Kabeltester


B
Bumblebee
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Hallo,

ich denke für eine "normale" Amateurband lohnt sich die Anschaffung eines Kabeltesters nicht.
Ich würde eher Nachforschungen anstellen was der Grund für die gehäuften Ausfälle sind.
Wenn es am Stecker bzw. Zugentlastung liegt, würde ich in Neutrik-Stecker investieren.
Wenn die Kabel selber bei Bewegung Geräusche von sich geben, dann austauschen und in Zukunft besser behandeln, also immer
nach dem natürlichen Drall aufwickeln, auf der Bühne nicht drauftreten oder was draufstellen.

Dann halten die Kabel wieder die nächsten 5 Jahre.

Gruß
Bumble
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
also ich finde gerade das für eine Amateurband ein Kabeltester, und jemand der ihn bedienen kann, ein sehr hilfreiches Tool ist. Die Amateurband hat meist nur eine begrenzte Kabelmenge, sprich keine oder kaum Ersatzkabel, was funktionierende Kabel voraussetzt. Und 18,-€ sind nicht die Welt. Deswegen mein Tipp: Kauft euch den Thomann Hausmarke für 18,-€ und schaut euch die nötigen technischen Details für Kabel und Verbindungen an.

Aber ein pfleglicher Umgang mit Qualitätskabel hilft natürlich die Servicearbeit zu reduzieren ;-)

Ciao

DGN
 
A
Anonymous
Guest
Finde ich auch. Ein Kabel-Tester ist extrem sinnvoll. Fragt sich nur, wann man testet, bevor ein Fehlerfall auftritt. Und der ist nach Murphy beim ersten Song oder beim Solo im ersten Song.

Ich würde das teurere wählen, da es angeblich kalte Lötstellen aufspüren kann. Das Beste ist gerade gut genug...

Grüße
 
B
Bumblebee
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Ed":bicv4j1r schrieb:
Finde ich auch. Ein Kabel-Tester ist extrem sinnvoll. Fragt sich nur, wann man testet, bevor ein Fehlerfall auftritt.

Grüße

Hallo,

und genau das ist der Punkt.
Sinnvoll ist die Anschaffung sicher bei einem PA-Verleih, der die zurückgehenden Kabel auf Funktion prüft.

Aber bei einer Amateurband, die vielleicht jeden Monat einmal spielt?
Wer macht sich die Arbeit die Kabel zu prüfen und vor allem auch wann?

Oft ist es doch auch so, daß nicht alle Kabel in einem Koffer transportiert und aufbewahrt werden, sondern daß jeder seine Instrumentenkabel selber mitnimmt. Fallen die aus der Prüfung oder soll sich jeder einen Tester anschaffen?

Seitdem ich vor ca. 10 Jahren alle Kabel mit Neutriksteckern versehen habe ist mir nie mehr ein Kabel ausgefallen.
Das war früher anders, Schwachpunkt war fast immer die Zugentlastung.

Mein Vorschlag: Gute Kabel und Stecker verwenden, und gut behandeln. Mindestens von jedem Kabeltyp ein Ersatzkabel mitnehmen und falls eines ausfällt sofort kennzeichnen und möglichst bald reparieren/ersetzen.

Gruß
Bumble
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
gute Kabel, keine Frage, ersparen einem viel Arbeit. Aber auch uns ist ab und zu ein Kabel (üblicherweise Neutrik Stecker/Buchse und Zeck Kabel) oder Gerät kaputt gegangen, und da wir nicht für jedes Kabel ein Ersatzkabel hatten, konnte man mit dem Kabeltester feststellen, ob Kabel oder Gerät kaputt ist. Der Kabeltester war billiger als ein weiterer Satz Kabel :cool:

Ausserdem haben wir damit einen Phasendreher in einem Gerät gefunden, da alle Kabel i.O. waren und wir mit einem gedrehten Kabel die (Behringer*hüstel*) Weiche als Übeltäter entlarven und mit einem entsprechend gekennzeichneten Kabel versehen konnten. Das wäre mit einem normalen Multimeter zwar auch möglich, aber mit einem Kabeltester viel einfacher.
Auch Wackler im Kabel oder im Stecker sind so zu finden (wackeln am Kabel oder an der Verbindung zum Stecker), was auf Dauer schon einiges an neuen Kabeln gespart hat.

Der Tester war übrigens im Proberaum deponiert bei der PA.

Also gehen die Meinungen hier wunderbar auseinander :motz: Viel Spass beim Entscheiden!
Ciao
Monkey
 
B
Banger
Guest
Bumblebee":34oe42gu schrieb:
Aber bei einer Amateurband, die vielleicht jeden Monat einmal spielt?
Gerade die!
Aus dem Leben meiner Covertruppe, in der Karnevalszeit: wir bauen unseren Bühnenkram auf. Übliche Situation: alles bis zur Stagebox ist unser, danach kommt die Kabelage des PA-Verleihers (irgendwo dazwischen im Signalweg: unser eigenes Mischpult).

Realität: Wir haben keinen Kabeltester.
Alles klappt, nur auf Kanal 20 kriegen wir kein Signal durch. Drummer, Keyboarder und Sängerin diskutieren und stöpseln wie die wilden, verzweifelt versuche ich ein "arbeitet doch mal strukturiert" dazwischenzurufen.
Stöpsel, stöpsel, quäh, quäh. Isses das Mischpult? Wieder wildes Kabeltauschen. Nö. Eifrige Diskussionen über die Funktionstüchtigkeit des blauen XLR-Kabels bei der letzten Probe, wohingegen das grüne schon immer - ach, druff geschissen. Irgendwann wird man sich (zurecht) einig, dass die Stagebox respektive das Multicore einen weg hat. Eifriges Zurückstöpseln, Kanal 20 wird gemieden, passt gerade noch, weil der Funkempfänger der Sängerin auch direkt zum Mischpult kann. Grob geschätzt 30 Minuten gehen sinnlos flöten, während die Beantwortung der Frage des Männerballets, ob wir für ihre Generalprobe noch ein mal den Häschentanz in den Player schmeißen können, zunehmend unwirscher beantwortet wird.
Als der PA-Verleiher abends nach dem rechten schaut und auf das Problem mit seiner Stagebox hingewiesen wird, setzt er sein typisches "Jaja, die blöden Musiker mal wieder"-Gesicht auf - kanndochgarnichtsein, dahabtihrwasfalschgemacht - das Gestöpsel geht wieder los (Das liegt bestimmt - stöpsel, stöpsel - an eurem Pult!), bis er sich irgendwann mehr oder weniger glaubhaft damit zurechtfindet, dass da wohl wirklich ein Kontaktfehler vorliegt - der war vorher aber noch nicht da.

Fiktion: Wir haben einen Kabeltester.
Auf Kanal 20 der Stagebox kriegen wir kein Signal durch. Ist es unser Kabel? Der Held des Abends greift zum Kabeltester und steckt das fragliche Kabel ein. Ein fröhliches miiiiiep (wahlweise oder gar zusätzlich: eine grüne LED) oder ein hässliches brröööppöppöööö (wahlweise oder ohne Aufpreis als Parallelinfo: eine rote LED, hektisch blinkend) zeigt für jeden sicht-, hör- und begreifbar, wie es um das Kabel steht. Je nach Modell spielt man jetzt alle Trümpfe aus und jagd einen Testton über die Stagebox zum Mischpult - da bleibt selbst dem PA-Verleiher (Pfft! Kabeltester! Pffffft! Behringer, öhömm, öhömm) die Spucke samt Gegenargumenten weg. Er wird uns immer noch verabscheuen - egal, wir haben gewonnen. Wo bekommt man schon für knapp 30 Euro so viel Souveränität?

Ergo: ein Kabeltester ist wie'n Feuerlöscher. Ist er im Ernstfall nicht greifbar oder tritt erstgenannter gar nicht erst ein, verrostet er vor Scham ob seiner Sinnlosigkeit. Aber wenn es mal hart kommt, ist man der King. :top:

Notiz an mich selbst: Kabeltester kaufen, Leute beeindrucken.
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Banger":2q9cxjcm schrieb:
...

Ergo: ein Kabeltester ist wie'n Feuerlöscher. Ist er im Ernstfall nicht greifbar oder tritt erstgenannter gar nicht erst ein, verrostet er vor Scham ob seiner Sinnlosigkeit. Aber wenn es mal hart kommt, ist man der King. :top:

Notiz an mich selbst: Kabeltester kaufen, Leute beeindrucken.

:clap:
 
B
Bumblebee
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Banger":47ua3bak schrieb:
Alles klappt, nur auf Kanal 20 kriegen wir kein Signal durch.

Hi Banger,

in so einem Fall werde ich der Held des Abends, wenn ich das Kabel testweise vom bereits funktionierenden Kanal 19 auf die 20 Umstecke und danach das angeschlossene Gerät dort auf einmal nicht mehr durchkommt :)

Aber ich gebe es ja schon zu, manchmal ist ein Kabeltester schon sinnvoll.

Gruß
Bumble
 
A
Anonymous
Guest
Hallo!
Um mal auf das Thema zurückzukommen. Ich habe für LiveGeschichten, sowohl wenn ich mische als auch wenn ich spiele, den Behringer Kabeltester dabei - der hatte noch nie Mucken gemacht und hat immer einwandfrei funktioniert!
Für das Geld absolut ok!
Gruß,
Felix
 
A
Anonymous
Guest
Ich habe für ähnliche Zwecke und weil ich früher alle Kabel selbst gebaut habe, auch mal in einen Kabeltester investiert, 17,90 EUR für die Thomann-Hausmarke. Habe ihn beim Selberlöten oft benutzt und kann daher bestätigen, dass meine Kabel okay sind. Jetzt finde ich, das sich selbermachen nicht mehr lohnt - die guten konfektionierten Kabel sind einfach zu günstig geworden. Und bei den günstigen Preisen sind auch mal ein oder zwei Kabel mehr drin als ich eigentlich brauche.

Wenn ich als Verleiher unterwegs bin, ist das ein zusätzlicher Service an meine Kunden: Falls nach dem Soundcheck noch etwas Zeit ist, kann ich mal deren Kabel tief unten in den Kabelkoffern durchchecken (lassen) - und schon wissen sie bescheid.

Viele Grüße
Jo
 
A
Anonymous
Guest
Na, wir haben das Behringer Teil angeschafft und es war ein recht entspannter Nachmittag auf der Terrasse, dann waren die Kabel wieder sortiert, gelötet oder entsorgt. Das Ding ist jetzt in der Kabelkiste und ein zukünftger ständiger Begleiter. Das Fehlerfinden ist jetzt wesentlich angenehmer.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Stay tuned,

ojc
 
 

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