Probleme mit der Elektronik


A
Anonymous
Guest
Grüß euch Leute!

Ich spiele eine LesPaul Studio. Nun ist ja bekannt, dass das nicht gerade das absolute Vorzeigemodell aus dem Hause Gibson ist, sonder eher ein Durchschnittsmodell der Serie.
Nun hat vor einiger Zeit schon mal die Elektronik gesponnen, also der Umschalter, außerdem funktionieren die Potties nicht richtig.
Nicht falsch verstehen, ich hab die Gitarre unheimlich gerne, aber mich stört es einfach das die Elektronik so anfällig ist für Störungen usw.
Mit dem Problem war ich schon bei meinem Gitarrenmenschen dran und der hat sich das auch angeschaut.
Hat kurz dran gearbeitet und ich hab mich anschließend gefreut, dass es wieder einwandfrei funktioniert hat.
Letzte Woche dann im Probenkeller wieder har genau das selbe Problem wie vorher.
Da ich meine beiden Pickups austauschen möchte, habe ich mir gedacht ob man da nicht vielleicht auch einfach die Elektronik umrüsten könnte.
Die beiden Ton und Volumeregler wollte ich austauschen, schlicht weil ich finde, dass sie ihre Arbeit nicht so machen wie sie sollen, aber das lasse ich vorher nochmal nachschauen, dann auf jedenfall das Toggle, das krazt beim Umschalten fürchterlich und knacken tuts sowieso, außerdem scheint es nicht 100% zu funktionieren, da bei der Ansteuerung ab und zu der hintere Abnehmer nicht mehr richtig funktioniert.

Jetzt die Frage:
Habt ihr Tipps für mich was man da machen kann, oder welche Hersteller zum Beispiel für Toggles und Potties zu empfehlen währen.
Ich fänds super wenn ich ein paar konstruktive Antworten erhalten würde:)

Danke schon mal jetzt für eure Hilfe!

MfG

MAX
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Hallo,

hier der passende Schaltplan zur Pauline.


ws128.gif


Nimm ordentliche Qualitätsware, d.h. keine billigst-Potis und -Schalter, sondern gute Qualität.

Toggles gibts geschlossen
37003x120x120.jpg


und offen
37001x120x120.jpg
,

für ne Pauline isses dann das 500 k Poti mit dem langen Schaft (wegen der gewölbten Decke)
07000x120x120.jpg


Kurz, schau mal bei www.rockinger.com, da findest Du das alles ...

Weiteres (und auch das, was ich Dir hier rausgesucht habe) findest Du sicher über die viel zu wenig benutzte Suchfunktion.
 
DerOnkel
DerOnkel
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Der Verdrahtungsplan von Rockinger ist ja ganz schön, aber leider nicht optimal, denn er nimmt auf die Belange von Masse und Abschirmung nicht besonders Rücksicht. Die ringförmige Masseverbindung der Potis, kann zum Beispiel eine gute Antenne für Störungen aller Art sein.

Schau Dir mal das folgende WiDi (Wiring Diagram) an:

WiDi_HH_2V2T.gif


Hier wurde Signal-Masse (Schwarz) und die Abschirmung (Grau) konsequent getrennt. Erst am Wahlschalter werden diese beiden Leitungen verbunden. Masse-Schleifen sind grundsätzlich nicht vorhanden und für die Störungen gibt es einen eigenen Signalpfad, der nicht mit "Heiß" oder "Kalt" der Tonabnehmer verbunden ist.

Die Umsetzung dieser Verdrahtung setzt natürlich voraus, daß man zwei Tonabnehmer hat, die Abschirmung und Signalleitungen getrennt zur Verfügung stellen. Ist das nicht der Fall, so muß man einen Kompromiß eingehen. Grundsätzlich sollte man jedoch immer versuchen, Abschirmung und Signalmasse so lange wie möglich getrennt zu halten!

Als Potentiometer solltest Du unbedingt solche mit einer logarithmischen Charakteristik nehmen, damit sich ein sinnvolles Einstellverhalten ergibt.

Was zum Beispiel mit dem Tone geschieht, zeigt das folgende Bild:

ToneLogLin.gif


Hier ist die mögliche Absenkung der Resonanzfrequenz (die "Höhen") in Abhängigkeit des Drehwinkels dargestellt.

Die rote Kurve repräsentiert ein lineares Potentiometer. Man erkennt, daß zwischen 30% und 100% "fast" gar nichts passiert. Der Unterschied beträgt lediglich 6dB. Erst danach geht es quasi "steil am Seil" bergab.

Die blaue Kurve ist ein logarithmisches Poti. Hier ist festzustellen, daß der Verlauf der Abschwächung insgesamt gleichmäßiger ist. Dabei gilt, daß die Steigung dieser Geraden umso größer ist, je größer die Ausprägung der logarithmischen Charakteristik des Potis ist. Gängige Potis haben bei einem Drehwinkel von 50% Widerstände zwischen 10% und 20% des Kennwiderstandes. Je kleiner dieser Widerstand ist, desto besser ist das Einstellverhalten. Allerdings steigt damit auch der Preis für ein solches Poti, denn durch die relativ kleinen Widerstandsänderungen ist die Produktion sehr aufwendig. Solche Potis zählen daher schon zu den Präzisionsbauteilen.

Wie schon erwähnt, sollte man generell nur qualitativ hochwertige Bauteile verwenden. Billiges Zeug zeichnet sich vor allem durch eine schlechte Zuverlässigkeit und geringere Lebensdauer aus. Wer hier spart, spart am falschen Ende und bezahlt insgesamt mehr, da er häufig die Bauteile wechseln muß!

Ulf
 
A
Anonymous
Guest
Dankeschön für die tollen und schnellen Antworten.
Ich werde mal schauen was sich machen lässt und was für was ich mich letztendlich entscheide und werde dann nochmal berichten.

MfG

MAX
 

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