lohnt ein Treble/Bass Booster für mich?

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Hi Leute

Überlege derzeit, mir einen regelbaren Treble/Bass-Booster zuzulegen,
weiss aber nicht so recht, ob so ein Teil bei meinem Equipment überhaupt lohnt und was es mir im Idealfall bringt.
Habe im Augenblick eine Strat, einen Marshall-Valvestate Combo(Transistor?) mit 40Watt und ein Effektgerät von Zoom.

Für Euch noch ein schönes Wochenende
Django
 
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<table border="0" width="90%" align="center"><tr><td class="quote">Zitat:Original erstellt von: Django
Hi Leute

Überlege derzeit, mir einen regelbaren Treble/Bass-Booster zuzulegen,
weiss aber nicht so recht, ob so ein Teil bei meinem Equipment überhaupt lohnt und was es mir im Idealfall bringt.
Habe im Augenblick eine Strat, einen Marshall-Valvestate Combo(Transistor?) mit 40Watt und ein Effektgerät von Zoom.

Für Euch noch ein schönes Wochenende
Django
</td></tr></table>

Hi Django,

es ist immer schwer einem die Entscheidung abzunehmen.
Und da ich keinen Treble oder Bassbooster habe, oder bislang
getestet hab, kann ich Dir auch nicht sagen, was Das Teil
im Grunde macht.
Wäre es nicht ratsam entweder so einen Effekt in einem
Musikladen anzuspielen, um zu sehen, ob er Dir was bringt?
Oder bestell einen über einen Versand, wo Du ein Rückgaberecht hast.
Tonetoys, Thomann und einige andere bieten eine problemlose Abwicklung solcher Geschäfte.....

Ich kann mich ganz gut in Deine Lage versetzten, wo man überlegt,
ob der Chorus xyz oder der Overdrive abc einem was bringten könnte.
Doch das Geld dafür zu investieren ist nicht leicht und wenn der
Effekt dann auch nix bringt könnte man enttäuscht sein...

bis dann
Oliver
 
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Hallo Django,

mal anders gefragt: warum gerade ein Treble/Bassbooster? Dann ließe sich auch die Frage nach dem "lohnen" etwas einfacher beantworten.

Meine bisherige Erfahrung mit Treble/Bassboostern ist die: mit Non-Mastervolume Tubeamps kann ein solcher Booster richtig Spaß bringen. Als ich noch meinen alten Vox AC 30 hatte, hab ich mit einem Treblebooster, von einem Kollegen Marke Eigenbau, viel Spaß gehabt. Der Amp fuhr schneller in die Zerrung, blieb aber dynamisch.

Vor einem "Valve"state würde ich mir da nicht allzuviel versprechen. Das Fragezeichen hinter "Transistor" kannste übrigens getroste wegpacken. Die Röhre im Valvestate dient einzig der Rechtfertigung der Produktnamens.

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bO²gie
 
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Guest
Genau um den Spass ging es mir eigentlich auch denn die Vorliebe für
gelegentlich druckvollen Punch-Sound, bei dem die Höhen nicht zu kurz
kommen, ist bei mir durchaus vorhanden.

Wenn ich mir dafür aber erst einen echten Röhrenamp wie den AC30 [xx(]kaufen muss, dann lasse schweren Herzens lieber die Finger davon.
Danke für den Tip[:p]!

Einen angenehmen Sonntag
Django
 
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Moin Django,

nichts gegen Transistor Amps per se. Ich ärgere mich ja bis heute noch, das ich den STRAMP nicht gekauft habe, der als Prototyp für Rory Gallagher gebaut wurde. Der klang sehr "vöxig" und war absolut Solidstate. Ich hab lange einen Roland Cube 60 gespielt, der heute als Bluesharp Amp dient. Auch ein klasse Solidstate Amp. Auf der Hotel California der Eagles ist der übrigens zu hören. Es gab ja auch eine ganze Anzahl guter Mischamps, so zB die alten Music Mans mit Transenvorstufe und Tubenendstufe. Mein Favorite war da der kleine RD 50 110.

Ich nehm mal an, das deine Treble Boost Neugierde über den Gallagher Sound geweckt wurde?

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bO²gie

NP: Rory Gallagher | Wheels Within Wheels
 
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Da liegst Du mal wieder genau richtig! Über Rory hab ich mich erstmals
mit dieser Thematik beschäftigt und bekannter Weise haben ja auch andere Rockgrössen so einen Treble-Booster gewinnbringend eingesetzt.
Auf dem Markt gibt es ja eine Fülle von Treble-Boostern, in verschiedenen Preisklassen und auch für unterschiedliche Arten von Amps. Habe auch schon gelesen, dass es speziell für Marshall geeignette Treble/Bass-Booster gibt, aber warscheinlich macht es auch damit erst Spass, wenn man von den klassischen Marshall-Amps der 60ér und 70ér Jahre ausgeht!??

Grüsse aus Berlin
Django
 
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Moin Django,

"speziell für Marshall" würde ich nun nicht gerade sagen, aber tendenziell eher für klassischen Röhrenamps ohne Mastervolume. Im Prinzip war das Problem Ende der Sechziger folgendes: Die Rockmusik wurde immer "härter" und lauter. Nur gab es eben nur eine beschränkte Anzahl von passendem Equipment. Die Amps, die "laut" genug waren, zerrten nicht wie die kleinen Amps, die wiederum ja nicht für Brachiales gebaut waren. Ein gutes Beispiel ist da Jimmy Page. Hör mal in die erste Led Zep. Klingt nach "Marshall und Les Paul", oder? Mitnichten, der gute Page spielt auf der Scheibe großteils einen schwachbrüstigen Supro Amp, ein paar kleine Fender Amps und Telecaster. Sowas ließ sich natürlich im Studio gut machen. Live, gerade bei einer Band wie Led Zep, die schnell alle Besucherrekorde brach, war das natürlich ein Problem, das auf der Bühne zu reproduzieren. Deep Purple, Black Sabbath, aber aich frühere Hardrockgrundsteinleger wie die Yardbirds, The Who, Cream ... alle kämpften mit Equipment das eigentlich für eine ganz andere Musik konzipiert war. Booster mußten her um die Amps, die ja eigentlich für cleane Sounds optimiert waren, zu "überfahren" (oder, siehe Led Zep I, die kleinen Amps wurden im Studio bis zum Stehkragen aufgerissen).

Mein persönlicher Lieblingstreblebooster wird eigentlich als solcher garnicht geführt: es ist der Daniel D Tubebooster von Reißenzehn. Du kannst ja mal einen Blick ins Aussensaiter Forum www.aussensaiter.de werfen und im Archiv "Reußenzehn" und "Daniel D" suchen. Dort gibt es ohne Ende Beiträge dazu.

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bO²gie

... und ’ne Session ist auch bald in Baaalin. Und hier ja auch bald. Ich hoff ja immernoch das ich beide Sessions unter einen Hut kriege.
 
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Hallo Django!

Viele der aktuellen Amps lassen sich nicht boosten, weil (meiner Laienmeinung nach)
im/am Eingang Transistoren oder sonstiges Silikon-Gelümmel rumgammelt, welches das klassische (Treble-)Boosten mit ganz fies und kaputt klingender Zerre quitiert.
So zu hören bei meinem H&K Tube20, aber auch bei vielen anderen. Dein Marshall gehört mit ziemlicher Sicherheit auch dazu. Kauf Dir nen anderen Amp oder nen guten Zerrer, da hast Du mehr von.
-elvis

--
LYRICS? WASTED TIME BETWEEN SOLOS!
 
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Hi!

Wobei man zu Led Zep’s Jimmy sagen muß, das er für die fetten Sounds viele dieser kleinen Rotzamps gleichzeitig gespielt hat, also nicht nur einen und auch mit Overdubs nicht gerade sparsam war, die LZ1 mal außen vor, ganz zu schweigen von einem Wahnsinns Effektarsenal.

Mach’s gut!
 
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Okay Jungs

Danke für die sehr aufschlussreichen Beiträge zu meiner Frage.
Ich werde mich wohl in absehbarer Zukunft mit den Zerreffekten begnügen, die mein Zoom in der Lage ist herzugeben[B)]!
Vom Tisch ist das Thema für mich trotzdem noch lange nicht[;)]

Eine angenehme Woche
Beste Grüsse
Django
 
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Moinsens Jonas,

auch wenn’s nicht ganz das Treblebooster Thema ist, aber in Sachen Overdubs muß ich dir zT doch heftigst widersprechen. Gut, die erste Zep Scheibe hast du ja schon ausgeschlossen. Mit heutigen Produktionsstandards/möglichkeiten verglichen, ist diese Scheibe eine Mittelklasse Demoaufnahme (8 Spur, afaik) mit einem bis heute fantastischen Sound. Für die zweite (und zT auch für die dritte) gilt das gleiche. Die zweite ist auch noch mehr oder weniger "nebenbei" entstanden (ich meine auf 16 Spur). Natürlich hat Page auch die Möglichkeit Overdubs benutzt. Aber ich kenne kaum einen anderen Gitarristen, der mit so sparsamen Mitteln einen so unglaublich fett erscheinenden Sound kreiert hat. Mich hat Page eigentlich nie wegen seinen Soli fasziniert (ehrlich gesagt finde ich viele seiner Soli mittelschwer grauenhaft), aber seine spezielle Art Sounds und Tunings so geschickt zu arrangieren, das alles wie ein Wall of Sound klingt und man trotzdem jede einzelne Saite klirren, scheppern und dengeln hört (und eben nicht alles brachial mit Verzerrung zu übertünchen) hat mich schon immer schwer beeindruckt. Hör dir mal die BBC Sessions von Led Zep an ... mich hauts um, wie Pagey da ohne (oder wenn, sehr geschickt versteckten) Overdubs auskommt.

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bO²gie
 
 

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