Kennt jemand diese E-Gitarre?


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Marshall
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Guten Abend, hier ist Jan.
Ich wollte vor kurzem meine E-Gitarre auf Kleinanzeigen verkaufen und habe mir nicht viel dabei gedacht. Da ich sie selbst für einen kleinen Preis gekauft habe, dachte ich nicht dass es etwas besonderes sei.
Jetzt haben mich allerdings innerhalb weniger Minuten 5-6 Leite angefragt und bis zu 100€ angeboten. Da hab ich sie erst einmal wieder aus dem Netzt genommen.
Jetzt bin ich neugierig und würde gerne wissen um was für eine Gitarre es hierbei handelt.
Fotos folgen gleich.
 
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Marshall
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bebob
bebob
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bei Fön, Blick über die Spree
Der Korpus ist augenscheinlich 2-teilig, der Hals aus einem Stück. Das ist eine eher hochwertige Bauweise.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Hast du mal den Hals abgenommen, oder das Schlagbrett, vltt versteckt sich in der Halstasche, am Halsfuß, oder unter dem Schlagbrett ein Hinweis auf ein Fabrikat.
 
E
erniecaster
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Hallo,

nach der recht groben Nachsägung der Korpusform und erst recht der Kopfplatte erscheint mir das als Billigkram. Verkauf das Ding für 150 Euro und gut ist.

Gruß

erniecaster
 
bebob
bebob
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bei Fön, Blick über die Spree
Naja, Billigkram....Wie lange hast du diese Gitarre? In Japan wurden so einige Nachbauten rausgehauen, japanische Instrumente haben aber einen gewissen Wert, da sie eigentlich gute Instrumente abliefern, früher, und auch heute. Es könnte eine japanische Kopie sein.
Ist die Gitarre gut bespielbar, wie ist es mit den Sounds?
Frag vllt nochmal in einem anderen Forum, zB auf MB, dort gibt es womöglich eine eindeutige Antwort, oder mal zu einem Gitarrenbauer gehen, die wissen oft mehr als wir "Normalverbraucher".
 
bebob
bebob
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Ort
bei Fön, Blick über die Spree
Nochmal ganz kurz.
Ob die Form stimmt oder nicht, ist kein Kriterium. Kopien sind vorsätzlich abgeändert, um Streitigkeiten zu vermeiden.
Auch wenn du die Gitarre günstig bekommen hast, bedeutet das nichts, der Vorbesitzer hatte vllt auch nicht den Durchblick.
Wie gesagt, die Bauweise deutet nicht auf billig. Jetzt wäre gut zu wissen, welches Holz verwendet wurde.
Ich würde damit zu einem Gitarrenbauer gehen und mal drüber gucken lassen. Ich tippe bei dem Griffbrett (nicht der Hals selbst) auf Palisander, dieses Holz ist heute nicht mehr selbstverständlich für Billigbauweise.
Also, Fachfrau/mann befragen, einen Mindestpreis aufrufen.
 
Sharry
Sharry
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Ich finde auch, dass diese Gitarre nicht unbedingt ein Billigstdorfer ist.
Stutzig machen mich, dass es nur 2 Schrauben für den Hals geben soll, die sogar unüblicherweise mit Holzdübeln versteckt sind. Ist da vielleicht eine Keilpassung? (würde auch für gute Handwerksarbeit sprechen).

PU-Befestigung am Pickguard an der oberen Seite mit 2 Schrauben - damit könnte man einen Winkel zu den Saiten einstellen. Hätte wohl einen Einfluss auf den Klang.

Die offene Tunerleiste als ein Bauteil habe ich bei Gitarren dieser Bauart noch nie gesehen.
Macht irgendwie einen antiken Eindruck.

Versuche Auskunft von Experten zu erlangen. Hier hat sich ja leider keiner gemeldet.
Halt uns bitte am laufenden, es wäre die Antwort auf deine Fragen interessant.

Auf Verdacht verschleudern würde ich nicht empfehlen.
 
68goldtop
68goldtop
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Hi!

Ich denke auch nicht, dass es sich hier um ein "Billig"-Teil handelt - obwohl zu der Zeit (tippe auf späte 60er/frühe 70er Jahre) natürlich alles, was nicht von Fender oder Gibson kam irgendwie "billig" war ;)

Ich dachte zunächst an "Hopf"...
Wegen des Nullbundes, und weil die auch die Plastik-Abdeckungen für die Halsschrauben, die 6-Mechaniken-auf-einer-Platte UND oftmals auch 3 Schrauben für die Pickups verwendet haben - aber die hatten fast immer eckige Stimmflügel...

Der "Musikkeller Dorsten" wäre vielleicht eine gute Adresse um mal nachzufragen, ob es sich um ein deutsches Fabrikat handelt (y)

cheers - 68.
 
doc guitarworld
doc guitarworld
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Ich würde auch auf einen deutschen Hersteller tippen, wobei mir Framus, Hopf und Klira direkt in den Sinn kamen. Eventuell scheint es sich um eine aus Restteilen zusammengestellte und somit ungelabelte aber sauber gearbeitete zeitgemäße Tele-Kopie zu handeln. Die Pickups scheinen neueren Datums zu sein, evtl. aus den 80ern. Von der Machart habe ich schon einige Gitarren in der Hand gehabt, teils auch mit hochwertigen Bauteilen unbekannter Herkunft. Framus Hals mit professionell selbstgemachtem Body (man beachte das Shaping) und Pickguard? Die Vibratoeinheit scheint von einer Hopf Twisty zu stammen, der Rollensteg von einer japanischen Gitarre (Teisko, Kay, Matsumoku ...) der 70er. Interessante Gitarre und definitiv mehr als 150 Euro wert. Kannst du mal Bilder von der Rückseite des Pickguards mit der Elektrik und den PUs machen? Würde mich ja mal interessieren, was für Pickups das sind. Wenn sie jetzt auch noch klingt und gut zu bespielen ist, ist doch alles prima.
 
 


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