Monokompatibilität

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rockz

Well-known member
Hallo Leutz,

wie ich bereits an anderer Stelle erwähnte, bin ich Recording-Anfänger. Komme im Moment mit meinen Rhythmus-Gitarren nicht so recht weiter.

Folgende Problemstellung: die Rhythmus-Gitarren wollte ich doppeln, diese dann im Pan ganz nach rechts und links mischen (damit es etwas fetter klingt), jedoch bekomme ich dabei beim Monoabhören teilweise leichte Auslöschungen (klingt dann in etwa so wie ein Phaser-Effekt). Spiele ich die Gitarre auf einer Spur in Stereo ein (mit einem Chorus-Effekt), klingt's zunächst nicht ganz so "breit" und zum Anderen ist dann die Gitarre, für meinen Geschmack, zu weit im Zentrum - also dort wo ich wegen der Transparenz eigentlich eher nur den Gesang platzieren würde.

Irgendetwas mache ich folglich grundsätzlich falsch. Es gibt da draußen tausende Alben, auf denen die Rhythmus-Gitarren gedoppelt wurden...
Liegt es evtl. daran, dass ich nicht 100% sauber spiele und daher leichte Auslöschungen zu vernehmen sind?

Vielleicht habt ihr irgendwelche Tipps parat, wie man grundsätzlich Rhythmus-Gitarren aufzunehmen hat. Bin über jeden Tipp dankbar.

BTW: gibt es für den Hobbymusiker andere Möglichkeiten als "das Ohr" die Auslöschungen zu messen, und somit die Monokompatibilität sicherzustellen? (Habe gelesen, dass im Studio dafür extrem teure Geräte zum Einsatz kommen.)

Ansonsten: frohes Fest!

Gruß
 
A

Anonymous

Guest
Sers´n,

du hast das Problem von Phasenauslöschungen, wenn du die Spur nur doppelst und dann den Pan nach li/re drehst.
Mach mal folgendes: Setzte auf eine der beiden Spuren ein kurzes Delay ein (so ein paar millisekündchen). Dann ist das Problem mit den auslöschungen im Normalfall erledigt und du bekommst aus einer Aufnahme einen "Quasi" Stereo-Effekt.
Am besten ist es allerdings, du nimmst das Riff zweimal oder öfter auf und regelst dann den Pan-Regler je nachdem wieviele Spuren es sind immer ein bischen weiter. Also bei dreimal demselben riff:
1. Kanal Pan. auf 9 Uhr
2. kanal Pan. auf 12 Uhr
3. Kanal Pan. auf 3 Uhr
So bekommst du auch einen fetteren Gitarrensound und gleichzeitig echten Stereoeffekt. So machens die Profi´s nämlich auch.
Tatsache ist aber, daß man bei der Methode schon wirklich exakt einspielen muß.
Taste it!!!
Um Monokompatibilität messen zu können, gibts gute Pug ins.
Prinzipiell kann man sowas mit einem Correlationsgradmesser überprüfen.
 
R

rockz

Well-known member
Yo, vielen Dank! Werde deinen Tipps folgen und das genau so aufnehmen. Klingt alles sehr schlüssig, was du schreibst.

Ich hätte bei dieser Gelegenheit noch eine anknüpfende Frage:
beim Stereoeffekt "Chorus", vernehme ich eine leichte Modulation bei länger stehenden Powerchords. Das war so mit meinem Attax200 und ist jetzt mit meinem GNX ebenfalls so. Beim Recording stimme ich die Gitarre mit Stimmgerät, kontrolliere das häufig. Beim Spielen achte ich darauf, wirklich sauber zu intonieren, hilft jedoch nicht wirklich.
Ich sehe nun vier Möglichkeiten, woher dieser Nebeneffekt kommen könnte:
- meine Finger greifen falsch,
- die Gitarre ist nicht Oktavrein,
- es liegt an der natürlichen Bund-un-reinheit einer Gitarre,
- es liegt in der Natur des Chrous-Effektes, ein wenig zu "pumpen".
Was meint ihr, irgendwelche Erfahrungen damit gemacht?
Bei Bedarf, kann ich gern zwei kurze Beispiele aufnehmen und ins Netz stellen, macht meine Frage sicherlich transparenter.

Gruß
 
A

Anonymous

Guest
Jou,

ich denke daß die Einsatzstärke des Chorusses (richtig geschrieben?) zu stark aufgedreht ist. Es ist ja auch in sinne eines Choruseffektgerätes eine leichte Modulation mit hineinzubringen. Schraub doch einfach mal an sämtlichen Reglern rum und höre, was sich verändert.
Die Modulationsstärke wird in der Regel mit dem "Depth" - Regler eingestellt.
Ansonsten mal das Songfile zuschicken oder ins Netz stellen. Dann fällt mir bestimmt mehr dazu ein.
Tip noch zum Abmischen:
Wenn du nun wie ich im letzten Threat beschrieben habe, drei oder mehrere Spuren für die Gitarre einspielst, macht es in meinen Augen (Ohren) wenig Sinn, in jede Spur einen Chorus zu legen.
Lieber die drei (oder mehr) Spuren auf eine Subgruppe legen (Stereo latürnich!!!) und da einen Chorus mit hineinstricken.
Aber das ist wie überall in der Musik eben auch Geschmackssache und erfordert manchmal ein bischen Geduld, um das für sich passende Arrangement zu finden.
Viel Spass noch beim Basteln!
 
R

rockz

Well-known member
Dank dir für deine Unterstützung; schön, dass du dir die Zeit dafür genommen hast!

Die (Rhythmus-)Gitarre in Stereo aufzunehmen, war lediglich als Alternative zur Mehrspurvariante gedacht. Wenn ich die Rhythmus-Gitarre doppelle, spiele ich sie folglich ohne Chorus ein. Ich werde das in den nächsten Tagen alles mal durchprobieren und deine Tipps beherzigen.

Meinen Chorus habe ich bisher so eingestellt, dass ich 95% Depth gegeben habe - das macht den Sound halt sehr breit. Hat aber scheinbar auch diesen doofen modulierenden Nebeneffekt. In der Tat muss ich da noch einige Zeit rumprobieren an "meinem" Sound.

O.k., nochmals vielen Dank.

Gruß
 
 
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