Vintage AV3 Natural, semiakustische Schönheit mit Ausdruck

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Was für eine Schönheit, fuhr es mir durch den Kopf, als ich die Vintage AV3 ihrem Pappkarton entnahm und erst einmal in den Armen wog. Natural heißt die Devise, die sich bei diesem Instrument wie ein roter Faden durch das Konzept zieht. Der zweiteilige Mahagonikorpus aus den Vollen gefräst, eine zweiteilige dezent getigerte „bookmatched“ furnierte massive Ahorndecke aufgeleimt, ein Mahagonihals mit angeschäfteter Kopfplatte und einer Reihe geschmackvoll und hinsichtlich der Herstellungskosten sicherlich wohlbedachter Zutaten, die aber ein „rundes“ Instrument ergeben. Chapeau, Herr Wilkinson, vielen Dank an Music & Sales für die Gelegenheit!

Ich hatte schon einige Semiacoustics in der Hand, die zumindest optisch eine Referenz haben, die wohl unbestritten aus dem Land der unendlichen Möglichkeiten zu sein scheint: der USA. Grössere und kleinere Varianten von Gibson, Ibanez, Heritage, ESP, Tokai, Framus, Epiphone und diverser anderer Hersteller und Labels waren in meinem Erfahrungsfundus ebenfalls dabei und ich hatte mal mehr, mal weniger Freude an der Konstruktion, was auch daran liegen mag, daß ich von der Stratocaster komme, meine Initiation und Sozialisation auf diesem Instrument und seiner Derivate durchlaufen habe, bevor mir andere Gitarrenkonstruktionen zugänglich wurden. Der Gitarrentypus Semiacoustic mit Sustainblock war mir lange nur durch die Postillen bekannt, die Sehnsüchte und Träume verursachten bei dem Gitarrennovizen, der ich einmal war …

Jahre später ...

Klein soll sie sein, geschmeidig, gut verarbeitet, mit funktionalem und funktionierenden Parts ausgestattet, einen guten „Snap“, einen holzigen und sustainreichen Ton haben und gut am Körper anliegen. Sie sollte akzentuiertes Spiel, allerlei Spieltechniken zulassen, gut in der Hand liegen und auch bei etwas ruppigerer und energiegeladenerer Spielweise nicht direkt die Segel streichen.

Trevor Wilkinson schien meinen Wunsch erhört zu haben. Mit dem Modell AV3, hier in der Version AV3HNF ist eine Gitarre am Start, die wohl nicht nur bei mir Begehrlichkeiten wecken dürfte. Sie ist sicherlich keine Gitarre, die alle Musikstile bedient. Aber sie lädt ein, wenn Blues, Fusion, Jazz, Jazzrock und alle Spielarten dazwischen bedient werden wollen. Ob à la Tom Morello auch die heftigeren Gefilde angefahren werden dürfen, liegt in Eurem Ermessen. Ich habe zumindest feststellen können, wie sehr sie noch bei High Gain Settings und grösseren Lautstärken problemlos funktioniert.

Die Konstruktion:

Semiakustisch
zweiteiliger hohlgefräster Mahagonikorpus
zweiteilige Ahorndecke mit geflammtem bookmatched Ahornfurnier
Mahagonihals mit angeschäfteter Mahagonikopfplatte
Palisandergriffbrett
Glänzend klar lackiert
Binding
Gibson-Mensur (628mm)
Tune-O-Matic
Wilkinson-Hardware vernickelt
Wilkinson Humbucker

Trocken ohne Amp gespielt klingts erwartungsgemäß satt holzig mit einem gesunden Sustain, was Lust macht, das Baby schnell an einen Amp oder mein Lieblingsspielzeug Fractal Audio Axe-FX Ultra zu klemmen. Der Hals mit den sauber abgerichteten und dem mit einem geschmackvollen Binding umfassten Mediumbünden hat genug Fleisch, ein mir sehr entgegenkommendes Greifgefühl, kein Baseballschläger aber vertraut, wenn man nicht grade vom Wizzard-Rennhals, sondern zB. von der Les Paul kommt. Die Verarbeitung ist pingelig gut ausgeführt, die Gitarre wirkt wertiger als der UVP vermuten lässt. Die Komposition aus den genannten Hölzern, dem gefassten Body und Neck ist sauber klar lackiert, der Lack (vermutlich Polyester) schützt vor nicht allzu grobem Enthusiasmus, die Rückseite des Halses bremst nichts, selbst nach einer schweisstreibenden dreistündigen Session oder einem Gig, wo es unter der üblichen Clubbühnenbeleuchtung schon mal gerne etwas wärmer wird, bleibt das Spielgefühl und das Handling der Gitarre gut. Insgesamt zeigt sich die Gitarre auch am Gurt in guter Balance und rückenschonenden 3,5 KG laut der alten Küchenwaage.

Die Hardware macht einen prächtigen Eindruck, stimmstabile Wilkinson® WJ44 Klusons aus asiatischer Fertigung mit wunderschönen „Tulips“, die Tune-O-Matic-Abteilung, sowie alle anderen Metallteile sind sauber vernickelt und versehen ihren Dienst sicher sehr viele Jahre selbst bei heftigster Beanspruchung.

Die Schaltzentrale und die beiden Klangreaktoren, eine simple wie effektive Bestückung, die grade der aufgeräumten Natur entgegenkommt, zeigen sich von stabiler Seite. Ein Dreiwegschalter, der selbst nicht grade zimperlichem Umgang nach nun ungefähr drei Monaten klaglos und ohne Aussetzer gegenübersteht, drei nicht zu leichtgängige Potis, die feinfühlig jede noch so kleine Klangnuance rauskitzeln lassen. Als Bonbönchen und klangliche Erweiterung hat Herr Wilkinson das Vintage „Roll Control"-Poti spendiert, das das stufenlose Ein- und Ausblenden der zweiten Spule der Humbucker, sodass die Pickups auch als Single Coils eingesetzt werden können, ermöglichst. Funktioniert prima, gute Idee, gibt einen Bonuspunkt von mir. Die verwendeten etwas heisseren PAF-Varianten Wilkinson® Humbucker: WVCN, WVCB haben Standardhumbuckermaß, entfalten den vorhandenen gesunden Ton sauber, ohne Matsch und Mikrophonie.

Nach den ersten Eindrücken schon erwartungsgemäß zeigt sich das blonde Mädel sehr souverän und zuverlässig. Auspacken, einstöpseln, loslegen. So mag ich das, das schafft Vertrauen in das Handwerkszeug. Clean (zB. Fender Twin oder Blackfacesound, also californian clean) am Steg, zB. mit aktiviertem Roll Control geht’s von klingelig (a la Kinks) bis zB. im Humbuckermodus schimmernden Chords und drahtigen Single Notes. Der Halshumbucker über einen cleanen Sound inspiriert zu bluesigen und jazzigen Licks, klingt auch bei Jazzchords transparent und voll. Angezerrt fängt die Gitarre an zu singen, süß singend mit guten Obertönen bis aggresiv mit ordentlichem Timbre (zB. über einen Dumble-, Boogie- oder Plexisound) und bei Highgain fühlt sich der Steghumbucker besonders wohl und erfreut mit sustainreichen singenden Leadsounds. Der Hals-PU ist kein überzeugender Partner für Highgainsounds, was ich aber nicht als Manko sehe, sondern ein Tribut an die Konstruktion darstellt und auch zu den deutlich teureren Schwestern aus USA und Europa keinen Unterschied macht. Die AV3 ist übrigens selbst bei etwas höheren Lautstärken und Zerrstufen noch recht unempfindlich gegen unkontrollierbare Feedbacks. Gut so, noch ein Pluspunkt.

Jetzt fragt sich der geneigte Leser dieses Reviews natürlich, warum keine Schwächen aufgeführt sind. Nun, ich kann bei dem professionell einsetzbaren Instrument keine echten Schwächen entdecken und bin nach wie vor sehr angetan. Die AV3 hatte ich bei Sessions und einer Produktvorführung mit, wo sie allgemein einen guten Eindruck hinterliess. Zuhause ist sie immer noch meine Hauptgitarre, ich nehme mit ihr auf (Soundfiles folgen noch) oder ich nehme sie zum Üben. Optisch hatte ich Anfangs meine Bedenken, weil ich kein so grosser Naturholzklarlack-Fan bin. Allerdings sehen die Hälzer schon echt lecker aus. Und das Auge isst ja bekanntlich mit … übrigens gibt es auch noch ein schönes Rot, ein Sunburst und eine AV3 in Schwarz sowie P90-Varianten.

Zu beziehen ist die Vintage Guitars AV3 über deinen lokalen Musicshop, sofern dieser mit Music & Sales zusammenarbeitet. Music & Sales selektiert die Instrumente aus, nur was wirklich taugt, kommt in den Handel. Der UVP liegt imho nach Katalog bei 699 Euro, der Strassenpreis dürfte günstiger ausfallen. Für weitere Infos stehe ich in diesem Review zu Verfügung, beantworte gerne weitere Fragen zur AV3. Des weiteren schaut mal zu www.vintage-rocks.de und www.musicandsales.com

Tante Edit: Ich habe eben gesehen, 7enderman hatte auch einer AV3 ein Review gewidmet. Soweit ich gelesen habe, trifft das weitestgehend zu meinem zu. Ich denke, die Gitarre sollte für den einen oder anderen schon eine Empfehlung darstellen. Link zu 7enderman´s ebenfalls lesenswerten Review - ich werde der Übersicht halber nicht anhängen.
 
muelrich
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Hallo Doc,

schöner Bericht.

Ich habe ja auch so ein Teil, allerdings ne rote.
Und bin sehr zufrieden damit.

Gruß Uli
 
doc guitarworld
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muelrich":yulus1iz schrieb:
Hallo Doc,

schöner Bericht.

Ich habe ja auch so ein Teil, allerdings ne rote.
Und bin sehr zufrieden damit.

Gruß Uli

Hi Uli, Lake Placid Blue wäre wohl was für Dich gewesen ... ;-)
 
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Hi Sven,

danke für dein aussagefähiges Review zur AV3. Diese Gitarre ist m.M.n. der Bringer unter den kleinen Semis a la ES339 und scheut auch keinen Vergleich. Meine wog übrigens auch nur knapp über 3 Kilo. In schwarz ist sie leider nicht erhältlich, jedenfalls noch nicht - würde ihr allerdings sehr gut stehen und ich denke sie wird wohl noch kommen nächstes Jahr.

Stilistisch kann man mit der kleinen Semi einige Genres abdecken, egal ob Blues, Jazz, Rock und alles was dazwischenliegt - sehr fein ;-)

Du kannst wenn du möchtest gerne meine Soundclips hier einfügen - ich denke, da hört man schön einiges zu dem Charakter der AV3.

Dir viel Spaß und lass sie rocken :cool:
 
doc guitarworld
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Hi Magman,

stimmt, die schwarze gibts (noch) nicht ... also bitte einmal das schwarze Kleine mit Nickel-HW :)

Magmans Clips:

[mp3]http://www.magman-blues.de/DemoAV3.mp3[/mp3]

[mp3]http://www.magman-blues.de/AV3dirty.mp3[/mp3]
 
Herr Fuchs
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Magman":4z11rnte schrieb:
... In schwarz ist sie leider nicht erhältlich, jedenfalls noch nicht ... und ich denke sie wird wohl noch kommen nächstes Jahr...
Hi Magman,
nur eine Vermutung oder schon eine Insiderinformation?
Habe selbst schon eine Auge auf die AV3 geworfen. Und schwarz wäre eine ernsthafte Alternative zu rot.
Gruß, Herr Fuchs
 
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Hallo Herr Fuchs,

eher nur eine Vermutung. Da sich momentan allerdings schwarze Semis gut verkaufen, sollte/wird Vintage sicherlich reagieren.
Durchscheinend schwarz mit Nickel HD würde auch mir sehr gut gefallen an der AV3.

3avc-g4.jpg
 
Herr Fuchs
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Hey Magman,
da haben wir ja schon das erste Modell der schwarzen Serie :cool:

Aber was mich auch interessiert:
Was ist der bauliche und klangliche Unterschied der P90-Stacked-Humbucker zu den normalen Humbuckern der AV3?
Ich kenne mich bei den vielen G*bsn-mäßigen Tonabnehmern nicht so aus, da ich bisher meist Strat gespielt habe.
Und ich dachte, der P90 wäre ein Single Coil.

Grüße allerseits!
Herr Fuchs
 
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Herr Fuchs":3qzzb94u schrieb:
Hey Magman,
da haben wir ja schon das erste Modell der schwarzen Serie :cool:

Aber was mich auch interessiert:
Was ist der bauliche und klangliche Unterschied der P90-Stacked-Humbucker zu den normalen Humbuckern der AV3?
Ich kenne mich bei den vielen G*bsn-mäßigen Tonabnehmern nicht so aus, da ich bisher meist Strat gespielt habe.
Und ich dachte, der P90 wäre ein Single Coil.

Grüße allerseits!
Herr Fuchs

Moin,

also, der klassische P90 ist immer ein Singlecoil. Diese Variante bei der AV3P ist eher wie ein *Gibson P100, den man allerdings per Poti splitten kann zum P90. Bei Vintage nennt sich das dann *P90 Stacked Humbucker. Ich finde den Klang der Pickups richtig gut. Um ehrlich zu sein, gefällt mir die Variante mit den beiden splittbaren Humbuckern doch ein wenig besser und ich denke, ich werde demnächst wieder wechseln.

Bei meinem ersten Soundclip oben hört man wie gut diese Pickups gesplittet klingen. In der Zwischenposition einfach nur megageil und je nach Ampeinstellung wirklich lecker und süß Carlton Tone! Und wenn Bedarf besteht dann kann die AV3 auch AC/DC-mäßig rocken. Aber auch da gefällt mir die gesplittete Variante am besten so wie bei dem Soundclip No2. Der Humbucker Sound ist eher warm und fett und der gesplittete Sound knochig trocken. Muss man hören, ist schwer zu beschreiben.

Wen es interessiert: Diese Clips sind übrigens live mit meiner Band im Proberaum eingespielt, also keine Backing Tracks aus'm Net ;-)
 
Herr Fuchs
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Hallo AV3-Fans,
nachdem mich die verschiedenen Berichte hier im Forum sehr neugierig auf diese Gitarre gemacht haben, hatte ich heute Gelegenheit im neu zugezogenen Musikshop dieses Schätzchen zu spielen.
Von der Optik und vom Spielgefühl her ist es eine sehr schöne Gitarre. Überzeugt hat mich auch der Hals-Humbucker in Verbindung mit dem "Roll Control"-Regler.
Als Single Coil gespielt, klingt er rund und sauber, nicht zu fett und man hört aus der Ferne die Strat tönen. Macht man per Poti einen Humbucker daraus, wird es richtig schön fett und warm und man spielt nur noch Blues-Licks. Ich war begeistert.
Ganz anders beim Steg-Humbucker: Der erschien mir viel schwachbrüstiger und dünner als der Hals-Pick Up. Auch hatte ich den Eindruck, dass das "Roll Control"-Poti nicht funktioniert. Ich habe keinen Unterschied zwischen Single Coil und Humbucker hören können. Höchstens, wenn ich mit Blick auf die Potistellung gesehen habe, dass es jetzt ein Single Coil ist, dann habe ich eine Spur von Ausdünnung erahnt. Habe ich dann zum Humbucker übergeblendet, konnte ich keinen Humbucker-Sound hören. Blind gehört, fand ich keinen Unterschied.
Als Referenz für den Steghumbuckersound diente eine ES 335. Beim Halshumbucker konnte die AV3 super mithalten. Beim Steghumbucker der AV3 habe ich mich gefragt, ob Vintage hier wirklich einen so dünnen Humbucker verbaut hat oder ob die "Roll Control"-Schaltung nicht funktioniert.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit der AV3?
Ist der Steghumbucker im Vergleich zun Halshumbucker wirklich so schwach? Von der Höhe her erschienen mir die Tonabnehmer richtig justiert. Ist die Wirkung des "Roll Control"-Reglers beim Hals-Pickup stärker als beim Stegpickup?
Danke im Voraus für Eure Eindrücke und viele Grüße,
Herr Fuchs.
 
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Hallo Herr Fuchs :lol:

Also, ich denke, da war ein kleiner Defekt an der Gitarre. Ich hatte bislang mehrere in Händen und konnte nichts derartiges feststellen. Beide PU's sind gleich laut und man hört auch einen deutlichen Unterschied, wenn man auf SC 'blendet'. Teste mal noch ne andere wenn möglich.
 
Herr Fuchs
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Hallo Magman,
danke für die schnelle Rückmeldung.
Einen deutlichen Lautstärkeabfall des Steg-HB gegenüber dem Hals-HB habe ich nicht als solchen wahrgenommen, bzw. ich habe nicht ausdrücklich auf die Lautstärke bzw. den Ausgangspegel geachtet.
Was mir aufgefallen ist, war die Diskrepanz im Klangcharakter. Beim Hals-HB hörte auch ein Tauber: Hier ist ein Humbucker am Werk! Beim Steg-HB fehlte der steghumbuckertypische, leicht agressive Druck.

Leider hat der Händler nur dieses eine Modell der AV3, so dass ich nicht vergleichen kann. Übrigens eine Rote - sehr schön anzusehen.

Noch eine Frage zur Schaltung und Wirksamkeit des Roll-Control-Reglers: Während der Pickup-Umschalter Les Paul- oder ES-typisch die Tonabnehmer auswählt, wirkt der Roll-Control-Regler gleichmäßig auf beide Pickups bzw. auf die jeweils ausgewählten?

Grüße
Herr Fuchs
 
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Herr Fuchs":24ih4pd1 schrieb:
Noch eine Frage zur Schaltung und Wirksamkeit des Roll-Control-Reglers: Während der Pickup-Umschalter Les Paul- oder ES-typisch die Tonabnehmer auswählt, wirkt der Roll-Control-Regler gleichmäßig auf beide Pickups bzw. auf die jeweils ausgewählten?

Grüße
Herr Fuchs

Der Roll-Control-Regler wirkt gleichmäßig auf alle Pickups, egal welche Einstellung der Toggle-Switch hat - also entweder beide Pickups auf Humbucker-, oder Singlecoil Betrieb. Ich finde gerade den SC Sound mit der AV3 richtig gut, vor allem in der Mittelstellung klingt sie damit sehr sweet. Meinen Lieblingssound hörst du weiter oben im ersten Clip.
 
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GAS? Häää, wat'n das? ;-)

Was sagen denn die anderen AV3-Player zu o.g. Problem?
(Mr. Magman ist ja immer gleich zur Stelle, wenns um die AV3 geht. Danke nochmal!)

Viele Grüße,
Herr Fuchs.
 
doc guitarworld
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Herr Fuchs":1rglhi7p schrieb:
GAS? Häää, wat'n das? ;-)

Was sagen denn die anderen AV3-Player zu o.g. Problem?
(Mr. Magman ist ja immer gleich zur Stelle, wenns um die AV3 geht. Danke nochmal!)

Viele Grüße,
Herr Fuchs.

Hallo,

das Problem habe ich bei meiner AV3 nicht. Der Überblendregler arbeitet feinfühlig von HB zu SC und der Steg-Humbucker ist ein guter Partner zum Hals-HB. Die AV3 macht sogar an "bösen" Zerrsounds ein gutes Bild. Ich vermute auch, an der AV in dem Shop ist der Regler nicht i.O. oder nicht richtig verkabelt.
 
Herr Fuchs
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Hallo Doc,
danke auch für Deine Rückmeldung. Nach diesen Wörtern hatte ich bei der Beschreibung gesucht: Die von mir getestete AV3 lieferte nicht die steghumbuckertypischen "bösen" Zerrsounds.

Ich werde wohl nochmal mit dem Musikladen Kontakt aufnehmen, ob sie noch ein anderes Modell auftreiben können.

Viele Grüße,
Herr Fuchs.
 
A
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Ich muss mich an dieser Stelle den Lobeshymnen anschließen! Meine AV3, in einem wunderschönen rot, ist heute bei mir angekommen. Die Verarbeitung ist top, bis auf ein zwei kleine Fehler im Lack, die aber fast nur mit der Lupe auffallen. Klang: schön, toll, rund. Vorallem die Möglichkeit stufenlos zwischen HB und SC zu wechseln hat es mir angetan.

Für den Preis, ich habe bei gear4music.com 284,- gezahlt, unglaublich. Ging auch relativ flott. Dienstag bestellt und überwiesen, Mittwoch die Nachricht bekommen, dass die Gitarre versendet wird, Donnerstag die UK verlassen, heute da.

Nur ein Problem habe ich mit mir. Und zwar mag ich sie nicht aus der Hand legen, was meiner Motivation für die am Montag anstehende mündlich Diplom-Prüfung zu lernen nicht unbedingt zuträglich ist. Aber gut, man muss halt Prioritäten setzen.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Meine AV-3 war tadellos verarbeitet. Hier gab es absolut nichts zu bemängeln.

Der "Überblendregler" ist natürlich Bullshit. Es soll doch niemand erzählen, dass da über den gesamten Regelweg des Potis was passiert. Kurz vor der Null wird eine Spule kurzgeschlossen, fertig. Das ist ein Schalter in Potiform, was totaler Blödsinn ist. Ein echter Kippschalter wäre sinnvoller.

Davon mal abgesehen, erwarte ich von einer Gitarre zwischen Les Paul und ES-335 (und so sehe ich die AV-3) einen schönen holzigen Ton, warm, weich, rund und von singend bis schreiend.

Die Schaltung und auch die Pickups bieten all das. Aber die können nur das abnehmen, was die Gitarre trocken bringt. Nennen wir das mal Ton. Die Tonentfaltung meiner AV-3 war leider eher mau.

Wenn MIDI 128 Dynamikstufen bringt, hatte die AV-3 ungefähr 3. Klangfarben? Ja, mit Gewalt konnte man da verschiedene Klangfarben rausarbeiten. Vor allem in "Kampflautstärke" war meine AV-3 extrem träge.

Ich persönlich mag lieber zickige Instrumente, die sehr sensibel reagieren.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen entschuldigen, denen ich diese Gitarre angeboten habe. So ist das nun mal bei Kleinanzeigen. Der Käufer bei ebay schrieb mir übrigens, dass diese AV-3 erheblich besser sei als seine Gibson ES-335. Dann möchte ich mir diese Gitarre lieber nicht vorstellen.

Kurz gesagt: Meine AV-3 war eine Scheiß-Gitarre.

Gruß

erniecaster
 
 

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