

Schön. Du hast eine Fender in und eine Clifton gekauft. Du weißt nun alles über die Qualität dieser beiden Markennamen. Gratuliere!

Rabe":2tgzce1s schrieb:
Sagt mal ganz im Ernst, was ist hier los???? Wo kommen diese Leute her???? Wozu brauchen die nen Forum, die wissen doch schon alles, und sogar besser!!!!

Bist Du schonmal Samstags im Baumarkt gewesen? Dort ist die Gesprächsbasis eine ähnliche. Generell neige ich dazu, mit einem "wenn Du meinst..." weiterzuklicken. ;-)
 
Rabe
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Ja weiterklicken wäre weiser, aber irgendwie gings nicht, sorry...
Kannst meinen Tretroller Thread auch löschen, diente nur der kognitiven Hygiene..
Grüße
Ralf
 
A
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Rabe":2e8uxwfi schrieb:
Kannst meinen Tretroller Thread auch löschen, diente nur der kognitiven Hygiene...

[OT]Hi Ralf,

ich sehe dafür keinen Grund. Die Analogie ist sehr amüsant, und wenn es Dir jetzt besser geht...;-) Lassen wir das doch mal weiterlaufen! [/OT]
 
frank
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Hi Leute,

diese Diskussion verfolge ich von Anbeginn an mit wachsendem Interesse.

Ich hätte gern etwas dazu geschrieben. Aber aus irgendwelchen Gründen war ich ob des Nachtalbs Vergleiches einer 99-€-Gitarre incl. Transe mit erheblich teurerem Equipment zunächst sprachlos. Zudem war ich nicht sicher, ob uns hier einer ein wenig veralbern möchte.

Nach intensiven Recherchen finde ich erst jetzt die richtigen Worte:

Nein, Nachtalb wollte hier keinen veralbern. Zugegeben, er ist ein Anfänger, der noch keine andere Gitarre in der Hand gehalten hat. Aber recht hat er doch!

Kein Wunder, dass Nachtalbs hochwertige Aldigitarre ein Fender-Fake ist. Wie Nachtalb beschreibt, sind die von Fender verwendeten Materialien völlig veraltet und zudem minderwertig. Deshalb erreicht selbst die billigste Kopie eine mindestens gleichgute Qualität. Wird ein solches Fake nur mit ein bisschen Liebe zum Detail verarbeitet, übertrifft sie locker eine originale Fender.
Da lobe ich mir mit auf dem neusten Stand der Technik verarbeiteten Produkte der Fa. Gibson, die selbstverständlich nur erlesene Materialien verarbeitet.
Darin liegt denn auch der Grund, aus dem Aldi eine Fender-Kopie verkaufte.
Schon der Gedanke, eine preislich vergleichbare, aber qualitativ mindestens ebenbürtige Gibson-Kopie herzustellen, hätte jeden Aldi-Manager direkt und ohne über Los gehen zu dürfen in die Klappsmühle gebracht.
 
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