Sh*t, jetzt ist es passiert! Line6 Stomp oder Kemper Player?

martin

Power-User
9 Mrz 2016
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Hallo ihr Lieben,

soeben kam die Nachricht von einem Theater an dem ich spiele, dass es ab sofort keine echten Amps mehr geben wird bei den Musical-Produktionen.

Das Budget ist wie immer knapp, die richtig tollen Modeller fallen also leider raus. Zur Wahl stehen der Line6 Stomp und der Kemper Player.

Einen von den beiden muss ich nehmen.

Die Tonabteilung hätte lieber den Stopp, weil der zwei Inputs hat und damit die E- und die Acoustic-Gitarre über den gleichen Stereo-Kanal kommen würden.

Meine Prioritäten:
Ein möglichst guter Amp-Grundsound für clean und leichtem Break-Up (so dass ich wie beim echten Röhrenamp alle Gainstufen mit dem Volumepoti der Gitarre regeln kann).
Eine möglichst kleine Latenz (und da war ich beim Stopp XL nicht zufrieden).

Was wäre eure Wahl, wenn ein natürlich dynamischer Gitarren-Grundsound das wichtigste Kriterium ist?

Viele GrĂĽĂźe
Martin
 
Hallo,

habe ich das richtig verstanden, dass das Theater das Ding kaufen wird und dich vor die Wahl gestellt hat? Falls ja, wäre ich an deiner Stelle so feige, mich vor einer Antwort zu drücken. Und wenn die Tonabteilung einen Favoriten hat, bitteschön.

Latenz ist für dich ein Thema. Beim Lesen im TGP habe ich dazu etwas gelernt: Die Latenz des Modelers ist fast schon unerheblich, wenn man den gesamten Signalweg betrachtet. Insbesondere die heute üblichen digitalen Mischpulte sind sehr "langsam", dazu kommen gerne noch mal digitale Mischer nur für die In-Ears und Sender über eine längere Strecke.

Du warst schonmal mit einem Line6 Stomp nicht zufrieden - wegen der Latenz. Vielleicht war es gar nicht der Stomp. Besorg dir doch mal sowas:


Gibt es bestimmt auch woanders, war der erste Google-Eintrag.

Das Ding hinter dein normales Effektbrett, hinein in eine einfache D.I. und dann probier mal. Da das Gerät analog ist, hat es keine Latenz. Darüber hinaus ist der Youtuber Leo Gibson die Referenzadresse, was Latenz angeht.

Wenn ein analoger Modeler dich latenzmäßig glücklich macht, schaust du dir das hier an:



Ich mag den "Humor" dieses Youtubers zwar nicht, er ist aber informativ.

Jaja, mit der Pistole an der Schläfe würde ich übrigens den Line6 Stomp nehmen. Und es dann wie Leo Gibson machen: In den Signalpfad ausschließlich einen Amp und eine Box, damit sich das Ding keinen Wolf rechnen muss.

Viel GlĂĽck und alles Gute

erniecaster
 
Beides Testen kommt nicht in Frage?
Beim HX Stomp hat mich die unglaubliche Anzahl an Möglichkeiten (Effekte, Pedals, verwaltung der Sounds, Parallele Dual-Ampinggedöhns, Interner Looper usw) echt beeindruckt. eigentlich konnte man damit jede verrückte Idee realisieren und klanglich und Latenzmässig gar kein Thema.
ob der Kemper echter klingt? Vermutlich klingt er näher an den gekemperten Amps als das mit Line6 möglich ist.. Effektmässig gibt es da weniger.
Ich hatte ihn aber noch nie an der Gitarre oder am Ohr.
Ich fahr grade voll auf das ToneX one ab und gleichzeitig auf das line6 POD express - beides sind minimalistische Pedale mit unglaublich gutem Sound und haben den Vorteil dass man nicht großartig in Menüs rumeditieren muss. Ich würde damit live auftreten, Tones one + Line6 Pod express, 400 € und das beste aus beiden Welten.

Schau mal die Videos von Jon Nathan Cordy an, der erklärt da wirklich viel zu diesen Geräten:

Was mit bei Line6, speziell beim HX Stomp gefällt ist was die nach all den Jahren noch für massive Updates rausbringen!

Hier mal noch meine ToneX/POD-Kombination:
 
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Zur Wahl stehen der Line6 Stomp und der Kemper Player.

Einen von den beiden muss ich nehmen.

Ein möglichst guter Amp-Grundsound für clean und leichtem Break-Up (so dass ich wie beim echten Röhrenamp alle Gainstufen mit dem Volumepoti der Gitarre regeln kann).

Kemper. Auf jeden Fall testen.

Ich kenne den Kemper Head, den "Toaster", den hat mein Schwager.
Ich setze voraus, dass die Tests und Berichte von Nutzern im Netz stimmen; demnach ist der Player zwar abgespeckt, weil er u. a. nur zwei Effekte zuläßt und keine Profiles erstellen kann, spielt sich aber genauso wie seine großen Brüder, und das ist, Achtung: Persönliche Meinung, immer noch "das Maß der Dinge" wenn es darum geht einen Amp zu ersetzen und weitere Vorteile zu nutzen.

Die Suche nach gefälligen Profilen kann sich unter Umständen mühseliger gestalten, wie die Tüftelei am Helix.

Wenn Dir Effekte fehlen, dann setzt Du sie eben davor oder dahinter, wie bei Deinen Amps auch. Ich gehe jedoch davon aus, dass dies bei der Vielzahl vorhandener Profile nicht notwendig sein wird.

Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch, dass ich
a) FM3, ToneX und QC auch eine Zeitlang ausgiebig getestet habe, und
b) ich mit meinem Helix vollends zufrieden und glĂĽcklich bin.
 
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Wir hatten ja im vorherigen Thread erst darĂĽber gesprochen... ;-)
Vgl. dort meinen vorletzten Post P.S1. ;)

Ich sehe es sehr ähnlich, wie @Ha.Em.
Aber
Die Suche nach gefälligen Profilen kann sich unter Umständen mühseliger gestalten, wie die Tüftelei am Helix.
Bei meinem Mooer z.Bsp. habe ich ziemlich schnell spitz bekommen, wer unter den zig-Tausend kostenlosen gute Profile erstellt und wer nicht, beim Durchtesten meiner Lieblings-Amps, und wurde nicht enttäuscht. Ist beim Kemper vielleicht ähnlich?
Das war Mooer selbst , die kompletten 12 Sounds (Sweetspots) aus den 4 Kanälen des Marshall JVM 410 H, aber die meisten vom User Avrusci, der so gut wie alles Angesagte geprofiled hat, (darunter den JCM 800, den Plexi und den JTM45).
Die des JVM sind mittlerweile verschwunden (hat Marshall interveniert, weil zu gut?), hehe, hab sie aber auf Pladde. :cool:

Könnte mir vorstellen, dass es beim Kemper (Fender-Profiles) ähnlich ist.
Es sei denn, du kommst mit dem Player ĂĽberhaupt nicht zurecht?

LG
 
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Ergänzung:
Das mit dem Herunterdrehen des Vol an der Gitarre kann ich nur befangen beurteilen, weil ich in all meinen Gitarren den 'Blugschen Treble-Bleed' (Göldo 220 Picofarad) eingelötet habe, und sowieso 500er Vol-Potis linear in allen Gitten wegen der leidigen Abweichungen.
Funktioniert für mich bestens, egal an welchem Gerät!
Bei 7-8 habe ich ungefähr 250 kOhm, je nach Abweichung der Potiwerte.

Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn es dumpfer wird beim zurückdrehen der Lautstärke bzw. Gain, Isso :D
LG

P.S.: Meine Erfahrung ist, mit einem Booster, Overdrive, oder Compi vorm Amp geht es auch ganz ohne meine MaĂźnahmen. ;-)
Bei sehr guten Amps (Geräten) sogar ohne das, aber ich schweife ab, oder schwelge in Erinnerungen...:)
Achso, mein Marshall Mini Jubilee 2525 verhält sich als Profile im Mooer ähnlich, was das Vol-Poti an der Gitarre anbelangt, das wars glaub ich?
 
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Hier mal ein Beispiel eines gĂĽnstigeren Profilers, als der Kemper, wie ich es mag.
Die Fender Profiles sind aber auch nicht schlecht... Nur nicht meine Baustelle.

Poti-Vol 5-10. Ohne Effekte!
Latenz, nicht spĂĽrbar, Spielfreude ohne Abstriche, wie am echten Amp!

ĂśberprĂĽft mehrmals an meinem Marshall 2525 C direkt in die Endstufe, dann natĂĽrlich ohne Cab-Simu und nur den entsprechenden Preamp.
Man muss schon wissen, was man tut. ;-)

Parallel 'zeitgleich' ginge das obige Signal per XLR an den FOH mit Cab-Sim (IR) und wahlweise EL34 Endstufen-Simu, oder auch nicht...(Geschmackssache)
Dumme Frage, ist ein Mikrophon-Vorverstärker nicht auch ein Amp?
Ich fĂĽrchte, da gibts auch dumme Antworten...:D

Mein Fazit: der Kemper-Player müsste all dies entweder genauso gut, wenn nicht noch besser können! ;)
Am Line6 (Helix-Floor) mĂĽsste ich lange schrauben dafĂĽr..., das weiĂź ich.


LG

"So, lieber Kandidat, Sie haben jetzt die Auswahl, A oder B?"
"Ich nehme C!" :unsure::ROFLMAO:
 
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